Türkischer Präsident Für den Machterhalt schürt Erdoğan skrupellos Konflikte. Im eigenen Land, in Syrien – und auch in Deutschland

Recep Tayyip Erdoğan
Recep Tayyip Erdoğan, 68, regiert die Türkei seit 2003 – erst als Premierminister, seit 2014 als Staatspräsident
© Getty Images
Er verhandelt mit Putin und mit dem Westen, er brüskiert die Nato und führt Krieg in Syrien: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bespielt international die große Bühne. Doch zu Hause muss er erbittert um die Macht kämpfen.

Der Kampf hat Kraft gekostet. Selbst durch das Make-up kann man es sehen. Tiefe Falten ziehen sich um seine Augen, die Wangen wirken wächsern, er geht in langsamen Schritten. Eigentlich ist nur noch der Schnauzer so prächtig, wie man ihn sich vorstellt. Er prangt in seinem Gesicht wie eine grau melierte Barrikade.

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