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Kurs-Achterbahnfahrt: Wie Donald Trumps Finanzminister mit einer beruhigenden Info die Börse in Panik versetzte

Was ist los an den Börsen? Eine flaue Weltwirtschaft und Fehler bei Firmen wie Facebook ziehen die Kurse nach unten. Dazu kommt noch eine irrlichternde US-Regierung, die mit einer Botschaft beruhigen will und stattdessen erst Recht für Panik sorgt.

Donald Trump

Donald Trump - kein Freund der Zinspolitik des US-Notenbankchefs

AFP

Die zahllosen Börsenweisheiten von Warren Buffett, Superinvestor und drittreichster Mensch der Welt, laufen im Wesentlichen auf zwei Dinge hinaus: Aktien sind nichts für Leute, die schnelles Geld machen wollen und die beste Zeit für Aktienkauf ist dann, wenn sich niemand für Wertpapiere interessiert. So gesehen sollten sowohl Aktienbesitzer und solche, die es werden wollen, derzeit lieber die Füße stillhalten - denn an den Börsen ist der Teufel los.

Niemand will den Fed-Chef entlassen

Nach einem ohnehin anhaltenden Sinkflug brachen die Börsenkurse in den USA und Japan an Heiligabend plötzlich richtig ins Bodenlose - nur um zwei Tage später ein Tagesrekordplus zu erzielen. So etwa der Dow Jones, der fünf Prozent zulegte. An der Abwärtstendenz änderte der Hochsprung allerdings nicht viel - derzeit liegen sie Aktienkurse in USA und Japan auf dem Niveau vom Herbst 2017, die Börsen in Frankfurt und London sind auf den Stand vom Herbst 2016 zurückgefallen. An der Entwicklung ist, nicht nur, aber auch, Donald Trump mitschuldig.

Militärbasis in Rheinland-Pfalz: Trump besucht US-Soldaten in Ramstein – und verteilt Autogramme

Die Anleger beruhigten sich nun erst wieder, als US-Finanzminister Steven Mnuchin erklärt hatte, dass niemand die Absicht habe, Jerome Powell, Chef der US-Notenbank (Fed), zu entlassen. Das Gerücht poppte auf, weil Trump wochenlang per Twitter die Zinspolitik der Zentralbank harsch kritisiert hatte. Angeblich soll sich Trump sogar erkundigt haben, ob es ihm erlaubt sei, den Fed-Chef rauswerfen zu können. Es wäre ein beispielloser Schritt. Üblicherweise agieren die Notenbanken nicht nur in den USA unabhängig von den jeweiligen Regierungen, Trumps unablässige Kritik an Powell ("ahnungslos", "außer Kontrolle") wird von vielen Anlegern daher als besorgniserregende Einmischung betrachtet.

Noch am Montag legte der US-Präsident nach: "Das einzige Problem, das unsere Wirtschaft hat, ist die Fed. Sie hat kein Gefühl für Märkte und versteht nicht, dass Handelskriege nötig sind", schrieb er und versuchte indirekt, die Schuld an den flauen Aktienmärkten auch der Notenbank in die Schuhe zu schieben. Dabei hat Powell nichts anderes getan, als den Zinssatz wieder leicht zu erhöhen - ein Schritt, der von vielen Banken erhofft und erwartet worden war.

Wirtschaft scheint sich abzuflauen

Dabei sind sich die meisten Experten einig, dass die fallenden Kurse viele Gründe haben. Neben Trumps Handelspolitik die sich abkühlende Weltwirtschaft (so meldet China etwa schwache Wirtschaftsdaten) sowie an vielen Unternehmen selbst. Facebook etwa bekommt seit Monaten seine Datenprobleme nicht in den Griff. Folge: Ein Kursverlust von 24 Prozent im letzten Jahr. Oder Apple: Der bis vor kurzem noch wertvollste Konzern der Welt ist wegen Probleme mit dem iPhone innerhalb weniger Wochen um sieben Prozent eingebrochen.

Dazu kommt noch die nicht enden wollende Unruhe im Weißen Haus. So führte der Streit mit den oppositionellen Demokraten über den Haushalt und die Finanzierung einer Mauer an der US-mexikanischen Grenze zum so genannten Shutdown in Washington – dem Stillstand der Regierung. Wie lange der noch andauern wird, ist unklar, vermutlich aber bis ins nächste Jahr hinein, was die Märkte ebenfalls belastet.

Und dann sind da noch diese kleinen Unaufmerksamkeiten von Trumps Ministern. Angesichts der fallenden Kurse hatte Steve Mnuchin die Chefs der größten US-Banken angerufen, um zu überprüfen, dass diese über ausreichend Liquidität verfügen. Die Antwort lautete ja, was Mnuchin auch öffentlich machte. Danach aber gingen die Aktienmärkte erst Recht auf Talfahrt. Denn dort verstanden sie seine Botschaft so: die US-Regierung sorgt sich um einen bevorstehenden Banken-Ansturm –nicht selten Anzeichen oder Auslöser für eine veritable Wirtschaftskrise.

Quellen: "Onvista", "Finanzen.net", "Brokervergleich", "Bloomberg", "Reuters"

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.