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Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe: Rechtsextreme Verbrechen und staatliches Versagen: Chronik des NSU-Terrors

Mit dem Urteil im NSU-Prozess ist einer der wichtigsten Strafprozesse der deutschen Geschichte zu Ende gegangen. Sehen Sie hier eine Chronik der Geschehnisse - von der Bombenwerkstatt in Jena (1998) bis zur Urteilsverkündung in München (2018).

NSU-Chronik

Chronik des NSU-Terrors - eine Übersicht:

  • 26. Januar 1998: In Jena hebt die Polizei eine Bombenwerkstatt der Rechtsextremisten Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe aus. Die drei Neonazis tauchen ab.
  • 18. Dezember 1998: Böhnhardt und Mundlos überfallen einen Supermarkt in Chemnitz – der erste Überfall von mindestens 15 bis 2011, bei denen insgesamt rund 600 000 Euro erbeutet werden.
  • 9. September 2000 bis 29. August 2001: Innerhalb von elf Monaten ermordet der NSU den Blumenhändler Enver Simsek, den Schneider Abdurrahim Özüdogru und die Obsthändler Süleyman Tasköprü und Habil Kiliç.
  • 25. Februar 2004 bis 6. April 2006: Der NSU ermordet den Verkäufer Mehmet Turgut und die Kleingewerbetreibenden Ismail Yasar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubasik und Halit Yozgat.
  • 9. Juni 2004: Der NSU verübt in der Kölner Keupstraße ein Bombenattentat. 22 Menschen werden verletzt, manche schwer.
  • 25. April 2007: Die Bereitschaftspolizistin Michèle Kiesewetter wird in ihrem Dienstfahrzeug in Heilbronn erschossen. Ihr Kollege überlebt schwer verletzt.
  • 4. November 2011: Mundlos und Böhnhardt werden nach einem Überfall auf eine Sparkasse in Eisenach erschossen in ihrem Wohnmobil aufgefunden. Die Ermittlungen ergeben: Suizid.
  • 4. November 2011: Beate Zschäpe legt Feuer in der Zwickauer Wohnung, in der sie zuletzt mit Mundlos und Böhnhardt lebte.
  • 8. November 2011: Nach viertägiger Flucht stellt sich Beate Zschäpe in Jena der Polizei.
  • 15. November 2011: Bund und Länder einigen sich auf ein gemeinsames "Abwehrzentrum Rechtsextremismus", das Informationen besser vernetzen soll.
  • Ab 2012: Das Bundeskriminalamt überprüft nach eigenen Angaben 4000 bisher unaufgeklärte Tötungs- und mehr als 100.000 Sprengstoffdelikte auf eine Verbindung zum NSU.
  • 23. Februar 2012: Im Berliner Schauspielhaus am Gendarmenmarkt findet ein Staatsakt zum Gedenken an die Opfer des NSU statt. Angela Merkel bittet um Verzeihung und verspricht, alles zu tun, um die Morde aufzuklären und die Helfershelfer und Hintermänner zu finden.
  • 2. Juli 2012 bis 30. Juni 2013: Der Chef des Bundesamts und die Chefs der Landesämter für Verfassungsschutz (bzw. ihre Stellvertreter) in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin verlieren ihre Jobs.
  • 6. Mai 2013: Vor dem 6. Strafsenat des Münchner Oberlandesgerichts beginnt der NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte.
  • Sommer 2016: DNA-Spuren Uwe Böhnhardts werden an einem Stoffstück entdeckt. Es stammt von dem Ort, an dem man im Juli die Leiche der neunjährigen Peggy Knobloch gefunden hat. Eine falsche Fährte: Verunreinigtes Material ist offenbar durch die Spurensicherung an den Leichenfundort gelangt.
  • 25. Juli 2017: Im Prozess beginnt das Plädoyer der Bundesanwaltschaft. Fragen nach weiteren Tätern des NSU bezeichnet sie als "Fliegengesumme".
  • 2018: Mit dem Urteil geht einer der wichtigsten Strafprozesse der deutschen Geschichte zu Ende
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.