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Castor: Transport mit Tücken

Nordrhein-Westfalen hat sich lange Zeit gegen die Fracht gesträubt. Keiner will den Atommüll aus der früheren DDR bei sich haben. Nun gehen die ersten 6 von 18 Castor-Behältern aus Dresden-Rossendorf doch auf die Reise nach Ahaus.

Eigentlich sollten die 18 Behälter mit Atommüll schon seit fast einem Jahr im Zwischenlager Ahaus in Westfalen stehen. Doch der heikle Transport der 951 abgebrannten Brennelemente aus dem seit 1991 stillgelegten Forschungsreaktor Dresden-Rossendorf ins Münsterland ist ein Unterfangen mit Hindernissen. Keiner wollte den strahlenden Rest nuklearer Forschungen aus DDR-Zeiten bei sich haben. Schon wurde der sicherheitspolitisch abwegige Gedanke laut, die aus Sowjetproduktion stammenden Brennstäbe nach Russland zurück zu transferieren.

Atomgesetz im Rücken

Im mit Gerichtsverfahren und gegenseitigen Schuldzuweisungen gespickten Politpoker setzte sich schließlich mit monatelanger Verzögerung Sachsen durch. Der Freistaat hatte dank vertraglicher Vereinbarungen und dem Atomgesetz im Rücken von vornherein die deutlich besseren Karten. Am kommenden Montag - mehr als sieben Jahre nach der bisher letzten Einlagerung in Ahaus im März 1998 - soll sich der erste der drei Lastwagen-Konvois schließlich auf die Strecke begeben.

Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) hat die bevorstehenden Castor-Transporte vom sächsischen Rossendorf nach Ahaus als "absolut unsinnig" bezeichnet. "Es macht überhaupt keinen Sinn, Atomtransporte quer durch die Republik zu fahren", sagte die Ministerin am Freitag in Münster. Ein besserer Weg wäre gewesen, die Behälter in Sachsen einzulagern", betonte die Ministerin. An allen wirtschaftlich betriebenen Atomkraftwerken gebe es dezentrale Zwischenlager. "Das wäre viel sinnvoller." Künftig drohten sogar noch mehr Transporte, warnte Höhn: "Nach der Ankündigung von Frau Merkel, den Atomausstieg rückgängig machen zu wollen, haben wir eine vollkommen veränderte Ausgangslage, auch was Transporte nach Ahaus betrifft." Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hatte für den Fall eines Unionssieges bei der Bundestagswahl angekündigt, es den Konzernen zu überlassen, die Atomkraftwerke so lange zu betreiben, wie dies technisch möglich sei.

NRW hatte sich lange Zeit mit Händen und Füßen gegen die Fracht gesträubt. Innenminister Fritz Behrens (SPD) hatte vor allem die Furcht vor enormen Kosten geltend gemacht. Aus den Erfahrungen von 1998 leitete er die Notwendigkeit erheblichen Polizeischutzes ab: Damals hatten mehr als 10.000 Demonstranten in Ahaus den Castoren aus den Kernkraftwerken Gundremmingen und Neckarwestheim einen wenig gastfreundlichen Empfang bereitet. Behrens' Wunsch nach einem Schienentransport wurde beim Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter aber nicht erhört.

Das Protestpotenzial ist internen Studien der Verfassungsschützer zufolge deutlich geringer geworden. "Um 8.00 Uhr müssen die Lehrer in die Schule - dann ist die Demo vorbei", wird schon in Polizeikreisen gewitzelt. Tatsächlich ist für Montagabend eine Demonstration mit nur 300 Teilnehmern vor dem Zwischenlager angemeldet - ein taktisches Manöver? Bürgerinitiativen und Anti-Atomkraft-Bewegungen aus der Region sind resigniert ob der rot-grünen Energiepolitik. Der auf Jahrzehnte angelegte Atomausstieg ist ihnen zu wenig. Auf der anderen Seite müssen grüne Umweltminister wie Jürgen Trittin und Bärbel Höhn nach Recht und Gesetz das abnicken, wogegen sie noch vor Jahren lautstark selbst an der Spitze der Atomkraftgegner demonstriert hatten.

"Stoppt die Renaissance der Atomkraft"

Mit dem politischen Wechsel von Rot-Grün zu Schwarz-Gelb in Düsseldorf und dem möglicherweise bevorstehenden Wechsel von Gerhard Schröder zu Angela Merkel in Berlin haben die Atomgegner wieder ein echtes Feindbild. Flugs änderten sie ihr Demonstrationsmotto: Nicht mehr "Stoppt den Castor" heißt es, sondern: "Stoppt die Renaissance der Atomkraft". Die Aktivisten beharren auf ihrer Forderung nach mehr Sicherheit. Die 200 Meter lange Halle außerhalb des Städtchens Ahaus sei nicht ausreichend geschützt. Einem Flugzeugabsturz oder einem terroristischen Angriff würde das Gebäude niemals standhalten, glaubt Felix Ruwe, Vorsitzender der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus". Das bestreiten auch die Betreiber des Brennelemente-Zwischenlagers selbst nicht. Doch stehe die Wahrscheinlichkeit einer solchen Bedrohung in keinem Verhältnis zum Nutzen der Anlage.

Der harte Kern der Castorgegner wird sich vom Demonstrieren dennoch nicht abhalten lassen. "Massive Aktionen" sind sowohl in Sachsen als auch in Nordrhein-Westfalen angekündigt. Autobahnbrücken und Abfahrten entlang der 600 Kilometer langen Strecke - vermutlich von Rossendorf über Erfurt, Kassel und Oberhausen nach Ahaus - gelten als neuralgische Punkte für Störaktionen. In mehreren Bundesländern sind tausende Polizisten in Alarmbereitschaft. Allein dafür müssen die Länder Millionensummen bereithalten.

Michael Donhauser/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(