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News vom Wochenende: Junge Frau stirbt an Knollenblätterpilz - weitere Menschen in Klinik

33 Verletzte bei Flixbus-Unfall in Nordfrankreich +++ Mann rast mit Auto in Pub - ein Toter und Verletzte in England  +++ Airbnb verbietet "Party-Häuser" nach tödlichen Schüssen +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Ein gelber Knollenblätterpilz

Ein gelber Knollenblätterpilz

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Junge Frau stirbt an Knollenblätterpilz - weitere Menschen in Klinik (19.18 Uhr)

  • 33 Verletzte bei Flixbus-Unfall in Nordfrankreich (15.49 Uhr)

  • Mehr als 200 Festnahmen in Hongkong (11.20 Uhr)

  • US-Justizministerium gibt Dokumente zu Hackerangriffen frei (03.00 Uhr)

  • Airbnb verbietet "Party-Häuser (03:30 Uhr) 

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

+++ 21.49 Uhr: Toter bei Explosion in Wohnhaus +++

Nach einer Explosion in einem Wohnhaus im sächsischen Striegistal mit einem Toten ermittelt die Kriminalpolizei. Anwohner riefen die Polizei, nachdem sie einen lauten Knall von einem benachbarten Grundstück gehört hatten, wie die Polizei am Abend mitteilte. In dem Wohnhaus entdeckten Rettungskräfte und Polizei Anzeichen einer Detonation und fanden eine Leiche. Ebenfalls im Wohnhaus befunden habe sich ein leichtverletzter 21-Jähriger, der vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden sei. Weitere Details lagen zunächst nicht vor. Die Ermittlungen waren am Abend noch nicht abgeschlossen.

+++ 21.08 Uhr: Verdächtiger im Fall des Partyzug-Flaschenwurfs ermittelt +++

Nach der schweren Kopfverletzung einer Zweijährigen durch eine umherfliegende Whiskyflasche am Bahnhof im westfälischen Kamen ist laut Polizei ein Tatverdächtiger ermittelt worden. Wie die Polizei Dortmund mitteilte, wurde im Zuge von Zeugenbefragungen ein 31-Jähriger aus dem Partyzug ermittelt, aus dem die Flasche geworfen worden sein soll. Der Mann sei nach einer Vernehmung entlassen worden. Weitere Ermittlungsergebnisse gebe es erst am Montag.

Ein kleines Mädchen war am späten Freitagvormittag plötzlich von einer Flasche getroffen worden, als der Vater mit dem Kleinkind auf dem Arm die Treppen zum Bahnsteig hinaufging. Das Kleinkind ist nach einer OP außer Lebensgefahr. Die Flasche flog nach ersten Erkenntnissen der Polizei aus einem Partyzug, der gerade den Bahnhof in Kamen durchfahren hatte.

+++ 19.28 Uhr: US-Gericht stoppt Trumps Verschärfung von Einwanderungsregeln vorerst +++

Ein Richter im US-Bundesstaat Oregon hat eine jüngst von Präsident Donald Trump angekündigte Verschärfung der Einwanderungsgesetze per einstweiliger Verfügung vorerst gestoppt. Die Regel, wonach alle neuen Einwanderer ohne Krankenversicherung oder ausreichende finanzielle Mittel für mögliche Behandlungen abgewiesen werden dürfen, tritt daher nicht wie geplant diesen Monat in Kraft. 

Das Weiße Haus bezeichnete die Entscheidung als "falsch und unfair". Der Richter überschreite seine Kompetenz. Einmal mehr ermögliche es eine landesweit gültige einstweilige Verfügung einem einzigen Richter, den Willen und die Rechte des Präsidenten zu untergraben, hieß es in einer Stellungnahme des Weißen Hauses. Die Regierung werde die Neuregelung vor Gericht verteidigen. Trump hatte die Maßnahme als notwendig beschrieben, um zu vermeiden, dass Einwanderer das US-Gesundheitssystem oder die amerikanischen Steuerzahler belasten.

+++ 19.18 Uhr: Junge Frau stirbt an Knollenblätterpilz - weitere Menschen in Klinik +++

Weil sie einen Knollenblätterpilz gegessen hat, ist eine junge Frau in Nordrhein-Westfalen an einer Vergiftung gestorben. Die Eltern der 28-Jährigen aus Kaarst sowie eine weitere Familie aus Rommerskirchen kamen ebenfalls wegen des giftigen Pilzes am Donnerstag in Krankenhäuser, wie ein Sprecher des Rhein-Kreises Neuss sagte. Zuvor hatte die "NGZ online" über den Tod der Frau an Pilzvergiftung berichtet. Die Pilze waren vor dem Verspeisen im Wald gesammelt und offenbar verwechselt worden. 

"Die beiden Fälle sind unabhängig voneinander", erläuterte der Kreissprecher. Im Fall von Kaarst sei die 28-Jährige am Donnerstag im Krankenhaus gestorben. Ihre Eltern seien ebenfalls eingeliefert worden. Im Fall von Rommerskirchen seien am Donnerstag zunächst drei Erwachsene ins Krankenhaus gekommen. Wenig später sei auch der zwölfjährige Sohn eingeliefert worden. Die vierjährige Tochter sei dann prophylaktisch zur Untersuchung ins Krankenhaus gekommen. Da die Betroffenen in Krankenhäusern außerhalb des Rhein-Kreises Neuss behandelt würden, lägen der Behörde weitere Infos zum Gesundheitszustand derzeit nicht vor.

+++ 17.18 Uhr: Pilot übersteht unverletzt missglückte Landung auf Flugplatz Egelsbach in Hessen +++

Glück im Unglück für den Piloten eines Kleinflugzeugs auf einem Flugplatz in Hessen: Der 70-Jährige überstand unverletzt einen Zwischenfall auf dem Flugplatz Egelsbach unweit des Frankfurter Flughafens, wie die Polizei in Offenbach mitteilte. Beim Aufsetzen des Motorflugzeugs bei der planmäßigen Landung brach demnach das linke Fahrwerk. Die Maschine kam seitlich von der Landebahn ab und rutschte über die Piste hinaus in eine Grünfläche. Der Pilot der in Nordhorn gestarteten Lancair 360 saß alleine in dem Flugzeug. Der Schaden dürfte nach ersten Schätzungen etwa 25.000 Euro betragen.

+++ 17.09 Uhr: Türkei will 20 gefangene IS-Anhänger nach Deutschland zurückschicken +++

Die Türkei will einem Medienbericht zufolge 20 gefangen genommene deutsche Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in die Bundesrepublik zurückschicken. Dies sagte der Kommunikationsdirektor des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Fahrettin Altun, in Istanbul der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Nach seinen Worten hat die türkische Armee seit Beginn ihres jüngsten Einmarsches in Nordsyrien vor einem Monat vier deutsche IS-Mitglieder gefasst. Weitere 16 Bundesbürger sitzen demnach wegen IS-Mitgliedschaft bereits länger in Abschiebezentren.

Zuvor hatte Innenminister Süleyman Soylu am Samstag in Ankara gesagt: "Wir sind für niemandes IS-Mitglieder ein Hotel." Zugleich kritisierte er, dass mehrere europäische Staaten IS-Verdächtigen die Staatsangehörigkeit entzogen hätten. Das sei "inakzeptabel und unverantwortlich".

Türkischer Innenminister Süleyman Soylu

+++ 16.38 Uhr: Koalition verschiebt Spitzentreffen zur Grundrente +++

Die schwarz-rote Regierungskoalition verschiebt ihr für Montagabend geplantes Spitzentreffen zur Grundrente auf den 10. November. Es gebe noch offene Punkte, teilte die CDU in Berlin mit.

+++ 16.34 Uhr: Haftbefehl wegen Mordes nach tödlichem Stoß vor U-Bahn in Berlin +++

Nach dem tödlichen Stoß eines Mannes vor eine U-Bahn in Berlin-Kreuzberg ist Haftbefehl wegen Mordes gegen einen 26-Jährigen erlassen worden. Das teilte die Polizei mit. In der Nacht zu Mittwoch war ein 30-jähriger Iraner vor eine U-Bahn gestoßen worden. Er wurde durch die einfahrende Bahn in der unterirdischen Station der U8 so schwer verletzt, dass er noch vor Ort starb.

+++ 16.12 Uhr: Bericht: Bus rast in Istanbul in Haltestelle - mehrere Verletzte +++

In der türkischen Millionenmetropole Istanbul ist ein Bus in eine Haltestelle gerast und hat nach einem Bericht mindestens zwölf Menschen verletzt. Der Vorfall habe sich im zentralen Stadtteil Besiktas ereignet, meldete die Nachrichtenagentur DHA. Nachdem der Bus zum Stehen kam, sei der Fahrer ausgestiegen und habe eine weitere Person mit einem Messer verletzt. 

Daraufhin sei er in Richtung des nahe gelegenen Bosporus geflüchtet und an der Fähranlegestelle ins Wasser gesprungen. Die Polizei habe den Fahrer aus dem Wasser gezogen und festgenommen. Der Hintergrund der Tat war zunächst unklar. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete mindestens fünf Verletzte. Sie seien in nahe Krankenhäuser gebracht worden.

+++ 15.49 Uhr: 33 Verletzte bei Flixbus-Unfall in Nordfrankreich +++

Bei einem Busunglück in Nordfrankreich sind am Sonntag 33 Menschen verletzt worden, vier von ihnen schwer. Nach Angaben der Behörden des Départements Somme ereignete sich der Unfall auf der Autobahn 1 auf Höhe der Ausfahrt Estrées-Deniécourt zwischen Amiens und Saint-Quentin. Der Bus des Unternehmens Flixbus war demnach auf dem Weg von Paris nach London. Er kam um 11.50 Uhr  von der Fahrbahn ab und blieb auf der Seite liegen. Nähere Angaben zur Unfallursache wurden zunächst nicht gemacht. In dem Bus saßen neben Franzosen auch Fahrgäste anderer Nationalität. Auf Bildern war ein umgekippter Bus zu sehen, die Scheiben waren teilweise zerbrochen. 

Nach Informationen der Zeitung "Courrier Picard" geriet der Bus in einer Kurve auf der nassen Fahrbahn ins Schleudern, krachte gegen eine Absperrung und kippte um. In dem Bus waren inklusive Fahrer 33 Insassen. Die Opfer kommen laut Präfektur unter anderem aus den USA, Spanien, Australien, den Niederlanden, Rumänien, Russland und Großbritannien. Der Autobahnabschnitt wurde gesperrt. Ein Ersatzbus sei auf dem Weg zur Unfallstelle, hieß es.

Flixbus erklärte, den Vorfall zu bedauern. Es handle sich um einen Fernreisebus eines lokalen Partners, der im Auftrag von Flixbus unterwegs war, so das Unternehmen. Flixbus stehe in Kontakt mit den örtlichen Behörden, um die genauen Unfallursachen zu ermitteln und die Betreuung und Weiterreise der Fahrgäste sicherzustellen.

Hongkong: Polizei und Demonstranten liefern sich heftige Zusammenstöße - mehrere Verletzte

+++ 14.54 Uhr: 1. FC Union will Täter finden - Umgang mit Fans "nicht gescheitert" +++

Der 1. FC Union will nach dem Pyro-Skandal und einem versuchten Platzsturm beim Berlin-Derby gegen Hertha BSC versuchen, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die Täter zu ermitteln. "Ob es uns gelingt, wird man sehen", erklärte Union-Sprecher Christian Arbeit am Sonntag. Beim 1:0 im ersten Duell der beiden Stadt-Rivalen in der Fußball-Bundesliga waren zahlreiche Feuerwerkskörper abgebrannt worden. Rund 20 Vermummte aus dem Block der Union-Anhänger waren nach dem Abpfiff auf den Rasen gestürmt und wurden teilweise von den Profis zurückgehalten.

Torwart Rafael Gikiewicz steht in hellgrünem Torwart-Dress Vermummten in schwarzen Jacken gegenüber

+++ 14.23 Uhr: 15-Jähriger gibt sich am Dortmunder Hauptbahnhof als Polizeibeamter aus +++

Ein 15-Jähriger hat sich Dortmunder Hauptbahnhof als Polizeibeamter ausgegeben und Passanten aufgefordert, ihre Wertgegenstände vorzuzeigen. Zeugen machten am Freitagabend die Bundespolizei auf den Jugendlichen aufmerksam, wie die Ordnungshüter mitteilten. Demnach soll der 15-Jährige aus dem nordrhein-westfälischen Herten bei seiner Aufforderung an die Passanten seine Jackeninnenseite kurz geöffnet haben - offenbar um den Eindruck zu erwecken, dass sich dort ein Polizeidienstausweis befände. Die Bundespolizisten leiteten ein Strafverfahren wegen Amtsanmaßung gegen den Jugendlichen ein.

+++ 13.16 Uhr: Gedenkort für NSU-Opfer in Zwickau eingeweiht +++

In Zwickau ist ein neuer Gedenkort für die Mordopfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) eingeweiht worden. Für alle zehn Opfer wurden in der sächsischen Stadt, in der das NSU-Trio jahrelang lebte und seinen letzten Unterschlupf hatte, Bäume gepflanzt. Zudem wurden Gedenktafeln mit den Namen der Mordopfer angebracht. Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) mahnte bei der Gedenkveranstaltung nach Angaben der Stadt, mit der Einweihung des Gedenkortes dürfe und könne das Engagement für die freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht enden.

+++ 12.55 Uhr: Rund 140.000 Haushalte wegen Sturms in Frankreich ohne Strom +++

Wegen eines Sturmtiefs ist in rund 140.000 Haushalten im Südwesten Frankreichs der Strom ausgefallen. Besonders betroffen seien die Regionen Nouvelle Aquitaine, Pays de la Loire, Auvergne und Occitanie, wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte. Mitarbeiter seien vor Ort, um den Strom so schnell wie möglich wiederherzustellen. Starker Regen und schwer zugängliche Straßen erschwerten den Zugang.

+++ 12.14 Uhr: Mann rast mit Auto in Pub - ein Toter und Verletzte in England +++

Ein Mann ist mit einem Geländewagen in einen Pub in England gerast und hat dabei einen Menschen getötet und drei weitere verletzt. Der 40 Jahre alte Fahrer wurde festgenommen, wie die Polizei in der Grafschaft Essex am Sonntag mitteilte. Er steht unter Mordverdacht. Ein 36-jähriger Mann starb noch an der Unfallstelle. Die Polizei ermittelt zudem unter anderem wegen schwerer vorsätzlicher Körperverletzung. 

Ein 34-jähriger Mann wurde bei dem Zwischenfall in Colchester knapp 100 Kilometer nordöstlich von London lebensgefährlich verletzt, eine 34-jährige Frau und ein 33 Jahre alter Mann erlitten leichte Verletzungen. Die Straße, in der die Kneipe liegt, war in der Nacht zum Sonntag stundenlang abgeriegelt. Weitere Details nannten die Behörden zunächst nicht. Sie riefen Augenzeugen auf, sich bei der Polizei zu melden.

+++ 11.37 Uhr: Israels Air Force One startet zu erstem Testflug +++

Israels neuer Regierungsflieger Air Force One ist am Sonntag zu einem ersten Testflug gestartet. Die Boeing 767, die nicht nur dem Regierungschef, sondern auch dem Präsidenten dienen soll, flog am Vormittag vom internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv ab. Die Maschine ist in den israelischen Nationalfarben blau und weiß gehalten, am hinteren Teil prangt ein Davidstern. 

Die Kosten für die Maschine werden nach Medienberichten auf bis zu 729 Millionen Schekel (umgerechnet 185 Millionen Euro) geschätzt. Der hohe Preis hatte in der Vergangenheit für heftige Kritik gesorgt. Die Maschine war vor fünf Jahren von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Auftrag gegeben worden. Von dem Unternehmen Israel Aerospace Industries (IAI) wurde sie in den vergangenen drei Jahren umgerüstet. Bisher waren für offizielle Flüge Maschinen der israelischen Fluggesellschaft El Al gemietet worden. 

+++ 11.20 Uhr: Mehr als 200 Festnahmen nach neuen Ausschreitungen in Hongkong +++

 Bei den anhaltenden Protesten in Hongkong ist es am Wochenende wieder zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten gekommen. Mehr als 200 Menschen wurden festgenommen, wie die Behörden mitteilten. Die Polizei setzte am Samstag Tränengas, Gummigeschosse, Pfefferspray und einen Wasserwerfer ein. Radikale Aktivisten warfen Brandbomben, bauten Straßensperren und attackierten Geschäfte mit vermuteten Beziehungen zu China.

Erstmals nahmen sich die Demonstranten auch das Gebäude der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua als Ziel vor und schlugen die Scheiben im Eingangsbereich ein. Auch am Sonntag gab es kleinere Demonstrationen, bei denen es mehrere Festnahmen gab. Genaue Zahlen lagen zunächst nicht vor. Es war das 22. Wochenende in Folge, an dem in der chinesischen Sonderverwaltungsregion demonstriert wurde. Die Proteste richten sich gegen die Regierung und den wachsenden Einfluss der kommunistischen Pekinger Führung.

Hongkong: Polizei und Demonstranten liefern sich heftige Zusammenstöße - mehrere Verletzte

+++ 10.51 Uhr: Zusammenstöße in Pariser Vorstädten - Zirkuszelt in Flammen +++

Zusammenstöße zwischen Polizei und Jugendlichen halten Vorstädte im Südwesten von Paris in Atem. In Chanteloup-les-Vignes ging am Samstagabend ein riesiges Zirkuszelt in Flammen auf, wie örtliche Behörden meldeten. "Das Zirkuszelt ist komplett zerstört", sagte die Bürgermeisterin des Ortes, Catherine Arenou, dem Sender BFM Paris. Es sei nicht zufällig abgebrannt, so die Bürgermeisterin. Sie gehe von Brandstiftung aus. Bereits früher am Abend sei es in dem Ort zu Zwischenfällen gekommen. 

Die Bürgermeisterin klagte, dass bereits seit einigen Wochen Jugendliche in Chanteloup-les-Vignes randalieren und gewalttätig gegenüber der Polizei seien. "Diese jungen Leute respektieren nichts, sie respektieren nicht einmal die Arbeit anderer", sagte Arenou. Frankreichs Innenminister Christophe Castaner sprach am Sonntagmorgen von "feigen und dummen Taten", er habe volles Vertrauen in die Polizei.

+++ 10.36 Uhr: Unbekannte erschießen Extremismus-Ermittler in Moskau +++

In Moskau ist ein hochrangiger Polizist erschossen worden. Auch der Bruder des Leiters des Zentrums zur Bekämpfung des Extremismus in der Region Inguschetien sei dabei getötet worden, teilten die Beamten am Sonntag in der russischen Hauptstadt mit. Die noch unbekannten Täter sind demnach in einem Auto geflohen. Es sollen mindestens zehn Schüsse auf die beiden Männer abgefeuert worden sein.

Die Ermittler gehen von einem Auftragsmord aus, wie die Agentur Tass unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen meldete. Demnach soll die Tat im Zusammenhang mit der Funktion des 36-Jährigen stehen. Das Extremismuszentrum gehört zur Polizei und soll etwa den Terrorismus in der am Nordkaukasus gelegenen Republik Inguschetien bekämpfen.

+++ 08.36 Uhr: Zahl der Toten nach Erdbeben im Süden der Philippinen auf mehr als 20 gestiegen +++

Nach zwei schweren Erdbeben auf den Philippinen ist die Zahl der Toten auf mehr als 20 gestiegen. Insgesamt seien die Leichen von 21 Menschen gefunden worden, die bei den Erdstößen auf der Insel Mindanao in dieser Woche getötet worden waren, erklärte der Katastrophenschutz am Sonntag. 432 Menschen seien verletzt worden. Nach zwei Vermissten werde weiterhin gesucht.

Die beiden Erdbeben ereigneten sich am Dienstag und Donnerstag. Zehntausende Einwohner mussten ihre Häuser verlassen. Die philippinischen Behörden errichteten vorübergehende Unterkünfte für 20.000 Menschen. Viele von ihnen hatten ihr Obdach bereits bei einem früheren Beben am 16. Oktober verloren.

+++ 06.30 Uhr: Trump zum zweiten Mal binnen einer Woche öffentlich ausgebuht +++

US-Präsident Donald Trump ist zum zweiten Mal binnen einer Woche in der Öffentlichkeit ausgebuht worden. Als Trump am Samstagabend (Ortszeit) mit seinen Söhnen Donald junior und Eric einen Wettbewerb im New Yorker Madison Square Garden besuchte, reckte er die Faust und winkte der Menge zu. Er erntete in seiner Heimatstadt allerdings nicht nur Applaus und Jubel, sondern noch lautere Buh-Rufe, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Außerdem demonstrierten vor dem Gebäude einige Dutzend Gegner des umstrittenen Präsidenten. Sie hielten Plakate mit Aufschriften wie "Raus jetzt mit Trump/Pence" in die Höhe. Am Sonntag vergangener Woche war Trump im Baseball-Stadion der Washington Nationales ausgebuht worden. Einige seiner Gegner skandierten: "Sperrt ihn ein." Damit wandelten sie einen Ausruf ab, der häufig bei Kundgebungen von Trump-Anhängern zu hören ist und sich gegen die frühere demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton richtet.

+++ 03.30 Uhr: Insektizide lassen Fischbestände einbrechen +++

Bestimmte Pflanzenschutzmittel könnten erhebliche Auswirkungen auf Fischbestände haben. Das ergab eine jahrzehntelange Studie an einem japanischen See. Demnach fiel der erstmalige Einsatz bestimmter Pestizide auf nahe gelegenen Reisfeldern mit dem Zusammenbruch ganzer Fischpopulationen im Lake Shinji zusammen, wie japanische Forscher im Fachmagazin "Science" schreiben. Sie vermuten, dass kleinste Wassertiere, und damit die Nahrung der Fische, zerstört wurden.

Die dort eingesetzten Insektizide, sogenannte Neonikotinoide, sind weltweit stark verbreitet. Ähnliche Szenarien könnten nach Expertenaussagen daher auch in der EU geschehen sein. Dort gibt es seit einiger Zeit jedoch weitgehende Verbote dieser Substanzen. Die Neonikotinoide sind in der Kritik, weil sie neben Schädlingen auch nützlichen Insekten wie Bienen schaden.

+++ 03.00 Uhr: US-Justizministerium gibt Dokumente zu Hackerangriffen auf Demokraten 2016 frei +++

Auf Druck der US-Medien Buzzfeed und CNN hat das Justizministerium in Washington Dokumente zum Hackerangriff auf E-Mail-Konten der Demokratischen Partei während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass Paul Manafort, der damalige Wahlkampfmanager des heutigen US-Präsidenten Donald Trump, schon damals die Theorie verbreitete, dass hinter dem Hackerangriff auf die gegnerischen Demokraten nicht Russland gestanden habe, sondern dies "wahrscheinlich das Werk der Ukrainer" gewesen sei.

Das schilderte Vize-Wahlkampfleiter Rick Gates in einer Befragung der Bundespolizei FBI, deren stark redigierte Zusammenfassung das Justizministerium am Samstag herausgab. Im Juli 2016 hatte die Enthüllungsplattform Wikileaks damit begonnen, tausende E-Mails der Demokratischen Partei zu veröffentlichen, welche die damalige demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in Erklärungsnot brachten. Der US-Geheimdienst erklärte später, russische Agenten hätten sich die E-Mails mit einem Hackerangriff verschafft und an Wikileaks weitergeleitet.

+++ 0.30 Uhr: Nach tödlichen Schüssen bei Halloween-Party verbietet Airbnb "Party-Häuser" +++

Nach dem Tod von fünf Menschen bei einer Schießerei an Halloween im kalifornischen Orinda will die Buchungsplattform Airbnb sogenannte Partyhäuser aus ihrem Angebot nehmen. "Von heute an verbannen wir 'Partyhäuser'", erklärte Airbnb-Chef Brian Chesky am Samstag im Onlinedienst Twitter. Bei dem Schusswaffenangriff in Orinda in der Nähe von San Francisco waren am Donnerstag fünf Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden.

Zu der Halloween-Party in dem über Airbnb angemieteten Haus waren mehr als hundert Menschen gekommen, nachdem die Feier in Online-Netzwerken angekündigt worden war. Chesky kündigte als Konsequenz aus der Gewalttat an, Airbnb werde seine "Bemühungen verdoppeln, nicht genehmigte Partys zu bekämpfen und missbräuchliches Verhalten von Gastgebern und Gästen loszuwerden". Dazu würden "Hoch-Risiko-Reservierungen" verstärkt mit der "Risikoerkennungstechnologie" von Airbnb überprüft.

Außerdem werde ein spezielles "Partyhaus-Reaktionsteam" geschaffen, das bei Regelverstößen sofort eingreifen könne, kündigte der Airbnb-Chef an. "Wir müssen es besser machen und das werden wir." Der Besitzer des Hauses in Orinda, in dem sich die Gewalttat ereignet hatte, wusste nach eigenen Angaben nichts von der geplanten Party. Michael Wang sagte der Zeitung "San Francisco Chronicle", er habe sein Haus an eine Frau vermietet, die ihm gesagt habe, dass sie ein Familientreffen für ein Dutzend Menschen organisiere.

+++ 21.59 Uhr: Feuerwehr in Kalifornien meldet Fortschritt im Kampf gegen neuen Waldbrand +++

Im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände in Kalifornien hat die Feuerwehr leichte Fortschritte gemacht. Bei der Bekämpfung eines erst am Donnerstag ausgebrochenen neuen großen Feuers im Bezirk Ventura im Süden des US-Bundesstaates gelang es den Einsatzkräften, den Brand leicht einzudämmen. Das sogenannte "Maria"-Feuer war am Donnerstag rund hundert Kilometer nordwestlich von Los Angeles ausgebrochen. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Flammen bedrohten zahlreiche Häuser, Bauernhöfe und Obstplantagen. Bis Samstagmorgen (Ortszeit) breitete sich der Brand auf 3800 Hektar aus, wie die Feuerwehr mitteilte. 

+++ 19.18 Uhr: Sturgeon spricht in Glasgow auf Kundgebung zur Unabhängigkeit Schottlands +++

Erstmals seit dem schottischen Unabhängigkeitsreferendum im Jahr 2014 hat Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon an einer Kundgebung von Befürwortern einer Unabhängigkeit von Großbritannien teilgenommen. Ihr Ziel sei "zum Greifen nah", sagte die Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei (SNP) vor tausenden Teilnehmern der Kundgebung in Glasgow. Sturgeon plant im kommenden Jahr ein neues Unabhängigkeitsreferendum. Die vorgezogene britische Parlamentswahl am 12. Dezember bezeichnete Sturgeon als "wichtigste Wahl für Schottland in unserem Leben". "Die Zukunft unseres Landes steht auf dem Spiel", sagte sie und forderte die Menschen auf, zur Wahl zu gehen. 

In dem Referendum von 2014 hatten die Schotten die Unabhängigkeit von Großbritannien abgelehnt. Im Brexit-Referendum von 2016 waren die Schotten anders als die Mehrheit der Briten für einen Verbleib in der Europäischen Union. Sturgeon sieht deshalb die Frage einer Unabhängigkeit Schottlands wieder auf der Tagesordnung und strebt für das kommende Jahr ein erneutes Referendum zu dieser Frage an. Ein solches Referendum müsste allerdings mit der Erlaubnis der britischen Regierung geschehen, um Gültigkeit zu erlangen.

+++ 18.20 Uhr: Zu Sprung aus fahrendem Zug genötigt: Anklage gegen Schaffner +++

Ein Schaffner soll zwei jugendliche Schwarzfahrer in Ägypten aufgefordert haben, aus dem fahrenden Zug zu springen. Einer der Jugendlichen kam dabei ums Leben, der andere wurde verletzt. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen den Mann. Der Schaffner habe die Tür des Abteils geöffnet und den Jugendlichen befohlen, aus dem Zug zu springen, um sie nicht der Polizei zu übergeben, berichtete das ägyptische Staatsfernsehen. Der Vorfall ereignete sich demnach Anfang der Woche in der Provinz Tanta im Nildelta im Norden Ägyptens. Er hatte für großen Aufruhr in den sozialen Netzwerken in Ägypten gesorgt.

+++ 17.49 Uhr: Nach tödlichem Stoß vor U-Bahn - Verdächtiger wird entlassen +++

Nach dem tödlichen Stoß eines Mannes vor eine U-Bahn in Berlin-Kreuzberg muss ein als tatverdächtig Gefasster wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Es gebe derzeit keinen dringenden Tatverdacht, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Martin Steltner, der dpa. Bei den Zeugenaussagen hätten sich Widersprüche ergeben. Zudem sei das vorhandene Videomaterial von mäßiger Qualität.

+++ 16.49 Uhr: Messerangriff in Polizeiwache auf La Réunion - keine Verletzten +++

Nach einem Messerangriff auf einer Polizeistation auf der französischen Insel La Réunion ermittelt die Justiz Berichten zufolge unter anderem wegen Terrorverdachts. Ein junger Mann soll auf der Polizeiwache in Saint-Denis eine Frau bedroht haben, wie unter anderem der Sender Franceinfo berichtete. Verletzt wurde demnach niemand, der Mann wurde festgenommen. Er soll während des Vorfalls auch "Allahu akbar" (Arabisch für "Gott ist groß") gerufen haben. Es werde auch der psychische Gesundheitszustand des mutmaßlichen Angreifers geprüft.

Anfang Oktober hatte ein mutmaßlich radikalisierter Polizeimitarbeiter vier seiner Kollegen - drei Männer und eine Frau - in der Pariser Polizeipräfektur mit einem Messer getötet.  Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte den Franzosen nach dem tödlichen Anschlag einen "rastlosen Kampf" gegen den islamistischen Terrorismus versprochen.

+++ 16.26 Uhr: Frankreich erwartet großen Herbststurm an Atlantikküste +++

In Frankreich herrscht wegen eines großen Herbststurms Alarmbereitschaft. Der französische Wetterdienst sprach für mehr als ein Dutzend Départements an der Atlantikküste und in Zentralfrankreich eine Warnung wegen heftigen Winds aus. Der Sturm "Amélie" wird in der Nacht zu Sonntag mit Windgeschwindigkeiten bis zu 130 Kilometer pro Stunde und hohen Wellen erwartet. Besonders wachsam müssen die Bewohner der Départements Charente-Maritime, Gironde und Vendée sein. Zuletzt hatten Unwetter mit Starkregen und Wind in Südfrankreich zu Schäden und Verkehrsbehinderungen geführt.

+++ 15.59 Uhr: Mindestens 13 Tote bei Explosion einer Autobombe in Nordsyrien +++

Bei der Explosion einer Autobombe in der nordsyrischen Stadt Tal Abjad sind mindestens 13 Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Die Explosion ereignete sich auf einem Marktplatz in der von türkischen Truppen kontrollierten Stadt, wie das türkische Verteidigungsministerium in Ankara mitteilte. Das Ministerium sprach von einem "Attentat" der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG). Die Türkei und verbündete syrische Milizen hatten am 9. Oktober eine Militäroffensive gegen die YPG in Nordsyrien begonnen.

+++ 15.40 Uhr: Nach Havarie von Container-Schiff: Warnung für Schiffe im Wattenmeer +++

Nach der Havarie des Containerschiffes MSC Zoe haben niederländische Behörden vor Gefahren für die Groß-Schifffahrt in der Nähe der Wattenmeerküste gewarnt. Es bestehe das Risiko, dass große Schiffe den Meeresboden rammen könnten, warnte der Untersuchungsrat für Sicherheitsfragen in Den Haag. Sehr große Schiffe sollten bei sehr schlechtem Wetter eine andere Route wählen, teilte die Küstenwache mit. Die Warnung gilt für das sogenannte Verkehrstrennungsgebiet "Terschelling-Deutsche Bucht", das aus Richtung West-Südwest kommend entlang der Linie der friesischen Inseln verläuft.

Die Warnung ist eine erste Schlussfolgerung aus der Untersuchung zur großen Havarie des Containerschiffes MSC Zoe Anfang des Jahres. Das Schiff hatte auf dem Weg nach Bremerhaven Hunderte Container verloren. Inseln und Küsten waren vor allem mit Plastikabfall verschmutzt worden. Der Abschlussbericht soll im Frühjahr 2020 vorgelegt werden.

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+++ 15.11 Uhr: Tatverdächtiger stellt sich nach tödlicher Messerattacke von Passau +++

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 33-jährigen Mann in Passau hat sich der Tatverdächtige der Polizei gestellt. Der 26 Jahre alte Mann, der wie das Opfer iranischer Staatsbürger sei, solle noch am Samstag einem Haftrichter in Passau vorgeführt werden, erklärte die Polizei. Er habe sich am frühen Samstagmorgen in Wiesbaden der Polizei gestellt. Zwischen dem Tatverdächtigen und dem Opfer hätten "seit längerem erhebliche Beziehungsprobleme bestanden", teilte die Polizei weiter mit. Passanten hatten das Opfer am Donnerstagabend schwer verletzt auf dem Gehweg vor einer Pizzeria gefunden. Trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen starb der Mann noch vor Ort. Bereits am Freitag hatte die Polizei erklärt, es lägen keinerlei Anhaltspunkte für eine "fremdenfeindlich motivierte Tat" vor.

+++ 14.31 Uhr: Neun Kinder durch Landmine in Afghanistan getötet +++

Im Nordosten Afghanistans sind neun Kinder durch die Explosion einer Landmine auf einer Straße getötet worden. Die Jungen im Alter zwischen sieben und elf Jahren seien in der Provinz Tachar auf die Mine getreten, sagte ein Sprecher der Provinzregierung. Die Mine sei von den Taliban in einem von ihnen kontrollierten Dorf gelegt worden, sagte der Sprecher. Nach jahrelangen Kämpfen ist Afghanistan von Landminen, nicht explodierten Granaten und Raketen übersät. Auch dadurch stieg die Zahl der zivilen Opfer in dem Konflikt deutlich an. Die UN-Mission in Afghanistan (Unama) verzeichnete von Juli bis September dieses Jahres 1174 Tote und 3139 Verletzte. Dies entspreche einem Anstieg von 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

+++ 14.11 Uhr: Trump begrenzt Aufnahme neuer Flüchtlinge in den USA drastisch +++

US-Präsident Donald Trump hat eine Absenkung der ohnehin schon historisch niedrigen Grenze für die Aufnahme neuer Flüchtlinge angeordnet. Im Wirtschaftsjahr 2020 (Oktober 2019 bis September 2020) dürfen "aus humanitären Gründen" höchstens 18 000 Flüchtlinge ins Land gelassen werden, wie Trump erklärte. Es ist die niedrigste Obergrenze seit Einführung des Flüchtlingsprogramms im Jahr 1980. Zuletzt hatte die Grenze bei 30.000 gelegen. Die US-Regierung hatte bereits Ende September erklärt, dass eine erneute Absenkung geplant werde.  

+++ 13.52 Uhr: Tödlicher Unfall im Rahmen der Motorrad-WM in Malaysia +++

Der indonesische Motorradpilot Afridza Munandar ist am Samstag an den Folgen eines schweren Sturzes gestorben. Der 20-jährige Nachwuchspilot war bei einem Massensturz beim Asia-Talent-Cup, der beim Malaysia-Grand-Prix im Rahmen der MotoGP ausgetragen wird, schwer verletzt worden. Munandar wurde an der Strecke erstversorgt und danach per Helikopter ins Krankenhaus von Kuala Lumpur gebracht. Die Ärzte konnten das Leben des indonesischen Nachwuchsfahrers aber nicht mehr retten.

Der Japaner Shinji Ogo war ebenfalls in den Unfall verwickelt und befindet sich in einem kritischen Zustand. Er wurde per Krankenwagen ins Krankenhaus von Kuala Lumpur gebracht.

Der tragische Vorfall in Sepang weckt Erinnerungen an das Unglück in der Saison 2011. Damals kam MotoGP-Pilot Marco Simoncelli im Rennen der Königsklasse ums Leben, weil er von einem Konkurrenten überrollt wurde.

+++ 13.34 Uhr: Nach Tötungsdelikt in Passau: Tatverdächtiger festgenommen +++

Nach dem Tötungsdelikt in der Innenstadt von Passau hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handelt sich um einen 26-jährigen Mann mit iranischer Staatsbürgerschaft, wie die Polizei in Passau mitteilte. Der Mann habe sich am Freitagabend im hessischen Wiesbaden gestellt und sei dann festgenommen worden. Er soll am Samstag nach Passau überstellt und dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft Passau hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Bei dem Opfer handelt es sich ebenfalls um einen Iraner.

+++ 12.12 Uhr: Madrid bietet Greta Thunberg Hilfe bei Reise zum Klimagipfel an +++

Die spanische Regierung hat der schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg Hilfe angeboten, um ihre Teilnahme an der UN-Klimakonferenz im Dezember in Madrid zu ermöglichen. "Liebe Greta, es wäre toll, Dich hier in Madrid zu haben", schrieb die amtierende Umweltministerin Teresa Ribera auf Twitter. "Wir würden Dir sehr gerne bei der Überquerung des Atlantiks helfen", fügte sie in dem Tweet hinzu und lobte Thunbergs Engagement fürs Klima. Madrid sei bereit, mit der 16-Jährigen in Kontakt zu treten. Wie die Reise-Hilfe aussehen könnte, sagte Ribera nicht. 

+++ 12.09 Uhr: Verdächtiger nach tödlichem Stoß in U-Bahn soll vor Haftrichter +++

Nach dem tödlichen Stoß eines Mannes vor eine U-Bahn in der Station Kottbusser Tor in Berlin soll ein als Tatverdächtiger gefasster Mann dem Haftrichter vorgeführt werden. Die zuständige Generalstaatsanwaltschaft kündigte weitere Informationen für den Nachmittag an. Fahnder hatten den Mann am Freitagabend in Eberswalde nordöstlich von Berlin festgenommen. Eine Mordkommission der Berliner Kriminalpolizei hatte nach dem Täter gesucht.  

+++ 11.30 Uhr: "Charlie Hebdo"-Zeichnerin verteidigt Religionskritik +++

Eine Zeichnerin des Pariser Satiremagazins "Charlie Hebdo" hat Religionskritik in ihrem Blatt verteidigt. "Wir haben die katholische Religion kritisiert, wir kritisieren den Islam, wir kritisieren Buddhisten dafür, die Rohingya angegriffen zu haben", sagte Zeichnerin Coco dem Sender Franceinfo am Samstag. Man nehme sich das Recht, Religion zu kritisieren, wie man es immer getan habe.

Die Redaktion wollte erstmals seit dem Anschlag im Januar 2015 wieder an einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung beim "Weltforum für Demokratie" in Straßburg teilnehmen. Seit dem Angriff sei es der Redaktion wichtig gewesen, wieder in Kontakt mit der Öffentlichkeit zu treten, erklärte Coco.

+++ 10.40 Uhr: Umweltschützer begrüßen Fracking-Stopp in Großbritannien +++

Umweltschützer und die Opposition in Großbritannien haben das Aus für die umstrittene Fracking-Technik zur Gasproduktion im Land begrüßt. "Dieser Sieg ist einer der größten, den die Klimabewegung je gesehen hat", teilte die Klimaschutzorganisation 350.org am Samstag mit. Die Umweltorganisation Greenpeace forderte, den Ausbau erneuerbarer Energie aus Wind und Sonne zu beschleunigen. Die Regierung hatte am Freitagabend mitgeteilt, die Fracking-Technik dürfe in England nicht mehr genutzt werden.

Grund sind Sorgen vor Erdbeben in der Umgebung der Teststation zur Förderung von Schiefergas in der nordwestenglischen Grafschaft Lancashire, wo bereits seismische Aktivitäten registriert worden waren. Seit einer Erschütterung der Stärke 2,9 Ende August in der Nähe der Anlage war der Betrieb ausgesetzt.

+++ 10.32 Uhr: Spahn: Noch keine Einigung bei Verhandlungen über Grundrente +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Berichte über einen ersten Kompromiss zwischen Union und SPD bei den Verhandlungen über eine Grundrente zurückgewiesen. "Geeinigt ist nichts", schrieb Spahn am Samstag auf Twitter. Jede Einigung müsse sich am Koalitionsvertrag messen lassen. Eine Grundrente könne am Montag im Koalitionsausschuss aus seiner Sicht nur unter drei Bedingungen vereinbart werden, darunter eine "harte Einkommensprüfung" als Bedürftigkeitsprüfung.

Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, es gebe bei der Grundrente einen ersten Kompromiss. Demnach solle es keine "echte" Bedürftigkeitsprüfung geben. Die Unterhändler, darunter auch Spahn, hätten einem Papier zugestimmt, nach dem Vermögen, Erträge aus Aktien sowie der Besitz von Immobilien vor Beginn einer Grundrente nicht überprüft werden sollten. Die Rentenversicherung solle lediglich die Steuerbescheide der Rentner überprüfen.

+++ 9.14 Uhr: Merkel sieht gute Chancen für die deutsche Wirtschaft in Indien +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht gute Chancen für mehr Investitionen der deutschen Wirtschaft in Indien. Dies gelte etwa bei der Modernisierung der Infrastruktur wie dem Ausbau der Hochgeschwindigkeits-Zugverbindungen, sagte Merkel am Samstag bei der Jahreshauptversammlung der Deutsch-Indischen Handelskammer in Neu Delhi. Die Kanzlerin machte sich zum Abschluss ihres Besuchs in Indien zugleich für einen neuen Anlauf für ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land stark. 2007 begonnene Gespräche für ein solches Abkommen mit Indien waren 2012 von beiden Seiten unterbrochen worden. 

+++ 8.13 Uhr: Höhle nach Drama um thailändische Fußballjungen wieder teilweise geöffnet +++

In Thailand können Besucher erstmals seit vergangenem Jahr wieder einen Blick in die Höhle werfen, in der fast drei Wochen lang eine Schüler-Fußballmannschaft fest saß. Die Behörden gestatteten es Touristen am Freitag, den Eingangsbereich der seit dem Unglück gesperrten Tham-Luang-Höhle zu sehen. Rund 2000 Interessierte machten bereits am ersten Tag von der Möglichkeit Gebrauch. Zunächst bleibt ein tieferes Betreten der Höhle allerdings verboten.   

Die zwölf Jungen und ihr Fußballtrainer waren am 23. Juni 2018 bei einem Ausflug in der Tham-Luang-Höhle im Norden Thailands von schnell steigenden Wassermassen eingeschlossen worden. Erst nach 17 Tagen konnten alle Kinder in einer aufwändigen und gefährlichen Rettungsaktion von Tauchern und hunderten internationalen Helfern befreit werden. Der thailändische Taucher Saman Gunan starb, während er Sauerstoffflaschen in die Höhle brachte.

+++ 7.39 Uhr: Trump gibt neuen US-Heimatschutzminister bekannt +++

US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Interims-Heimatschutzminister ausgewählt. Der in der Behörde bislang als Leiter der Strategieabteilung tätige Chad Wolf versehe die Funktion in der Nachfolge von Kevin McAleenan, sagte Trump zu Journalisten. "Wir werden sehen, was passiert. Wir haben dort großartige Leute." Der Sprecher des Weißen Hauses Hogan Gidley erklärte, der bisherige Interims-Minister McAleenan werde seinen Posten zum 11. November verlassen. Auf ihn werde Wolf folgen. McAleenan hatte vergangenen Monat seinen Rückzug angekündigt. Er war erst im April für den Posten nominiert worden. Wolf ist der fünfte Leiter des Heimatschutzministeriums seit Trumps Amtsantritt im Januar 2017. Das Ministerium hat eine zentrale Funktion in dem von Trump vorangetriebenen Kampf gegen illegale Einwanderung.

+++ 5.28 Uhr: E-Scooter-Fahrer verliert jodelnd seinen Führerschein +++

Ein betrunkener E-Scooter-Fahrer ist in Erfurt laut jodelnd in eine Verkehrskontrolle gefahren. Wie die Polizei weiter mitteilte, hatte der 29-Jährige am frühen Samstagmorgen zudem ziemlich schwungvoll die Kurven genommen. Wenig später stoppten die Beamten den E-Scooter-Fahrer und holten ihn von seinem Gefährt. Ein Alkoholtest zeigte 1,47 Promille. Den Mann erwarte nun ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr, hieß es weiter. Seinen Führerschein musste er an Ort und Stelle abgeben.

+++ 5.28 Uhr: Einbrecher stehlen Schnapsflaschen mit tödlichem Gift +++

Einbrecher haben in Hannover drei Schnapsflaschen mit tödlichem Gift erbeutet. Wie die Polizei mitteilte, brachen sie die Terrassentür auf, durchsuchten das Einfamilienhaus und stießen dabei auf einen Tresor, den sie mitnahmen. In dem Tresor lagen drei kleine braune Schnapsflaschen der Marke Underberg. In den Fläschchen sei aber kein Alkohol, sondern das verbotene Pflanzenschutzmittel Parathion - im Volksmund auch Schwiegermuttergift genannt.

Das Insektizid sei schon in geringen Mengen hochgiftig und könne durch die Haut in den menschlichen Körper gelangen. Von den Einbrechern und ihrer tödlichen Beute fehlt bereits seit Mitte der Woche jede Spur.

+++ 5.00 Uhr: Biden verliert in Schlüssel-Bundesstaat Iowa weiter an Boden +++   

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten hat der frühere Vizepräsident Joe Biden im Schlüssel-Bundesstaat Iowa weiter an Boden verloren. In einer am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Umfrage von "New York Times" und Siena College lagen nicht nur die Senatoren Elizabeth Warren und Bernie Sanders vor Biden, der altgediente Politiker wurde überdies von dem 37-jährigen Kommunalpolitiker Pete Buttigieg überholt, den vor einem Jahr noch kaum einer kannte.

Im Durchschnitt mehrerer Umfragen, den die Website "RealClearPolitics" errechnete, liegt Warren in Iowa mit einer Zustimmungsrate von 22,3 Prozent vorn, gefolgt von Buttigieg mit 17 Prozent und Biden mit 15,7 Prozent. Für den Stellvertreter des früheren Präsidenten Barack Obama bedeutet dies ein deutlicher Absturz. Mitte September war der 76-Jährige in dem ländlichen Bundesstaat im Mittleren Westen noch auf 28,5 Prozent gekommen.

Danach wurde Bidens Image allerdings durch die Ukraine-Affäre erschüttert. Dabei geht es um die Forderung von US-Präsident Donald Trump an den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj, nach belastendem Material gegen Biden und dessen Sohn Hunter Biden zu suchen.

+++ 1.43 Uhr: Mindestens 35 Tote bei Angriff von Rebellen in Mali +++

Bei einem Überfall von mutmaßlichen Islamisten auf einen Stützpunkt der Armee im Süden von Mali sind am Freitag nach offiziellen Angaben mindestens 35 Soldaten ums Leben gekommen. Diese "vorläufige Bilanz" veröffentlichten die Streitkräfte in der Nacht zum Samstag auf ihrer Website. Der Überfall auf den Stützpunkt im Gebiet Indelimane an der Grenze zum Nachbarland Niger habe am frühen Freitag begonnen.

+++ 1.04 Uhr: Umfrage: Söder bei Unionswählern knapp vor "AKK" +++

Wähler der Unionsparteien trauen laut einer Umfrage eine erfolgreiche Kanzlerkandidatur eher CSU-Chef Markus Söder zu als der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. Auf Platz eins von sechs vorgegebenen Unionspolitikern kommt bei den Anhängern von CDU und CSU aber der frühere Bundestagsfraktionschef Friedrich Merz mit 26 Prozent, wie die Erhebung des Instituts Kantar für die Funke-Mediengruppe ergab.

Söder liegt mit 16 Prozent auf Platz zwei, Kramp-Karrenbauer mit 14 Prozent knapp dahinter. Es folgen Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und  Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit je 13 Prozent sowie Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther mit 8 Prozent.

In der Gesamtbevölkerung ergibt sich ein anderes Bild. Zwar liegt wieder Merz (23 Prozent) vorn, den zweiten Platz erreicht allerdings Spahn (10), dicht gefolgt von Kramp-Karrenbauer und Laschet (jeweils 9). Söder (8) rangiert nur auf dem vorletzten Platz vor Günther (4).

+++ 0.21 Uhr: Mindestens zehn Geschosse vom Gazastreifen auf Israel abgefeuert +++

Vom Gazastreifen aus sind mindestens zehn Raketen auf den Süden Israels abgefeuert worden. Ein Haus wurde getroffen und beschädigt, wie die israelische Armee im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Verletzt wurde demnach niemand. Den Angaben zufolge wurden acht Geschosse vom israelischen Raketenabwehrsystem "Iron Dome" abgefangen. Die anderen Raketen schlugen demnach nahe der Stadt Sderot ein. Im Süden Israels ertönten die Alarmsirenen. Bereits am Donnerstagabend war ein "Projektil" vom Gazastreifen aus abgefeuert worden.

+++ 0.06 Uhr: Trump: Teilabkommen mit China soll in den USA unterschrieben werden +++

Das geplante Teil-Handelsabkommen zwischen den USA und China soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump in den Vereinigten Staaten unterschrieben werden. Das sei auch für Chinas Präsident Xi Jinping in Ordnung, sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) im Garten des Weißen Hauses. Für den Anlass würden derzeit verschiedene Örtlichkeiten geprüft, darunter auch der US-Bundesstaat Iowa, sagte Trump. Der ländliche Staat im Mittleren Westen würde sich Trump zufolge anbieten, weil es in dem Abkommen auch um den Ankauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse durch China gehe.

kra / fin / rw