Trotz der Waffenruhe im Iran ist die Lage an der Straße von Hormus weiter unklar. Libanon und Israel kündigen Gespräche an. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Tim Schulze
Jetzt, da nach 40 Tagen ein brüchiger Waffenstillstand im Irankrieg herrscht, werden erste Bilanzen gezogen (siehe auch unten). Die israelische Zeitung „Times of Israel” bilanziert, dass der Iran seit Beginn der Kämpfe rund 650 ballistische Raketen auf Israel abgefeuert hat, die letzte am Mittwochmorgen um 3.30 Uhr.
20 Israelis kamen dadurch ums Leben, 18 davon befanden sich außerhalb von Schutzräumen. Im Westjordanland starben vier palästinensische Zivilisten. Mehr als 7000 Israelis wurden verletzt, 5500 wurden aus ihren zerstörten Häusern und Wohnungen vertrieben. Die Hälfte der iranischen Raketen hätten Sprengköpfe mit Streumunition, die international geächtet ist, getragen.
Im Gegenzug hat die israelische Luftwaffe 18.000 Bomben in 1000 Angriffswellen auf iranische Ziele abgeworfen. Dabei sind 4000 Ziele angegriffen worden. Der Iran sei dadurch militärisch massiv geschwächt und das Atomwaffenprogramm noch einmal empfindlich zurückgeworfen worden.
20 Israelis kamen dadurch ums Leben, 18 davon befanden sich außerhalb von Schutzräumen. Im Westjordanland starben vier palästinensische Zivilisten. Mehr als 7000 Israelis wurden verletzt, 5500 wurden aus ihren zerstörten Häusern und Wohnungen vertrieben. Die Hälfte der iranischen Raketen hätten Sprengköpfe mit Streumunition, die international geächtet ist, getragen.
Im Gegenzug hat die israelische Luftwaffe 18.000 Bomben in 1000 Angriffswellen auf iranische Ziele abgeworfen. Dabei sind 4000 Ziele angegriffen worden. Der Iran sei dadurch militärisch massiv geschwächt und das Atomwaffenprogramm noch einmal empfindlich zurückgeworfen worden.
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Tim Schulze
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 125.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Darunter seien etwa 100.000 Wohnungen und mindestens 23.500 Geschäfte, sagt der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand, im iranischen Staatsfernsehen.
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Tim Schulze
DRK: Müsssen von Hunderten Toten in Beirut ausgehen
Das Deutsche Rote Kreuz warnt angesichts der anhaltenden Angriffe Israels auf den Libanon vor einer humanitären Katastrophe in dem Land. „Zahlreiche Krankenhäuser sind aufgrund der vielen Verwundeten überfüllt und es droht ein Engpass von bestimmten Arzneimitteln und Materialien, insbesondere wenn die Angriffe anhalten sollten", sagt DRK-Präsident Hermann Gröhe der "Rheinischen Post". Die humanitäre Lage im Libanon habe sich nochmals deutlich verschlimmert.
In den vergangenen Tagen seien zunehmend dicht besiedelte Gebiete ohne ausreichende Vorwarnung unter Beschuss geraten, beklagt das DRK. Zwar seien die Folgen noch nicht ganz klar, „aber wir müssen von Hunderten Toten und mehr als tausend verletzten Zivilisten ausgehen", sagt Gröhe. Es empöre ihn auch, dass selbst humanitär Helfende im Einsatz getötet werden – 2024 und 2025 seien es weltweit über 300 gewesen.
In den vergangenen Tagen seien zunehmend dicht besiedelte Gebiete ohne ausreichende Vorwarnung unter Beschuss geraten, beklagt das DRK. Zwar seien die Folgen noch nicht ganz klar, „aber wir müssen von Hunderten Toten und mehr als tausend verletzten Zivilisten ausgehen", sagt Gröhe. Es empöre ihn auch, dass selbst humanitär Helfende im Einsatz getötet werden – 2024 und 2025 seien es weltweit über 300 gewesen.
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Tim Schulze
Die heftigen Angriffe Israels auf die Hisbollah im Libanon fordern zahlreiche zivile Opfer, und sie sind ein Streitpunkt in der Waffenstillstandsvereinbarung zwischen Iran und den USA. Umgekehrt feuert die schiitische Miliz immer wieder Raketen auf den Norden Israels.
Deshalb ist es für die Erfolgsaussichten der Friedensverhandlungen von großer Bedeutung, dass Israel und der Libanon – so weit möglich – eine Lösung finden und der gegenseitige Beschuss aufhört.
Da ist es ein gutes Zeichen, dass Israel und der Libanon nach Angaben eines US-Regierungsvertreters in der kommenden Woche in Washington Gespräche zur Beilegung der Kämpfe führen. Ein Vertreter des US-Außenministeriums bestätigt, dass es ein Treffen unter US-Vermittlung geben werde, „um die laufenden Waffenruheverhandlungen mit Israel und dem Libanon zu erörtern“.
Deshalb ist es für die Erfolgsaussichten der Friedensverhandlungen von großer Bedeutung, dass Israel und der Libanon – so weit möglich – eine Lösung finden und der gegenseitige Beschuss aufhört.
Da ist es ein gutes Zeichen, dass Israel und der Libanon nach Angaben eines US-Regierungsvertreters in der kommenden Woche in Washington Gespräche zur Beilegung der Kämpfe führen. Ein Vertreter des US-Außenministeriums bestätigt, dass es ein Treffen unter US-Vermittlung geben werde, „um die laufenden Waffenruheverhandlungen mit Israel und dem Libanon zu erörtern“.
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Lennard Worobic
Die gegenseitigen Angriffe der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauern trotz geplanter direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon an. Die Hisbollah feuert am Morgen erneut Geschosse auf den Norden Israels. Dort wird israelischen Medien zufolge ein Haus von einer Rakete der Miliz getroffen und beschädigt. Berichte über Opfer gibt es zunächst nicht. Die Hisbollah reklamiert einen Raketenangriff für sich.
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Lennard Worobic
Vor Verhandlungen: Islamabad wird zur Festung
Pakistan erhöht vor dem Beginn der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Sicherheit in der Hauptstadt. Mehr als 10.000 Sicherheitskräfte, darunter Soldaten, Polizisten und paramilitärische Einheiten wurden Behördenvertretern zufolge in Islamabad stationiert. Das Regierungsviertel und die diplomatische Zone wurden abgeriegelt.
In Islamabad wollen Vertreter aus Washington und Teheran nach mehr als fünf Wochen Krieg über ein dauerhaftes Ende des Konflikts sprechen. Aus Sicherheitskreisen in Pakistan heißt es, zunächst seien heute Vorgespräche auf Expertenebene vorgesehen. Am Samstag sei dann ein Treffen der Verhandlungsführer angedacht. Die Gespräche könnten bei Bedarf demnach auch bis Sonntag andauern.
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Lennard Worobic
Der frühere iranische Außenminister Kamal Charrasi ist Behördenangaben zufolge nach einem Luftangriff seinen Verletzungen erlegen. Der Leiter des Strategischen Rats für Auswärtige Beziehungen sei vor einigen Tagen bei einem israelisch-amerikanischen Luftangriff verwundet worden und sei nun ein Märtyrer, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Irna.
Kamal Charrasi (Archivbild). Imago / Christian Thiel
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Alexandra Kraft

Trump: Iran sollte keine Gebühren an der Straße von Hormus erheben
Donald Trump warnt Teheran vor dem Erheben von Mautgebühren in der Straße von Hormus. „Es gibt Berichte, dass der Iran Tanker, die durch die Straße von Hormus fahren, zur Kasse bittet“, erklärt Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. „Das sollten sie besser nicht tun, und falls doch, sollten sie sofort damit aufhören.“
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Alexandra Kraft

Trump kritisiert den Iran für die Straße von Hormus
Der Iran hält sich nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump nicht an das Abkommen für eine befristete Waffenruhe, das eine Öffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt vorsieht. Iran leiste mit Blick auf Öltransporte durch die Meerenge „sehr schlechte Arbeit“, die man auch als „unredlich“ bezeichnen könne, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er kritisierte weiter: „Das ist nicht die Vereinbarung, die wir getroffen haben!“
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Alexandra Kraft

US-Präsident Donald Trump kündigt auf der Online-Plattform Truth Social an, dass sehr schnell wieder Öl fließen werde. Dies werde „mit oder ohne die Hilfe des Iran" geschehen, warnt er, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
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Alexandra Kraft

Israels Angriffe auf den Libanon sollen reduziert werden
Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Angriffe im Libanon zurückfahren. Zugleich nehmen diplomatische Bemühungen für ein Ende des Kriegs zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon Fahrt auf. Wie ein Beamter des US-Außenministeriums bestätigt, soll es in der kommenden Woche in Washington Verhandlungen zwischen beiden Ländern über eine Waffenruhe geben. Wann genau die Gespräche stattfinden und wer teilnimmt, bleibt aber unklar.
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Kai Müller
Vor Iran-US-Verhandlungen: Pakistan lobt „Zurückhaltung“ der Kriegsparteien
Vor den geplanten Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden im Iran äußert sich der Vermittlerstaat Pakistan weitgehend zufrieden über die jüngste Entwicklung. Seit Inkrafttreten der Feuerpause in der Nacht zum Mittwoch legten „alle Seiten Zurückhaltung“ an den Tag, erklären der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif und Generalstabschef Asim Munir. Beide seien „zufrieden“ mit der „bislang erreichten Deeskalation“.
In einem Gespräch mit dem libanesischen Regierungschef Nawaf Salam verurteilt Sharif allerdings laut seinem Büro die „anhaltende Aggression“ Israels gegen den Libanon.
Pakistan hatte bei der Bekanntgabe der Feuerpause zwischen dem Iran und der USA erklärt, diese gelte auch für den Libanon. Israel – das im Libanon militärisch gegen die vom Iran finanzierte Hisbollah-Miliz vorgeht – bestreitet dies und greift weiterhin massiv Ziele im Libanon an.
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Kai Müller
Nach der Waffenruhe bleibt die Lage in der Straße von Hormus angespannt. Der Iran will Maut verlangen. Welche Rolle fällt Deutschland zu?
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Tim Schulze
Nach der heftigen Angriffswelle des israelischen Militärs auf die libanesische Hauptstadt Beirut und andere Teile des Landes steigt die Opferzahl weiter an. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete, dass die Zahl der Toten auf 303 angestiegen sei. Laut vorläufigen Zahlen wurden 1.150 Menschen verletzt. Damit handelt es sich um den Tag mit der höchsten Opferzahl im Libanon seit Beginn der jüngsten Eskalation Anfang März.
Unter den Getöteten vom Mittwoch seien allein 110 Minderjährige, Frauen und Ältere. Insgesamt wurden dem Ministerium zufolge bisher 1.888 Menschen durch israelische Angriffe seit Ausbruch der Kampfhandlungen am 2. März getötet worden. Mehr als 6.000 Menschen seien verletzt worden.
Unter den Getöteten vom Mittwoch seien allein 110 Minderjährige, Frauen und Ältere. Insgesamt wurden dem Ministerium zufolge bisher 1.888 Menschen durch israelische Angriffe seit Ausbruch der Kampfhandlungen am 2. März getötet worden. Mehr als 6.000 Menschen seien verletzt worden.
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Kai Müller
Der Waffenstillstand zwischen dem Iran, Israel und den USA bleibt brüchig. Die prekäre Lage des US-Präsidenten ähnelt zusehends der eines anderen düsteren Autokraten:
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DPA · AFP · Reuters · SID
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