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Litwinenko-Mord: Briten wollen Rätsel um Agenten-Vergiftung lösen

Der Mord an Kreml-Gegner Alexander Litwinenko hielt 2006 die Welt in Atem. Der Ex-KGB-Agent wurde in London mit Polonium 210 vergiftet. Nach dem Absturz von Flug MH17 ermitteln die Briten erneut.

Ein russischer Ex-Agent trinkt in einem Londoner Luxushotel mit zwei ehemaligen Kollegen Tee. Anschließend trifft er einen italienischen Geheimdienst-Experten zum Sushi. Wenig später fühlt der Mann sich nicht gut, drei Wochen darauf ist er tot. Spät entdecken die Ärzte, was den 43-Jährigen quälend langsam sterben ließ: Er war mit radioaktivem Polonium 210 vergiftet worden. Was sich liest wie die Handlung eines Spionagethrillers, ist die Kurzfassung des Giftmords an dem Kreml-Kritiker Alexander Litwinenko.

Das Bild des sterbenden Mannes ging damals um die Welt. Zwischen Großbritannien und Moskau brach eine monatelange diplomatische Eiszeit an: Die Briten hielten einen der beiden teetrinkenden ehemaligen KGB-Männer, Andrej Lugowoi, für den Hauptverdächtigen, aber der Kreml lieferte ihn nicht aus. Gelöst ist der Fall trotz zahlloser Indizien bis heute nicht. Jetzt, acht Jahre nach dem Mord, wird er in einer öffentlichen Untersuchung neu aufgerollt.

Ist der Zeitpunkt ein Zufall?

Es ist ein Sieg für die Witwe des Ermordeten, die lange für diese öffentliche Untersuchung kämpfte und dabei bis vor das höchste britische Gericht zog. Bei der Regierung stieß sie auf taube Ohren - bis jetzt. Vergangene Woche, fünf Tage nach dem mutmaßlichen Abschuss von Flug MH17, gab Innenministerin Theresa May den Sinneswandel bekannt. Ist der Zeitpunkt ein Zufall? Die Downing Street sagt ja. Stutzig macht das Timing trotzdem. Hinter dem Flugzeugunglück in der Ostukraine, das auch zehn Briten das Leben kostete, vermutete man in London schnell Moskau als Waffenlieferanten oder gar Drahtzieher.

Nun haben Journalisten und interessierte Zuhörer also Gelegenheit, sich den Litwinenko-Krimi noch einmal in allen Details anzuhören. Er beginnt so: Der Ex-KGB-Mann war im Jahr 2000 aus Russland gekommen, nachdem er den Geheimdienst FSB unter anderem beschuldigt hatte, Morde in Auftrag gegeben zu haben. Damit fiel er in die Kategorie Kreml-Gegner, Großbritannien nahm ihn auf. Das tödliche Gift verabreichte ihm jemand am 1. November 2006.

Klärung des Falls unwahrscheinlich

Der mordverdächtige Lugowoi verbreitete im folgenden Jahr medienwirksam seine Sicht der Dinge: Der Oligarch Boris Beresowski, ein im Londoner Exil lebender Intimfeind von Wladimir Putin, habe Litwinenko getötet, oder aber der britische Auslandsgeheimdienst MI6, für den Litwinenko in London gearbeitet haben soll.

Es ist zweifelhaft, ob die britischen Juristen nun ermitteln können, welche Version stimmt. Oligarch Beresowski hätte vielleicht helfen können. Doch er wurde im März 2013 tot in seinem Badezimmer entdeckt. Ob es Selbstmord oder Mord war, konnten britische Ermittler nicht klären. Es ist eine von vielen offenen Fragen: Vergiftete Beresowski Litwinenko, um Russland zu diskreditieren? Oder steckt doch Moskau hinter dem Mord? Warum wählte der Täter eine so aufsehenerregende Waffe? Und wo kam der tödliche Stoff überhaupt her?

Bis Ende 2015 soll die Untersuchung voraussichtlich dauern. In Russland findet das Thema derzeit so gut wie keine öffentliche Beachtung. Der Kreml hat mit der Ukraine-Krise andere Sorgen. Eine erneute diplomatische Eiszeit müssen London und Moskau nicht fürchten, schließlich ist das Klima schon eiskalt.

Teresa Dapp, DPA / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?