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Syrien und Irak: Internationale Koalition stoppt IS-Terroristen

Unterstützt durch die Luftangriffe mehrerer Länder sieht sich die internationale Allianz auf gutem Wege, einen weiteren IS-Vormarsch zu stoppen. Trotzdem richte man sich auf einen langen Kampf ein.

Peschmerga-Kämpfer inspizieren ein zerstörtes Fahrzeug von Milizen des IS

Peschmerga-Kämpfer inspizieren ein zerstörtes Fahrzeug von Milizen des IS

Die internationale Koalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sieht erste deutliche Erfolge ihres Vorgehens. Der Vormarsch von IS "durch Syrien und in den Irak ist dabei zu stoppen", heißt es in vorab bekannt gewordenen Auszügen der Schlusserklärung des Treffens der Koalition aus rund 60 Staaten, die am Mittwoch in Brüssel zusammenkam. "Truppen des Irak und der kurdischen Regionalregierung gewinnen nun mit Unterstützung von Luftangriffen der Koalition Gebiete zurück."

"Ein langer Weg"

Ungeachtet dessen rüstet sich die internationale Allianz für einen jahrelang Kampf. "Jeder weiß, dass es ein langer Weg ist", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bei dem Treffen in Brüssel.

Steinmeier erklärte, eine Ausweitung der #link;http://www.stern.de/politik/ausland/kampf-gegen-den-is-briten-schulen-peschmerga-kaempfer-an-schweren-waffen-2146281.html;Ausbildungshilfe für die Peschmerga# werde erwogen, eine Entscheidung könnte noch vor Weihnachten fallen. Bereits zugesagt hat das Auswärtige Amt 40 Millionen Euro für weitere Nahrungsmittelhilfe an rund zwölf Millionen Flüchtlinge in der Krisenregion.

US-Außenminister John Kerry würdigte die breite internationale Zusammenarbeit gegen die sunnitischen Extremisten. "Der IS ist eine Bedrohung und eine Gefahr für die Werte von uns allen", sagte Kerry.

Zur Koalition gehören neben Nato-Ländern wie Deutschland und den USA auch islamische Länder wie Saudi-Arabien oder die Türkei. Der Kampf werde so lange dauern, wie es notwendig sei - vermutlich Jahre, sagte auch Kerry. Ziel des Brüsseler Treffens war es, den militärischen Kampf zu koordinieren und eine gemeinsame Strategie zu finden, um den sunnitischen Extremisten auch politisch das Wasser abzugraben.

Iran soll IS-Ziele im Irak angegriffen haben

Kurz vor Beginn des Treffens berichteten die USA, #link;http://www.stern.de/politik/ausland/iran-fliegt-angriffe-im-irak-usa-bestaetigen-iranische-bombardements-auf-is-stellungen-2157184.html;dass erstmals auch iranische Kampfflugzeuge im benachbarten Irak IS-Stützpunkte angegriffen hätten#. Eine Sprecherin des iranischen Außenamts bezeichnete die US-Angaben als "nicht genau" und "daher auch nicht korrekt". Ein klares Dementi gab sie jedoch nicht ab.

Teherans Strategie stützte sich bislang auf die militärische Beratung der irakischen Streitkräfte, nicht auf direkte Einsätze. Der Iran gehört nicht zu dem Bündnis, da sich die USA bisher gegen eine Beteiligung Teherans gesträubt haben.

mod/AFP / AFP