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News von heute Bundesanwaltschaft fordert Höchststrafe im Prozess um Halle-Anschlag

Der Angeklagte Stephan B. im Gerichtssaal
Der Angeklagte Stephan B. im Gerichtssaal
© Jens Schlueter / Getty Images
Maas warnt Trump vor überstürztem Truppenabzug aus Afghanistan +++ Drei ehemalige Hongkonger Parlamentarier festgenommen +++ Nach Widerspruch beim Thema Wahlbetrug: Trump feuert Behördenchef +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Bundesanwaltschaft fordert Höchststrafe im Prozess um Halle-Anschlag

Im Prozess um den rechtsterroristischen Anschlag von Halle fordert die Bundesanwaltschaft die Höchststrafe für den Angeklagten Stephan B.. In ihrem Plädoyer beantragte sie eine lebenslange Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, was eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren unwahrscheinlich macht. "Der Angriff auf die Synagoge in Halle war einer der widerwärtigsten antisemitischen Akte seit dem Zweiten Weltkrieg", sagte Bundesanwalt Kai Lohse vor dem Oberlandesgericht Naumburg. 

+++ Alle Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier +++

Die Nachrichten vom Mittwoch im stern-Ticker:

+++ 19.00 Uhr: Seehofer: Rechtsstaat funktioniert – Lob für Polizeieinsatz +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat das Vorgehen der Berliner Polizei zur Auflösung von Demonstrationen gegen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes verteidigt. "Alle Verfassungsorgane konnten heute ohne Einschränkungen arbeiten. Der demokratische Rechtsstaat lebt und die Polizei ist sein Schutzschild", erklärte der CSU-Politiker in Berlin. Seehofer dankte den Einsatzkräften "für diesen so wichtigen Dienst in unserem Land."

+++ 18.45 Uhr: Erneut Proteste gegen verschärftes Abtreibungsrecht in Polen +++

Begleitet von einem hohen Polizeiaufgebot haben Tausende Menschen in der Innenstadt von Warschau gegen eine Verschärfung des Abtreibungsverbots protestiert. Die Organisation Allpolnischer Frauenstreik hatte für Mittwoch zu einer Blockade des Parlaments aufgerufen. Die Polizei hatte das Viertel um das Parlamentsgebäude jedoch großräumig abgesperrt.

+++ 17.16 Uhr: Sportstudios rechnen mit 865 Millionen Euro weniger Umsatz +++

Für die knapp 10.000 Fitness- und Gesundheits-Anlagen in Deutschland erwartet die Branche wegen Corona einen Umsatzrückgang von 865 Millionen Euro in diesem Jahr. Das teilte der Deutsche Sportstudio-Verband (DSSV) am Mittwoch als Ergebnis einer Umfrage bei seinen Mitgliedern mit. Im Jahr 2019 betrug der Umsatz den Angaben zufolge 5,51 Milliarden Euro.

Dazu rechnet der DSSV mit einem Mitgliederrückgang von 11,66 Millionen Menschen, die Ende vergangenen Jahres registriert waren, auf 9,83 Millionen Personen. Von der Bundesregierung wird jetzt die Auflage eines branchenspezifischen Nothilfeprogramms gefordert.

+++ 17.13 Uhr: Erster russischer Weltraumspaziergang seit anderthalb Jahren +++

Zum ersten Mal seit anderthalb Jahren sind russische Kosmonauten zu einem Außeneinsatz aus der Internationalen Raumstation ISS ausgestiegen. Der Einsatz von Sergej Ryschkow und Sergej Kud-Swertschkow sollte fünfeinhalb Stunden dauern, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte. Für beide Kosmonauten war es am Mittwoch der erste "Weltraumspaziergang" an der ISS.

Bei dem Einsatz ging es unter anderem um Vorbereitungen für die Installation eines Forschungsmoduls im nächsten Jahr, das vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus angeliefert werden soll. Das Mehrzweck-Modul "Nauka" (deutsch: "Wissenschaft") soll unter anderem über Technik verfügen, die es den Kosmonauten erlaubt, bestimmte Aufgaben ohne Außeneinsatz aus dem Inneren der Raumstation zu verrichten. Insgesamt sind für die Installation von Nauka" etwa zehn Ausstiege geplant.

+++ 17.01 Uhr: Studie: Mittelmeerraum besonders stark von Klimawandel betroffen +++

Der Mittelmeerraum ist vom Klimawandel besonders stark betroffen: Zu diesem Ergebnis kommt eine in Paris veröffentlichte Studie der französischen Organisation Plan Bleu, die für das UN-Umweltprogramm arbeitet. Danach sind bereits jetzt rund 15 Prozent der Todesfälle in der Region auf vermeidbare Umweltprobleme zurückzuführen. Der Mittelmeerraum erwärme sich 20 Prozent schneller als andere Regionen im weltweiten Durchschnitt, heißt es in der Studie. Dadurch könnten die Niederschläge in der Region bis zum Jahr 2080 um bis zu 30 Prozent zurückgehen. Zudem könnte der Meeresspiegel laut der Untersuchung bis zum Ende des Jahrhunderts um bis zu 2,5 Meter ansteigen. Davon seien ein Drittel der rund 510 Millionen Menschen im Mittelmeerraum betroffen, heißt es weiter. Der Leiter von Plan Bleu, François Guerquin, wies zudem darauf hin, dass "der überwiegende Teil der Kulturstätten an der Küste liegt". 

+++ 16.26 Uhr: EU-Spitze erwartet keine rasche Lösung im Haushaltsstreit +++ 

Nach dem Veto von Ungarn und Polen gegen das europäische Haushalts- und Corona-Paket erwartet die EU-Spitze keine rasche Lösung. Es sei unrealistisch, dass bereits beim Videogipfel der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag eine Einigung gelinge, sagte ein hoher EU-Vertreter in Brüssel. "Das ist ein ernstes Problem", sagte er. "Das ist der Anfang einer Krise, die wir nicht in einem Tag lösen können." Dafür brauche man mehr Zeit. Wie lang es dauern könnte und wie eine Lösung aussehen soll, wollte der EU-Vertreter noch nicht sagen.

Polen und Ungarn hatten am Montag aus Protest gegen eine neue Regel zur Kürzung von EU-Geldern bei bestimmten Rechtsstaatsverstößen einen entscheidenden Haushaltsbeschluss blockiert. Deshalb hängt das gesamte Haushaltspaket vorerst fest, das eigentlich zum 1. Januar in Kraft treten soll. Dabei geht es um knapp 1,1 Billionen Euro für den neuen siebenjährigen EU-Finanzrahmen sowie 750 Milliarden Euro Hilfen gegen die dramatische Corona-Rezession.

+++ 16.17 Uhr: Neuer Innenminister in Estland +++

Alar Laneman von der rechtspopulistischen Estnischen Konservativen Volkspartei (EKRE) ist Nachfolger des zurückgetretenen Innenministers Mart Helme. Laneman legte im Parlament in Tallinn den Amtseid ab, nachdem er von Staatspräsidentin Kersti Kaljulaid ernannt worden war. Der 58 Jahre alte Politiker folgt auf seinen Parteikollegen Helme, der Anfang vergangener Woche das Amt niedergelegt hatte. Helme hatte gemeinsam mit seinem Sohn und Finanzminister Martin Helme in einer Rundfunksendung die Legitimität der Abstimmung in den USA angezweifelt. Der langjährige EKRE-Chef äußerte sich zudem abwertend über Joe Biden, der ein "korrupter Charakter" sei. Staatschefin Kaljulaid verurteilte die Äußerungen als "Angriff auf die estnische Demokratie und Sicherheit", Regierungschef Jüri Ratas nannte die Aussagen seiner Koalitionspartner "absurd". Die EU-kritische EKRE gehört seit einem Rechtsruck bei der Wahl im Frühjahr 2019 der estnischen Regierung an.

+++ 15.43 Uhr: Tschechien steht im EU-Haushaltsstreit nicht zu Polen und Ungarn +++

Im Streit um den EU-Haushalt stellt sich Tschechien nicht an die Seite der Regierungen in Ungarn und Polen. Für sein Land sei der vom deutschen EU-Ratsvorsitz vermittelte Haushaltskompromiss "vollkommen akzeptabel", sagte der tschechische Außenminister Tomas Petricek auf der Konferenz Prague European Summit. Die Situation zeige, dass unter den Mitgliedern der informellen Visegrad-Gruppe (Tschechien, Polen, Ungarn und die Slowakei) nicht immer Übereinstimmung herrschen müsse.

Polen und Ungarn hatten am Montag aus Protest gegen eine neue Regel zur Kürzung von EU-Geldern bei bestimmten Rechtsstaatsverstößen einen entscheidenden Haushaltsbeschluss blockiert. Bei dem Budgetpaket geht es um knapp 1,1 Billionen Euro für den neuen siebenjährigen EU-Finanzrahmen und 750 Milliarden Euro an Corona-Hilfen. 

+++ 15.32 Uhr: Neuseeland kämpft gegen "Freiheits-Camper" +++

Neuseeland hat ein konsequentes Vorgehen gegen Touristen angekündigt, die die freie Natur als öffentliche Toilette ansehen. Die Praxis, die Notdurft im Freien zu entrichten, passe nicht zum Image Neuseelands als "hundert Prozent reines" Land, sagte Tourismusminister Stuart Nash vor Journalisten. Ausländische Touristen müssten begreifen, für was Neuseeland stehe - "und dazu gehört nicht, sich am Straßenrand oder in Bächen und Flüssen zu erleichtern". Viele Neuseeländer beschweren sich schon seit langem über sogenannte Freiheits-Camper, die in Wohnmobilen ohne Toiletten durchs Land reisen und ihre Exkremente am Straßenrand oder auf Parkplätzen zurücklassen. Als Teil einer geplanten Fremdenverkehrs-Reform will Nash künftig die Vermietung solcher Wohnmobile verbieten. Sein Ziel sei es dafür zu sorgen, dass "die anspruchsvollsten Touristen" Neuseeland nach der Wiederöffnung der Grenzen als eines der Top-Reiseziele weltweit betrachteten, sagte er. 

+++ 14.40 Uhr: Festnahme nach Bombenanschlägen von Birmingham vor 46 Jahren +++

Rund 46 Jahre nach den Bombenanschlägen auf zwei Pubs in Birmingham mit 21 Toten ist im nordirischen Belfast ein Mann in Verbindung mit den Vorfällen festgenommen worden. Eine Anti-Terror-Einheit habe den 65-Jährigen am Mittwoch in seiner Wohnung in Belfast festgenommen, hieß es von der Polizei. Der Verdächtige solle nun vernommen werden.

+++ 14.27 Uhr: Erdogan spricht sich vor Notenbank-Sitzung gegen hohe Zinsen aus +++

Vor einer mit Spannung erwartenden Sitzung der türkischen Zentralbank unter neuer Leitung hat sich Präsident Recep Tayyip Erdogan erneut gegen hohe Leitzinsen ausgesprochen. Man dürfe nicht zulassen, dass unsere Investoren von hohen Zinsen erdrückt werden", sagte Erdogan am Mittwoch vor Wirtschaftsvertretern in Ankara. "Wozu hohe Zinsen führen, liegt auf der Hand. Können wir mit hohen Zinsen etwa wirklich investieren? (...) Können wir Beschäftigung schaffen? Unmöglich."

+++ 14.05 Uhr: IWF stellt Deutschland für Finanzpolitik gutes Zeugnis aus +++

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Deutschland für seine Wirtschafts- und Finanzpolitik in der Corona-Krise ein gutes Zeugnis ausgestellt. "Deutschland hat die erste Welle der Covid-19-Pandemie relativ gut gemeistert", teilte der IWF mit. Die Krise habe das soziale Leben und wirtschaftliche Aktivitäten zwar stark beeinträchtigt, eine frühzeitige und energische Reaktion der Politik habe aber dazu beigetragen, die Folgen abzumildern. Dadurch sei Deutschland weit weniger stark beeinträchtigt worden als andere große europäische Länder.

+++ 13.50 Uhr: Spahn wirbt um Vertrauen in Corona-Krisenmanagement +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Corona-Beschränkungen verteidigt und um weiteres Vertrauen in das Krisenmanagement geworben. Steigende Infektionszahlen führten früher oder später zu steigendem Leid auf den Intensivstationen und zu einem Kontrollverlust, sagte der CDU-Politiker im Bundestag. Bestmöglicher Gesundheitsschutz bleibe weiterhin richtig in der Pandemie. Bundestag und Regierung müssten gewichten, "welchen Schaden wir wo ertragen wollen und ertragen können". Die Wissenschaft könne beraten, aber kein Virologe könne der Politik diese Aufgabe abnehmen.

+++ 13.30 Uhr: Heftige Debatte um Infektionsschutzgesetz im Bundestag – AfD protestiert mit Plakaten +++

Die SPD hat die geplante Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes vor der Abstimmung im Bundestag verteidigt. Die SPD-Gesundheitspolitikerin Bärbel Bas wies in der Debatte Befürchtungen zurück, dass mit der Reform Befugnisse für Bundes- und Landesregierungen ausgeweitet würden. "Genau das Gegenteil ist der Fall", sagte sie.

Währenddessen haben AfD-Bundestagsabgeordnete die Beratungen kurzzeitig mit dem Hochhalten von Plakaten gestört. Als Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu einer Rede ansetzte, hielten große Teile der AfD-Fraktion im Plenarsaal weiße Plakate hoch, auf denen "Grundgesetz" stand – sowie ein schwarzer Trauerflor mit dem Datum "18.11.2020". Einige Abgeordnete trugen zudem weiße Zettel auf der Brust mit dem Wort Grundgesetz". Die AfD-Abgeordneten folgten zügig der Bitte des Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble, die Schilder zu entfernen.

+++ 13.19 Uhr: Linke: Kein Eingriff in Grundrechte ohne Parlamentsbeschluss +++

Die Linke pocht darauf, dass Eingriffe in Grundrechte auch in der Corona-Pandemie ausschließlich im Parlament beschlossen werden dürfen. Seine Fraktion könne daher der geplanten Reform des Infektionsschutzgesetzes nicht zustimmen, kündigte der parlamentarische Geschäftsführer Jan Korte vor der Abstimmung im Bundestag an. Es sei eine demokratische Grundsatzfrage, dass niemals Regierungen über solche massiven Eingriffe in Grund- und Freiheitsrechte entscheiden dürften.

+++ 13.15 Uhr: FDP-Abgeordneter berichtet von AfD-Versuchen, die Abstimmung zu behindern +++

Der FDP-Abgeordnete Konstantin Kuhle berichtet auf Twitter von Versuchen der AfD die Abstimmung zu behindern. Die Partei habe Personen ins Reichstagsgebäude eingeschleust, die Abgeordnete bedrängen würden, twitterte Kuhle. Das gehöre unterbunden.

+++ 13.14 Uhr: FDP: Weiterhin "Freifahrtschein" bei Corona-Maßnahmen +++

Die FDP hält die vorgesehenen genaueren Vorgaben für weitreichende Corona-Beschränkungen für unzureichend. Die geplanten Neuregelungen im Infektionsschutzgesetz gäben den Regierungen keine Leitplanken vor, sondern stellten ihnen "einen Freifahrtschein" aus, sagte FDP-Fraktionschef Christian Lindner im Bundestag. Es fehle nach wie vor, dass Eingriffe in Freiheitsrechte nach dem Prinzip "Wenn, dann" einer konkret definierten Infektionssituation zugeordnet würden. Nur dann sei staatliches Handeln einzuschätzen.

+++ 13.07 Uhr: US-Behörde erlaubt Wiederzulassung von Boeings Krisenjet 737-Max +++

Das Startverbot für Boeings Unglücksflieger 737 Max ist nach rund 20 Monaten aufgehoben worden. Voraussetzung dafür ist unter anderem die Installation einer neuen Steuerungssoftware an den Flugzeugen, wie die US-Flugaufsicht FAA in Washington mitteilte.

+++ 13.00 Uhr: SPD verteidigt in Bundestagsdebatte Infektionsschutz-Reform +++

Die SPD hat die geplante Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes vor der Abstimmung im Bundestag verteidigt. Die SPD-Gesundheitspolitikerin Bärbel Bas wies in der Debatte Befürchtungen zurück, dass mit der Reform Befugnisse für Bundes- und Landesregierungen ausgeweitet würden. "Genau das Gegenteil ist der Fall", sagte sie.

+++ 12.45 Uhr: AfD will Reform von Infektionsschutzgesetz verschieben – abgelehnt +++

Die AfD ist mit dem Versuch gescheitert, die umstrittene Reform des Infektionsschutzgesetzes im Bundestag zu verschieben. Der parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Bernd Baumann, beantragte am Mittwoch die Rücküberweisung des Antrags der Koalitionsfraktionen in die Ausschüsse. Dies lehnten die anderen Fraktionen geschlossen ab.

+++ 12.16 Uhr: Zwei Tote nach Schüssen in dänischer Kleinstadt +++

Durch Schüsse sind in einer dänischen Kleinstadt mindestens zwei Männer getötet worden. Wie die Polizei der Region Mittel- und Westjütland mitteilte, liegt ein weiterer Mann nach dem Vorfall in der Hafenstadt Kalundborg am Dienstagabend mit Verletzungen im Krankenhaus. Sein Zustand sei stabil. Bei den drei Opfern handelt es sich um Männer Anfang 20 aus dem Großraum Kopenhagen. Sie sind allesamt polizeibekannt. Vorfälle wie dieser haben in Skandinavien häufig mit dem kriminellen Bandenmilieu zu tun. Ein mögliches Motiv für die Tat ließ die Polizei jedoch zunächst offen.

+++ 11.51 Uhr: Neuer Protest in Bangkok – Polizei warnt Demonstranten +++

Die Proteste in Thailand gegen die Regierung und die Rolle der Monarchie gehen unvermindert weiter. Am Mittwoch versammelten sich erneut zahlreiche Demonstranten im Zentrum von Bangkok, um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen. Die Kundgebung fand in der Nähe des Polizeihauptquartiers statt. Die Einsatzkräfte warnten die Teilnehmer, dass sie auf jeden Versuch, das Gebäude zu stürmen, entschieden reagieren würden, wie die Zeitung "Bangkok Post" berichtete. Zunächst blieb es aber friedlich.

+++ 11.45 Uhr: Söder: Neues Infektionsschutzgesetz als "wichtige Weichenstellung" +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich hinter die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes der Bundesregierung gestellt. "Dass heute im Bundestag und Bundesrat das neue Infektionsschutzgesetz auf den Weg gebracht wird, ist eine ganz wichtige Weichenstellung, weil es nämlich eine gesetzliche, verbesserte und breitere parlamentarische Legitimation setzt für entsprechende Maßnahmen, die die Länder treffen", sagte Söder in München. Er sei überzeugt, dass es einer "breiteren gesetzlichen Basis" bedürfe, um die zeitlich beschränkten Verordnungen im Einzelfall zu legitimieren.

+++ 11.37 Uhr: Armeniens Regierungschef kündigt Wiederaufbau von Berg-Karabach an +++

Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan hat nach dem Ende der Kämpfe um Berg-Karabach einen Wiederaufbau der Konfliktregion und eine Rückkehr der Flüchtlinge angekündigt. Er sei zwar verantwortlich für die "Misserfolge" im Krieg mit Aserbaidschan, werde sich aber um die Wiederherstellung der Infrastruktur und des normalen Lebens kümmern, sagte Paschinjan. Er lehnte damit erneut Rücktrittsforderungen der Opposition ab. Zuvor hatte auch Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Interview des Staatsfernsehens in Moskau deutlich gemacht, dass er weiter auf Paschinjan setze.

+++ 11.17 Uhr: Kabinett beschließt verbraucherfreundlichere Regeln für Darlehen +++

Darlehen sollen nach dem Willen der Bundesregierung verbraucherfreundlicher ausgestaltet werden. So muss der Kreditgeber wie zum Beispiel eine Bank künftig im Vertrag darüber informieren, wann die 14-tägige Widerrufsfrist beginnt. In dieser Zeit kann man den Vertrag ohne Angabe von Gründen widerrufen. Den vom Kabinett am Mittwoch beschlossenen Neuerungen muss der Bundestag noch zustimmen. 

+++ 11.00 Uhr: Welthungerhilfe: Rund 11 Millionen Menschen in Afghanistan hungern +++

In Afghanistan sind der Welthungerhilfe zufolge mehr als 11 Millionen Menschen auf Lebensmittelhilfen angewiesen. Im Winter könnte die Zahl hungernden Landesbewohner auf 13,2 Millionen steigen, warnte die Hilfsorganisation. Die Corona-Pandemie habe zur Verschärfung der Lage beigetragen, viele Tagelöhner hätten ihre Arbeit verloren. "Viele Menschen haben ihre letzten Reserven aufgebraucht. Jetzt haben sie Angst, wie sie die kargen Wintermonate überstehen sollen", sagte Landesdirektor Thomas ten Boer einer Mitteilung zufolge.

+++ 10.25 Uhr: Regierung erklärt Ebola-Epidemie in Republik Kongo für beendet +++

Die Demokratische Republik Kongo hat die Ebola-Epidemie in dem Land offiziell für überwunden erklärt. "Ich freue mich, das Ende der elften Ebola-Epidemie in der Provinz Equateur zu verkünden", sagte Gesundheitsminister Etenii Longondo vor Journalisten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben bei dem jüngsten Ausbruch im Nordwesten des Landes seit Juni 55 Menschen. Insgesamt wurden 119 Fälle registriert. 

Das tödliche Ebola-Virus war erstmals 1976 im Norden der Demokratischen Republik Kongo registriert worden und ist nach einem dortigen Fluss benannt. Die Betroffenen leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in an inneren Blutungen und schließlich Organversagen.

+++ 10.20 Uhr: Tarifvertrag darf Zusatzurlaub nach Geburt ausschließlich Müttern vorbehalten +++

Ein Tarifvertrag darf einen Zusatzurlaub nach der Geburt eines Kinds vorsehen, der nur Frauen zusteht. Voraussetzung sei allerdings, dass diese freie Zeit den Schutz der körperlichen Verfassung und der besonderen Beziehung der Mutter zu ihrem Kind nach der Entbindung gewährleisten solle, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Gehe es nur um ihre Eigenschaft als Elternteil, sei dies dagegen diskriminierend.

+++ 8.47 Uhr: Haushaltshilfe misshandelt: Frau in Singapur muss zehn Monate in Haft +++

Eine Frau aus Singapur ist wegen wiederholter Misshandlung ihrer indonesischen Haushaltshilfe zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die 24 Jahre alte Angestellte war im April 2015 aus Angst vor weiteren Schlägen der 31-Jährigen mitten in der Nacht aus der Wohnung geflohen. Da die Haustür zugeschlossen war, kletterte die junge Indonesierin unter Lebensgefahr an der Außenwand von Balkon zu Balkon 15 Stockwerke herunter.

Der Richter in dem südostasiatischen Stadtstaat sagte, der körperliche und geistige Schaden, den die Angeklagte angerichtet habe, sprächen für sich. Die Haushaltshilfe habe zudem ihr Leben riskiert, um der "Folter" zu entkommen. Eine abschreckende Strafe sei notwendig, um klarzumachen, dass solche Grausamkeiten inakzeptabel seien, zitierte die Zeitung "Straits Times" am Mittwoch das Gericht.

+++ 7.05 Uhr: Mindestens neun Tote durch Hurrikan "Iota" in Mittelamerika +++

Mindestens neun Menschen sind in Mittelamerika durch den Hurrikan "Iota" ums Leben gekommen. In Nicaragua wurden am Dienstag (Ortszeit) sechs Opfer gemeldet, unter ihnen zwei Kinder. Zwei weitere Menschen starben auf dem kolumbianischen Archipel San Andrés, Providencia y Santa Catalina. In Panama kam eine Frau ums Leben.

+++ 6.51 Uhr: Israelische Luftangriffe in Syrien – Drei Tote +++

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben in der Nacht Ziele in Syrien bombardiert. Bei den Luftangriffen wurden nach Angaben der syrischen Nachrichtenagentur Sana drei Soldaten getötet. Man habe insgesamt acht Ziele der iranischen Al-Kuds-Brigaden und syrischer Truppen angegriffen, sagte der israelische Armeesprecher Jonathan Conricus. Israel reagiere damit auf Sprengsätze, die am Vortag auf der israelischen Seite der Grenze entdeckt worden seien. Sie seien von einer syrischen Einheit unter iranischer Führung gelegt worden, sagte Conricus.

+++ 6.23 Uhr: Drei ehemalige Hongkonger Parlamentarier festgenommen +++

In Hongkong sind drei ehemalige Abgeordnete des demokratischen Lagers festgenommen worden. Wie die Parlamentarier Chu Hoi-dick, Ray Chan und Ted Hui nach ihren Festnahmen mitteilten, wurde ihnen vorgeworfen, zwei Sitzungen des Parlaments gestört zu haben, bei denen über ein mittlerweile in Kraft getretenes Gesetz beraten wurde, das die Verunglimpfung der chinesischen Nationalhymne unter Strafe stellt. 

Die Abgeordneten hatten im Mai und Juni aus Protest stinkende Flüssigkeiten aus Flaschen im Saal entleert und so Unterbrechungen herbeigeführt. Die Polizei bestätigte die Festnahmen.

+++ 5.49 Uhr: Umfrage: Unternehmen planen langfristig mit Homeoffice +++

Der von der Coronakrise ausgelöste Trend zum Homeoffice wird die Wirtschaft in Deutschland langfristig verändern. 66 Prozent der von der Unternehmensberatung Deloitte befragten Finanzvorstände sagten auf die Frage nach den langfristigen Auswirkungen von Corona für ihr Unternehmen: "Wir planen, vermehrt auf Remote Working zu setzen."

Das kostet zwar erst einmal Geld. 43 Prozent sagten: "Wir werden unsere Cyber-Absicherung aufgrund von erhöhtem Remote Working stark ausbauen." Auf der anderen Seite sparen die Unternehmen jedoch: "Wir planen, unsere Büroflächen aufgrund des erhöhten Homeoffice-Angebots in Zukunft zu reduzieren", sagte 37 Prozent der befragten Finanzvorstände. 

+++ 5.04 Uhr: Trump forciert Abzug aus Afghanistan und dem Irak +++

Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump den Abzug weiterer US-Truppen aus Afghanistan und dem Irak angeordnet. Bis zum 15. Januar werde die Zahl der Soldatinnen und Soldaten auf jeweils auf etwa 2500 reduziert, erklärte der geschäftsführende Verteidigungsminister Christopher Miller am Dienstag (Ortszeit) im Pentagon. Der Teilabzug würde damit unmittelbar vor der Amtseinführung des gewählten Präsidenten Joe Biden umgesetzt. Die Vereidigung ist für den 20. Januar geplant.

Das Verteidigungsministerium machte keine Angaben dazu, wie viele US-Soldaten derzeit noch in Afghanistan und im Irak stationiert sind. US-Medien zufolge sind es 4500 in Afghanistan und 3000 im Irak. Miller erklärte, die USA träten in eine neue Phase im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Er habe internationale Verbündete informiert, darunter Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und Afghanistans Präsident Aschraf Ghani. Führende Demokraten kritisierten die Ankündigung als politisch motiviert und sprachen von übereilten Abzugsplänen.

+++ 4.33 Uhr: Nach Widerspruch beim Thema Wahlbetrug: Trump feuert Behördenchef +++

Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat einen wichtigen Behördenleiter des Heimatschutzministeriums gefeuert, weil dieser Behauptungen zu einem angeblichem Wahlbetrug öffentlich zurückgewiesen hatte. Der Chef der Agentur für Cyber- und Infrastruktursicherheit, Chris Krebs, sei "mit sofortiger Wirkung" entlassen worden, schrieb Trump am Dienstagabend (Ortszeit) auf Twitter. Dessen Äußerung, wonach die Präsidentenwahl nicht manipuliert worden sei, sei "hochgradig unzutreffend", so Trump.

Es habe "massive Unregelmäßigkeiten" gegeben, behauptete Trump. Unter anderem hätten Verstorbene Stimmen abgegeben und Wahlmaschinen hätten Trump-Stimmen dem Demokraten Joe Biden zugeschlagen, behauptete der Republikaner weiter. Twitter verpasste Trumps Betrugsbehauptungen einen Warnhinweis, wonach es sich um "umstrittene" Aussagen handle.

les / anb DPA AFP

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