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Vor dem Sturm auf Ramadi : Wie der IS eine ganze Stadt als Geisel hält

Im Mai fiel die irakische Großstadt Ramadi an den Islamischen Staat - eine herbe Niederlage für die Regierung in Bagdad. Eine Rückeroberung Ramadis gestaltet sich schwierig: Die Stadt ist vermint - und der IS missbraucht die Bevölkerung als Schutzschild.

Irakische Truppen in Ramadi

Irakische Truppen in Ramadi: Teile der Stadt wurden bereits vom IS zurückerobert, der Sturm auf das Zentrum steht bevor..

Seit Mai dieses Jahres befindet sich die Stadt Ramadi mit seinen ursprünglich 450.000 Einwohnern in der Gewalt des Islamischen Staates. Die Einnahme der größten Stadt im Westen des Iraks war einer der wichtigsten Erfolge, die die Terrormiliz auf ihrem Vormarsch für sich verbuchen konnte. Nachdem die Stadt schon länger umkämpft gewesen war, hatten die Islamisten die irakischen Sicherheitskräfte Mitte Mai mit einer Serie von Autobombenanschlägen im Morgengrauen überrascht.

Die irakischen Truppen und Schiitische Milizen, die bis dato versucht hatten, die Stadt zu halten, mussten sie samt ihrer Bevölkerung den Islamisten überlassen. Die strategisch wichtige Hauptstadt der West-Provinz Anbar liegt nur 110 Kilometer von Bagdad entfernt - und ist zum Sinnbild dafür geworden, wie schwierig es sein kann, vom IS besetzte Gebiete zurückzuerobern.

72 Stunden, um die Stadt zu verlassen

Doch nun könnte sich das Schicksal der Stadt wenden: Am Sonntag hatte die irakische Luftwaffe erneut Flugblätter über Ramadi abgeworfen, in denen die Bevölkerung aufgefordert wird, die Stadt innerhalb von 72 Stunden zu verlassen. Bereits Anfang des Monats seien erstmals Warnhinweise über der Ramadi abgeworfen worden. Auf den Flugblättern wurden laut Armeesprecher sichere Ausfallrouten genannt, auf denen die Bevölkerung die Stadt verlassen könne. Zudem wurde die Bevölkerung aufgefordert, ihre Ausweispapiere mitzuführen. Wie ein ranghoher Militär der Nachrichtenagentur Reuters berichtet hat, sei dies "ein Zeichen, dass eine großangelegte Militäroperation zur Rückeroberung des Stadtzentrums bevorsteht". Ein irakischer General verkündete: "Die Operation beginnt in wenigen Stunden."

Schon länger versuchen die Irakischen Truppen Ramadi wieder unter ihre Kontrolle zu bringen, doch bislang gestaltete sich ihr Vormarsch schwierig. Kurz nach der Eroberung von Ramadi durch den IS hatte der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi in einem Interview mit der BBC gesagt, die Stadt würde "innerhalb von Tagen" zurückerobert werden. Dieser Zeitplan stellte sich im Nachhinein als deutlich zu optimistisch heraus. Wie Reuters berichte, sollen sich bis heute 300 IS-Kämpfer im Stadtzentrum von Ramadi verschanzt haben - und die werden die Stadt nicht kampflos aufgeben. Andere Quellen berichten sogar von bis zu 1000 IS-Kämpfern, die noch in Ramadi sein sollen.

Nach der Machtergreifung des IS wurde zudem berichtet, dass die Terrormiliz sogar Minenfelder um die Stadt gelegt haben soll. Laut der US-Zeitung "New York Times" sollen die Terroristen ein weit verzweigtes Netz an Tunneln in der Stadt angelegt haben. Zudem sollen Gebäude und Straßen mit versteckten Sprengsätzen bestückt worden sein. Auch das mache die Rückeroberung der Stadt so schwierig.

"Jeder der fliehen will, wird verhaftet oder getötet"

Wie die irakische Regierung nun mitteilt, hindern die in der Stadt verbleibenden Extremisten die Bevölkerung daran, die Stadt am Fluss Euphrat vor der geplanten Offensive zu verlassen: Gegenüber Reuters bestätigte der Sprecher des irakischen Verteidigungsministeriums, dass einigen Familien die Flucht aus der Stadt gelungen sei. Doch laut Geheimdienstinformationen hält der IS gezielt Familien fest, um sie bei der offenbar bevorstehenden Offensive als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) sollen die Dschihadisten in den von ihnen kontrollierten Teilen der Stadt sogar Checkpoints eingerichtet haben, um die nach Schätzungen 4000 bis 10.000 verbleibenden Bewohner der Stadt daran zu hindern, zu fliehen.

Ein Bewohner von Ramadi berichtete AP, dass "Zivilisten über Lautsprecher von Moscheen davor gewarnt werden die Stadt zu verlassen. Jeder, der das versucht, wird entweder verhaftet oder getötet." Ein weiterer Bewohner sagte AP, "natürlich wünschen wir uns, dass es (die Besatzung durch den IS) zu Ende geht." Doch habe die Bevölkerung auch große Angst vor Luftschlägen und Kämpfen innerhalb der Stadt.

Monatelang hatten irakische Truppen versucht, dem IS alle Nachschubwege in die Stadt abzuschneiden. Im November meldeten irakische Truppen schließlich Erfolge: Die von US-Ausbildern trainierten irakischen Antiterroreinheiten hätten zunächst die südlichen und westlichen Zugänge zur Stadt blockiert, um dem IS den Nachschub abzuschneiden. Vorstädte wurden zurückerobert und auch die Versorgung aus der ebenfalls vom IS besetzten Nachbarstadt Falludscha sei abgeschnitten worden. Mittlerweile gilt die Stadt als umzingelt. Anfang des Monats bestätigte Brigadegeneral Ahmed al-Balwi gegenüber AP: "Wir warten nur auf die Stunde Null, um das Zentrum anzugreifen und die Stadt zurückzuerobern."

Übergriffe auf Zivilbevölkerung möglich?

Doch laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht des US-Magazins "Newsweek" besteht neben der militärischen Herausforderung noch ein weiteres Problem im Zusammenhang mit der Rückeroberung Ramadis: Ein Großteil der irakischen Truppen sind Schiiten - genau wie die schiitischen Milizen die auf Seiten der Regierungstruppen kämpfen und sich angeblich ebenfalls an der Rückeroberung beteiligen. Doch Ramadi und die Provinz Anbar sind größtenteils sunnitischen Glaubens.

Schiitische Milizen sollen in der Vergangenheit bereits mehrfach Gräueltaten an sunnitischen Zivilisten verübt haben. Wie "Newsweek" berichtet, wächst unter einigen amerikanischen Experten deshalb zunehmend die Befürchtung, bei einem Sturm auf Ramadi könnte es zu Übergriffen auf die Zivilbevölkerung kommen. Einige fürchten sogar "Todesschwadronen". Somit könnte die Befreiung Ramadis einen hohen Tribut fordern.

Obwohl vieles nun auf eine Offensive hindeutet, bleibt also abzuwarten, ob eine Rückeroberung der Stadt in absehbarer Zeit gelingen wird, ohne dass die in Ramadi verbleibenden Zivilisten zu Opfern werden. Auch muss die Stadt nach einer Rückeroberung gegen den IS gehalten werden - was sich ebenfalls als schwieriges Unterfangen herausstellen könnte.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(