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News von heute US-Post legt in Streit um Wahlen umstrittene Sparmaßnahmen auf Eis

Im Streit um eine mögliche Behinderung von Briefwahlen hat die US-Post umstrittene Sparmaßnahmen vorerst auf Eis gelegt
Im Streit um eine mögliche Behinderung von Briefwahlen hat die US-Post umstrittene Sparmaßnahmen vorerst auf Eis gelegt
© MANDEL NGAN / AFP
Offenbar Putsch in Mali: Präsident und Regierungschef Malis sollen festgenommen worden sein +++ Kalbitz verzichtet auf AfD-Fraktionsvorsitz in Brandenburg +++ Trump attackiert Ex-Präsident Obama und seinen Vize Biden als korrupt +++ Die News von heute Tages im stern-Ticker.

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US-Post legt in Streit um Wahlen umstrittene Sparmaßnahmen auf Eis

Im Streit um eine mögliche Behinderung von Briefwahlen hat die US-Post umstrittene Sparmaßnahmen vorerst auf Eis gelegt. Post-Chef Louis DeJoy erklärte, seit langem geplante Umstrukturierungen würden auf die Zeit nach der Präsidentschaftswahl vom 3. November verschoben. So könnten Postmitarbeiter weiterhin im notwendigen Umfang Überstunden leisten, die Öffnungszeiten von Postfilialen würden nicht eingeschränkt und es würden keine Sortierzentren geschlossen. "Zuletzt hat es viele Diskussionen darüber gegeben, ob die Post bereit, willens und fähig ist, sich der Herausforderung (der Briefwahlen) zu stellen", erklärte DeJoy, der im Frühjahr von Präsident Donald Trump an die Postspitze gesetzt worden war. Er wolle verhindern, dass der Eindruck entstehe, dass die Reformen bei der Post die Briefwahlen beeinflussen könnten.    

Das Thema hatte zuletzt für erbitterten Streit in den USA gesorgt: Die oppositionellen Demokraten werfen Trump und DeJoy vor, die Post gezielt zu schwächen, um Briefwahlen bei der Präsidentschaftswahl im November zu torpedieren. Zuletzt häuften sich Berichte über Verzögerungen bei der Auslieferung, gekürzte Öffnungszeiten von Postfilialen und entsorgte Sortiermaschinen. Wegen der Corona-Pandemie könnten in diesem Jahr Schätzungen zufolge doppelt so viele Menschen ihre Stimme per Post abgeben wie bei der letzten Wahl 2016, um einen Gang ins Wahlbüro zu vermeiden. Trump macht aber schon seit Monaten Stimmung gegen Briefwahlen: Er bezeichnet sie als extrem betrugsanfällig, obwohl Experten entschieden widersprechen. Offenbar befürchtet der Republikaner, dass von einer Ausweitung der Briefwahlen die Demokraten profitieren könnten. 

+++ Aktuelle Informationen zur Coronavirus-Pandemie finden Sie hier +++

Die weiteren Nachrichten des Tages:

+++ 22.03 Uhr: Freeland ist erste weibliche Finanzministerin Kanadas +++

Mit Chrystia Freeland ist erstmals eine Frau als zur Finanzministerin Kanadas ernannt worden. Die 52-Jährige wurde nach dem Rücktritt des politisch angeschlagenen Bill Morneau in Ottawa bei einer Zeremonie im Beisein von Premierminister Justin Trudeau vereidigt. Freeland war zuvor Außenministerin und zuletzt als stellvertretende Regierungschefin unter anderem mit der Koordination bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie betraut. Trotz ihrer neuen Aufgaben wird sie Trudeau-Vize bleiben. Zuvor war am Montag (Ortszeit) Freelands Vorgänger Bill Morneau von seinem Posten zurückgetreten. Zuletzt hatte es Berichte über ein Zerwürfnis zwischen Morneau und Trudeau wegen unüberbrückbarer Differenzen in der Wirtschaftspolitik zur Bewältigung der Coronakrise gegeben. Darüber hinaus ist Morneau wegen eines Skandals rund um eine Wohltätigkeitsorganisation unter Druck: Gegen ihn und auch Trudeau ermittelt der kanadische Ethik-Beauftragte wegen der Vergabe eines millionenschweren Regierungsauftrags an die Firma, zu der sowohl der Regierungschef als auch der Ex-Finanzminister enge familiäre Kontakte haben.

+++ 20.38 Uhr: Kapitän des vor Mauritius havarierten Frachters festgenommen +++

Nach der Öl-Katastrophe vor der Küste von Mauritius haben die Behörden den Kapitän des havarierten Frachters "Wakashio" festgenommen. Der indische Kapitän und dessen srilankischer Stellvertreter würden aufgrund einer vorläufigen Anklage vor Gericht gestellt, sagte Polizeisprecher Shiva Coothen. Die beiden wurden demnach wegen Gefährdung der Sicherheit der Schifffahrt angeklagt und müssen erneut Ende August vor Gericht erscheinen. Am Mittwoch sollen weitere Besatzungsmitglieder vernommen werden. Der japanische Frachter "Wakashio", der unter der Flagge Panamas fährt, war am 25. Juli mit rund 4000 Tonnen Treibstoff an Bord vor der Südostküste des Urlauberparadieses im Indischen Ozean auf Grund gelaufen. Mehr als 1000 Tonnen Treibstoff traten aus, eine Ölpest bedroht die Naturschutzgebiete auf Mauritius. Am Wochenende war der Frachter in zwei Teile zerbrochen, erneut lief dabei Öl ins Meer.

+++ 19.29 Uhr: Feuerwehr kämpft gegen Waldbrände in Kalifornien +++

Bei extremer Sommerhitze und Trockenheit in Kalifornien kämpfen Tausende Feuerwehrleute gegen mehr als zwei Dutzend Waldbrände. Der größte Brand im Norden des US-Westküstenstaates hat bereits eine Fläche von fast 18.000 Hektar Land zerstört. Nach Angaben der Behörden war das sogenannte Loyalton-Feuer am Dienstag (Ortszeit) erst zu einem Drittel unter Kontrolle. Mehrere Häuser in der ländlichen Region brannten ab. Hohe Temperaturen und Trockenheit an der US-Westküste erschweren den Kampf gegen die Flammen. Das Unterholz in den Waldgebieten ist stark ausgetrocknet und durch Blitze leicht entzündbar.

In dieser Woche werden weitere Hitzeextreme erwartet. In vielen Teilen Kaliforniens kletterten die Temperaturen in den letzen Tagen auf über 38 Grad Celsius. In dem für Hitzerekorde bekannten Death Valley (Tal des Todes) waren am Sonntag 130 Grad Fahrenheit (rund 54,4 Grad Celsius) gemessen worden. 

+++ 19.09 Uhr: Präsident und Regierungschef Malis festgenommen +++

Aufständische Soldaten haben in Mali nach eigenen Angaben Präsident Ibrahim Boubacar Keita und Regierungschef Boubou Cissé festgenommen. Die beiden seien in Keitas Anwesen in der Hauptstadt Bamako festgesetzt worden, sagte der Putsch-Anführer, der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Mehrere Soldaten hatten zuvor die Kontrolle über einen Armeestützpunkt in der Stadt Kati nahe Bamako übernommen Ein weiterer Militärvertreter erklärte, der Präsident und der Regierungschef würden in einem gepanzerten Fahrzeug nach Kati gebracht. 2012 hatte der Stützpunkt eine Schlüsselrolle bei einem Machtwechsel im Land gespielt. Dort begann damals ein Militärputsch, in dessen Folge Präsident Keita an die Spitze der politischen Führung kam. Derzeit steht Keita jedoch massiv unter Druck, weil es ihm nicht gelingt, einen seit 2012 andauernden dschihadistischen Aufstand im Norden des Landes unter Kontrolle zu bringen. Verschleppte politische Reformen, eine schwächelnde Wirtschaft und Korruptionsvorwürfe haben die Stimmung gegenüber Keita weiter verschlechtert. 

+++ 19:06 Uhr: Sprengsatz an russischem Militärkonvoi in Syrien explodiert +++

An einem russischen Militärkonvoi im Bürgerkriegsland Syrien ist nach Angaben aus Moskau ein Sprengsatz explodiert. Dabei sei ein Militärberater getötet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der Staatsagentur Tass zufolge mit. Der Generalmajor sei während der Rettungsmaßnahmen seinen schweren Verletzungen erlegen. Bei dem Vorfall in der Nähe der Stadt Deir ez-Zor seien auch zwei Soldaten verletzt worden. Der Konvoi sei nach einer "humanitären Mission" auf dem Rückweg zum eigenen Militärstützpunkt gewesen, als am Straßenrand ein Sprengsatz explodierte, hieß es. Russland ist der wichtigste Verbündete des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

+++ 18.24 Uhr: 700 Fledermäuse sterben in Lüftung der Uni Freiburg +++

Etwa 2400 Fledermäuse sind in die Lüftungsanlage eines Gebäudes der Universität Freiburg geflogen - knapp 700 von ihnen starben. Ende Juli hatten Mitarbeiter die Fledermäuse in verschiedenen Etagen des Gebäudekomplexes der Chemie entdeckt, wie ein Uni-Sprecher mitteilte. Als klar war, dass die Tiere durch die ständig laufende Lüftung in das Gebäudes gelangt waren, informierte die Universität Naturschutzbehörden und das Freiburger Institut für angewandte Tierökologie. Mehr als eine Woche lang versuchten Mitarbeiter der Universität und ehrenamtliche Helfer, die Flugtiere unter Anleitung von Experten zu retten. Zuerst hatte die "Badische Zeitung" darüber berichtet.

+++ 18.23 Uhr: Zweiter Haftbefehl nach Explosion in Beirut +++

Nach der verheerenden Explosion in Beirut hat ein Richter einen zweiten Haftbefehl erlassen. Er richtet sich gegen den Leiter des Beiruter Hafens, Hasan Kuraitim, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA am Dienstag berichtete. Er sei zuvor vier Stunden verhört worden. Am Montag war gegen den Zollchef des Beiruter Hafens, Badri Dahir, der erste Haftbefehl erlassen worden.

+++ 18.09 Uhr: Ermittlungen zu möglicherweise antisemitischem Anschlag auf Berliner Kneipe +++

Nach der Brandstiftung auf eine Berliner Kneipe ermittelt nun der Staatsschutz in der Hauptstadt. Eine "antisemitische Tatmotivation" könne nicht ausgeschlossen werden, teilte die Berliner Polizei am Dienstag mit. In dem Lokal im Stadtteil Lichtenberg hatten Unbekannte am vergangenen Freitag Feuer gelegt. Verletzt wurde niemand. Es werde weiterhin "in alle Richtungen" ermittelt, erklärte die Polizei. Laut "Tagesspiegel" wird der jüdische Besitzer der Kneipe seit Jahren von Rechtsextremen bedroht. Es handele sich zudem bereits um den vierten Anschlag auf sein Lokal. Unter anderem seien dort bei einem Einbruch Getränke über die Möbel geschüttet und die Kasse entwendet worden. 

+++ 17.42 Uhr: Durchsuchungen bei weiteren Banken im Zusammenhang mit Cum-Ex-Aktiengeschäften +++

Die Staatsanwaltschaft Köln hat im Rahmen ihrer Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Ex-ähnlichen Aktiengeschäften weitere Banken durchsucht. Seit dem Morgen wurden Geschäftsräume in Hamburg, Frankfurt und München durchsucht, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur AFP sagte. Nach Informationen des "Handelsblatts" richtete sich die Razzia gegen die Frankfurter Privatbank Hauck & Aufhäuser und die Varengold Bank in Hamburg.

Der Behördensprecher nannte "mit Blick auf die laufenden Durchsuchungen und vor dem Hintergrund des zu wahrenden Steuergeheimnisses" keine Namen. Er erklärte, Beamte der Staatsanwaltschaft, der Steuerfahndung sowie des Landes- und des Bundeskriminalamts hätten in den Räumlichkeiten Beweise gegen Mitarbeiter und Verantwortliche der betreffenden Banken gesucht. Es geht demnach um einen Tatzeitraum von 2010 bis 2016.

+++ 17.41 Uhr: Deutsche Soldaten bei Bamako bleiben vorerst in Stützpunkten +++

Angesichts der angespannten Lage im Gebiet um die malische Hauptstadt Bamako bleiben die dort im Rahmen der EU-Ausbildungs-und Beratungsmission EUTM Mali eingesetzten deutschen Soldaten vorerst in ihren Stützpunkten. Das teilte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr auf Anfrage mit. Direkt betroffen seien die Soldaten bisher jedoch nicht. Auf einem Stützpunkt nahe Bamako waren zuvor Schüsse gefallen. Auch gab es Gerüchte über einen Putschversuch in dem afrikanischen Land. Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar. 

+++ 16.54 Uhr: Polizei Paderborn leitet Verfahren wegen Rassismusverdachts gegen Beamten ein  +++

Die Kreispolizeibehörde Paderborn hat ein Disziplinarverfahren gegen einen Polizisten wegen rassistischer Äußerungen eingeleitet. Der 45-Jährige wurde vom Streifendienst in den Innendienst auf einer andere Dienststelle versetzt, wie die Polizei mitteilte. Anfang August hatten demnach Beamte ihrem Vorgesetzten von auffälligen Äußerungen des Polizisten mit rassistischem Inhalt berichtet. Der Sachverhalt wird nun von der Staatsanwaltschaft Paderborn strafrechtlich bewertet.

+++ 16.47 Uhr: Klimaschutzbericht 2019 zeigt bei Emissionsminderung positive Tendenz +++

Der Klimaschutzbericht, der am Mittwoch im Bundeskabinett beraten wird, zeigt eine positive Tendenz. Wie aus dem Bundeswirtschaftsministerium verlautete, sanken die gesamten Treibhausgasmissionen in Deutschland 2019 um 35,7 Prozent verglichen mit 1990. In Verbindung mit den Sondereffekten durch die Corona-Krise wird nun sogar damit gerechnet, dass Deutschland doch sein Ziel für 2020 einhalten kann, die Emissionen um 40 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr zu verringern.    

In dem Klimaschutzbericht sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie, insbesondere der Rückgang von Wirtschaftsleistung und Verkehr seit dem Frühjahr 2020, allerdings nicht enthalten. Das Wirtschaftsministerium verwies aber auf erfolgreiche Anstrengungen auch bereits im vergangenen Jahr. 

+++ 16.10 Uhr: Trump begnadigt Kämpferin für Frauenwahlrecht +++

US-Präsident Donald Trump begnadigt die Frauenrechts-Aktivistin Susan B. Anthony, die für die Teilnahme an der Präsidentenwahl 1872 verurteilt worden war. Trump kündigte den Schritt am Dienstag bei einer Feier zum 100. Jahrestag des Wahlrechts für Frauen in den USA im Weißen Haus an.

Der Prozess gegen Anthony im Jahr 1873 befeuerte die Frauenbewegung in den USA, auch weil ihr Auftritt vor Gericht für viel Aufsehen sorgte. Sie wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Frauenwahlrecht wurde in den USA im August 1920 mit dem 19. Zusatzartikel zur amerikanischen Verfassung eingeführt. Anthony starb 1906 im Alter von 86 Jahren.

"Sie wurde nie begnadigt", gab Trump zu bedenken. Er hatte am Vortag gesagt, dass er am Dienstag eine "sehr wichtige Person" begnadigen werde, schränkte aber gleich ein, dass es sich nicht um den NSA-Enthüller Edward Snowden oder seinen ehemaligen Sicherheitsberater Michael Flynn handele.

+++ 15.57 Uhr: Tribunal: Ein Angeklagter im Hariri-Verfahren schuldig gesprochen +++

15 Jahre nach der Ermordung des früheren libanesischen Premiers Rafik Hariri hat das Sondertribunal zum Libanon zunächst einen der vier Angeklagten schuldig gesprochen. Der Libanese Salim Dschamil Ajjasch sei an dem Terroranschlag beteiligt gewesen, urteilten die Richter in Leidschendam bei Den Haag.

+++ 15.44 Uhr: Kalbitz verzichtet auf AfD-Fraktionsvorsitz in Brandenburg +++

Der Brandenburger Rechtsaußenpolitiker Andreas Kalbitz verzichtet auf den AfD-Fraktionsvorsitz im Potsdamer Landtag. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte er, dass er sich am Dienstag von der Fraktionsspitze zurückgezogen habe. Anfang August hatte die Fraktion beschlossen, dass der wegen angeblicher rechtsextremer Verbindungen aus der AfD ausgeschlossene Kalbitz den Fraktionsvorsitz vorerst bis zur juristischen Klärung seiner Parteizugehörigkeit ruhen lässt.     

+++ 14.40 Uhr: Wieder Hitze in Deutschland - bis 35 Grad +++

Es wird wieder heiß in Deutschland. Am Mittwoch würden die Temperaturen in die Höhe schnellen, sagte Jens Bonewitz vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. "Im Westen und am Oberrhein sind gleich wieder die 30 Grad drin." Dazu bleibt es überwiegend trocken; nur von Nordosten bis zum Südosten sind einzelne Gewitter möglich, die kräftig ausfallen können. Am Donnerstag macht sich in der Südosthälfte das Bilderbuch-Sommerwetter mit viel Sonne und Hitze breit, lokal können die Werte 35 Grad erreichen. Im Nordwesten sorgen Wolken dagegen für Niederschläge und etwas gedämpfte Temperaturen. Im Laufe des Tages wird es auch dort freundlicher. Am Freitag bekommen die Menschen im Nordwesten wieder das schlechteste Wetter der Republik, es ist meist stark bewölkt und regnet. Ansonsten herrscht in Deutschland bei schwülheißen Temperaturen zwischen 29 und 35 Grad Schwimmbadwetter.

+++ 14:27 Uhr: Einziges Kraftwerk im Gazastreifen abgeschaltet +++

Das einzige Kraftwerk im Gazastreifen ist nach palästinensischen Angaben wegen Treibstoff-Mangels abgeschaltet worden. Daher werde man die Stromversorgung in dem Palästinensergebiet auf drei bis vier Stunden am Tag reduzieren müssen, teilte die Stromgesellschaft in Gaza mit. Es gibt noch Stromleitungen aus Israel und Ägypten. Wegen fortwährender Angriffe aus dem Gazastreifen hatte Israel vergangene Woche die Einfuhr von Treibstoff in das Palästinensergebiet gestoppt. Auch die Fischereizone vor dem Küstengebiet ist deswegen inzwischen komplett geschlossen.

+++ 14.10 Uhr: Hessischer Innenminister hält Tritte bei Festnahme für "völlig inakzeptabel" +++

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) hat die auf einem Handyvideo zu sehenden Tritte eines Polizeibeamten gegen einen festgenommenen und am Boden fixierten Mann als "völlig inakzeptabel" bezeichnet. Dies sei ein dringend zu ahndendes Fehlverhalten, teilte Beuth der Deutschen Presse-Agentur mit. Dies sei auch schon geschehen. "Unmittelbar vor Ort ist der Einsatzleiter eingeschritten, hat den Polizeibeamten zur Seite genommen und zur Rede gestellt." 

Die Ermittlungen liefen, dem Beamten werde Körperverletzung im Amt vorgeworfen. Ein Disziplinarverfahren sei eingeleitet und erste dienstrechtliche Maßnahmen ergriffen worden, sagte Beuth. Zu dem Vorfall war es während eines Polizeieinsatzes in der Nacht zum vergangenen Sonntag im Frankfurter Kneipenviertel Sachsenhausen gekommen. Das Video eines Augenzeugens hatte im Internet die Runde gemacht und für viel Kritik gesorgt.

+++ 14:05 Uhr: Trump attackiert Ex-Präsident Obama und seinen Vize Biden als korrupt +++

US-Präsident Donald Trump hat mit scharfen Worten auf die Kritik der Demokraten zum Auftakt ihres Parteitags im Rennen ums Weiße Haus reagiert. "Die Administration von Obama und Biden war die korrupteste in der Geschichte", schrieb der Präsident am Dienstag bei Twitter. Dazu gehöre, dass sie sein Wahlkampfteam ausgespäht hätten, was "der größte politische Skandal in der Geschichte unseres Landes" sei, wiederholte Trump seinen häufigen, aber nicht erwiesenen Vorwurf. "Das nennt man Verrat, und mehr."

+++ 14.05 Uhr: Mysteriöse Serie von Pferde-Verstümmlungen in Frankreich +++

Eine mysteriöse Serie von Pferde-Verstümmlungen beschäftigt die Polizei in Frankreich: Rund 15 Tiere wurden in den vergangenen Wochen von Unbekannten verletzt oder sogar getötet. Nach dem Tod einer verstümmelten Stute rief die Polizei der ostfranzösischen Stadt Lons-le-Saunier die Bewohner am Montagabend auf Facebook auf, "jedes verdächtige Individuum oder Verhalten nahe Pferdeweiden oder Gestüten zu melden". Nach Angaben eines lokalen Radiosenders wurde die Stute erschlagen. Zudem wurde ihr ein Auge entfernt. Eine weitere Stute verendete in der Nähe der Stadt Lyon, nachdem ihr ein Ohr, ein Auge und die Nüstern entfernt worden waren.

+++ 13.47 Uhr: Deutsch-israelische Kampfjetformation erinnert an Olympiaattentat von 1972 +++

Bei einer historischen Militärübung ist am Dienstag eine deutsch-israelische Kampfjetformation in Gedenken an das Attentat auf israelische Sportler bei den Olympischen Spiele von 1972 über den ehemaligen Fliegerhorst Fürstenfeldbruck geflogen. Jeweils zwei F-16- und Eurofighter-Maschinen überflogen den Ort, an dem das Attentat endete, wie die Luftwaffe mitteilte. Die Formation überflog danach auch das nahegelegene ehemalige Konzentrationslager Dachau.

+++ 13.47 Uhr: "Zigeunersauce" - Weitere Anbieter planen Umbenennung +++

Nach Knorr wollen weitere Anbieter ihre "Zigeunersauce" umbenennen. Die Lebensmittlerhersteller Homann und Bautz'ner teilten der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit, dass ihre entsprechenden Würzsaucen bald anders heißen sollen. "Die Namensänderung ist auch bei uns schon länger in Planung und der Zeitpunkt nur noch von produktionstechnischen Umständen abhängig", ließ eine Sprecherin des sächsischen Unternehmens Bautz'ner wissen. Auch bei der niedersächsischen Firma Homann mit Sitz in Dissen läuft die Diskussion seit geraumer Zeit, wie ein Sprecher der Theo Müller Unternehmensgruppe mitteilte. Man betrachte den Begriff nach wie vor als reine Sortenbezeichnung, allerdings "werden wir diese Sorte beim nächsten Relaunch des Verpackungsdesigns auf zum Produkt passende Art und Weise umbenennen". Über die neuen Namen gaben die Firmen zunächst keine Auskunft. 

+++ 13.39 Uhr: Video eines Polizeieinsatzes in Hamburg sorgt für Debatten +++

Ein Polizeieinsatz in der Hamburger Neustadt sorgt für Debatten. Auf Handyvideos, die über Twitter verbreitet wurden, ist zu sehen, wie sieben oder acht Beamte einen jungen Mann niederringen, der vor einer Wand steht mit den Grafiti-Schriftzügen "I can't breathe" in Anlehnung an Polizeigewalt in den USA. In einer längeren Fassung des Videos ist zu erkennen, dass der Jugendliche sich zuvor gegen zwei Polizistinnen und zwei Polizisten heftig gewehrt hat, und sie immer wieder kräftig zur Seite schubst. Ein Beamter zückt einen Schlagstock. Dann rückt Verstärkung an. Der groß gewachsene junge Mann, der nach Angaben von Zeugen 15 Jahre alt sein soll, wehrt sich weiter, einer der Beamten schreit den jungen Mann wiederholt an: "Auf den Boden!". Eine Zeugin ist zu hören, wie sie die Beamten auffordert, ruhig zu bleiben. Schließlich überwältigen die Beamten den Mann und halten ihn am Boden fest. Auf dem Video ist zu hören, wie er auf dem Boden liegend offenbar ruft: "Ich krieg keine Luft, ich krieg keine Luft."  

+++ 13.33 Uhr: Streit über geplante Umsiedlung von 30.000 streunenden Hunden in Dhaka +++

In Bangladeschs Hauptstadt Dhaka sorgen Pläne, etwa 30.000 streunende Hunde umzusiedeln, für hitzige Debatten. "Die Umsiedlung solch einer großen Zahl von Hunden wird katastrophal", warnte der Leiter von Bangladeschs größtem Heim für herrenlose Hunde und Katzen, Naim Ibne Islam Adi. Wenn die Hunde wie geplant aus der Millionenmetropole Dhaka und damit von ihren Futterquellen weggebracht würden, würden sie vor Hunger Menschen angreifen. Wozu ausgehungerte Hunde fähig seien, habe die Corona-Pandemie bereits gezeigt, betonte Adi. Da die Streuner wegen der Pandemie kaum mehr Essensreste von Restaurants bekämen, habe ein Rudel herrenloser Hunde zwei Hirsche in einem Zoo gerissen.

+++ 13.17 Uhr: Merkel spricht mit Russlands Staatschef Putin wegen Krise in Belarus +++ 

Wegen der Krise in Belarus hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. In dem Gespräch habe Merkel unterstrichen, dass die Führung in Minsk auf Gewalt gegen friedliche Demonstrierende verzichten müsse, erklärte ihr Sprecher Steffen Seibert in Berlin. Außerdem müssten politische Gefangene in Belarus unverzüglich freikommen. Seit der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Alexander Lukaschenko am 9. August reißen die Proteste in Belarus nicht ab.

+++ 13.03 Uhr: Zweieinhalb Jahre Haft für PKK-Funktionär +++

Das Oberlandesgericht Koblenz hat einen Führungskader der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der türkische Staatsangehörige aus Hessen bekomme seine Gefängnisstrafe wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland, sagte der Vorsitzende Richter Thomas Bergmann. Der 60-Jährige hatte nach Überzeugung des zuständigen Staatsschutzsenats im Mai 2018 die Leitung des PKK-Gebiets Mainz übernommen. Dieses habe weit nach Rheinhessen und Hessen hineingereicht. Der Verurteilte habe unter dem Decknamen Ali Spenden- und Propagandakampagnen zugunsten der PKK organisiert und überwacht. Insgesamt habe er rund 223 000 Euro an die Terrororganisation weitergeleitet und von ihr dafür monatlich 250 Euro bekommen. 

+++ 12.45 Uhr: Demo von Braunkohlegegnern und Corona-Kritikern vor Merkel-Besuch +++

Kurz vor der Ankunft von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben Braunkohlegegner und Kritiker der Corona-Schutzmaßnahmen getrennt am Ständehaus in Düsseldorf demonstriert. Rund 20 Menschen machten lautstark mit Trillerpfeifen und Megafon ihrem Unmut über die Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus Luft. Sie kritisierten unter anderem die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen.

Rund 50 Umweltaktivisten und Mitglieder der Initiative "Alle Dörfer bleiben" protestierten gegen die laufende Umsiedlung von Anwohnern aus mehreren Dörfern im Braunkohlerevier Garzweiler. Die Dörfer sollen dem Braunkohletagebau weichen. Deutschland steigt bis spätestens 2038 schrittweise aus der Kohle aus. Die Aktivisten und Dorfbewohner zweifeln die energiewirtschaftliche Notwendigkeit an, noch Kohle unter den Dörfern abbaggern zu müssen.

+++ 12.30 Uhr: Proteste in Belarus: Kreml warnt vor Einmischung aus dem Ausland +++

Angesichts der seit mehr als einer Woche andauernden Proteste in Belarus (Weißrussland) hat der Kreml vor einer Einmischung des Auslands in der Ex-Sowjetrepublik gewarnt. Die Lage könnte weiter eskalieren, wenn es Versuche gebe, sich "von außen in innere Angelegenheiten der Republik einzumischen", teilte der Kreml nach einem Telefonat von Präsident Wladimir Putin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel mit. Zudem hoffe Moskau, dass sich die Situation im Nachbarland Belarus bald normalisiere. Moskau und Minsk sind Verbündete. Belarus ist wirtschaftlich abhängig von Russland. 

+++ 12.08 Uhr: Unbekannter stößt in Berlin Frau auf S-Bahngleise Berlin +++

In Berlin hat ein Unbekannter eine Frau unvermittelt auf Gleise gestoßen und schwer verletzt. Die Frau wartete am Bahnhof Innsbrucker Platz im Stadtteil Schöneberg auf die S-Bahn, als ein Mann sie ins Gleisbett stieß, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Menschen halfen der Frau demnach zurück auf den Bahnsteig. Eine herannahende S-Bahn hielt vor der Einfahrt in den Bahnhof an. Die Frau habe schwere Kopfverletzungen erlitten, teilte die Polizei mit. Die 54-Jährige kam in ein Krankenhaus. Zu möglichen Hintergründen teilten die Ermittler nichts mit. Der Mann konnte flüchten.

+++ 11.16 Uhr: Umstrittener Polizeieinsatz: Ablauf war laut Anwalt "vorbildlich" +++

Der Anwalt eines Polizisten, gegen den nach einem umstrittenen Einsatz in Düsseldorf ermittelt wird, hat das Vorgehen gegen einen 16-Jährigen verteidigt: "Der Einsatz ist genauso abgelaufen, wie man das trainiert", sagte Rechtsanwalt Christoph Arnold der Nachrichtenagentur DPA: "Das war ein vorbildlicher Ablauf."

Wie Arnold ausführte, hatte der 15-Jährige am Boden noch einen Arm frei unter dem Körper. Das sei eine gefährliche Situation für die Beamten, da er sich hochstemmen könnte oder zum Beispiel auch eine Waffe hervor holen könnte. Daher habe sein Mandant ihn mit dem Schienbein am Kopf auf dem Boden fixiert. "Das wird so gelehrt", sagte Arnold. Auf den Hals würde ein Beamter niemals drücken. 

+++ 11.00 Uhr: Tatverdächtiger nach Messerangriff in ICE festgenommen +++

Nach einem Messerangriff auf einen Fahrkartenkontrolleur in einem ICE ist der mutmaßliche Täter festgenommen worden. Einem Zugbegleiter sei am Montag während einer Fahrt nahe Erfurt ein Mann aufgefallen, der auf die von der Polizei veröffentlichte Täterbeschreibung passte, sagte ein Polizeisprecher. Gemeinsam mit einem Polizisten, der zu der Zeit ebenfalls im ICE saß, habe er den 25-Jährigen angesprochen. 

Der Polizist habe den Mann schließlich festgenommen und in Erfurt an die Bundespolizei übergeben. Er soll im Laufe des Dienstags einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der Mann steht im Verdacht, einen 60 Jahre alten Kontrolleur am Sonntagnachmittag in einem ICE auf der Strecke zwischen München und Augsburg nahe Althegnenberg (Landkreis Fürstenfeldbruck) unvermittelt ins Gesicht geschlagen zu haben. Anschließend soll er mehrfach mit einem Messer zugestochen haben. Nach Angaben der Polizei ist der 60-Jährige dabei schwer am Hals verletzt worden.

Trotz seiner Verletzungen konnte er noch eine Notbremsung einleiten. Nachdem der Zug stand, zerschlug der Täter eine Außenscheibe und flüchtete. Zu den genauen Hintergründen der Tat konnte der Polizeisprecher zunächst keine Angaben machen. 

+++ 10.09 Uhr: Rheinmetall soll für Ungarn Schützenpanzer bauen +++

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall soll für die ungarische Armee Lynx-Schützenpanzer herstellen. Das teilte die Regierung in Budapest mit, wie die regierungsnahe staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI am späten Montagabend meldete. Ungarn habe dazu am Montag eine Vereinbarung mit Rheinmetall geschlossen. Demnach sollen beide Seiten ein gemeinsames Unternehmen und eine Fertigungsstätte für die modernsten Lynx-Schützenpanzer in Ungarn gründen. Der Wert dieses Programms belaufe sich auf mehr als zwei Milliarden Euro. Ziel sei, dass die Armee des Nato-Mitglieds so schnell wie möglich Weltniveau erreiche.

+++ 9.43 Uhr: Klagen in Karlsruhe gescheitert: Politik darf "Containern" verbieten +++

Menschen, die beim "Containern" von Lebensmitteln erwischt werden, müssen weiter damit rechnen, als Diebe verurteilt zu werden. Zwei Studentinnen aus Oberbayern sind mit ihren Verfassungsbeschwerden dagegen gescheitert. Der Gesetzgeber dürfe grundsätzlich auch das Eigentum an wirtschaftlich wertlosen Sachen strafrechtlich schützen, teilte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit. (Az. 2 BvR 1985/19 u.a.)

Die jungen Frauen hatten nachts in Olching bei München Obst, Gemüse und Joghurt aus dem Müll eines Supermarktes gefischt. Mit dem "Containern" wollen sie dagegen protestieren, dass Geschäfte massenweise Lebensmittel wegwerfen, obwohl diese noch genießbar wären. Weil der Container verschlossen zur Abholung bereitstand, werteten die Gerichte das als Diebstahl und verurteilten die Frauen zu Sozialstunden. Außerdem bekamen sie eine Geldstrafe auf Bewährung.

+++ 9.14 Uhr: Landwirte erwarten unterdurchschnittliche Ernte – die dritte in Folge +++

Die Landwirte in Deutschland erwarten auch in diesem Jahr eine unterdurchschnittliche Ernte. "Wir haben Regionen, die im dritten Jahr eine schlechte Ernte einfahren", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". "Das ist besorgniserregend." Grund sei die Trockenheit im März und April und bis in den Mai hinein.     

Rukwied rief Bund und Länder auf, die Landwirte bei der Absicherung von Ernten finanziell zu unterstützen. "Wir Bauern schaffen das aus eigener Kraft heraus nicht", sagte er. Der Bauernpräsident schlug den Aufbau einer Versicherung gegen Ernteausfälle vor. "Das Klima hat sich verändert", konstatierte Rukwied. "Wir haben längere Trockenphasen und Hitzeperioden." Die Landwirte bräuchten in dieser Situation "einfach Unterstützung". 

+++ 9.05 Uhr: Dunkelhäutige Fußballspieler in Trier rassistisch angegriffen +++

In Trier sind mehrere Fußballspieler aus offenbar rassistischen Motiven angegriffen worden. Die 16-köpfige Gruppe dunkelhäutiger Menschen sei rassistisch beleidigt und mit Steinen und Tischbeinen attackiert worden, teilte die Polizei mit. Die Opfer hätten versucht, sich zu verteidigen und bis zum Eintreffen der Polizei von den Tätern Abstand zu halten.

Gegen zwei Männer und eine Frau zwischen 29 bis 51 Jahren wird demnach wegen gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung ermittelt. Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstagabend.

+++ 9.04 Uhr: Ämter erteilen im Juni deutlich mehr Baugenehmigungen +++

Die Bauämter in Deutschland haben im Juni deutlich mehr Wohnungen genehmigt. Die Zahl der genehmigten Einheiten stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22,4 Prozent auf 34 300, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der ungewöhnlich starke Anstieg erkläre sich aus einigen Großprojekten sowie aus Aufholeffekten nach zwischenzeitlichen Arbeitsbeschränkungen in der Corona-Pandemie. Im gesamten ersten Halbjahr seien bislang 7,0 Prozent mehr Wohnungen genehmigt worden als ein Jahr zuvor.

+++ 8.48 Uhr: Polizist in Ansbach schießt wegen Bombenverdachts auf Mann +++

Im bayerischen Ansbach hat ein Polizist wegen eines Bombenverdachts auf einen Mann mit Rucksack geschossen. Am Montagabend erfuhr die Polizei nach eigenen Angaben von dem Mann, der Meldungen zufolge in der Innenstadt herumlief und sich selbst mit einem Messer erhebliche Schnittverletzungen zufügte. Beamte trafen daraufhin auf den stark blutenden Mann, der angab, eine Bombe in seinem Rucksack zu haben. 

Der 34-Jährige blieb trotz Aufforderungen der Beamten nicht stehen, sondern ging mit vorgehaltenem Rucksack auf sie zu, wie die Polizei weiter mitteilte. Daraufhin habe ein Polizist zunächst einen Warnschuss in die Luft abgegeben und danach einen Schuss in Richtung der Beine des Manns, bei dem er jedoch nicht verletzt wurde. Der Mann wurde daraufhin festgenommen. Sprengstoff wurde in seinem Rucksack aber nicht gefunden. Sein Motiv war zunächst unklar. 

+++ 7.14 Uhr: Wissenschaftler entdecken 30 neue Tierarten vor den Galápagos-Inseln +++

Ein internationales Team von Meeresforschern hat in der Tiefsee vor den Galápagos-Inseln 30 neue Tierarten entdeckt. Unter den Neuentdeckungen seien 14 Korallen, ein Seestern, elf Schwämme sowie vier bisher unbekannte Krustentiere, erklärte der Galápagos-Nationalpark. Die Forscher der Charles-Darwin-Stiftung erforschten in Zusammenarbeit mit der Stiftung für Ozeanforschung die Tiefsee um die Inselgruppe vor der Küste Ecuadors bis in Tiefen von 3400 Metern.

+++ 6.08 Uhr: Starkes Erdbeben erschüttert Zentralphilippinen +++

Ein schweres Erdbeben hat am Morgen die philippinische Insel Masbate erschüttert. Das Beben der Stärke 6,6 ereignete sich gegen 8.03 Uhr Ortszeit (2.03 Uhr MESZ) in der gleichnamigen Provinz rund 430 Kilometer südlich von Manila, wie aus der Webseite des staatlichen seismologischen Instituts Phivolcs hervorging. Das Zentrum des Bebens lag demnach rund fünf Kilometer südöstlich des Ortes Cataingan in rund 21 Kilometern Tiefe. Berichte über Verletzte oder Tote gab es zunächst nicht.

+++ 5.55 Uhr: Elf Tote bei Gefängnisausbruch in Papua-Neuguinea +++

Bei einem Massenausbruch aus einem Gefängnis in Papua-Neuguinea sind elf Häftlinge erschossen worden. 36 weitere Insassen seien auf der Flucht, teilten die Behörden des Pazifikstaates mit. Die Gefangenen seien aus dem Buimo-Gefängnis in der zweitgrößten Stadt des Landes ausgebrochen.

+++ 5.30 Uhr: Michelle Obama attackiert Trump in Parteitagsrede +++

Die frühere First Lady Michelle Obama hat vernichtende Kritik an US-Präsident Donald Trump geübt und zur Wahl von dessen Herausforderer Joe Biden aufgerufen. "Donald Trump ist der falsche Präsident für unser Land", sagte die Ehefrau von Ex-Präsident Barack Obama in ihrem ausgestrahlten Redebeitrag für den Parteitag der Demokraten in Milwaukee (Wisconsin). Trump habe mehr als genug Zeit gehabt zu beweisen, dass er der Aufgabe gewachsen sei, er sei aber "ganz klar überfordert". Bei dem bis Donnerstag andauernden Parteitag der Demokraten wird Biden zum Präsidentschaftskandidaten für die Wahl am 3. November gekürt.

+++ 5.04 Uhr: Belarus: Opposition will mit weiteren Streiks Machtapparat schwächen +++

Die Opposition in Belarus (Weißrussland) will angesichts der tagelangen Massenproteste auch die Streiks in der Ex-Sowjetrepublik ausweiten. Der Ausstand in allen wichtigen Staatsbetrieben solle so den Machtapparat zum Aufgeben zwingen, sagte Maria Moros, Wahlkampfleiterin der Oppositionellen Swetlana Tichanowskaja. "Wir machen der scheidenden Macht begreiflich, dass es kein Zurück geben wird." Seit mehr als einer Woche gehen landesweit die Menschen auf die Straßen und fordern den Rücktritt von Langzeitpräsident Alexander Lukaschenko. Menschen in vielen wichtigen Betrieben legten bereits ihre Arbeit nieder.

+++ 3.25 Uhr: Kanadischer Finanzminister Morneau zurückgetreten +++

Mitten im Kampf zur Bewältigung der Coronakrise ist der kanadische Finanzminister Bill Morneau zurückgetreten. Darüber habe er Premier Justin Trudeau informiert, sagte Morneau Medienberichten zufolge. Die nächste Phase der wirtschaftlichen Erholung werde Jahre dauern, dazu werde ein neuer Finanzminister benötigt. Er selbst wolle für das Amt des nächsten Generalsekretärs der Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung in Europa (OSZE) kandidieren. Trudeau dankte Morneau, der knapp fünf Jahre im Amt war, für dessen Arbeit.

+++ 3.22 Uhr: Trump: Können Wahl nur bei Manipulation verlieren +++

US-Präsident Donald Trump hält eine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl im November nur im Fall von Wahlmanipulationen für möglich. "Wir müssen diese Wahl gewinnen", sagte Trump bei einem Auftritt vor Anhängern in Oshkosh im Bundesstaat Wisconsin. "Stellen Sie sicher, dass Ihre Stimmen gezählt werden. Stellen Sie das sicher, weil der einzige Weg, wie wir diese Wahl verlieren werden, ist, wenn die Wahl manipuliert ist. Denken Sie daran. Das ist der einzige Weg, wie wir diese Wahl verlieren werden." Trump betonte, aus seiner Sicht sei die Wahl im November die wichtigste überhaupt. "Wir werden für das Überleben unserer Nation und der Zivilisation selbst kämpfen."

+++ 3.11 Uhr: Ex-CIA-Mitarbeiter wegen Spionage für China festgenommen +++

Die US-Behörden haben einen früheren Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA wegen mutmaßlicher Spionage für China festgenommen und angeklagt. Das Justizministerium in Washington teilte am Montag (Ortszeit) mit, der Angeklagte habe dabei mit einem Angehörigen zusammengearbeitet, der früher ebenfalls bei der CIA gearbeitet habe. Gemeinsam hätten sie Geheiminformationen an chinesische Geheimdienstvertreter übermittelt. Der Beschuldigte sei bereits am Freitag von der US-Bundespolizei FBI im Bundesstaat Hawaii festgenommen worden. Er sei eingebürgerter US-Staatsbürger und stamme ursprünglich aus Hongkong. Ihm drohe lebenslange Haft.

+++ 1.03 Uhr: Bericht: Rekord bei Geldwäsche-Verdachtsfällen in Deutschland +++

Die Zahl der Verdachtsfälle auf Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in Deutschland ist stark gestiegen. Das geht aus dem Jahresbericht der Financial Intelligence Unit (FIU) für 2019 hervor, der dem Berliner "Tagesspiegel" vorab vorliegt. Nach der Aufstellung der Anti-Geldwäsche-Einheit des Bundes erhöhte sich die Zahl der Meldungen binnen Jahresfrist um fast 50 Prozent auf 114.914 Verdachtsfälle – ein Rekord. Darin enthalten sind dem Bericht zufolge insgesamt 355.000 verdächtige Transaktionen.

Die FIU hatte bereits in ihrem Jahresbericht 2018 eine "extreme Anfälligkeit" des Immobilienmarktes für dubiose Geschäfte beklagt – und große Probleme, Kriminellen hier auf die Schliche zu kommen. Seit Jahren gibt es immer wieder Hinweise darauf, dass der Immobiliensektor ein Einfallstor auch für kriminelle Clans ist, um über den Kauf von Immobilien Gelder zu waschen.

kng / wue / tis / rw DPA AFP

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