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Krieg in Gaza: Palästinenser in Kairo pochen auf Verhandlungslösung

Im Gazastreifen wird nach Ablauf der vereinbarten Waffenruhe zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas wieder geschossen. Die Ereignisse Tages in Nahost zum Nachlesen.

Ungeachtet der Zerstörungen in Gaza hat die radikalislamische Hamas angekündigt, den dreitägigen Waffenstillstand nicht zu verlängern

Ungeachtet der Zerstörungen in Gaza hat die radikalislamische Hamas angekündigt, den dreitägigen Waffenstillstand nicht zu verlängern

+++ 18.55 Uhr: UN-Generalsekretär verurteilt Raketenangriffe der Hamas +++

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilt die neuen Raketenangriffe der Hamas auf Israel. Er sei enttäuscht, dass der Waffenstillstand im Gazakonflikt nicht verlängert worden sei, sagt Ban in New York. "Mehr Leiden und Tod für die Zivilisten werden die Folge sein und das ist nicht zu tolerieren." Alle Seiten müssten wieder zur Waffenruhe und den Verhandlungen in Kairo zurückfinden. Er fordert Palästinenser und Israelis auf, von weiteren militärischen Aktionen abzusehen. Alles andere würde die humanitäre Not im Gazastreifen nur noch verschärfen.

+++ 18.20 Uhr: Palästinenser in Kairo bereit für Verhandlungslösung +++

Im Konflikt zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas pocht die Palästinenserdelegation bei den Gesprächen in Kairo nach eigenen Angaben auf eine Verhandlungslösung. "Wir sitzen hier, um ein finales Abkommen zu erreichen", sagt der palästinensische Delegationsleiter Assam al-Ahmed in der ägyptischen Hauptstadt. Dieses müsse die "Rechte unseres Volkes wiederherstellen", betont er. Konkrete Ziele oder die mögliche Verlängerung der Waffenruhe sprach er nicht an.

+++ 15.21 Uhr: Ägypten fordert neue Waffenruhe +++

Ägypten ruft zu einer neuen Waffenruhe auf. Bei indirekten Gesprächen zwischen Israel und der Hamas in Kairo seien Fortschritte erzielt worden, teilt das Außenministerium in Kairo mit. "Bei der großen Mehrheit der für die Palästinenser wichtigen Streitfragen wurde eine Einigung erzielt, und nur ganz wenige Punkte blieben ohne Lösung." Dies hätte nach Einschätzung Ägyptens zur Einigung auf eine weitere Waffenruhe führen müssen. Die Palästinenser fordern eine Aufhebung der jahrelangen Blockade des Gazastreifens, Israel eine Entmilitarisierung des schmalen Küstengebiets.

+++ 11.50 Uhr: Zentralrat der Juden sieht "schlimmste Zeit seit Nazi-Ära" +++

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland klagt erneut über einen massiv wachsenden Antisemitismus im Zuge der Gaza-Krise. "Das sind die schlimmsten Zeiten seit der Nazi-Ära", zitiert die Londoner Zeitung "The Guardian" Dieter Graumann. "Auf den Straßen hört man Dinge wie "die Juden sollten vergast werden", "die Juden sollten verbrannt werden" - das hat es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben." Dies sei keine Kritik an der israelischen Politik, sondern purer Hass gegen Juden. Das sei aber nicht allein ein deutsches Phänomen.

+++ 11.47 Uhr: Kind im Gazastreifen getötet +++

Die ersten Opfer nach der Wiederaufnahme des israelischen Militäreinsatzes werden bekannt. Demnach ist ein zehnjähriges Kind bei einem Luftangriff getötet worden. Sieben weitere Personen seien verletzt.

+++ 11.45 Uhr: Israel setzt Verhandlungen aus +++

Israel hat die indirekten Verhandlungen in Kairo ausgesetzt. Dabei geht es um eine dauerhafte Waffenruhe im Gaza-Krieg. Ein israelischer Regierungsbeamter sagte: "Israel führt keine Verhandlungen unter Feuer."

+++ 9.55 Uhr: Israels Militär greift erneut Gaza an +++

Nach dem Raketenbeschuss durch militante Palästinenser greift die israelische Armee den Gazastreifen erneut an. Damit geht der Krieg nur wenige Stunden nach dem Ende der dreitägigen Feuerpause von beiden Seiten aus weiter.

+++ 9.47 Uhr: Israel plant neue Angriffe auf Gaza +++

Nach dem erneuten Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen plant Israel, militärisch zurückzuschlagen. Israelische Medien zitieren einen Regierungsbeamten mit den Worten, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Mosche Jaalon hätten die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Angriffe aus Gaza mit Feuer zu erwidern. Bisher seien aber noch keine Schläge erfolgt, so eine Armeesprecherin. Seit Ende einer 72-stündigen Waffenruhe um 7 Uhr MESZ haben militante Palästinenser mindestens 18 Raketen auf den Süden Israels gefeuert.

+++ 7.42 Uhr: Verhandlungen gehen weiter +++

Auch nach Ablauf der Waffenruhe im Gaza-Krieg will die radikal-islamische Hamas weiter indirekt mit Israel verhandeln. Es sei noch keine Einigung auf eine weitere Feuerpause erzielt worden, sagt Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri. "Aber die Verhandlungen gehen weiter."

+++ 7.23 Uhr: Raketen treffen Süden Israels +++

Wenige Minuten nach Ablauf der Feuerpause feuern radikale Palästinenser nach Armeeangaben wieder Raketen auf Israel ab. Mindestens eine Rakete sei über der Stadt Aschkelon abgefangen worden, weitere Raketen seien auf freiem Feld eingeschlagen, sagt eine Armeesprecherin.

+++ 7.18 Uhr: Hamas bestreitet Raketenabschuss vor Ablauf von Waffenruhe +++

Die radikal-islamische Hamas bestreitet, vor Ablauf der Waffenruhe Raketen auf Israel gefeuert zu haben. Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri schreibt in einer Mitteilung an Journalisten, die israelischen Berichte sollten nur "Verwirrung stiften".

+++ 5.50 Uhr: Hamas verlängert Feuerpause nicht +++

Die radikalislamische Hamas hat verkündet, dass sie die bis zum Freitagmorgen verabredete Feuerpause im Gazastreifen nicht verlängern wird. Das teilen zwei ranghohe Vertreter der Organisation in der ägyptischen Hauptstadt Kairo mit.

+++ 3.55 Uhr: Zwei Raketen auf Israel abgefeuert +++

Kurz vor dem Ablaufen einer Waffenruhe sind zwei Raketen aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels abgefeuert worden. Dies teilt die israelische Armee am frühen Freitagmorgen mit. Die Geschosse seien im Süden Israels niedergegangen.

+++ 0.34 Uhr: Banges Warten auf Ende der Waffenruhe +++

Im Krieg zwischen der israelischen Armee und militanten Palästinensergruppen im Gazastreifen endet um 7 Uhr MESZ eine dreitägige Feuerpause. Israel und die Palästinenser hatten am Dienstag ihre Kämpfe in dem Gebiet an der Mittelmeerküste vorübergehend eingestellt. Beide Seiten haben sich seitdem an die Waffenruhe gehalten.

+++ Mittwoch, 7 August: Israel zu Verlängerung der Waffenruhe bereit +++

In Kairo setzen die Unterhändler der Konfliktparteien ihre Verhandlungen über einen dauerhaften Waffenstillstand unter ägyptischer Vermittlung fort. Israel hat sich zu einer bedingungslosen Verlängerung der Waffenruhe bereit erklärt. In der Nacht sagt ein palästinensischer Delegierter, die ägyptischen Vermittler hätten eine 72-stündige Verlängerung der Feuerpause vorgeschlagen. Darüber wollten die Palästinenser "vor 8 Uhr" (Ortszeit, 7 MESZ) entscheiden.

jen/mad/kng/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters