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News von heute Angegriffener Busfahrer aus Frankreich ist tot

Die Frau des erschlagenen Busfahrers hält ein gemeinsames Bild von sich und ihrem Mann auf einem Trauermarsch in Bayonne
Die Frau des erschlagenen Busfahrers trägt auf einem Trauermarsch in Bayonne ein gemeinsames Bild von sich und ihrem Mann
© Gaizka Iroz / AFP
Hagia Sophia darf Moschee werden +++ 15 Jahre Haft für Angeklagten nach Sechsfachmord in Rot am See +++ Tönnies beantragt Lohnkostenerstattung vom Land +++ Krawalle beim G20-Gipfel: Fünf junge Männer verurteilt +++ Die Nachrichten von heute im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Zusammengeschlagener Busfahrer aus Frankreich laut Familie tot (18.54 Uhr)
  • Türkisches Gericht ebnet Weg zur Nutzung der Hagia Sophia als Moschee (15.31 Uhr)
  • 15 Jahre Haft für Sechsfachmord (14.40 Uhr)
  • China warnt vor neuer Lungenkrankeit in Kasachstan (13.59 Uhr)
  • Tönnies beantragt Lohnkostenerstattung vom Land (12.20 Uhr)
  • Krawalle beim G20-Gipfel: Fünf junge Männer verurteilt (11.31 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 23.08 Uhr: Streit um Trumps Steuerunterlagen: nächster Gerichtstermin steht +++

Nach einer Entscheidung des Obersten US-Gerichts im Streit um die Herausgabe von Finanzunterlagen von US-Präsident Donald Trump hat ein Richter in New York für kommende Woche eine Anhörung angesetzt. Der Supreme Court hatte am Donnerstag entschieden, dass Trump auch als Präsident nicht von der Pflicht ausgenommen ist, bei entsprechender Aufforderung Beweise in einem Strafverfahren zu liefern.

Damit sprach das Gericht dem Bezirksstaatsanwalt von Manhattan grundsätzlich das Recht zu, im Zuge von Ermittlungen Finanzunterlagen Trumps und dessen Firmen von der Buchhalterfirma Mazars einzusehen, was Trump zu blockieren versucht hatte. Die Einzelheiten müssen nun aber in unterer Instanz geklärt werden. Der Richter in New York setzte für kommenden Donnerstag eine Telefonkonferenz an, in der über die Standpunkte der Streitparteien mit Blick auf das weitere Vorgehen diskutiert werden soll, wie aus einem Gerichtsdokument von Freitag hervorgeht. 

+++ 22.16 Uhr: Demonstranten dringen ins serbische Parlament ein +++

Nach einer mehrstündigen friedlichen Kundgebung in Belgrad ist eine Gruppe Demonstranten am Abend gewaltsam in das serbische Parlament eingedrungen. Protestierende warfen Steine und Flaschen auf die Fenster des Parlamentsgebäudes. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Noch am Vorabend hatten Demonstranten bei einer Sitzkundgebung Randalierer am Eindringen in das Parlament gehindert.

Ungeachtet des Rückziehers von Präsident Aleksandar Vucic gehen seit Tagen Tausende in Serbien gegen die Corona-Schutzmaßnahmen der Regierung auf die Straßen. Dabei setzte die Polizei immer wieder Tränengas und Knüppel ein. Demonstranten warfen Steine und Feuerwerkskörper. Vucic hatte zwar eine geplante Ausgangssperre zurückgenommen, dafür aber Ansammlungen von mehr als 10 Personen verboten, weil die Zahl der Corona-Infektionen wieder zunimmt.

+++ 21.49 Uhr: Fiat Chrysler ruft über 900.000 Autos in USA zurück +++

Der italienisch-amerikanische Autokonzern Fiat Chrysler muss wegen eines möglichen Airbag-Defekts zahlreiche Autos in den USA zurückrufen. Es geht um rund 925 239 ältere Modelle, bei denen Teile der Airbag-Abdeckungen über dem Lenkrad sich lösen und bei einer Aktivierung der Luftkissen wie Projektile herausschießen können, warnte das Unternehmen am Freitag. Fiat Chrysler seien 14 möglicherweise in Verbindung mit dem Problem stehende Verletzungen bekannt, hieß es weiter. Der Defekt erinnert an den Airbag-Skandal des insolventen japanischen Herstellers Takata. Fiat Chrysler betonte jedoch, dass die Teile nicht aus dessen Produktion stammen.

+++ 21.32 Uhr: Erdogan will Hagia Sophia schon in zwei Wochen als Moschee eröffnen +++

Nach dem Gerichtsentscheid über ihren Status soll die Hagia Sophia in Istanbul nach dem Willen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bereits in zwei Wochen als Moschee genutzt werden können. "Wir planen, die Vorbereitungen schleunigst zu beenden und am Freitag, den 24. Juli 2020, die Hagia Sophia gemeinsam mit dem Freitagsgebet für Gebete zu eröffnen", sagte Erdogan am Freitagabend.

Die Kritiker rief Erdogan auf, die Entscheidung zu respektieren. "Wie die Hagia Sophia genutzt wird, hat etwas mit den Souveränitätsrechten der Türkei zu tun." Der Eintritt werde gratis sein und allen offen stehen, "für Muslime und Nichtmuslime".

+++ 20.45 Uhr: Großbritannien: Johnson deutet strenge Maskenpflicht an +++

Der britische Premierminister Boris Johnson hat eine Ausweitung der Maskenpflicht in seinem Land angedeutet. "Ich glaube wir müssen strikter dabei sein, die Menschen zum Tragen von Gesichtsschutz in geschlossenen Räumen aufzufordern, wo sich Menschen begegnen, die sonst nicht zusammenkommen", sagte der Premier in einer Online-Fragestunde mit Bürgern. Ebenfalls am Freitag zeigte sich Johnson erstmals selbst mit Maske in der Öffentlichkeit beim Besuch mehrerer Geschäfte in seinem Wahlbezirk Uxbridge.

Einen Sinneswandel vollzog der konservative Regierungschef auch mit der Empfehlung an die Briten, wieder an ihren Arbeitsplatz zu gehen. "Gehen Sie zur Arbeit, wenn Sie können", sagte Johnson. Bislang hatte der Slogan gelautet: "Arbeiten Sie von zuhause, wenn Sie können". Britische Medien interpretierten den Schritt als Zeichen für die wachsende Sorge im Regierungssitz Downing Street vor einem heftigen wirtschaftlichen Einbruch.

+++ 19.39 Uhr: Sudan verbietet weibliche Genitalverstümmelung +++

Der Sudan hat Genitalverstümmelung von Frauen unter Strafe gestellt. Der Souveräne Rat, die höchste Institution des Landes, ratifizierte nach Angaben des Justizministeriums ein entsprechendes Gesetz. Demnach können Menschen, die diesen Eingriff bei Frauen vornehmen, zu bis zu drei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe verurteilt werden. Verantwortlichen Krankenhäusern und anderen Einrichtungen droht die Schließung. Der Rat nahm das Gesetz an, nachdem die Regierung im Mai einer entsprechenden Änderung des Strafrechts zugestimmt hatte. Das Gremium aus Vertretern des Militärs und der Zivilgesellschaft leitet eine gut dreijährige politische Übergangsphase in dem afrikanischen Staat.

+++ 18:54 Uhr: Angegriffener Busfahrer in Bayonne laut Familie tot +++

Der nach einem brutalen Angriff für hirntot erklärte französische Busfahrer ist tot. "Wir haben beschlossen, ihn gehen zu lassen. Die Ärzte waren dafür und wir auch", teilte die Tochter von Philippe Monguillot, Marie, der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mit. Die Ehefrau des 59-Jährigen, Véronique Monguillot, schrieb in Onlinenetzwerken: "Mein Mann ist um 17.30 Uhr gestorben, RIP meine Liebe." Zwei Männer hatten den Busfahrer am Sonntag im südwestfranzösischen Bayonne nach Angaben der Ermittler so heftig geschlagen und getreten, dass er im Krankenhaus für hirntot erklärt werden musste - offenbar aus völlig banalem Anlass: Der Fahrer hatte die Passagiere aufgefordert, wie vorgeschrieben Corona-Schutzmasken aufzusetzen. 

+++ 19.03 Uhr: Schlechtes Wetter - Trump verschiebt große Wahlkampfveranstaltung +++

US-Präsident Donald Trump verschiebt wegen schlechten Wetters eine für Samstag im Freien geplante Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat New Hampshire. Der Grund sei der auf die Ostküste heranziehende Tropensturm Fay, erklärte sein Wahlkampfteam am Freitag. Der Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, zufolge soll die Veranstaltung in ein oder zwei Wochen nachgeholt werden. 

+++ 18:56 Uhr: Twitter-Gründer spendet drei Millionen Dollar für Grundeinkommens-Initiative +++

Twitter-Gründer Jack Dorsey spendet drei Millionen Dollar (rund 2,65 Millionen Euro) für eine Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Das Grundeinkommen sei ein Instrument, "um die Wohlstands- und Einkommenslücke zu schließen, systemischen Rassismus und Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern auszugleichen, und wirtschaftliche Sicherheit für Familien zu schaffen", schrieb der Internet-Milliardär am Donnerstag auf dem von ihm gegründeten Kurzbotschaftendienst. 

+++ 18:09: Redner räumen UN-Mitverantwortung für Genozid in Srebrenica +++

Zum 25. Jahrestag des Massakers von Srebrenica haben die Vereinten Nationen die Mitverantwortung anderer Staaten für die Taten eingeräumt. "Wir erkennen an, wie die internationale Gemeinschaft und auch unsere eigene Organisation daran scheiterte, diese Tragödie zu verhindern", sagte Adama Dieng, UN-Sonderberater für die Prävention von Genoziden, bei einer virtuellen Sitzung in New York. Bei dem Massaker in dem ostbosnischen Ort waren vom 11. Juli 1995 an etwa 8000 muslimische Männer und Jungen von serbischen Verbänden ermordet worden. Die im Bosnienkrieg (1992-1995) verübte Gräueltat gilt als der erste Völkermord auf europäischem Boden seit 1945. "Das Leiden der Opfer endet nie, genauso wenig sollte es unser Respekt für den Anlass des Leids", sagte Dieng.

+++ 17.43 Uhr: Fünf Menschen nach Tod von US-Rapper Pop Smoke festgenommen +++

Rund fünf Monate nach dem Tod von US-Rapper Pop Smoke sind in Los Angeles fünf Verdächtige festgenommen worden. Drei der Männer seien erwachsen, zwei minderjährig, teilte die Polizei in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Vier von ihnen werde Mord, einem versuchter Mord vorgeworfen. Die Kaution sei auf jeweils eine Million Dollar festgesetzt worden. Die Untersuchung dauere an, teilte die Polizei mit und bat jeden, der Informationen zu dem Vorfall habe, sich zu melden.

+++ 17.07 Uhr: Berliner Linke-Fraktionschefin Helm per Mail mit dem Tode bedroht +++

Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus, Anne Helm, ist per Mail mit dem Tode bedroht worden. Eine Mail mit einer Art "Todesurteil" sei am vergangenen Wochenende auf ihrem privaten Account angekommen, sagte Helm am Freitag mehreren Medien, nachdem zuerst die "Tageszeitung" (taz) berichtet hatte. Unterzeichnet war das Schreiben demnach mit "NSU 2.0". Dies und andere Merkmale lassen Helm zufolge auf denselben Absender wie bei ihrer hessischen Kollegin Janine Wissler schließen. Auch die Thüringer Bundestagsabgeordnete Martina Renner erhielt eine derartige Drohmail, wie diese der "taz" sagte.

+++ 17.04 Uhr: Auswärtiges Amt lädt Chinas Botschafter zu Gespräch über Lage in Hongkong ein +++

Das Auswärtige Amt hat den chinesischen Botschafter wegen des umstrittenen "Sicherheitsgesetzes" für Hongkong zu einem Gespräch eingeladen. Staatssekretär Miguel Berger habe dabei nochmals die Position der Bundesregierung erläutert, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Die Bundesregierung habe, auch gemeinsam mit den EU-Partnern, mehrfach Besorgnis darüber geäußert, dass das Gesetz die weitgehende Autonomie Hongkongs ernsthaft untergrabe und sich nachteilig auf die Unabhängigkeit der Justiz und die Rechtsstaatlichkeit auswirke. 

+++ 17.03 Uhr: Bis zu 600.000 Euro: Mallorca will illegale Partys hart bestrafen +++

Die Balearen wollen gegen illegale Partys, die gegen die Corona-Regeln verstoßen und vor allem auf Mallorca zunehmend Sorgen bereiten, hart vorgehen. Die Regionalregierung beschloss einen Strafenkatalog mit Bußgeldern von bis zu 600.000 Euro sowie verstärkte Kontrollen. Das entsprechende Dekret, das noch am Freitag im Amtsblatt veröffentlicht werden und damit umgehend in Kraft treten sollte, sieht bei Verstößen unter anderem auch Schließungen von Lokalen für eine Zeit von bis zu drei Jahren vor.

+++ 16.36 Uhr: Erdogan kündigt Öffnung der Hagia Sophia für muslimische Gebete an +++

Nach dem Gerichtsurteil zur Umwandlung der weltberühmten Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee soll das Gebäude nach Angaben des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für muslimische Gebete geöffnet werden. Die Hagia Sophia werde der Aufsicht der Religionsbehörde unterstellt und für muslimische Gottesdienste geöffnet, erklärte Erdogan im Kurzbotschaftendienst Twitter. (siehe auch Meldung von 15.31 Uhr)

+++ 16.08 Uhr: Rabbiner in München von mehreren Männern beleidigt +++

In München ist ein Rabbiner bei einem mutmaßlich antisemitisch motivierten Vorfall von mehreren Männern beleidigt worden. Der Mann, der eine Kippa trug, wurde am Donnerstag von vier Männern nach dem Aussteigen aus einer Straßenbahn verfolgt, wie die Polizei in München mitteilte. Dabei hätten sie wiederholt abfällige Bemerkungen über den Staat Israel gemacht. Nach Einschätzung des Opfers könnte eine mögliche Motivation für die Äußerungen darin liegen, dass er bei dem Vorfall eine Kippa trug. Nach seinen Angaben sprachen die mutmaßlichen Täter arabisch untereinander. Das für politisch motivierte Kriminalität zuständige Komissariat übernahm die Ermittlungen wegen Beleidigung. 

+++ 16.00 Uhr: EU gibt weitere 485 Millionen Euro für Flüchtlinge in der Türkei +++

Bei der Versorgung von Flüchtlingen unterstützt die EU die Türkei mit weiteren knapp 500 Millionen Euro. Sowohl die EU-Staaten als auch das Europaparlament hätten einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission zugestimmt, teilte die Brüsseler Behörde mit. Mit den 485 Millionen Euro sollten zwei humanitäre Hilfsprogramme bis Ende 2021 verlängert werden. 

Das Geld fließt zusätzlich zu den sechs Milliarden Euro, die die EU der Türkei im Rahmen des EU-Türkei-Abkommens von 2016 zur Versorgung syrischer Flüchtlinge zugesagt hatte. "Solange der humanitäre Bedarf fortbesteht, wird die EU die Flüchtlinge in der Türkei unterstützen", sagte Janez Lenarcic, EU-Kommissar für Krisenmanagement.

+++ 15.42 Uhr: Brasilien: Rekord-Abholzung im Amazonas in erster Jahreshälfte +++

Die Zerstörung des brasilianischen Regenwalds durch Abholzung nimmt rasant zu. Wie Brasiliens Institut für Weltraumforschung (Inpe) mitteilte, wurde im Amazonas in der ersten Jahreshälfte 25 Prozent mehr Wald zerstört als im Vorjahreszeitraum. Die Abholzung betraf ein Gebiet von 3069 Quadratkilometern. Das ist die höchste Zahl, die die Behörde je erfasst erfasst hat und eine Fläche, die größer ist als das Saarland.

Eine Rekord-Entwaldung gab es laut Inpe auch im Juni. Allein in diesem Monat sei ein Gebiet von 1034 Quadratkilometern abgeholzt worden. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von elf Prozent. Der Juni markiert auch den Beginn der Trockenzeit, in der wiederum viele Brände ausbrechen und der Regenwald dadurch zusätzlich geschädigt wird.

+++ 15.34 Uhr: Pokémon-Karte für 90.000 Dollar versteigert +++

Bei einer Online-Auktion in den USA hat eine extrem seltene Pokémon-Sammelkarte 90.000 Dollar eingebracht – umgerechnet also etwa 80.000 Euro. Die "Trainer"-Karte habe 1999 den Eintritt zu einem Geheimturnier erlaubt und sei der Preis bei regionalen Qualifikationsturnieren gewesen, teilte das Auktionshaus Heritage Auction mit. Erst nach dem Sieg bei einem dieser Turniere sei den Gewinnern der Ort des Finales mitgeteilt worden. 

Weil es sieben solcher Qualifikationsturniere gab, geht das Haus davon aus, dass es auch nur sieben der Spielkarten gab. Die versteigerte Karte in einer Schutzhülle sei im bestmöglichen Zustand "GEM MINT 10", hieß es weiter. Den Zuschlag erhielt ein nicht genannter Käufer.

+++ 15.31 Uhr: Türkisches Gericht ebnet Weg zur Nutzung der Hagia Sophia als Moschee +++

 Das Oberste Verwaltungsgericht in der Türkei hat einem Bericht zufolge den Weg frei gemacht, damit das berühmte Gebäude Hagia Sopha in Istanbul künftig als Moschee genutzt werden kann. Das Gericht annullierte am Freitag den Status der einstigen Kirche als Museum. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag. Eine Begründung der Entscheidung lag zunächst nicht vor.

Vor der Hagia Sophia in der Istanbuler Altstadt sammelte sich spontan eine Gruppe Befürworter der Entscheidung. Sie riefen "Allahu Akbar!" ("Gott ist groß!"). Die Polizei sperrte den Platz vor der Hagia Sophia ab. Beamte der Einsatzpolizei brachten sich in Stellung, es blieb aber zunächst ruhig.

Der Status des Bauwerks ist ein Politikum. Anhänger der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP fordern seit langem, die Hagia Sophia wieder zur Moschee zu machen. Vor allem Griechenland und Russland sind wegen der Bedeutung der Hagia Sophia für die Orthodoxie gegen eine Änderung des Status.

+++ 15.06 Uhr: Niederlande wollen Russland wegen Abschuss von Flug MH17 vor EGMR bringen +++

Die Niederlande wollen Russland wegen seiner Rolle beim Abschuss des Passagierflugzeugs MH17 über der Ukraine im Juli 2014 vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) bringen. "Gerechtigkeit für die 298 Opfer des Abschusses von Flug MH17 ist und bleibt oberste Priorität für die Regierung", teilte der niederländische Außenminister Stef Blok mit.

Die Maschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 vom Flughafen Schiphol aus nach Kuala Lumpur gestartet. Bei dem Abschuss über dem Konfliktgebiet im Osten der Ukraine wurden alle Menschen an Bord getötet, unter ihnen 196 Niederländer und 38 Australier. Auch vier Deutsche waren unter den Opfern. Ein internationales Ermittlerteam kam im Mai 2018 zu dem Schluss, dass die Maschine von einer BUK-Rakete abgeschossen wurde, die von der 53. Luftabwehrbrigade im russischen Kursk stammte. Daraufhin machten die Niederlande und Australien Russland für den Abschuss der Maschine und den Tod der 298 Insassen verantwortlich. Moskau bestritt stets jede Verwicklung und beschuldigte seinerseits die Führung in Kiew.

+++ 14.48 Uhr: Hessens Innenminister ernennt Sonderermittler zu Drohmails des "NSU 2.0" +++

Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) hat einen Sonderermittler im Fall der "NSU 2.0"-Drohmails ernannt. Der Direktor der Kriminaldirektion im Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Hanspeter Mener, soll die Ermittlungen federführend übernehmen, teilte das hessische Innenministerium. Der 54-Jährige soll dem Landespolizeipräsidenten über alle Ermittlungsstände unmittelbar berichten. "Der Sonderermittler wird die bisherigen Ermittlungen zu den Drohmails sehr genau analysieren und mit einem neuen Blick auch neue Ermittlungsansätze einbringen", erklärte Beuth. Ziel sei es, den oder die Täter aus der Anonymität zu holen. "Diese Ermittlungen haben höchste Priorität und werden mit allem Nachdruck geführt", erklärte Beuth. Er bezeichnete Mener als "erfahrenen und führungsstarken Kripo-Mann".

+++ 14.40 Uhr: 15 Jahre Haft für Angeklagten nach Sechsfachmord in Rot am See +++

Knapp ein halbes Jahr nach der Gewalttat mit sechs Toten im baden-württembergischen Rot am See bei Schwäbisch Hall ist der Angeklagte wegen Mordes und versuchten Mordes verurteilt worden. Das Landgericht Ellwangen verhängte am Freitag eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren und ordnete die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

+++ 14:24 Deutsche dürfen wieder ohne Quarantäne nach England +++

Touristen und Geschäftsleute aus Deutschland und vielen anderen Ländern müssen seit Freitag bei ihrer Einreise nach England nicht mehr in eine zweiwöchige Quarantäne. Die neue Regelung gilt für insgesamt mehr als 70 Staaten und Überseegebiete, die nach Auffassung der Regierung die Corona-Krise im Griff haben. Dazu zählen zum Beispiel auch Österreich, die Schweiz und Italien. Auch die Landesteile Schottland, Wales und Nordirland verkündeten Lockerungen.

+++ 14.03 Uhr: EU erinnert an Massaker von Srebrenica - Versprechen nicht gehalten +++

Zum 25. Jahrestag des Massakers von Srebrenica haben die EU-Spitzen dazu aufgerufen, die richtigen Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen. Bei dem Massaker in dem ostbosnischen Ort waren vom 11. Juli 1995 an etwa 8000 muslimische Männer und Jungen von serbischen Verbänden ermordet worden. Die im Bosnienkrieg (1992-1995) verübte Gräueltat gilt als der erste Völkermord auf europäischem Boden seit 1945. "Dieser Jahrestag ist für uns eine schmerzhafte Mahnung", erklärten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Ratschef Charles Michel und der Außenbeauftragte Josep Borrell am Freit

+++ 13.59 Uhr: China warnt vor neuer Lungenkrankheit - Kasachstan dementiert +++

Die zentralasiatische Republik Kasachstan hat in der Corona-Pandemie chinesische Medienberichte über eine weitere tödliche Lungenkrankheit zurückgewiesen. Diese haben eine Mitteilung der chinesischen Botschaft in Kasachstan aufgegriffen, in der vor einer neuen gefährlichen Lungenentzündung gewarnt wird, die angeblich in Kasachstan grassieren soll. "Die Sterblichkeitsrate dieser Krankheit ist viel höher als die des Coronavirus", heißt es in der Botschafts-Mitteilung. Kasachstan dementierte die Berichte. In dem autoritär regierten Steppenstaat gibt es allerdings keine Möglichkeit, Informationen unabhängig zu überprüfen.

+++ "Spiegel": Waffenfunde bei mutmaßlich rechtsextremem Reservisten +++

Bei einem mutmaßlich rechtsextremen früheren Bundeswehr-Reservisten sind nach Recherchen des "Spiegels" etliche Waffen entdeckt worden. Fündig wurden die Ermittler demnach am Wohnort des 50-Jährigen im niedersächsischen Wriedel sowie im nahe gelegenen Munster, wo der Mann in der Werkstatt einer Kaserne gearbeitet habe. Es seien unter anderem eine Panzergranate und eine Handgranate sichergestellt worden. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Lüneburg wollte die konkreten Funde bei dem ehemaligen Reservisten nicht bestätigen.

+++ 13.43 Uhr: Laut Spahn zeigt Ausweitung von Corona-Tests Wirkung +++

Die Neuregelungen zur Ausweitung von Corona-Tests zeigen nach Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Wirkung. "Wir testen viel, wir testen im Zweifel lieber auch zu viel, aber wir testen immer mit System", sagte der CDU-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Innerhalb von vier Wochen sei die Zahl der Tests bundesweit um mehr als die Hälfte gestiegen. In der vergangenen Woche wurden demnach knapp 500 000 Patienten getestet - rund 175 000 mehr als vor einem Monat. "So konnten Infektionsketten nach lokalen Ausbrüchen des Virus schnell unterbrochen werden", sagte Spahn.

+++ 13.14 Uhr: Hagia Sophia - Unesco will Prüfung vor möglicher Umwandlung in Moschee +++

Die Unesco hat die Türkei wegen der möglichen Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee zu Gesprächen aufgefordert. Jegliche Änderung müsse vorher mitgeteilt und gegebenenfalls überprüft werden, hieß es in einer Mitteilung der UN-Organisation. Die Unesco forderte das Land zu Gesprächen auf, bevor eine Entscheidung getroffen werde. Die Hagia Sophia ist derzeit ein Museum und als Teil des historischen Viertels in Istanbul als Weltkulturerbe gelistet. Das Oberste Verwaltungsgericht in der Türkei will bald bekanntgeben, ob die Hagia Sophia ein Museum bleibt oder wieder zur Moschee wird. Der Status des Bauwerks ist ein Politikum. Anhänger der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP fordern seit langem, die Hagia Sophia wieder in eine Moschee umzuwandeln.

+++ 13.07 Uhr: Hessischer GdP-Chef sieht dunklen Schatten über Polizei +++

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Hessen, Andreas Grün, schließt trotz erneuter Vorfälle ein rechtes Netzwerk bei der Polizei im Land aus. "Wir haben das Ohr am Puls bei den Kollegen", sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass es ein hessenweites rechtes Netzwerk bei der Polizei gebe.

Die erneuten Drohschreiben mit der Unterschrift "NSU 2.0", die von einem Polizeicomputer verschickt wurden, seien in hohem Maße beklagenswert. "Das ärgert uns, das macht uns wütend und zornig." Diese Vorfälle würden einen sehr dunklen Schatten auf die gesamte Polizei in Hessen werfen.

+++ 13.04 Uhr: Touristen aus Deutschland dürfen wieder nach Norwegen +++

Deutsche Touristen können in diesem Sommer doch noch Urlaub in Norwegen machen. Das skandinavische Land hebt ab dem kommenden Mittwoch (15.07.) seine Reisebeschränkungen für Menschen aus zahlreichen europäischen Staaten auf, die zufriedenstellende Corona-Zahlen haben - darunter auch das für den norwegischen Tourismus wichtige Deutschland. Das gaben Justizministerin Monica Mæland und Wirtschaftsministerin Iselin Nybø am Freitag in Oslo bekannt.

+++ 13.03 Uhr: Laut Medienbericht will Galeria Karstadt Kaufhof weitere Filialen retten +++

Der angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hofft einem Bericht zufolge noch darauf, weitere Filialen vor der Schließung retten zu können. "Wir reden noch mit einigen Vermietern, und ich hoffe, dass wir am Ende weniger als 50 Standorte schließen müssen", zitiert der "Spiegel" den Sachwalter des Handelsunternehmens, Frank Kebekus. Die bislang bekannt gewordenen Pläne sehen noch die Schließung von 56 Kaufhäusern vor. Ursprünglich sollten sogar 62 Geschäfte dichtgemacht werden.

+++ 12.51 Uhr: Flugsicherung: Luftverkehr in Deutschland erholt sich nur verhalten +++

Nach dem Corona-Einbruch im Frühjahr erholt sich der Luftverkehr in Deutschland nur langsam. Das zeigt die Halbjahres-Bilanz der Deutschen Flugsicherung (DFS), die am Freitag veröffentlicht wurde. Danach gab es im Juni im deutschen Luftraum knapp 66000 Bewegungen größerer Jets im Instrumentenflug, 78,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 

+++ 12.39 Uhr: Im vergangenen Jahr 159.000 Hektar Wald in Kolumbien abgeholzt +++

In Kolumbien sind im vergangenen Jahr nach offiziellen Angaben 159.000 Hektar Wald abgeholzt worden - eine Fläche größer als das halbe Saarland. Die Abholzung sei damit im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen, hieß es  bei der Vorstellung des Berichts der Umweltbehörden in Bogotá. "Wir haben es geschafft, die zunehmende Abholzung unter Kontrolle zu bekommen", sagte die Vize-Umweltministerin María Claudia García. "Die Ergebnisse sind vielversprechend, aber nicht herausragend."

+++ 12.20 Uhr: Tönnies und Subunternehmer beantragen Lohnkostenerstattung vom Land +++

Der Schlachtbetrieb Tönnies und weitere Subunternehmer haben beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Anträge auf Erstattung von Lohnkosten durch das Land Nordrhein-Westfalen gestellt. Hintergrund sind Quarantäne-Maßnahmen nach dem massenhaften Fund von positiven Corona-Infektionen bei Tönnies-Arbeitern am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück. 

Nach Angaben eines Sprechers des LWL werden die Anträge jetzt nach Eingang abgearbeitet. Um welche Summen es sich handelt und wann die Anträge bearbeitet werden, sei völlig offen, sagte Sprecher Markus Fischer der Deutschen Presse-Agentur. Das Infektionsschutzgesetz sieht die Erstattung vor, wenn Gesundheitsämter einen Betrieb schließen und Quarantäne anordnen. Über die Anträge von Tönnies hatte zuvor die "Neue Westfälische" online berichtet. Die Löhne müssen vorerst von den Unternehmen bezahlt werden und können mit bis zu einem Jahr rückwirkend erstattet werden.

+++ 12.11 Uhr: Südkoreas Ex-Präsidentin Park zu 20 Jahren Haft verurteilt +++

Drei Jahre nach ihrer Amtsenthebung ist die frühere südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye bei einer Neuverhandlung erneut zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Das Obergericht in Seoul reduzierte allerdings die Strafen, die sie zuvor schon wegen Korruption und Machtmissbrauchs sowie in einem separaten Prozess wegen Vorteilsnahme im Amt erhalten hatte, um 10 auf insgesamt 20 Jahre. Park habe ihre von der Verfassung auferlegten Pflichten nicht erfüllt und dabei Verbrechen begangen, wodurch sie ein großes Durcheinander in die Staatsangelegenheiten gebracht habe, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap das Gericht. Park war während ihrer Regierungszeit in einen massiven Skandal verwickelt, der im März 2017 zu ihrer Amtsenthebung führte.

+++ 12.03 Uhr: Landesregierung: Schalke will Bürgschaft über 31,5 Millionen Euro +++

Der FC Schalke 04 hat bei der Landesregierung eine Bürgschaft von 31,5 Millionen Euro für einen Kredit über insgesamt 35 Millionen Euro beantragt. Das geht aus einer vertraulichen Vorlage der Regierung für den Finanzausschuss des Landtags hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Über den Antrag ist demnach noch nicht entschieden.

Wie das Finanzministerium in der Vorlage ausführt, stellt ein Fußballverein der 1. oder 2. Bundesliga "grundsätzlich ein gewerbliches Unternehmen im Sinne der Bürgschaftsrichtlinien dar" - und ist damit antragsberechtigt. Weitere Anträge lägen zurzeit aber nicht vor.

+++ 11.53 Uhr: Politbarometer: 64 Prozent trauen Söder das Kanzleramt zu +++

Nach mehreren Monaten Corona-Krisenmanagement trauen deutlich mehr Menschen dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder das Amt des Bundeskanzlers zu. Wie aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" hervorgeht, halten 64 Prozent der Bürger, also fast zwei Drittel, den CSU-Chef für geeignet. Im März waren nur 30 Prozent dieser Meinung, 51 Prozent hatten ihm die Eignung damals abgesprochen. Unter den Unionsanhängern glauben demnach nun sogar 78 Prozent, dass er das Zeug zum Bundeskanzler hat.

+++ 11.39 Uhr: Nur 25 Infektionen in Euskirchen - drohende Einschränkungen vom Tisch +++

Nach weiter niedrigen Infektionszahlen aus einer freikirchlichen Gemeinde sind die befürchteten Einschränkungen im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen vom Tisch: Von den neuen rund 220 Corona-Testergebnissen waren nach Angaben des Kreises elf positiv. Die Quarantäne für alle negativ Getesteten werde damit aufgehoben, sagte der Sprecher des Kreises Euskirchen Wolfgang Andres. 

+++ 11.31 Uhr: Krawalle beim G20-Gipfel: Fünf junge Männer verurteilt +++

Drei Jahre nach dem G20-Gipfel in Hamburg ist das erste Urteil im Zusammenhang mit dem gewalttätigen Aufmarsch an der Elbchaussee gefallen. Das Landgericht verurteilte die fünf Angeklagten wegen Landfriedensbruchs und Beihilfe zu Brandstiftung, berichtet der NDR: Der Hauptangeklagte, ein 24-Jähriger aus Frankreich, bekam eine Haftstrafe von drei Jahren. Ein 26-Jähriger aus Hessen erhielt ein Jahr und fünf Monate Haft auf Bewährung, ein 24-Jähriger Hesse eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Die beiden anderen, zwei junge Männer aus Hessen im Alter von 20 Jahren, müssen wegen Landfriedensbruchs 20 Arbeitsleistungen erbringen.

+++ 11 Uhr: Gewalttat von Rot am See - Auch Verteidigung plädiert auf Mord +++

Nicht nur Staatsanwalt und Nebenkläger, auch die Verteidiger halten den Schützen der Gewalttat von Rot am See (Kreis Schwäbisch Hall) des Mordes für schuldig. Der 27-Jährige habe sich der heimtückischen Tötung schuldig gemacht, sagte Rechtsanwalt Andreas Kugel am Freitag bei seinem Plädoyer im Landgericht in Ellwangen im Ostalbkreis. Allerdings müsste der Strafrahmen wegen verminderter Schuldfähigkeit verkürzt werden. Der Verteidiger beantragte eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren und die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

+++ 10.32 Uhr: Teure Fastfood-Party: 26 000 Dollar Strafe wegen Corona-Verstoßes +++

Ein Fastfood-Snack für eine Geburtstagsparty in Australien ist die Gäste teuer zu stehen gekommen. Weil sie gegen die Ausgangssperren wegen der Corona-Pandemie verstießen, mussten die Partygäste in Melbourne insgesamt etwa 26.000 australische Dollar (etwa 16.000 Euro) an Strafe zahlen, wie die Polizei bekanntgab. Melbourne, die mit rund fünf Millionen Einwohnern zweitgrößte Stadt des Kontinents, befindet sich wegen eines rasanten Anstiegs der Infektionszahlen seit Mittwoch dieser Woche erneut in einem sechswöchigen Lockdown. 

Medizinisches Personal hatte beim Essen in einem Fastfood-Restaurant zwei Personen gesehen, die dort in der Nacht 20 Portionen bestellten - und daraufhin die Polizei informiert. Anhand des Nummernschilds fanden die Beamten den Ort der Geburtstagsparty heraus. Als sie eintrafen, seien 16 Personen dabei gewesen, ihren Fastfood-Snack zu essen. Als die Übeltäter die Höhe ihrer Strafe erfuhren, dürfte ihnen das Essen wieder hochgekommen sein: Für jeden der 16 Verstöße stellte die Polizei 1652 australische Dollar in Rechnung, zusammen rund 26.000 Dollar.

+++ 10.23 Uhr: Neuer Höchststand bei täglichen Corona-Neuinfektionen in Mexiko +++

In Mexiko hat die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. In den vorangegangenen 24 Stunden seien weitere 7280 Corona-Infektionen nachgewiesen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Mexiko-Stadt am Donnerstag (Ortszeit) mit. Erst am Mittwoch war mit 6995 Fällen ein neuer Rekord an Neuinfektionen gemeldet worden.

+++ 10 Uhr: AfD-Mitglieder bieten Verfassungsschutz wohl zunehmend Spitzeldienste an +++

Immer mehr AfD-Mitglieder bieten dem Verfassungsschutz einem Medienbericht zufolge Spitzeldienste an. Sie wollen den Nachrichtendiensten Informationen über die Rechtsextremisten in den eigenen Reihen liefern, weil sie diese als Gefahr für die eigene Partei sehen, wie der "Tagesspiegel" berichtete. Mitte Juni hatte Brandenburgs Verfassungsschutz den AfD-Landesverband als Verdachtsfall eingestuft und damit wegen rechtsextremistischer Tendenzen unter Beobachtung gestellt. Brandenburg ist mit dieser Einstufung das zweite Bundesland nach Thüringen.

+++ 9.33 Uhr: Hongkong schließt erneut alle Schulen nach Anstieg von Corona-Infektionszahlen +++

Nach der Zunahme von Corona-Neuinfektionen werden in Hongkong erneut alle Schulen geschlossen. Die Regierung habe die Schließung aller Schulen ab Montag angeordnet und damit den Beginn der Sommerferien vorgezogen, sagte der Bildungsminister der chinesischen Sonderverwaltungszone, Kevin Yeung, am Freitag. Die Stadt hatte am Donnerstag 34 Neuinfektionen verzeichnet. 

+++ 9.19 Uhr: Nach Felssturz in Österreich: Drittes Todesopfer geborgen +++

Zwei Tage nach dem Felssturz in einer Klamm in Österreich ist ein drittes Todesopfer geborgen worden. Rettungskräfte hätten in der Nacht zum Freitag den Leichnam eines 30-Jährigen aus der Slowakei gefunden, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Mann sei offenkundig von Gesteinsbrocken getroffen worden, in einen 30 Meter hohen Wasserfall gestürzt und in ein fünf Meter tiefes Becken gespült worden. "Die Leiche war sehr schwer auffindbar", sagte der Sprecher. Freunde des Mannes hatten die Polizei alarmiert, nachdem der 30-Jährige von der Wanderung in der Bärenschützklamm in der Steiermark nicht zurückgekehrt war.

+++ 9.19 Uhr: Neue Ausgangsbeschränkungen in Israel - fünf Städte betroffen +++

Die israelische Regierung hat im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus weitere Ausgangsbeschränkungen verhängt. Betroffen waren Viertel in den fünf Städten Jerusalem, Beit Schemesch, Lod, Ramle und Kirjat Mal'achi, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und das Gesundheitsministerium mitteilten. Das Betreten und Verlassen dieser Gebiete und auch die Bewegungsfreiheit darin wird eingeschränkt. Die Maßnahme sollte am Freitagmittag in Kraft treten und sieben Tage dauern. In Lod wurden in anderen Vierteln bestehende Ausgangsbeschränkungen zugleich um fünf Tage verlängert. 

+++ 9.03 Uhr: Ölpreise geben weiter nach +++

Die Ölpreise stehen aufgrund hoher Corona-Neuinfektionszahlen in großen Volkswirtschaften weiter unter Druck. Am Freitagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 41,80 US-Dollar. Das waren 55 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 67 Cent auf 39,95 Dollar.

+++ 8.53 Uhr: Erhängt an Baum gefundener Schwarzer beging laut US-Polizei Suizid +++

Der Tod eines Afroamerikaners, der vor rund vier Wochen in Kalifornien erhängt an einem Baum gefunden worden war, geht nach Erkenntnissen der Behörden auf Suizid zurück. Die Untersuchungen der Gerichtsmedizin hätten keinerlei Hinweise darauf ergeben, dass es beim Tod von Robert Fuller Gewalteinwirkung durch andere Menschen gegeben habe, teilte am Donnerstag ein Polizeivertreter in Los Angeles mit. Auch habe der 24-Jährige unter psychischen Problemen gelitten.    

+++ 7.39 Uhr: Trudeaus Mutter und Bruder bekamen angeblich horrende Honorare von Charity-Organisation +++

Eine von Kanadas Ethikkommission unter die Lupe genommene Wohltätigkeitsorganisation hat laut einem Medienbericht Honorare an die enge Verwandtschaft von Premierminister Justin Trudeau für Redeauftritte gezahlt. WE Charity habe an Margaret Trudeau, die Mutter des Regierungschefs, in den Jahren 2016 bis 2020 insgesamt 250.000 kanadische Dollar (163.000 Euro) für Reden bei 28 Veranstaltungen gezahlt, berichtete der Sender CBC.

Auch Trudeaus Bruder Alexandre erhielt demnach Redehonorare von WE Charity. Die Organisation zahlte ihm den Sender zufolge insgesamt 32.000 kanadische Dollar für seine Teilnahme an acht Veranstaltungen. Die Ethikkommission hatte vor einer Woche eine Untersuchung gegen den Premier wegen eines umstrittenen Auftrags an WE Charity zur Umsetzung eines Regierungsprogramms eingeleitet. Das Programm hat ein Volumen von 900 Millionen kanadischen Dollar.

Sehen Sie im Video: Kanadas Premierminister Justin Trudeau kniet als Zeichen der Solidarität vor tausenden Demonstranten nieder. Justin Trudeau nimmt ein Knie in Solidarität mit Demonstranten bei einem Anti-Rassismus-Protest in Ottawa. Der kanadische Premierminister trägt eine schwarze Stoffmaske und kniet nieder, nachdem Demonstranten ihn darum gebeten hatten. Trudeau sagte Anfang dieser Woche, dass die Kanadier mit Entsetzen und Bestürzung beobachteten, was sich in den USA abspielt. Als er nach Donald Trump und dem Einsatz von Tränengas gegen Demonstranten gefragt wurde, machte er eine Pause von 21 Sekunden. Mit dem Kniefall setzt Trudeau im starken Kontrast zu Trump ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt.
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+++ 7.27 Uhr: Sternschnuppen am Nachthimmel - Aquariden-Meteore verglühen +++

Sie tauchen rasend schnell mit bis zu 40 Kilometer pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein und verglühen. Der Sternschnuppenstrom der Aquariden ist von Sonntag (12. Juli) an für mehrere Wochen bis Mitte August am Nachthimmel zu beobachten. "Das prognostizierte Maximum soll dieses Jahr in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli eintreten", teilte die Vereinigung der Sternfreunde in Deutschland mit, machte allerdings keine Hoffnung auf ein Spektakel verglühender Himmelskörper. Der Ausstrahlungspunkt liege tief im Sternbild Wassermann oder lateinisch "Aquarius". Das bedeute, dass von den theoretisch 20 bis 25 Sternschnuppen pro Stunde in hiesigen Breitengraden es gerade die Hälfte an unseren Himmel schaffe. Das Sternbild stehe in südöstlicher, nach Mitternacht in südlicher Richtung. Allerdings stehe ein größeres Schauspiel für Himmelsgucker bevor. Der Meteorstrom der Perseiden habe sein Maximum am 12. August.

+++ 6.17 Uhr: US-Experte Fauci: Einige Bundesstaaten haben sich zu früh geöffnet +++

Nach Einschätzung von US-Immunologe Anthony Fauci sind die aktuellen Corona-Ausbrüche in vielen Teilen der Vereinigten Staaten auf die zu frühe Wiedereröffnung einiger Bundesstaaten zurückzuführen. "In einigen Staaten sprangen die Gouverneure und Bürgermeister im wesentlichen über die Richtlinien und Kontrollpunkte und öffneten etwas zu früh", sagte Fauci dem Podcast "FiveThirtyEight", der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der Experte und Regierungsberater nannte Florida als Beispiel, das einige Richtlinien außer Acht gelassen habe. Die USA gäben verglichen mit anderen Staaten momentan kein gutes Bild ab.

+++ 5.25 Uhr: 395 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland +++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 395 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 198.178 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen meldete (Datenstand 10. Juli, 0 Uhr). In Deutschland starben nach RKI-Angaben 9054 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von 6 im Vergleich zum Vortag. 

+++ 5.04 Uhr: Video-Gipfeltreffen zum Balkan-Konflikt mit Merkel und Macron +++

Deutschland und Frankreich versuchen erneut, Bewegung in den festgefahrenen Konflikt zwischen Serbien und seinem südlichen Nachbarn Kosovo zu bringen. An diesem Freitag halten Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Video-Gipfel zwischen Serbien und dem Kosovo ab. Auch Vertreter der Europäischen Union werden dabei sein. Ziel ist die Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Serbien und dem Kosovo. In der Region werden an die Video-Konferenz keine Erwartungen geknüpft. 

+++ 4.55 Uhr: USA verzeichnen abermals Rekordhoch bei Coronavirus-Neuinfektionen +++

In den USA ist die Zahl der täglich festgestellten Neuinfektionen mit dem Coronavirus abermals auf ein neues Rekordhoch angeschwollen. Innerhalb von 24 Stunden wurden weitere 65.551 Ansteckungsfälle gezählt, wie aus am Donnerstagabend (Ortszeit) von der Johns-Hopkins-Universität veröffentlichten Zahlen hervorging. Der vorherige 24-Stunden-Rekord lag bei 60.209 Infektionsfällen und war am Dienstag verzeichnet worden.

ivi / wue AFP DPA

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