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stern-RTL-Wahltrend: Union legt wieder kräftig zu, AfD verliert

Die Terroranschläge von Paris stärken die "staatstragende" Partei - CDU/CSU legen im Vergleich zur Vorwoche in der Wählergunst um drei Punkte zu. Dem Koalitionspartner SPD würden dagegen weniger Wähler ihre Stimme schenken.

Für Angela Merkel und die Union geht's nach den Anschlägen in Paris in der Wählergunst um drei Prozentpunkte nach oben

Für Angela Merkel und die Union geht's nach den Anschlägen in Paris in der Wählergunst um drei Prozentpunkte nach oben

Nach den Terroranschlägen von Paris gewinnt die Union an Rückhalt in der Wählerschaft: Im stern-RTL-Wahltrend steigt der Wert von CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche gleich um drei Prozentpunkte auf nun wieder 39 Prozent. Die SPD dagegen verliert einen Punkt und kommt nur noch auf 24 Prozent. Die Grünen bleiben weiterhin bei 10 Prozent, die Linke behauptet ihre 9 und die FDP ihre 5 Prozent. Um einen Punkt auf 7 Prozent sinkt dagegen die Zustimmung zur AfD. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen 6 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 33 Prozent.

"Nach den Anschlägen in Paris ist eingetreten, was bisher schon nach allen früheren Terrorakten zu registrieren war", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner, "dass nämlich die führende 'staatstragende' Partei größeres Vertrauen erhält." Der kleinere Koalitionspartner SPD könne sich allerdings nicht verbessern, sondern verliere sogar. "Und auch am rechten Rand kommt es zu Verlusten: Die AfD fällt wieder auf 7 Prozent, die sonstigen Splitterparteien inklusive NPD gehen auf 6 Prozent zurück."

Auch Angela Merkel gewinnt wieder dazu

Güllner weiter: "Auch bei der Kanzlerpräferenz – wenn also die Spitze des Kanzleramts direkt gewählt werden könnte – zeigt sich die Tendenz, dass eine Stabilisierung der die Staatsmacht verkörpernden Institutionen einsetzt." Hier gewinnt Angela Merkel im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls drei Prozentpunkte hinzu, während SPD-Chef Sigmar Gabriel einen verliert. Mit 48 Prozent liegt Merkel damit 32 Prozentpunkte vor Gabriel mit 16 Prozent.

Sogar um fünf Punkte, nämlich von 23 auf 28 Prozent, steigt der Anteil derer, die der Union zutrauen, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden. Eine solche politische Kompetenz bescheinigen der SPD weiterhin nur 10 Prozent. 58 Prozent – zwei Punkte weniger als in der vergangenen Woche – trauen sie keiner Partei zu.

Datenbasis Wahltrend: Das Forsa-Institut befragte vom 16. bis 22. November 2015 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische  Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten. 


wm