Drohgebärden aus Downing Street Die vielen Ultimaten des Boris Johnson, die keiner mehr ernst nimmt (nicht einmal er selbst)

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien
Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien
© Toby Melville/PA Wire / DPA
Der Brexit ist praktisch done, nur ein Handelsdeal steht noch aus. Den will der britische Premierminister Boris Johnson mit einem Ultimatum erzwingen. Ernst nimmt er es selbst nicht. Und das nicht zum ersten Mal.

So langsam muss einen das Gefühl beschleichen, dass Boris Johnson das politische Instrument des Ultimatums doch nur sehr dürftig spielen kann. Zumindest bei der Europäischen Union scheinen die ständigen Drohgebärden des britischen Premiers mittlerweile ins eine Ohr hinein und ins andere wieder heraus zu gehen.

Es ist Donnerstag, der 15. Oktober – und es ist mal wieder Deadline

Die britische Regierung hat eine Einigung über einen Handelspakt bis zum EU-Gipfel verlangt, der heute in Brüssel beginnt. Und mit vorsichtiger Gewissheit lässt sich sagen, dass dieser morgen wohl ohne einen Deal enden dürfte. Allein: Das Szenario ist bereits eingepreist – und zwar vonseiten der EU.

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