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Feuer in den USA: Etliche Todesopfer in Kalifornien - Trump nennt Waldbrände "grundlos" und "teuer"

Die Zahl der durch die Waldbrände in Kalifornien ums Leben gekommenen Menschen ist weiter gestiegen. US-Präsident Trump nutzte die Katastrophe derweil für scharfe Kritik an der von Demokraten geführten Regierung des US-Bundesstaats.

Die verheerenden Waldbrände in Kalifornien haben mindestens 23 Todesopfer gefordert. "Heute wurden 14 weitere Leichen gefunden, damit steigt die Gesamtzahl auf 23", sagte der Polizeichef des Bezirks Butte, Kory Honea, am Samstag bei einer Pressekonferenz. Tausende Gebäude brannten nieder, hunderttausende Anwohner mussten am Freitag ihre Häuser verlassen. Komplett evakuiert wurde auch der Promi-Ort Malibu westlich von Los Angeles. 

In der 27.000 Einwohner zählenden Stadt Paradise war die Lage besonders dramatisch. Die Kleinstadt war am Donnerstagmorgen von den sich rasend ausbreitenden Flammen des "Camp Fire" überrascht worden. Allein 19 Tote wurden in Paradise gefunden.

In Paradise und seiner Umgebung gingen rund 6700 Gebäude in Flammen auf, darunter hunderte Häuser, ein Krankenhaus, eine Tankstelle sowie mehrere Restaurants. Mehr als 52.000 Bewohner der malerischen Gegend erhielten Evakuierungsaufforderungen.

Hunderttausende sollen Häuser verlassen

"Der ganze untere Teil von Paradise steht in Flammen", berichtete Kevin Winstead, ein Bewohner des Nachbarorts Magalia, dem Sender KIEM TV. "Kein Haus wird stehen bleiben. Ich bin am Boden zerstört." Winstead bangte nach eigenen Angaben auch um sein eigenes neues Haus, in das er eigentlich am folgenden Tag einziehen wollte.

Bis zum Samstag hatte der Brand nach Angaben der Feuerwehr mehr als 40.000 Hektar vernichtet und war erst zu 20 Prozent eingedämmt. 3200 Feuerwehrleute waren im Einsatz, drei wurden verletzt. Weitere, für die späte Jahreszeit ungewöhnlich heftige Brände wüteten in Südkalifornien. Die Behörden forderten rund 250.000 Menschen nördlich von Los Angeles sowie im Bezirk Ventura zum Verlassen ihrer Häuser auf.

Zwangsevakuierungen im Ort Malibu

Von den Zwangsevakuierungen betroffen war auch der Badeort Malibu, in dem viele Villen von Hollywoodstars wie Leonardo DiCaprio, Jack Nicholson, Jennifer Aniston, Halle Berry, Charlize Theron oder Brad Pitt stehen. Luftaufnahmen der kalifornischen Feuerwehr zeigten, wie die Flammen über Hügelkämme hinweg auf millionenschwere Anwesen zurasten.

Reality-Star Kim Kardashian berichtete auf Instagram, dass sie ihr Haus in Calabasa nördlich von Malibu verlassen musste: "Gerade zu Hause angekommen, hatte nur eine Stunde zum Packen und Evakuieren. Hoffe, alle sind sicher", schrieb sie.

Fernsehstar Charlie Sheen sorgte sich um seine Eltern Martin und Janet Sheen, von denen er nichts gehört hatte. Stunden später meldete sich sein Vater bei Fox News 11: "Wir sind wohlauf, wir sind in Zuma Beach und werden wahrscheinlich die Nacht in unserem Auto verbringen", berichtete der 78-jähriger Schauspieler. Es sei das schlimmste Feuer in den 48 Jahren, die er nun schon in Malibu lebe. Der mexikanische Regisseur und Oscar-Preisträger Guillermo del Toro teilte auf Twitter mit, dass sein Museum mit Exponaten aus Horrorfilmen genau auf dem Weg der Flammen liege. Bereits niedergebrannt war die Paramount Ranch, eine Kulisse für Cowboy-Filme und -Shows.

Feuer in Kalifornien

Ein Feuerwehrmann kämpft in Santa Rosa in Kalifornien gegen die Flammen. Die Waldbrände haben bereits etliche Todesopfer gefordert.

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Donald Trump kritisiert Regierung von Kalifornien

"Das Ausmaß der Zerstörung ist unglaublich und herzzerreißend, und wir fühlen mit allen, die davon betroffen sind", sagte der Leiter des kalifornischen Rettungsdienstes, Mark Ghilarducci. Der künftige Gouverneur Gavin Newsom rief für die Brandgebiete den Notstand aus, um rasche Hilfen zu ermöglichen.

US-Präsident Trump kritisierte hingegen den von Demokraten regierten Bundesstaat, der sich immer wieder von seiner Politik distanziert. "Es gibt keinen Grund für diese gewaltigen, tödlichen und teuren Waldbrände außer dem schlechten Forstmanagement", schrieb Trump am Samstag auf Twitter. "Milliarden von Dollar" würden jedes Jahr ausgegeben, und trotzdem gebe es viele Todesopfer, "und das alles wegen des Missmanagements der Wälder".

Der Präsident drohte gleichzeitig mit dem Entzug von Bundeshilfen: "Bringt das jetzt in Ordnung oder es gibt keine Zahlungen des Bundes mehr", twitterte er. 

Später drückte er in weiteren Tweets sein Mitgefühl für die Retter und Betroffenen aus und forderte die Kalifornier auf, den Anweisungen von Polizei und Behörden bei den Evakuierungsmaßnahmen Folge zu leisten.

rös / AFP