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KW 51/2005: Warum schreiben so wenige Menschen nette Leserbriefe?

Hans-Martin Stephan aus Osnabrück meint: "Wahrscheinlich muss sich erst eine gehörige Portion Ärger und/oder Wut ansammeln, bis irgend jemand in die Tasten greift, um sich zu beschweren. Wenn alles o.k. ist ... warum sollte sich dann jemand der Mühe unterziehen ?"

Weil "Du bist Deutschland..." nicht so toll angenommen wurde wie eigentlich gedacht. Der Frustpegel ist hoch, da schreibt man gern was "nettes" im Wirtschaftwunderland.

Timbo Bottrop

mainman(at)freenet.de

Mehrere Möglichkeiten: 1.Sie wollen mal anonym ihren Frust abbauen. 2.Sie haben verlernt nett zu sein. 3.Sie haben eine negative Grundeinstellung und letztlich:kritisieren ist leicht, bessermachen ist schwer.

Dirk Schipke, 21244 Buchholz

yahoo

Vielleicht, weil man kein positives feed back bekommt? Ich habe mal dem Spiegel einen netten Leserbrief geschrieben, weil er ein ganz hervorragendes Foto hatte: Stoiber küsst seine Frau und der Enkel auf deren Arm verdreht die Augen. Ein ganz hervorragendes Foto. Ich habs gelobt. Keiner hat sich bedankt. Ich hab mal bei Stern- und Spiegel-online denselben Fehler entdeckt und sofort nette Mitteilungen geschrieben. Keiner hats mir gedankt! Keinen hats interessiert! LeserInnen fühlen sich manchmal wirklich nicht ernst genommen: Euern Hard-Rock-Test bestehe ich mit Bravour. Was kommt dabei aber heraus? Ich werde als "ganzer Kerl" bezeichnet. Frohes Fest, guten Rutsch und liebe Grüße. Anne

Anne. Dietzhölztal

Anne.Hansmann(at)t-online.de

Dieses Phänomen ist eine Auswirkung des in unserer Gesellschaft vorherrschenden Prinzips der dialektiktischen sozialen Interaktion. Vereinfacht gesagt wird unser Denken heute grundsätzlich durch die "destruktive Konfrontation" bestimmt, im Gegensatz zur "konstruktiven Kooperation". Dies war aber nicht immer so: Mit der Einsetzung Hegels zum Staatsphilosophen durch die preußische Staatsregierung wollte diese das gefährlich revoluzionär und freiheitlich gefärbte Gedankengut Kants ablösen. Hegels konservative Rechtsphilosophie und seine Neuprägung des Dialektikbegriffs zementierte die herrschenden monarchistischen und zentralistischen Machtverhältnisse in Europa. Auf diese Weise wurde das Zeitalter der Aufklärung abgewürgt, und anstelle der früheren "Staatsphilosophen" die erste abstrakte "Staatsideologie" mit den bekannten Folgen eingesetzt: Es entstand nach dem Prinzip der Dialektik ein tiefer gesellschaftlicher Dissenz mit der "Linken" auf der einen, und d! er "Rechten" auf der anderen Seite, ohne die die beiden Weltkriege nicht möglich gewesen wären. }:-]

lu.gal, Berlin

lugal743(at)yahoo.de

Weil die netten Leute andere Leute zum Zuhören und Erzählen haben. Die nervigen Leute müssen das per Post machen und hoffen, das irgendwer den Sermon liest.

Schmidt, Stuttgart

schmidt(at)web.de

Weil der Mensch eher ein Meckerer als ein Lober ist. Leider wird positives nur zu gern als Normalzustand wahrgenommen. Nur wenn dem Menschen der Kamm schwillt, macht er den Mund auf. Ist vielleicht genetisch...um sich fortzuentwickeln muß ein Individuum unangenehme Umstände ändern...ist alles ok kann man Energie sparen und nichts tun.

christiane calließ berlin

ccalliess(at)aol.com

Weil es leider viel zu wenig sehr gute oder gute Journalisten gibt. Mehr als 85 Prozent der schreibenden Journalisten genügen den allgemeinen Anfoderungen ihrer Leser nicht und entsprechen in ihrem Leistungsausweis auch nicht dem Qualitätsanspruch ihres Presseorgans, z.B. beim Stern. Darüber schreibt leider kein Presse-Autor. Leserbriefe sind grundsätzlich eine Reaktion auf einen redaktionellen Beitrag. Nach meiner Meinung wird häufiger Kritik und Unmut, seltener Zustimmung und Beifall geäußert. Leserbriefe dienen auch dazu, Ärger abreagieren zu können und Frustration nicht entstehen zu lassen. Leser werden in der deutschen Presselandschaft leider mit einer unerfreulichen Realität konfrontiert: 1. Ein Drittel der journalistischen Beiträge (Artikel, Reportagen, Kommentare, Kolumen, etc.) ist saumäußig schlecht ('ungenügend') und dürfte eigentlich nicht für die Veröffentlichung freigegeben werden. 2. Das zweite Drittel ist immer noch nicht so richtig lesenswert und als 'mangehaft' oder 'nicht ausreichend' zu bezeichnen. 3. Erst beim dritten Drittel lohnt es sich, einen Artikel zu Ende zu lesen. Diese Beiträge können dann in die Kategorien 'sehr gut', 'gut', 'befriedigend' oder 'ausreichend' eingeordnet werden. Wirklich gute journalistische Beiträge sind eher selten. Leider. Von den Journalisten werden schlecht recherchierte Beiträge (vor allem auch im Online-Bereich) geliefert, die mal ebenso schnell und lieblos runtergeschrieben werden. Dabei wird Wert darauf gelegt, daß der Beitrag leicht zu lesen ist. Geliefert werden beliebige Texte, von Journalisten, die sich vielfach selbst heftig überschätzen und 'vor Kraft nicht laufen können'. Die meisten Journalisten unterschätzen, daß ein großer Teil ihrer Leser besser ausgebildet sind, häufig auch über eine größere Lebenspraxis und Erfahrung verfügen sowie erstklassig informiert sind, als sie selbst. Hinzu kommt im politischen und weltanschaulichen Themenbereich, daß versucht wird die Leserschaft zu manipulieren. Geschrieben wird mehrheitlich, was die Chefredaktion und die Verleger 'hören' will. Warum sollten, bei der oben beschriebenen Ist-Situation, Leserbriefe nett sein. Der Leser bezahlt doch die Zeitung direkt und die Journalisten indirekt eigentlich nur für eine erstklassige Leistung bzw. ein lesenswertes Ergebnis. Zum Trost für die Betroffenen kann ich noch anmerken, daß es in anderen Berufsgruppen ebenso trostlos aussieht. Leider.

Egon Homm, 72178 Waldachtal

eh(at)homm-consulting.com

Wahrscheinlich muß sich erst eine gehörige Portion Ärger und / oder Wut ansammeln, bis irgend jemand in die Tasten greift um sich zu beschweren. Wenn alles OK ist ... warum sollte sich dann jemand der Mühe unterziehen ???

Hans-Martin Stephan, Fürstbisthum Osnabrück

Hans-Martin.Stephan(at)web.de

Vorausgesetzt es stimmt, daß Leserbriefe eher unfreundlich sind, liegt das wohl daran, daß die meisten Schreiber sich erst aufraffen, wenn sie etwas zu bemängeln haben, deshalb schon in einer krisenhaften Grundstimmung sind und zum Nörgeln neigen.

Wolfhart Klages, 61130 Nidderau

Wolfhart.Klages(at)t-online.de

Weil sie keine Zeit haben?

Ben D., Ingelheim

kyton[at]gmx.de

"Only bad news are good news!" Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich habe auch positive Leserbriefe verfasst.

Schmunk, Kierspe

sauerlaender11(at)yahoo.de

Weil die Empörung eine viel stärkere Triebfeder ist um sich zu Wort zu melden als Zustimmung. Aus dem gleichen Grund verkaufen sich Skandale besser als nette Geschichten - das gilt von BILD bis zum STERN.

Dr. Jürgen Schell Fulda

drfjschell(at)hotmail.com

Der Schwabe sagt: "Net gschumpfe isch gnugggg globt!"

Udo Pfeiffer, Schramberg

udoro(at)t-online.de

'Warum schreiben so wenige Menschen nette Leserbriefe?' Ist das so? Ich dachte ich wäre der einzige. Na gut, dann habe ich eine teorie: Die leute haben es satt 'demokratie & rechtsstaat' versprochen zu bekommen, aber nur eine farce davon serviert zu kriegen. Und was sie am meisten ärgert ist, dass die medien - angeblich 'vierte gewalt' - bei diesem drecksspiel mitspielen, statt ihre rolle auszufüllen. Könnte das eventuell eine erklärung sein? Mehr info? Siehe http://worldimprover.net/ und http://es-reicht.org/ ********************************************************************* Michael Laudahn Postfach 6829 CH-8050 Zürich (nur sporadische zustellung - nicht für kurztermin-sachen!) tel: nicht öffentlich fax: +41 (0)44 274 2845 epost: ml(at)worldimprover.net *********************************************************************

Michael Laudahn, Zürich/CH

laudahn2002(at)yahoo.se

Weil so wenige Zeitungen nette Artikel schreiben. :-)

Astrid Zeitz-Fehse, Bonn

zeitz-fehse (at) iza-org

Weil es immer weniger nette Menschen gibt.Die meisten Leute sind mies drauf,haben alles und jeden zu bekritteln,sind selbst aber blöd wie Knäckebrot,Lösungen nicht zu bieten,hauptsache:Meckern.So kommen wir nicht weiter,Leute!Seit mal nett zueinander!Frohes Fest !

Knecht Ruprecht, Hammerfest, Nordpol

Weil sie sich über etwas aufregen. Dazu gibt aber auch genug Gründe - von fehlerhaften Schreibweisen über Ahnungslosigkeit der Journalisten bis Oberflächlichkeit der Texte. Von Punkt 2 und 3 nehme ich den Stern aus, von Punkt 1 nicht. Auch bei Ihnen scheint der richtige Gebrauch des Konjunktiv abhanden gekommen zu sein.

Bernhard Berlinger, München

berlinger(at)dapa.de

Weil es so sehr viele Menschen gibt, die keine Freude und Spontanität zeigen können. Meckern scheint leichter über die Zunge zu gehen, als was Nettes zu sagen oder ein positives Feed-back zu geben. Viele nehmen auch etwas Schönen als gegeben hin. Nach dem Motto, dafür habe ich bezahlt (z.B. Konzert), das kann ich erwarten. Langweilige Menschen ......

Ulrike, Sendenhorst

uschumacher(at)veka.com

Weil sie immer so daemliche Fragen beantworten sollen !!

Jorge Salazar, Valencia

jr-entertainment(at)hotmail.com

Weil es in unseren Gegenden Brauch ist, eher über Probleme zu lamentieren als z.B. extra einen Leserbrief für die Dinge zu verschwenden, die gewohnheitsgemäß ordentlich laufen und das jetzt einfach mal gut zu finden. Das soll nicht heißen, dass diese Vorgehensweise schlecht ist: wenn mir schon die Möglichkeit gegeben ist, egalwen und -was öffentlich kritisieren zu können, sollte ich das ausdrücklich tun. Natürlich kommt andererseits der Lob, wofür auch immer, oftmals zu kurz. In unserer Schule werden für Fehler Punkte abgezogen, anstatt für Leistungen verteilt. Beides gehört meiner Meinung nach zusammen. (Mal abgesehen davon, dass mich die ganze Schule überhaupt nervt. Verdammt noch mal.) Vielleicht geht es in Westeuropa generell griesgrämiger zu, wenn es um den Alltag und die Arbeit geht. Der Klerus hat es ja immer gesagt: "Bete und arbeite"

Tun Poos (m); Itzig (L)

www.nebuchadnezzar_ii(at)email.lu

Wenn Leser mit einer Meinung oder einem Artikel völlig einverstanden sind fühlen sie ihre Stimme ja schon auf's Papier gebracht. Es besteht dann garnicht mehr das Bedürfnis, noch groß dazu etwas zu sagen, und eine wiederholte Meinung wird wohl auch nicht allzuoft abgedruckt von Zeitungen. Solche Zustimmer wollen dann wirklich nur noch ihr Mitteilungsbedürfnis stillen - oder waren schon lange nicht mehr nett zu ihren Mitmenschen und wollen das ausgleichen. Ausserdem macht es ja auch Spaß, sich mal auszulassen, und wenn es dann auch noch - der Meinungsfreiheit sei gedankt - völlig legal ist, steht dem Brief nichts mehr im Weg. In diesem Sinne.

Bernd Schneider

hypoglobalmeganet(at)web.de

Es ist wie beim Arbeiten, solange alles läuft will keiner was. Aber wenn nicht dann.....

Peter Hill Karlsruhe

Peter(at)Hill-Karlsruhe.de

I.d.R. gilt: wenn jemand auf einen Artikel, den er gelesen hat, einen Leserbrief schreibt, will er/sie diese verbessern, seine Meinung darstellen oder anders gesagt, einfach Kritik anmelden. Daß diese Kritik meist negativ ist, liegt also daran, daß nur diejenigen Briefe schreiben, die nicht mit dem Artikel o.ä. einverstanden sind. Diejenigen, die dem Autor "nur" zustimmen, sind sozusagen überflüssig, da deren Meinung durch den Autor anscheinend wiedergegeben wurde, sonst hätten sie sich ja gemeldet und, aus ihrer Sicht, Verbesserungsvorschläge gemacht.

Jaafar Al-Hasani

Naja, es liegt wohl daran, dass der Druck zu mosern sehr viel höher liegt, als wenn man zufrieden ist. Der Zustand der Zufriedenheit lässt sich ja erheblich leichter "ertragen", als der der Unzufriedenheit. "Maulfaule Menschen" können bei größerem Druck dann schon mal etwas "ausdrücken", was ihnen unangenehm ist. Natürlich immer in der Hoffnung, dass es ihnen dann besser geht, wenn sie sich "Luft" gemacht haben. Wohingegen der Ausdruck eines freundlichen Wesens mehr Denkprozesse erfordert: "ich muss dazu erkannt haben: 1.) das ich im Moment zufrieden bin, 2.) das ich Verhalten, das wiederholt werden soll, auch dementsprechend würdigen musss..." Dieser Denkprozess liegt bei sehr vielen Leuten wohl eher noch im Unbewußten, sonst hätten wir nicht so viele "Grieskrämer" unter uns...die eher nach der Devise leben: "geh' mir aus der Sonne und zerstör' mir meine Kreise nicht..." Meist so ein typischer Fall von "nicht ganz zu Ende gedacht" - einfältig eben...zieht immer schlechte Laune nach sich. Da kostet es sehr viel Kraft und Überwindung auch noch irgend etwas Positives anzumerken...für die meisten Menschen eben zuviel Kraft. (Das sind meist auch diejenigen, die zum Lachen in den Keller gehen, mal so nebenher angemerkt.) Ausnahme: man möchte vor Freude fast "zerspringen"... da kommt dann auch was 'rum dabei...dies lässt sich ja wohl durch den dann einsetzenden Mechanismus der Mitteilungsfreude im Menschen auch wieder sehr viel leichter durch ihn kundtun?!?

Helga Matthes, Schwarzenbach/Saale

helga-matthes(at)web.de

Ernst Peters Wolfsburg Mail. Er.Peters(at)Infocity.de Entweder die Mailpartnerinnen oder Partner verlieren den Mut, oder sind Lustlos. Ich selbst habe mindesten 100 Mailantworten versendet, davon sind gerade mal 2 übrig geblieben. Meine Mails sind nicht nur nett, sondern auch witzig, satirisch und mitunter ironisch.

Ernst Peters

Er.Peters(at)Infocity.de

Das kann man ziemlich leicht beantworten. Qualität setzen Käufer und Kunden voraus, ein guter Artikel wird also als Selbstverständlichkeit gesehen. Für eine Selbstverständlichkeit aber bedankt man sich nicht. Eher ist man bereit sich zu äußern, wenn man verärgert oder anderer Meinung ist.

Tüti, Düsseldorf

leuschi(at)aol.com

Meckern ist leichter als Loben. Das stellen wir doch alle täglich im Beruf, in der Erziehung, einfach überall fest. Läuft eine Sache rund, ist nichts auszusetzen, ist das selbstverständlich. Läuft nach 100 Dingen ein Ding schief, muss es erwähnt werden - es kommt zur Beschwerde.

Altklug, Isy, Lübeck

Nette Liebesbriefe schreibt der Partner, der sich intensiv mit seinem Partner auseinandersetzt. Jeder Brief sagt etwas über den Schreibenden aus und nicht wenige schreiben nicht, weil sie sich nicht entblößen möchten.

Roland Moed, Berlin

rolandmoed(at)culturebase.org

Formulieren wir die Frage doch lieber etwas um. Warum nehmen die Menschen nicht mehr am Leben anderer Teil. Da ist erstens zu hinterfragen, für welche Gebiete der Erde die These zu prüfen ist. Meiner Meinung nach steigt das Bedürfnis an der Teilnahme am Leben anderer Menschen mit der eigenen Zufriedenheit. Schon aufgefallen dass der Ton in Deutschland in den letzten 10 rauher geworden ist? ;) Wenn ich das Problem weit fassen würde, würde ich sagen im Moment rächt sich an uns das Weltwirtschaftswunder. Wir haben zu dekadent gelebt und jetzt besteht die konjunkturell bedingte Knappheit. Dies führt zu Versorgungsängsten bei den Menschen und resultiert in Egoismus (letzten Endes der Überlebensdrang (ich weiß so schlecht gehts uns noch net)) Belege für meine these finde ich im Internet. Besucht mal ein Technik-Hilfe-Forum. Auf 100 Anfragen kommen vielleicht 10 Lösungen. Die Leute schreiben halt nur Beiträge (oder auch Leserbriefe) wenn sie sich daraus einen Nutzen erhoffen. Und sei der Nutzen derjenige, seine Intelligenz zur Schau zu stellen...

K. Herbst, Wiesbaden

kherbst2000(at)yahoo.de

der hauptgrund wird wohl an unserer kultur und unserer erziehung liegen. die meisten eltern erziehen ihre kinder indem sie ihnen richtlinien geben und sie mahnen wenn sie diese nicht einhalten. eine belohnung kommt im gegensatz zu einer "bestrafung" seltener in dieser reinform vor. zudem ist es dann natürlich der frust des schreibers. es ist einfach über eine sache zu richten, oder einen etwas aggressiveren ton an den tag zu legen, wenn man ein anonymes medium genutzt wird. man könnte diese liste nun weiter ausführen, aber ich denke es gibt einen schönen einblick in die grundstrukturen dieser hintergründe. danke fürs lesen :D

Rui Gésero, Eppingen

Vielleicht spiegelt sich die Unzufriedenheit in einem selbst wieder.Der Mensch ist ,denke ich,von Natur aus bestimmt alles zu hinterfragen und dann äussert sich Ratlosikkeit in einer Form des Pässimissmuß

Lol,Nordhorn

Oft kennen Leserbriefschreiber das jeweilige Thema besser als der Autor, der sich auf Informationen verlassen muss, die häufig nicht den Tatsachen entsprechen, ja geradezu verlogen sind (z.B. von Pressesprechern von Unternehmen), wodurch der Inhalt der Berichte falsch wird und Verärgerung und auch Wut hervor ruft. M.C. Thomas

M.C. Thomas

celtho(at)wanadoo.es

Wir Menschen in Westeuropa leben in einer Welt, wo sie durch die Politiker nicht mehr verstanden werden. Die Politiker, gleich welcher Partei, verteidigen eine eigene Richtlinie, halten das Volk für Dumm, weil diese - die Politiker - auch eine ausgewählte Sprache haben, die der Durschnittsbürger nur noch teilweise versteht und nicht immer richtig interpretiert.

Roger Manser, CH-3979 Grône, Schweiz

r-manser(at)bluewin.ch

Weil es in der heutigen Zeit in der Regel nichts mehr erfreuliches zu berichten gibt.

G. Oberth, Dresden

chosearmando(at)aol.com

Es ist wohl einfacher zu meckern, als zu loben!

M.Meyn, Hamburg

Leserbriefe sind Beschwerdebriefe. Es ist nun mal leichter, sich negativ zu aeussern. Dasselbe gilt auch fuer Rezensionen. Auf wieviel verschiedene Weisen kann man schon sagen: "Das Buch ist gut", "Das Theaterstueck gefiel mir" ? Aber negative Besprechungen, die machen so richtig Spass.

Gerhard Duennhaupt, Toronto

dunnhaupt(at)rogers.com

Macht nicht Ihr uns von der Presse oder die "Comedians", die nur mehr auf Kosten anderer ihre hämischen Lacher einfahren, es nicht dauernd vor: Ethisch fundierte Äußerungen und Taten werden als von "Gutmenschen" veräppelt. Der coole, dabei rotzfreche und jede Höflichkeit zu Gunsten prollhafter Schnoddrigkeit hinter sich lassende Schreiber/Performer ist angesagt. Im Printmedium siegt die Schlüssellochstory über den Hintergrundbericht. Blogger haben das Recht auf Häme- meist gründlich tief im Niveau- da meint man nach den Achtunsechzigern kommt die ewige Kindergartengeneration zum Zuge: Mama- der Julian ist soo doof! Natürlich Sven-Patrik, du bist der Beste! UND DA WOLLT IHR FREUNDLICHE LESERBRIEFE-IST EIN WEIHNACHSSCHER!!!!!!

Maximilian Suess. Passau

max suess(at)vr-web.de

Also ich finde alle Leser und Leserinnen hier saunett!

S.A.U. Nett

weil es wenig nette menschen gibt!

urban zurfluh, malaysia

ur5i(at)gmx.net

Speziell die Deutschen Leser neigen zum Nörgeln, und das ist ganz allgemein. Statt positive Dinge anzusprechen, regt man sich immer nur über negatives auf. Das liegt also in der Natur der Deutschen. Übrigens lese ich oft Leserbriefe, wo man sich zuerst als treuer Kunde bei der Redaktion für allgemein guten Zeitschrift-Inhalt bedankt. Leserbriefe schreibt man ja normalerweise nur, wenn man einem Artikel etwas anfügen oder berichtigen möchte. Das klingt natürlich negativ, ist aber eher als objektive Kritik aufzufassen, und das ist nichts schlechtes. Ich lese übrigens "Bild der Wissenschaft" und "Spektrum der Wissenschaft". Da habe ich jedenfalls diesen Eindruck gewonnen.

Jürgen

juergen(at)et-juergen.de

Erstens macht Meckern viel mehr Spass, und zweitens kann man dabei seinen Frust ablassen. Außerdem muss man selber nett sein, um nette Briefe schreiben zu können, das ist den meisten Leuten einfach zu mühsam

benico, Leverkusen

ocstb(at)aol.com

Nur wenige Menschen fühlen sich dazu aufgerufen, ihre positiven Gefühle oder Gedanken zu formulieren. Das Meckern oder Klagen wird uns schon von Kindesbeinen an beigebracht. Schrei, wenn dir etwas weh tut aber freu Dich im Stillen. Warum gibt es einen "Kummerkasten" aber keinen "Glücks- oder Dankeskasten"? Und doch gibt es sie, die netten Leserbriefe. Wir können es also lernen, unsere alten Muster zu überwinden. Die Entscheidung trifft jeder für sich selbst.

Meike Jacobson, Hamburg

meike(at)raumschiff.de

Warum so wenig Menschen nette Leserbriefe schreiben? Das ist genauso eine Frage wie "warum sagen die Menschen einem nicht wenn etwas gut ist. Ich habe mal gehört wenn etwas schlechtes passiert, dann ist der Multiplikator 13 bei etwas gutem ist der Faktor nur 7. Leserbriefe schreibt man doch eigentlich nur dann, wenn einen etwas tierisch aufregt. Wenn man rundum mit etwas zufrieden ist äußert man sich nicht speziell darüber. Ich glaube sie würden es als relativ irritierend empfinden wenn Sie Leserbriefe lesen in denen Sie Lob über tolle Artikel, tolles Layout, tolle Meinungen oder Aktionen ausgesprochen bekommen. Es ist eine Klasse Geschichte auch für das ganz Normale gelobt zu werden. Jeder freut sich darüber aber haben Sie es schon mal selbst gemacht? Ich bin immer ganz erstaunt wie irritiert Menschen darüber sind wenn man sich für ganz normale Dinge bedankt und auch noch ein Lob ausspricht. Es ist schön jemanden anderen dann lächeln zu sehen – aber die erste Reaktion ist doch immer erstes Erstaunen. Also für uns alle, ein freundliches Danke ein nettes Lob und schon kann man den ganzen Tag vor sich hin lächeln.

Margarete Baitz, München

Margarete_Baitz(at)t-online.de

Genauso kann man fragen: Warum Tadelt ein Chef mehr als er Lobt Warum sind die meisten Nachrichten in den Medien negativ Warum bleiben mehr Gaffer stehn je schwere ein Unfall ist. Warum geschieht auf unserem Globus mehr negatives als positives Warum,Warum,Warum Ganz einfach. Es gab mal ein Lied in dem es heist: Der Mensch ist ne Sau.

G.Schmidt Wersau

Ich denke, aus zwei Gründen. Zum einen fällt es nicht leicht, sich schriftlich aus zu drücken. Und zweitens genau so, dass die Antwort genau auf den Punkt kommt.

Uli Mewes, Braunschweig

uli.mewes(at)gmx.de

Weil Aggression eher zu Handlungen motiviert als Zufriedenheit...

Siegmund, Freudenstatt

Sigi(at)psycho.at

Ich wollte heute morgen einen netten Leserbrief schreiben, doch da stieß ich beim Öffnen der STERN Seite auf unsere ach so ehrbaren Wissenschaftler der Medizin die sich über Jahrzehnte von der Tabak= industrie schmieren ließen um schöne Gutachten zu erstellen. Aber was solls. Sind wir es nicht mitlerweile gewohnt jede Woche einen neuen Skandal zu erfahren, da befinden sich doch die Akademiker in bester Gesellschaft. Auch hier wird, wie gewohnt, ein hoch angesehener Verband seine schützende Hand drüber halten und alles in infamen Journalismus ummünzen. Da solche und ähnliche Dinge faßt täglich in den Medien zu hören und lesen sind,und die Justiz sich auch nicht weiter drum schert, vergeht einen die Lust schöne Leserbriefe zu schreiben. Tut mir Leid, - ich wollte ja!

Werner Dombret , 53945 Blankenheim

werner(at)tante-pitz.de

Weil unzufriedene Menschen ein höheres Mitteilungsbedürfnis haben als zufriedene.

Sabine Lembens-Dapper,Wiesbaden

sabinelembensdapper(at)yahoo.de

Da ein Brief 55 Cent kostet ist es ein kostspieliges Vergnügen. Im Internet liest man gerne Beiträge, doch das Dazugehörigkeitsgefühl zu einer Community fehlt aber oft. Ausserdem bleibt man lieber wegen Bequemlichkeit und Spamangst annonym, statt 'Jetzt Registrieren' oder Loggen Sie sich ein' anzuklicken.

Thomas, Kiel

Weil alles vorsich hergeschoben wird. Nach dem Motto es macht bestimmt jemand anders. Leider wird hier im Lande zuwenig aufs Positive geachtet und immer nur das Negative rausgepickt anstatt zu loben. Gruß Branislav

Prodanovic Nürnberg

brani(at)gmx.ch

Wenn ich einen netten Leserbrief sende, faellt dies nicht auf. Es muss gejammert oder geschimpft werden, ich muss meinen Frust abbauen, genauso wie Katastrophen und Ungluecke gezeigt werden muessen, dann ich sicher sein, dass es verbreitet wird und Aufmerksamkeit erreicht. Gelobt wird im Stillen! Nur um Himmels Willen nicht loben! Es koennte mir ja weh tun oder gar meiner Karriere schaden. Ich bin zufrieden, d.h. ich bin nicht mehr ehrgeizig. Bloedsinn. Ich sage gerne einem Kollegen, dass mir seine Art oder Arbeit gefaellt, ohne dass ich dadurch einen eigenen Nutzen erziele. Ich finde diese Frage gut, deshalb habe ich geantwortet. Danke fuer die Frage.

Herbert Finger, 6217 Mori Street, McLean, VA, 22101, USA

herbertfinger(at)gmail.com

Ganz einfach: Im Normalfall antwortet noch nicht einmal ein Autoreplyer. Vielleicht reden Sie ja gerne mit Wänden... Ach ja: Die Chancen auf Veröffentlichung sind weitaus meistens gleich null...

Volker Jung, Lenggries

volker.jung(at)bytetornado.de

Weil es ausser mir wenig nette Menschen gibt.... und ich kann weiss Gott nicht nur Leserbriefe schreiben!!

Rumpelstilz - Schwamendingen

Weil zuviel Unheil geschieht kann man auch kaum noch nettes erleben. In den Zeitungen steht doch fast nur noch Negatives drin.

Philipp Syd

p

Andere Frage, warum werden hier normalerweise einigermaßen intelligente Fragen gestellt? Weils die Leute interessiert! Und die Leute interessiert nun mal einfach nicht, dass der geneigte Leser die Bilder von jungen Hundewelpen die gestern in der Zeitung auf einem Blümchenbeet rumtapsend abgebildet waren, ganz doll süß fand. Auch Fehler in der Berichterstattung lernt man durch Kritik und nicht durch einen herzzereißenden Liebesleserbrief a la "Ode an den Redakteur und seine Grammatik". Außerdem ist ganz pragmatisch gesehen motzen sehr viel einfacher als loben...

Thomas, Wiesbaden

Wer kritische Leserbriefe schreibt, dem unterstellt man viel eher, intelligent zu sein, als jemandem der blind, blauäugig und naiv ein Lob in die Welt hinausposaunt. Nettigkeit und Lob werden heutzutage schnell mit Naivität, Niveaulosigkeit und demzufolge einem geringen Anspruch gleichgesetzt. Auch fehlt bei einem lobenden Leserbrief a. das logische Motiv (wer verschenkt schon Lob?) b. der intellektuelle Hintergrund (Lob ist leichter als Kritik!) c. die Leser! Ein Skandalbericht, der etwas anprangert, hat viel mehr Leser, als ein "Das hast du gut gemacht Leserbrief." Auch neigt der Mensch dazu, gekonnt bissige Formulierungen zu wählen, um aufzufallen, um eine Reaktion hervorzurufen, es geht auch darum, andere Menschen von seiner eigenen Meinung zu überzeugen, ein Echo zu bekommen.

Robert, Dreieich

keine(at)eine.de

In Anlehnung an die aktuellen Berichte der Medien kommen die meisten Autoren von Leserbriefen erst garnicht auf die Idee, etwas nettes, freundliches oder überhaupt positives zu vermelden. Wen interessiert eine Lobeshymne auf die Tochter, die ihre kranke Mutter, statt ins Altenheim abzuschieben, zuhause pflegt? Es könnten sich beim Lesen eines solchen Leserbriefes eventuell Gewissenskonflikte ergeben Dies gilt für viele Bereiche des menschlichen Lebens. Dann lieber gnadenlos runter machen (der Jugendtrainer ist schwul, der Metzger brät entsetzlich fette Frikadellen, Bauer Dings kippt Gülle in den Bach usw.)

B.Hübler, Wissen

owie(at)huebler-wissen.de

Weil in der Presse, der ja immer nach dem Motto "schwarz auf weiß" so (zu) viel Glauben geschenkt wird. Und dann kann der kleine gebeutelte Michel im Schutz der allmächtigen Presse endlich seinen angestauten Frust über: 1) Merkel & Co 2) Behördenwahnsinn (Ausführung der u.a. von der unter Nr. 1) genannten verbockten Gesetze) 3) (T)euro 4) Überregulierung (sh. Nr. 2) ablassen. Immer in der sicheren Deckung der grauen Masse der "anderen", die das bestimmt alles ganz genauso schlimm finden. Außerdem: Wer liest schon gern was nettes? Man kann sich dann doch dann gar nicht mehr so herrlich aufregen (vgl.: Dorn im Auge des Nachbarn -Blindheit gegenüber dem Balken im eigenen). Schließlich: wg. dem vorgenannten - und das wissen die Presseleute- wird Zeitung gelesen und gekauft... Denn: DU bist Deutschland.... "DU" im Sinne von: Bloß nicht ich???

A. Friend

le.corbeau(at)web.de

weil man eher zur Feder greift, wenn ein Zeitungsartikel einen auf die Palme bringt

C. Haese, Gengenbach

christiane_haese(at)yahoo.de

Weil das eh niemanden interessiert.

Philipp Sacher, Travers

philipp(at)sacher.ch

Weil Kritik für viele einfacher ist als Lob. Generell kann man wohl sagen, dass überall zu wenig gelobt wird. Nicht nur bei Leserbriefen, sondern auch in der Kindererziehung, in der Partnerschaft und im Berufsleben. Die gute Tat eines jeden Tages wäre also ein (berechtigtes!) Lob. Kost' nix, und macht Freu(n)de!

Anna Baum

annasguard-ngatyahoo.de

Leserbriefe sind Teil des öffentlichen Diskurses. In einem Diskurs erfolgt auf eine These häufig eine Antithese. Hierbei geht es nicht darum ob eine andere Meinung nett ist oder weniger nett. Vielmehr sollte sie dem Leser auch eine andere mögliche Sichtweise aufzeigen. Das mancher Leserbrief mit einer solchen Intention dann doch etwas zu anklagend, also weniger nett geraten kann, sollte nicht die Tatsache überschatten, dass auch diese Meinung gehört werden kann. Man muss sie ja nicht teilen.

Christian, Wiesbaden

weil es durchaus nicht schick ist positives zu berichten. besonders wir als deutsche wissen ja alles genau und besser, also lästern wir um uns somit über andere zu erheben. es gilt offensichtlich als zeichen von schwäche, zu loben, zuzuhören, respektieren. gute besserung auch an die presse, es sei jedoch entschuldigt, denn die reflektiert nur das kollektiv bewusstsein, die müssen, sonst würden sie nichts mehr verkaufen.

ludwig lehner istanbul

ludwigvan(at)web.de

Ich vermute, dass Menschen nur selten "nette" Leserbriefe schreiben, weil es nicht sonderlich populär ist, seine Meinung öffentlich kundzutun. Daher wird öffentliche Meinung von den "normalen" Menschen normalerweise nur dann kundgetan, wenn diese das Gefühl haben, dass eine andere Meinung - meist auch über die Medien verbreitet - keinesfalls (!) so stehen gelassen werden kann. Sie üben also Kritik an einer bestehenden Meinung. Das führt einer Auseinandersetzung mit dem entsprechenen Thema in den Medien. Dieses wiederum ist (nebenbei gesagt) sicherlich auch der Grund, warum Leserbriefe überhaupt abgedruckt werden: Als offensichtlichen Beweis dafür, dass nicht alle Menschen mit den in den Medien propagierten Meinungen einverstanden sind.

Pascal Heger, Lüneburg

pascal.heger(at)freenet.de

weil rumfrotzeln leichter als loben ist

Yvonne Kertsch, Taufkirchen

kertschy(at)web.de

Weil es so wenig nette Artikel gibt, sondern hauptsaächlich Mord, Betrug und schlechte Politik.

Karsten Pauluhn, Lübeck

Weil es so viel Spass macht, sich den Ärger und Frust von der Seele zu schreiben und man das Gefühl bekommt, es einem "dummen" Autor mal so richtig gezeigt zu haben.

Vincent

In der Frage liegt die Antwort! Würden Sie einen Leserbrief schreiben und fragen, warum diese alle so nett sind?? Es ist das "gefühlte" Unbehagen, die Sicherheit etwas Unrechtes zu erkennen oder auch pure Verzweiflung- all das will sich möglichst 'laut' Gehör verschaffen möchte.

Roland R. Rosina, Bünde

roland.rosina(at)gmx.net

Weil der Mensch dazu neigt Unzufriendenheit stärker zu verbalisieren als Zufriendenheit. Das trifft auf fast alle Lebenslagen zu. Wer bekommt schon einen Extratermin bei seinem Chef, Lehrer, o.ä. um gelobt zu werden?

Laubach , Wesseling

wertzu(at)crash.de

Weil ein "macht weiter so!" nichts bewegt.

Iglo, Nordpol

weil es leichter ist, etwas zu kritisieren als für gut zu befinden. Auch liegt das an der unterschiedlichen Betrachtungsweise einzelner. Sie kennen doch den Adenauer (?)-Spruch: Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, haben aber nicht alle den gleichen Horizont Schönen Tag noch :-)

I. Weigelt, Wittlich

online-bin(at)onlinehome.de

Hallo! Ich schätze die meisten Menschen haben Probleme mit sich selber, und müssen deshalb ihren Frust woanders rauslassen. Guido

Guido Godfrey, Bonn

guido21(at)fantasymail.de

Weil das Gute nimmt man einfach schon als selbstverständlich an und kümmert sich nicht darum. Dabei könnte positives Feedback durchaus auch einmal mitgeteilt werden. Wenn etwas jedoch den Leser oder die Leserin aufregt, dann teilt er oder sie es eher mit. Allgemein wird in der Gesellschaft nicht mehr viel diskutiert oder hinterfragt, daher auch nicht solche Leserbriefe, ich vermisse da kulturell-empirische Gedanken.

Anne, Kirchheim

anne.83(at)web.de

Weil keiner einen Leserbrief interessant findet, in dem steht: "Alles ist gut! Ich bin zufrieden!"

Georg Bernbacher, Kuppenheim

schorschi79(at)aol.com

Weil sie nicht wissen können, wie lieb die Adressaten sind.

Weil so wenig nette Artikel in den Zeitschriften sind.

Blessing, Aalen

Manfred.Blessing(at)t-online.de

Weil ein gut recherchierter und geschriebener Artikel allseits als selbstverständlich gesehen wird - beispielsweise reicht ein falsch gesetzter Beistrich manchmal aus, dass eine ausgezeichnete journalistische Leistung als "unprofessionell" bezeichnet wird.

Anton Huber

nachrichtenpool(at)hotmail.com

Jetzt mal im Ernst: Wer will sowas denn lesen? Das waer ja langweilig und man koennte sich gar nicht darueber aufregen.

Chris, Koeln

Weil wir ein Land der Noergler sind

Milan, Lima

Ganz einfach! Das Positive (oder Normale) wird eben als selbstverständlich hingenommen, was nicht extra hervorgehoben werden muss bzw. wofür man sich bedanken sollte. Außerdem ist es doch auch viel leichter, zu kritisieren als zu loben oder ein Haar in der Suppe zu finden als sich anerkennend zu äußern. Mein Vorschlag: Auch wenn etwas zu korrigieren oder zu kritisieren ist, kann man ja den Leserbrief nett formulieren.

Brigitte Schönfeld-Herbst, 30926 Seelze

B. Schoenfeld-Herbst(at)freenet.de

Weil grob-sein und unanständigheit heutzutage die neue Norm ist! Jeder doch darf sagen/schreiben was er will! Ist ja sein recht, dass es auch noch bestimmte Umgangsformen gibt, weiss ja keiner mehr! Das slimmste jedoch, ist das die meisten dieser Leute überhaupt nicht gehindert werden von auch nur die leisestenden Ahnung um was es geht...

Dr. J.A. Dijkhuis; Oldenzaal, die Niederlande

dijkhuisjan(at)home.nl

...weil Menschen faul sind :).

Maczinsky, München

kp007(at)web.de

Was für eine blöde Frage!!!!

Weil man in der Anonymität des Lesebriefs so herrlich ehrlich sein kann, weil man keine Rücksicht darauf nehmen muß, was der Leser über den Schreiber denken mag. Da lästert es sich dann ganz besonders gut! Verstehst mich, Schätzelchen?

Horst Schlämmer ,Grevenbroich