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Nach Henkels Abgang: AfD sackt unter Fünf-Prozent-Marke

Henkel hat sein Amt als AfD-Vize niedergelegt - und seine Partei so vielleicht in eine noch tiefere Krise gestürzt. Erstmals seit Jahresbeginn sackt die AfD nun unter die Fünf-Prozent-Hürde.

Der frühere BDI-Präsident Henkel hatte dem Vorstand der rechtskonservativen AfD den Rücken gekehrt

Der frühere BDI-Präsident Henkel hatte dem Vorstand der rechtskonservativen AfD den Rücken gekehrt

Nach dem Rückzug des früheren BDI-Präsidenten Hans-Olaf Henkel aus dem AfD-Bundesvorstand sackt die Partei erstmals seit Jahresbeginn unter die Fünf-Prozent-Hürde.

Im neuen stern-RTL-Wahltrend vom Mittwoch fiel die eurokritische Partei gleich um 2 Prozentpunkte auf 4 Prozent. Die Linke kann sich im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 9 Prozent verbessern. Die Werte der anderen Parteien bleiben unverändert: CDU/CSU kommen weiterhin auf 42 Prozent, die SPD auf 24, die Grünen auf 10, die FDP auf 4 Prozent.

Der frühere BDI-Präsident Henkel hatte dem Vorstand der rechtskonservativen Partei am vergangenen Donnerstag den Rücken gekehrt. Der Vertreter des liberalen Flügels hatte sich seit längerem Auseinandersetzungen mit dem konservativen und nationalistischen Flügel geliefert. Nach Henkel war am Montag auch Patricia Casale aus dem Bundesvorstand zurückgetreten. Die AfD war 2013 von Gegnern der Euro-Rettungspolitik gegründet worden. Sie scheiterte bei der letzten Bundestagswahl knapp an der Fünf-Prozent-Hürde und ist heute in vier Länderparlamenten vertreten.

jen/DPA / DPA
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