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Mögliches Ende der Kabinettskarriere: Regierung kommentiert Kristina Schröders Pläne nicht

Alles nur Gerüchte? Aus Kreisen der CDU heißt es, Kristina Schröder wolle nach der Bundestagswahl nicht mehr ins Bundeskabinett. Die Bundesregierung äußert sich dazu nicht.

Die Bundesregierung will Spekulationen über ein Ende der Kabinettskarriere von Bundesfamilienministerin #link;http://www.stern.de/wirtschaft/immobilien/kristina-schroeder-91194025t.html;Kristina Schröder# (CDU) nicht kommentieren. Kanzlerin Angela Merkel schätze die Arbeit der Ministerin, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. "Es gibt keinen Grund, über ihre weitere Zukunft nachzudenken." Im übrigen sehe Merkel auch keinen Anlass, vor der Bundestagswahl über einen neuen Zuschnitt des schwarz-gelben Kabinetts zu debattieren.

Unter Berufung auf Informationen aus der hessischen CDU-Führung hatte "Bild am Sonntag" berichtet, dass Schröder auch bei einem für die Union erfolgreichen Ausgang der Bundestagswahl nicht mehr dem nächsten Kabinett angehören werde. Sie wolle sich - so der Bericht - nach der Wahl verstärkt um ihre Familie kümmern. Schröder ist die erste Ministerin, die im Amt Mutter wurde. Ihre Tochter Lotte kam im Juni 2011 zur Welt. Schröders Sprecher Christoph Steegmans hatte bereits am Sonntag jeden Kommentar zu dem Bericht abgelehnt.

Es ist bekannt, dass die 35-jährige Bundesfamilienministerin in ihrem hessischen CDU-Landesverband wenig Rückhalt genießt. Angelastet wird ihr unter anderem das Eintreten für die Gleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften. Obwohl Schröder als amtierende Ministerin eigentlich der Spitzenplatz auf der Landesliste der Hessen-CDU zur Bundestagswahl zustünde, lässt sie nach parteiinternen Debatten jetzt Ex-Verteidigungsminister Franz Josef Jung, 64, den Vortritt.

steh/DPA / DPA