HOME

Entscheidung: Chile und Mexiko sitzen in der Klemme

Wenn es im Weltsicherheitsrat zur Abstimmung über Krieg oder Frieden kommt, müssen Chile und Mexiko Farbe bekennen. Die Bevölkerungen sind gegen den Krieg, doch eine Absage an die USA könnte den kleinen Ländern das Genick brechen.

Die Regierungen Chiles und Mexikos sitzen wegen der Irak-Krise derzeit arg in der Klemme. Als nichtständige Mitglieder des Weltsicherheitsrates könnte ihr Votum über Krieg und Frieden entscheiden. Wenn es zur Abstimmung über den gemeinsam von den USA, Großbritannien und Spanien eingebrachten Resolutionsentwurf zur Autorisierung des Krieges kommt, werden sie Farbe bekennen müssen.

Widerstand ignorieren ist keine gute Idee

Es sich mit den USA zu verscherzen, war für lateinamerikanische Regierungen schon immer ein halsbrecherisches Vorhaben. "Wir sind ein kleines Land", wiederholte Chiles sozialistischer Präsident Ricardo Lagos am Freitag nach einem Treffen mit dem US-Sondergesandten Otto Reich. Den Widerstand der eigenen Bevölkerung zu ignorieren, ist in einer Demokratie aber auch keine gute Idee. Etwa 70 Prozent der Bürger beider Länder sind Umfragen zufolge dagegen, dass ihre Regierungen den Kriegskurs der USA unterstützen.

Was den beiden Ländern blühen könnte, wenn sie sich als Sand im Kriegsgetriebe erweisen sollten und mit Nein stimmen oder sich auch nur enthalten, weiß keiner genau, und das schreckt fast noch mehr. Sowohl für Chile als auch für Mexiko sind die USA der wichtigste Absatzmarkt. So führt Mexiko als Mitglied der nordamerikanischen Freihandelszone pro Jahr Waren und Dienstleistungen im Wert von 143 Milliarden Dollar (132 Milliarden Euro) in die USA aus. Zum Vergleich nimmt Deutschland gerade mal Produkte im Wert von 1,24 Milliarden Dollar auf.

Mexiko ist noch verwundbarer

Im Falle Chiles sind die Exporte in die EU zwar etwas höher als in die USA, aber Europa ist zerstritten. Zudem geht in dem südamerikanischen Land die Angst um, der US-Kongress könnte die anstehende Ratifizierung eines Freihandelsabkommens blockieren. Mexiko ist sogar noch verwundbarer. Mehrere Millionen illegal in den USA lebende Mexikaner könnten eine teure Zeche für den Widerstand ihrer Regierung zu zahlen haben. Offiziell dementieren allerdings alle drei Länder, dass auch nur ein Hauch von Druck ausgeübt werde.

Aber der frühere US-Außenminister Henry Kissinger warnte kürzlich bei einem privaten Abendessen in Mexiko davor, etwa mit Frankreich, Deutschland und Russland gemeinsame Sache zu machen. Die USA würden in einem solchen Fall sicherlich "verstimmt" sein, drückte sich Kissinger ebenso vornehm wie vage aus.

"Die USA sind ein großer, schwerer Elefant"

Noch vor 30 Jahren wäre ein solcher Ausspruch Kissingers leicht als verschlüsselte Warnung vor einem baldigen Militärputsch gegen die betreffende Regierung interpretiert worden. Heute aber entschuldigt sich US-Außenminister Colin Powell sogar für die Rolle der USA beim Sturz von Chiles Präsidenten Salvador Allende durch den General Augusto Pinochet 1973. Das war das Zuckerbrot.

Ob es auch eine Peitsche gibt, für diesen Test möchten Chile und Mexiko lieber gar nicht erst herhalten müssen. Beide Länder forderten die fünf großen Veto-Mächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich auf, sich gefälligst zu einigen und ihren Disput nicht länger auf dem Rücken der kleinen Länder auszutragen.

Der Vorsitzende des chilenischen Senatsausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, Gabriel Valdés, brachte am deutlichsten zum Ausdruck, wie unwohl sich die lateinamerikanischen Politiker in ihrer Haut fühlen. "Natürlich" würden die USA Druck ausüben. Mit den USA zu sprechen, sei wie mit einem "großen, schweren Elefanten" zu verhandeln, der meist "schlechte Manieren" habe.

Jan-Uwe-Ronneburger / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(