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Absurde Forderung: CDU-Politiker wollen Friedensnobelpreis für Angela Merkel

Seit ein paar Stunden schweigen in der Ostukraine die Waffen - größtenteils. In den Augen von CDU-Abgeordneten ein Verdienst der Kanzlerin. Ein Friedensnobelpreis wäre da angebracht, oder?

Angela Merkel bei den Verhandlungen in Minsk. Ob die dort vereinbarte Waffenruhe halten wird, ist mehr als gewiss. CDU-Politiker wollen aber schon die Kanzlerin für den Friedensnobelpreis vorschlagen.

Angela Merkel bei den Verhandlungen in Minsk. Ob die dort vereinbarte Waffenruhe halten wird, ist mehr als gewiss. CDU-Politiker wollen aber schon die Kanzlerin für den Friedensnobelpreis vorschlagen.

Bundestagsabgeordnete der CDU haben ihre Parteichefin Angela Merkel für den Friedensnobelpreis ins Gespräch gebracht. Die Parlamentarier Karl-Georg Wellmann und Sylvia Pantel begründeten ihren Vorstoß in der "Bild am Sonntag" mit dem Vermittlungsengagement der Bundeskanzlerin in der Ukraine-Krise.

Was Merkel gemeinsam mit dem französischen Präsidenten François Hollande beim Krisengipfel in Minsk erreicht habe, sei "enorm", sagte Wellmann, der der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe im Bundestag vorsitzt. "Wenn daraus ein nachhaltiger Frieden entsteht, wäre der Friedensnobelpreis für diese Leistung ein logischer Schritt."

Merkel auf Mission

Noch sei aber nicht klar, ob der Waffenstillstand halte, sagte Wellmann weiter. Auch die CDU-Abgeordnete Pantel will Merkel für den Nobelpreis vorschlagen: "Wo andere Politiker versuchen, die Völker Europas gegeneinander auszuspielen, sieht sie ihre Mission darin, Europa zu einigen und das große Projekt der Mütter und Väter Europas weiter voranzutreiben."

Nach den Regeln des norwegischen Nobelkomitees haben Abgeordnete von Parlamenten grundsätzlich das Recht, einen Kandidaten für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen. Ein Vorschlagsrecht haben zudem unter anderem Regierungsmitglieder, Mitglieder internationaler Gerichte, das Nobelkomitee selbst und frühere Preisträger.

ivi/AFP / AFP