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17.000 weniger Fans: "Rock am Ring" startet mit weniger Besuchern - Schuld ist nicht das Wetter

Schwindende Besucherzahlen bei "Rock am Ring" in der Eifel: 2017 hatten 87.000 Fans ein Ticket gekauft - dieses Mal sind es nur 70.000. Die Terrorwarnung im letzten Jahr und das miese Wetter dürften nur eine kleine Rolle zu der Entwicklung beitragen - der Hauptgrund liegt woanders.

Casper tritt auf der "Rock am Ring"-Bühne auf

"Rock am Ring" in der Eifel: Casper begeisterte am Freitagabend die 70.000 Besucher

DPA

Nein, leicht hatte es das Festival "Rock am Ring" in der Eifel in den vergangenen Jahren nicht. 2015 und 2016 gab es bei Gewittern über "Rock am Ring" zahlreiche Verletzte. 2017 schockte ein Terrorverdacht Besucher und Veranstalter. Er bestätigte sich zum Glück aber nicht. Im vergangenen Jahr jubelten rund 87.000 Fans den Musikgrößen bei "Rock am Ring" zu. In diesem Jahr sind es laut Veranstalter nur etwa 70.000 Besucher. Ein dickes Minus also von 17.000 Tickets. Zeitgleich zu "Rock am Ring" findet das Zwillingsfestival "Rock im Park" in Nürnberg statt.

"Rock am Ring": Große Headliner fehlen

Als Grund für den diesjährigen Besucherrückgang am Ring vermuten Fans, dass 2018 ganz große Headliner wie etwa die früheren "Ring"-Hauptattraktionen Linkin Park, Metallica und Red Hot Chili Peppers fehlen. An der Stimmung auf den Bühnen der beiden Veranstaltungen änderte das nichts: Zum Auftakt am Freitagnachmittag heizte auf der Hauptbühne an der Rennstrecke Nürburgring zuerst die US-Band Greta Van Fleet den Fans in bunten Regenjacken und Gummistiefeln ein. Der anfängliche leichte Regen hörte auf. In der Nacht zum Freitag hatten allerdings Tausende bereits angereiste Fans auf den Campingplätzen des Festivals unter Gewitter und Starkregen gelitten. Zahlreiche Zelte standen im Wasser.

Dagegen dürften sich die Fans bei der kleinen Schwester "Rock im Park" in Nürnberg über optimales Festival-Wetter freuen: nicht zu kalt, nicht zu warm und kein Regen. Auch auf dem Zeppelinfeld in Mittelfranken zählten die Veranstalter weniger Besucher als im Vorjahr. Zum eigentlich kleineren Festival "Rock im Park" strömten den Angaben nach etwa 70.000 Besucher. Im vergangenen Jahr waren es auch dort mehr als 80.000 gewesen.

Die Headliner der Zwillingsfestivals standen erst für die Nacht auf dem Programm - darunter die amerikanische Band Thirty Seconds to Mars, Schock-Rocker Marilyn Manson, die Foo Fighters und die britischen Gorillaz. Auch der Indie-Rapper Casper und die Alternative-Metal-Band Stone Sour sollten noch rocken. Insgesamt haben sich rund 80 Bands für das dreitägige Spektakel angekündigt. Im Wechsel treten die Musiker in der Regel bei beiden Festivals auf. Bis Sonntag dauert die Party auf den beiden Festivals noch an.

Fyre


ikr / DPA