Ronald Schill Angebliches Koks-Video bleibt ohne Konsequenzen


Seit einer Woche kursiert ein Video im Internet, in dem der ehemalige "Richter Gnadenlos", Ronald Barnabas Schill, beim Schnupfen von Kokain zu sehen sein soll. Sogar von einer Kürzung seiner Pension war zwischenzeitlich die Rede. Jetzt gab das Hamburger Personalamt Entwarnung für den Ex-Politiker.

Dem früheren Hamburger Innensenator Ronald Schill droht im Zusammenhang mit einer Filmaufnahme beim angeblichen Kokain-Konsum keine Einschränkung seiner Pensionsbezüge. Es gebe keine Möglichkeit, dem 49-Jährigen deswegen seine Pension von rund 1.400 Euro als ehemaliger Amtsrichter zu kürzen, zitierte die "Bild-Zeitung" am Montag den Leiter des Hamburger Personalamtes, Volker Bonorden. Im Internet kursiert seit vergangener Woche ein Video, das den Ex-Politiker beim Schnupfen eines weißen Pulvers zeigt. Schill hatte sich in seiner Amtszeit als Hamburger Innensenator von 2001 bis 2003 als harter Kämpfer gegen den Drogenhandel profilieren wollen. Schon damals hatte es Behauptungen gegeben, Schill selbst sei Kokain-Konsument, was Schill immer zurückwies. Laut "Bild-Zeitung" räumt Schill auf dem Video ein, ein Drogentest zur Erhärtung seiner Angaben sei gefälscht worden. Schill war 2001 nach einem Sensationserfolg von fast 20 Prozent der Wählerstimmen Innensenator in einer Koalition aus CDU, Schill-Partei und FDP geworden. Im Jahr 2003 warf von Beust Schill nach einem Erpressungsversuch aus dem Senat. Der frühere Amtsrichter zog sich nach seiner Wahlniederlage 2004 aus Hamburg zurück und verbrachte viel Zeit in Brasilien. Schill war vor seiner Polit-Karriere Amtsrichter und wurde wegen harter Urteile als "Richter Gnadenlos" bekannt.

AP/chr


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