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Klimaschutzabkommen: Wie Pittsburghs Bürgermeister zum Symbol des Widerstands wurde

Pittsburgh statt Paris, sagte Donald Trump und rechtfertigte so unter anderem den Austritt aus dem Klimaschutzabkommen. Pittsburghs Bürgermeister aber wehrt sich und stellt klar: Seine Stadt werde am Abkommen festhalten.

Reaktionen auf Trump-Entscheidung: "Wir sind doch nicht nur Amerikaner, wir sind Teil dieses Planeten"

Dass US-Präsident Donald Trump ausgerechnet Pittsburgh als Rechtfertigung für seinen Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutz-Abkommen anführte, hat den Bürgermeister der Großstadt im Bundesstaat Pennsylvania deutlich verärgert. In einer ganzen Serie von Twitter-Kurzbotschaften stellte Bill Peduto am Donnerstag klar, dass die Sympathien seiner Stadt eher Paris als Washington gelten, wenn es um den Kampf gegen den Klimawandel geht. Rasch wurde Peduto daraufhin zum Symbol des lokalen Widerstands gegen Trumps Entscheidung.

Mit ihrer Entscheidung, an der "globalen Übereinkunft von Paris nicht teilzunehmen", hätten sich die USA "Syrien, Nicaragua und Russland" angeschlossen, erklärte Peduto kurz nach Trumps Verkündung auf Twitter und fügte hinzu, nun sei es an den Städten, die Führung beim Klimaschutz zu übernehmen.

Zwischen Bill Peduto und Barack Obama stimmte das Klima offenbar besser als zwischen Peduto und Donald Trump.

Bill Peduto begrüßt Barack Obama: Zwischen Pittsburghs Bürgermeister und dem ehemaligen US-Präsidenten stimmt das Klima offenbar besser als zwischen Peduto und Donald Trump.


"Pittsburgh steht an der Seite der Welt"

Erbost zeigte sich Peduto über Trumps Versicherung, er diene mit dem Ausstieg aus dem Pariser Abkommen den Interessen der USA. "Als Bürgermeister von Pittsburgh kann ich Ihnen versichern, dass wir den Richtlinien des Pariser Abkommens folgen werden, im Interesse unserer Menschen, unserer Wirtschaft und Zukunft", erklärte er.

Der US-Demokrat ärgerte sich nicht zuletzt auch über die Versicherung des US-Präsidenten, er sei gewählt worden, "um die Bürger von Pittsburgh zu vertreten,  nicht die von Paris". "Fakt" sei, dass Trumps Rivalin im Rennen um das Weiße Haus, Hillary Clinton, in Pittsburgh 80 Prozent der Stimmen bekommen habe, twitterte Peduto und bekräftigte noch einmal: "Pittsburgh steht an der Seite der Welt".


US-Präsident Donald Trump - im Profil fotografiert - spricht vor dem Weißen Haus in ein Mikrofon und gibt eine Erklärung ab


pg / AFP