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Terrorgefahr: USA ziehen Diplomaten aus pakistanischem Lahore ab

Bislang galt Jemen als Zentrum akuter Terrorwarnungen, neue Drohungen richten sich auch gegen das US-Konsulat in Lahore. In der Provinz Punjab wurde 2011 Osama Bin Laden aufgespürt und getötet.

Die USA haben die meisten ihrer Diplomaten aus dem Konsulat im pakistanischen Lahore in Sicherheit gebracht. Das US-Außenministerium begründete die am Donnerstag angeordnete Maßnahme mit konkreten Drohungen gegen das Konsulat. In Lahore sei nur noch eine Notbesetzung geblieben. Die Mitarbeiter seien in die Hauptstadt Islamabad gebracht worden, berichtete der US-Nachrichtensender CNN.

Das US-Außenministerium warnte US-Bürger vor nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Pakistan. Die Anwesenheit mehrerer ausländischer und einheimischer Terrorgruppen stelle eine mögliche Gefahr für US-Bürger in ganz Pakistan dar. Amerikaner sollten alle Protestkundgebungen und große Menschenansammlungen meiden, hieß es in der Mitteilung des Außenministeriums weiter.

Zusammenhang mit anderen Terrorwarnungen?

Unklar war, ob diese Maßnahme mit der Schließung von US-Botschaften und -Konsulaten in islamischen Staaten in Afrika, dem Nahen Osten und Asien zusammenhängt, hieß es bei CNN.

Das US-Außenministerium erinnerte daran, dass es in Pakistan häufig zu terroristischen Angriffen auf Zivilisten, Regierungseinrichtungen und ausländische Ziel kommt.

Die meisten der Führer des Terrornetzwerkes al Kaida sollen sich in Pakistan aufhalten. Al-Kaida-Chef Osama bin Laden war im Mai 2011 in Pakistan aufgespürt und von einem US-Spezialkommando getötet worden. Die Provinzregierung des Punjab, wo Lahore liegt, habe in dieser Woche die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, hieß es bei CNN weiter. Die Provinzregierung habe Geheimdienstberichte über mögliche Terrorbedrohungen zu den Festtagen nach Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan erhalten.

sas/DPA / DPA