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Twitter-Tiraden: Gegen Germany pöbeln, dann loben, und wieder pöbeln: Trumps irre Kurswechsel in 24 Stunden

Was denn nun? Donald Trump inszeniert sich als US-Präsident, der endlich Klartext spricht - während er in Wirklichkeit zahlreiche Kehrtwenden hinlegt. Seine Twitter-Tirade gegen Deutschland ist nur ein Beispiel.  

US-Präsident Donald Trump lässt im erbitterten Streit mit Deutschland nicht locker. Nach dem Eklat um deutsche Erdgasimporte aus Russland zum Auftakt des Nato-Gipfels kritisierte Trump am Donnerstag die Bundesregierung erneut scharf. "Präsidenten haben jahrelang erfolglos versucht, Deutschland und andere reiche Nato-Staaten dazu zu bewegen, mehr für ihren eigenen Schutz vor Russland zu zahlen", schrieb Trump.

"Sie bezahlen nur einen Bruchteil ihrer Kosten." Die USA hingegen zahlten zweistellige Milliardenbeträge zuviel, um Europa zu subventionieren.

+++ Lesen Sie hier einen Faktencheck zu Trumps Brandrede gegen Deutschland, und was daran alles nicht stimmt +++

"Und als wäre das nicht genug, hat Deutschland gerade angefangen, Russland, dem Land, vor dem sie beschützt werden wollen, Milliarden Dollar für ihren Energiebedarf zu zahlen, der aus einer Pipeline aus Russland kommt", fügte er in einem weiteren Tweet hinzu.

"Nicht akzeptabel! Alle Nato-Staaten müssen ihr Zwei-Prozent-Verpflichtung erfüllen, und sie müssen letztlich auf vier Prozent gehen." Gemeint ist seine Forderung, zwei beziehungsweise vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Deutschland liegt derzeit bei 1,24 Prozent. 

Binnen Stunden scheint sich seine Meinung (auch) in dieser Hinsicht geändert zu haben: "Die USA wurden nicht fair behandelt, aber jetzt ist das der Fall", sagte Trump am Donnerstagnachmittag (siehe Update am Ende dieses Textes, Anm. d. Red.).

Donald Trump legt im Deutschland-Streit nach

Mit der neuen Twitterserie nahm Trump seine Verbalattacken gegen Deutschland wieder auf, obwohl er am Mittwochnachmittag nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Signale der Entspannung zu senden schien. Er hatte das Verhältnis zu Deutschland hervorragend genannt und Merkel auch persönlich gelobt.

Nicht das erste Mal, dass Trump eine Kehrtwende per Kurznachrichtendienst vollzieht: Man erinnert sich etwa an die Twitter-Schelte gegen die britische Premierministerin Theresa May (heute schwärmt Trump von ihrer "besonderen Beziehung"), die kollegial betrachtete Backpfeife gegen Merkel, die G7-Gipfelerklärung die Trump via Twitter zurückzog oder seine Warnschüsse gegen den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un - den er im Nachhinein als "sehr schlau" und "sehr talentiert" lobt. Trump widerspricht sich auf Twitter nahezu ständig.

Am zweiten und letzten Tag des Gipfels wollten sich die 29 Nato-Staaten auf ihre gemeinsame Linie für Afghanistan konzentrieren. Das Bündnis sagt dem Land am Hindukusch bis mindestens 2024 weitere Hilfe zu. Zudem geht es an diesem Donnerstag um die Beziehungen zu Georgien und zur Ukraine, die aber auch diesmal nicht die erhoffte konkrete Perspektive auf einen Nato-Beitritt bekommen werden.

Update, 13.26 Uhr: US-Präsident Donald Trump sieht nach dem Streit beim Nato-Gipfel einen "enormen Fortschritt" bei den Verteidigungsausgaben der Verbündeten der westlichen Militärallianz. "Die USA wurden nicht fair behandelt, aber jetzt ist das der Fall", sagte der US-Präsident am Donnerstagmittag am Ende des Treffens der Staats- und Regierungschefs der westlichen Allianz in Brüssel. Zugleich bekräftigte er, dass die USA der Allianz verpflichtet blieben, trotz seiner massiven Kritik an den Partnern im Bündnis. "Ich glaube an die Nato", betonte Trump.

Zuvor hatte er durch scharfe Verbalattacken vor allem auf Deutschland den Streit um die nach seiner Ansicht zu niedrigen Ausgaben der Nato-Partner der USA eskalieren lassen, so dass am Vormittag noch eine Sondersitzung der Allianz anberaumt wurde.


fs / DPA / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.