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TV-Kritik

"Anne Will": GroKo-Parteien in Not: Kein Charisma, kein Profil und diese ungeduldigen junge Leute

Bei "Anne Will" gaben sich CDU und SPD geläutert und räumten ihr Versagen ein. Beide seien kein attraktives Produkt mehr. Es fehle so gut wie an allem: Charisma, Themen und Profil. Aber auch "die jungen Leute" seien Schuld an der Niederlage. 

Von Andrea Zschocher

Die Talkrunde bei "Anne Will"

Die Talkrunde bei "Anne Will"

Endlich gab es mal ehrliche Töne von SPD und CDU. Viel zu oft sind es doch auch diese zwei Parteien, die sich mit den immer gleichen Sätzen nach Wahlen über Wasser halten, die von "Arbeitsaufträgen" und "Warnhinweisen" der Wählerinnen und Wähler sprechen. Diesmal, so schien es, hatten zumindest Armin Laschet und Sigmar Gabriel erkannt, dass nur die Flucht nach vorn helfen wird. Und so sprachen sie bei "Anne Will" darüber, dass sie zurzeit für Wähler und Wählerinnen einfach kein attraktives Produkt sind. "Nach den Wahlen" hieß die Nach-Wahlbesprechung bei Will, und CDU und SPD gaben sich geschlagen. 

Zu Gast bei "Anne Will" waren: 

  • Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Parteivorsitzende
  • Melanie Amann, Leiterin des "Spiegel"-Hauptstadtbüros
  • Sigmar Gabriel (SPD), Ehemaliger Parteivorsitzender und Außen- und Wirtschaftsminister a.D.
  • Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
  • Christoph Schwennicke, Chefredakteur des "Cicero" 

Parteien ohne Profil 

CDU und SPD fehlt es, so Sigmar Gabriel, an Profil. Im Gegensatz zu sowohl den Grünen als auch der AfD fehle es den Volksparteien an Charisma. An Haltung. Und an Themen, für die sie stehen. Klimaschutz, das Thema, das für diese Europawahl eine große Rolle spielte, wird seit Jahren mit den Grünen in Verbindung gebracht. Statt eigene Ideen und ein starkes Profil zu entwickeln, habe die SPD nur versucht Innenpolitik auf europäische Ebene zu ziehen. Und überhaupt seien SPD und CDU "Konsensparteien. Wir leben in einer Zeit, in der Menschen eindeutige Antworten wollen. Das haben die Grünen und auch die Rechte geschafft."

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"Profillos und diffus", das sei der Wahlkampf der Koalitionsparteien gewesen. Und vielleicht ist das offene Benennen ein erster Anfang für Änderungen bei CDU und SPD.

Die jungen Menschen und die Europawahl

Laschet warf ein, dass  "die jungen Leute" ungeduldig sind, "die wollen jetzt sofort, aber das geht nicht sofort." Und dann zählte der Politiker all die Kommissionen auf, in denen u.a. die CDU sitzt. Fraglich, ob diese Aufzählung wirklich nur junge Menschen langweilt. Überhaupt, auffällig war, wie Gabriel und Laschet schnell dabei sind, ihre Niederlage auf die jungen Neuwählerinnen und Neuwähler zu schieben. Annalena Baerbock wies deswegen darauf hin, dass ihre Partei auch Zuwachs in der Altersgruppe der 60 bis 69-Jährigen verzeichnen konnte.

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Weitere Themenpunkte: 

  • Sollen dem Wahlergebnis personelle Konsequenzen folgen? Gabriel und Christoph Schwennicke sprachen sich dafür aus, waren aber über Andrea Nahles´ Entwicklung uneins.
  • Wird die Grüne den Kommissionspräsidenten Manfred Weber unterstützen?
  • Europa muss seine Souveränität unter Beweis stellen.
  • Grüne wählen sei eine Art Ablasshandlung, um dann mit gutem Gefühl "im SUV vom Wahllokal wegzufahren", so Schwennicke.
  • Sebastian Kurz und die Frage nach seiner Verantwortung für die Krise in der Republik Österreich.
  • Sigmar Gabriel will 2021 nicht nochmal für den Bundestag kandidieren.

Einig waren sich wohl alle Anwesenden, dass Taten wichtiger sein werden, als Worte. Und auch als Namen. Denn für die Wählerinnen und Wähler ist es entscheidender, dass die demokratischen Parteien "Antworten liefern", weil sonst, so Baerbock, die Populisten in fünf Jahren wieder da sind. Dass auch die natürlich ins Europaparlament einziehen, wurde nur am Rande thematisiert, auch, weil nicht sicher ist, ob sich verschiedene rechtspopulistische Parteien zusammenschließen werden oder nicht. Die Europawahl, sagte Sigmar Gabriel, ist ein Auftakt für den Kampf um Europa. Und der startet jetzt.

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rw
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(