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Parteitag der US-Republikaner: Sturm "Isaac" überschattet Romneys Krönung

Schlechtes Timing für Mitt Romney: Sturm "Isaac" verzögert den Parteitag der US-Republikaner und droht zum gefährlichen Hurrikan zu werden. Er könnte ausgerechnet das flutgeplagte New Orleans treffen.

Tropensturm "Isaac" macht den US-Republikanern weiter schwer zu schaffen. Er wird nach Berechnungen von Meteorologen zwar die Stadt Tampa in Florida weitgehend verschonen, in der die Konservativen in dieser Woche ihren Wahlparteitag abhalten wollen. Der Sturm könnte jedoch am Mittwoch als gefährlicher Hurrikan andere Gebiete der US-Südküste erreichen und damit mitten in die Veranstaltung platzen, bei der Ex-Gouverneur Mitt Romney offiziell zum Herausforderer von Präsident Barack Obama bei der Wahl im November gekürt werden soll.

Es gilt sogar als möglich, dass "Isaac" Louisiana trifft - jenen Staat, in dem genau am kommenden Mittwoch vor sieben Jahren Hurrikan "Katrina" Tod und Verwüstung in die Stadt New Orleans gebracht hatte. "Ist Louisiana wieder im Visier oder gar New Orleans, wäre das neben der möglichen Tragweite für die betroffene Bevölkerung ein Schlag für die Republikaner", hieß es in einem Kommentar des Senders CNN. "Auf ihrem Parteitag soll Romney bejubelt werden. Darf man jubeln, wenn woanders Menschen vor einem Hurrikan zittern?"

Parteitag verschoben

Der Parteitag war bereits zuvor von vier auf drei Tage verkürzt worden, weil "Isaac" Kurs auf Floridas Westküste mit Tampa zu nehmen schien. Ursprünglich sollte die Veranstaltung an diesem Montag beginnen und Romney noch am selben Tag offiziell als Spitzenkandidat nominiert werden. Nach bisherigem Stand soll der Parteitag nun in einer rund fünfminütigen Prozedur am Montag eröffnet, aber dann sofort auf Dienstag vertagt werden. Dann soll auch nunmehr Romneys Krönung stattfinden - mit seiner offiziellen Antrittsrede als Höhepunkt des Parteitages am Donnerstagabend (Ortszeit).

Nach Berechnungen vom Wochenende wird "Isaac" am Montag Tampa nur mit seine äußersten Ausläufern streifen. Damit drohen der Stadt heftige Regenfälle und stärkere Winde. Aber ab Dienstag, so die Meteorologen, dürfte das Wetter in Tampa kein Problem mehr für den Parteitag sein.

Dagegen riefen die Gouverneure von Louisiana und dem benachbarten Mississippi bereits vorsorglich den Notstand für ihre Staaten aus. So galt es auch als zunehmend unwahrscheinlich, dass Louisianas Gouverneur Bobby Jindal, einer der aufstrebenden Stars der Republikaner, wie geplant am Parteitag in Tampa teilnehmen wird.

mlr/DPA / DPA