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Tropensturm "Agatha" fordert Todesopfer: Regenfluten, Erdrutsche und einstürzende Häuser

In den vom Tropensturm "Agatha" ausgelösten Regenfluten in Mittelamerika sind fast 150 Menschen gestorben.

Durch den pazifischen Tropensturm "Agatha" sind in Zentralamerika in den vergangenen Tagen mindestens 144 Menschen ums Leben gekommen, 53 weitere wurden am Dienstagmorgen noch vermisst. Wie die regionale Vertretung des Roten Kreuzes in Panama mitteilte, starben 118 Menschen in Guatemala, 17 in Honduras und mindestens neun in El Salvador. "Die Zahl kann schon weiter angestiegen sein", sagte der regionale Rot-Kreuz-Chef Paco Maldonado der Nachrichtenagentur AFP. Die meisten Menschen seien durch Erdrutsche gestorben, die Häuser zum Einsturz gebracht hätten.

Zehntausende Menschen in der Region mussten in Notunterkünfte gebracht werden. Allein 45.000 mussten ihre Häuser wegen des herannahenden Sturmes räumen, andere flohen aus ihren bereits zerstörten Dörfern. Aus dem Ausland kamen Hilfszusagen, Mexikos Präsident Felipe Calderón bot die Nutzung eines grenznahen Flughafens an. Guatemalas Präsident Alvaro Colom teilte mit, sechs US-Militärflugzeuge seien von einem Stützpunkt in Honduras zur Verfügung gestellt worden.

Am Montag schien "Agatha" an Stärke nachzulassen, die durch den Sturm ausgelösten Regenfälle ließen aber die Flüsse so anschwellen, dass von Entwarnung noch keine Rede sein konnte. Viele Städte und Dörfer in den Bergen Guatemalas waren von der Außenwelt abgeschnitten, Telefonverbindungen, Straßen und Brücken waren zerstört. Obendrein musste wegen eines Vulkanausbruchs in Guatemala der Flughafen der Hauptstadt geschlossen werden. Die Anlieferung von Hilfsgütern wurde dadurch erschwert.

AFP/DPA / DPA