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Krise in der Ukraine Poroschenko erklärt Waffenruhe für beendet


Der ukrainische Präsident hat die Feuerpause nicht verlängert, versicherte aber im gleichen Atemzug, dass er am Friedensplan festhalte. In einem Telefonat informierte er Merkel über seine Ziele.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko bleibt trotz einer Wiederaufnahme der "Anti-Terror-Operation" gegen Separatisten weiterhin an einer politischen Lösung in der Ostukraine interessiert. Das versicherte Poroschenko am Montag nach Angaben des Präsidialamtes in Kiew in einem Telefongespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. In dem Gespräch habe er Merkel über seine Ziele informiert.

Poroschenko hatte in der Nacht nach Beratungen in Kiew mitgeteilt, er werde die Feuerpause nicht verlängern und Stellungen der Aufständischen wieder angreifen lassen. Medien berichteten von erneuten Gefechten nahe der Separatistenhochburg Slawjansk.

Vorwürfe an die Aufständischen

Poroschenko warf den prorussischen Aufständischen vor, sie hätten eine zehntägige Waffenruhe nicht eingehalten und Dutzende Soldaten getötet. Sollten die militanten Gruppen zu einem wirklichen Frieden in der Ostukraine bereit sein, verschließe er sich nicht neuen Gesprächen, hieß es weiter. Der Staatschef der früheren Sowjetrepublik sprach auch mit US-Außenminister John Kerry und Frankreichs Präsidenten François Hollande.

Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin sprach unterdessen mit seinen Amtskollegen aus Deutschland, Frankreich und Russland über die Lage in dem krisengeschüttelten Land. Die Führung in Kiew habe keine andere Möglichkeit gehabt, weil sie die letztendlich einseitige Waffenruhe mit dem Leben der Bürger bezahlt habe, sagte Klimkin nach Angaben des Außenamts während des Telefonats.

Russland wies Kritik aus der Ukraine zurück, zu wenig Druck auf die Separatisten auszuüben. Moskau sei kein Akteur dieses inneren Konflikts, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Tageszeitung "Kommersant". Der Einfluss auf die Aufständischen sei "begrenzt".

yps/DPA DPA

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