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Reise durch Russland: Zwölf Geschichten, die Sie vor der WM lesen sollten

Eine Frau melkt Fische. Einer Kirche geht der Sprit aus. Ein Buddhist warnt vor dem Atomkrieg. stern-Reporterin Bettina Sengling ist die Wolga entlang gefahren - 2800 Kilometer. Sie hat Geschichten mitgebracht, die vor allem eines beschreiben: ein Land voller Gegensätze.

Ein Mann auf dem Fischerkahn auf der Wolga. Hier herrscht kein Luxus. Auf zwei Camping-Platten bereitet man für die gesamte Mannschaft das Essen zu. Das Klo ist im Schilf, das Bad auf der Reling. Umgerechnet 150 Euro im Monat verdienen die Fischer in der Gegend. 

Ein Mann auf dem Fischerkahn auf der Wolga. Hier herrscht kein Luxus. Auf zwei Camping-Platten bereitet man für die gesamte Mannschaft das Essen zu. Das Klo ist im Schilf, das Bad auf der Reling. Umgerechnet 150 Euro im Monat verdienen die Fischer in der Gegend. 

Prolog 

Kaum ein anderes Land ist derzeit so im Fokus wie das größte der Erde: Russland. Wladimir Putin manövrierte es in den vergangenen Jahren in einen neuen Kalten Krieg mit dem Westen. Und lädt gleichzeitig die Welt zur teuersten Fußball-WM aller Zeiten in sein Land. 

Der stern hat sich auf eine Reise durch Russland begeben. In den kommenden zehn Tagen erzählen wir ihnen zwölf Geschichten aus diesem gewaltigen Land. Die Reporter berichten aus dem russischen Alltag jenseits vom Kreml. Aus Kloster und Kadettenanstalt, aus den Hausbooten der Fischer und einer High-Tech-Stadt, von Künstlern und Kosaken, aus Tempeln und Moscheen, von Wolgadeutschen und Wolgafinnen, von Oppositionellen, unerschrockenen Sozialarbeitern, von einer versunkenen Stadt. Es ist auch eine Reise durchs WM-Land: Vier der Stadien liegen am Ufer der Wolga.

Interaktive Karte - eine Reise entlang der Wolga: Sie können in die Karte hinein- und wieder herauszoomen. Klicken Sie auf die Punkte, um mehr zu sehen

 


Reporterin Bettina Sengling und Fotografin Tamina-Florentine Zuch starteten im Delta am Kaspischen Meer und reisten drei Wochen lang bis fast an die Quelle im Gebiet um Twer. Die Vorbereitung zog sich noch länger. Denn Behörden und Unternehmen reagieren auf den Besuch von Journalisten aus dem Westen mit großer Skepsis. Eine Autofabrik sagte den vereinbarten Termin sogar zwei Tage vorher ab: Der Geheimdienst hatte die Recherche untersagt. 

Die meisten Menschen begegneten den Reportern jedoch mit großer Neugier und Offenheit. Mit Kadetten pflanzten sie sogar einen Kastanienbaum im Hof: für die Völkerfreundschaft. 

 Der erste Teil unserer Reportage erzählt vom vermeintlichen russischen Schlaraffenland oder auch von Hühnern, die schwarzen Kaviar fressen.

Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5 / Teil 6 / Teil 7 / Teil 8 / Teil 9 / Teil 10 / Teil 11 / Teil 12 / Teil 13 /

Tamina-Florentine Zuch