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New York: Bodyguard von Ex-Premier Cameron lässt geladene Waffe auf Flugzeugtoilette liegen

Eine geladene Waffe hat an Bord eines British-Airways-Flugs für Aufregung gesorgt. Laut britischen Medien hatte der Leibwächter des britischen Ex-Premiers David Cameron die geladene Neun-Millimeter-Pistole auf der Bordtoilette liegen gelassen. Der Mann ist nun seinen Job los.

David Cameron und seine Frau Samantha bei einem offiziellen Termin

Auch vier Jahre nach seiner Amtszeit wird David Cameron noch rund um die Uhr von Leibwächtern beschützt – so wie hier während einer Sommerparty in London. Welcher Bodyguard ihn an Bord der British-Airways-Maschine bewachte, ist nicht bekannt.

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Ein gefährliches und unnötiges Missgeschick hat einen Leibwächter von Ex-Premierminister David Cameron den Job gekostet. Wie die britische "Daily Mail" berichtet, ließ der Mann am Sonntag unmittelbar vor dem Start eines Transatlantikflugs von New York nach London seine geladene Waffe auf der Bordtoilette liegen. Ein irritierte Passagier fand die Glock Kaliber 9 Millimeter samt Holster und übergab sie dem Kabinenpersonal. Auch den Pass Camerons vergaß der schusselige Bodyguard auf dem Flugzeugklo. Der britische Geheimdienst Scotland Yard hat den Vorfall inzwischen bestätigt. Camerons Leibwächter sei aus dem operativen Dienst entlassen worden, hieß es.

Waffe an Bord? Passagier protestiert und hat Erfolg 

Der Mann, der die Waffe auf der Bordtoilette fand, berichtete laut britischen Medien seinem Sitznachbarn davon. Doch der nahm ihm die Geschichte offenbar zunächst nicht ab. Wenig später meldete sich demnach der Pilot über Lautsprecher, um die besorgten Passagiere zu beruhigen. Denn das Gerücht um die Waffe hatte sich mittlerweile herumgesprochen. "Er erklärte, dass Sicherheitsleute Handwaffen an Bord von Flugzeugen mitführen dürfen und dass man dem Bodyguard seine Waffe zurückgegeben habe", zitiert "The Sun" einen Passagier. Damit war ein anderer Mitreisender überhaupt nicht einverstanden. Demnach äußerte er gegenüber dem Kapitän, dass er sich unwohl bei dem Gedanken fühle, dass sich eine geladene Waffe an Bord dieses Flugzeugs befinde. Wenige Minuten später soll der Flugkapitän gemeldet haben, dass die Pistole nicht mehr im Flieger sei. 

Ein Mann in Florida blendet ein landendes Flugzeug mit dem Laserpointer.

Unterdessen äußerte sich auch die Londoner Polizeibehörde Metropolitan Police, aus deren Reihen der Bodyguard kommen soll. "Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst und haben interne Ermittlungen eingeleitet", hieß es. David Cameron werde auch weiterhin von Beamten des Sicherheitsdienstes der "Met" bewacht. Keiner Schuld bewusst ist sich hingegen British Airways. Man habe sich an die in der zivilen Luftfahrt geltenden Vorschriften gehalten, so ein Sprecher. Demnach sei es der britischen Polizei gestattet, an Bord von Flugzeugen Feuerwaffen zu tragen. Auch seine Crew nimmt die Fluggesellschaft in Schutz. "Unsere Besatzung hat den Fall noch vor dem Start zügig gelöst. Danach gab es keine Probleme mehr an Bord."

Laut "Daily Mail" war Cameron privat unterwegs und hatte sich seiner Frau Samantha einen Wochenend-Trip nach New York gegönnt. Der 53-Jährige wird auch nach seinem Aus als Premierminister vor knapp vier Jahren rund um die Uhr von bewaffneten Beamten bewacht. Lebenslang.

Quellen: "Daily Mail" ; "Evening Standard"

js