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#MeToo-Debatte: WDR-Korrespondent belästigte Praktikantin sexuell - und es blieb weitgehend folgenlos

Er zeigte einer Praktikantin auf dem Hotelzimmer einen Pornofilm und machte einer weiteren Kollegin sexuelle Avancen. Recherchen von stern und Correctiv zeigen, dass dieses Verhalten für einen WDR-Korrespondenten nicht allzu harte Folgen hatte.

WDR-Zentrale unter dem Kölner Dom - Sexuelle Belästigung bleibt für WDR-Korrespondenten nahezu folgenlos

Der WDR in Köln beteuert, dass er sexuelle Belästigung "nicht toleriert". Für einen Korrespondent des Senders, der weiterhin im TV zu sehen ist, hat sein Fehlverhalten allerdings keine allzu harten Konsequenzen.

DPA

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat sich einige Monate vor Beginn der #MeToo-Debatte intensiv mit dem Thema sexuelle Belästigung befassen müssen. Entsprechenden Vorwürfen einer Mitarbeiterin und einer früheren Praktikantin ging unter anderem die WDR-Chefredakteurin Fernsehen, Sonia Mikich, nach. Das berichten der stern und das Recherchezentrum Correctiv.

Die Vorwürfe betreffen einen Korrespondenten, der weiter für den WDR tätig ist. 2012 lud er die Praktikantin auf einer Dienstreise in sein Hotelzimmer, reichte Champagner und zeigte ihr auf seinem Laptop einen Pornofilm. Einer anderen Kollegin machte er in einem längeren E-Mail-Wechsel sexuelle Avancen. Der Korrespondent bezeichnete sich dabei als "Alpha-Tier" und schrieb, er bekomme immer, was er wolle.

WDR belässt es bei Eintrag in Personalakte

Nach Recherchen von stern und Correctiv erhielt der Korrespondent nach der Aufarbeitung des Falles in den ersten Monaten des Jahres 2017 keine Abmahnung. Die Vorwürfe wurden allerdings in seiner Personalakte vermerkt. Der WDR erklärte auf Anfrage, man habe Fälle sexueller Belästigung "mit dem Maximum an rechtlichen und disziplinarischen Möglichkeiten" verfolgt. In den vergangenen zehn Jahren sind nach Angaben einer Sprecherin sieben Fälle aktenkundig geworden. Nach Informationen von stern und Correctiv befindet sich darunter ein weiterer bekannter Journalist des Senders, der regelmäßig in "Tagesschau" und "Tagesthemen" zu sehen ist.

Die Praktikantin, die den Fall des Korrespondenten beim WDR gemeldet hatte, zeigte sich stern und Correctiv gegenüber enttäuscht. Die Chefredakteurin Sonia Mikich habe ihr abschließend geschrieben, dass der WDR sexuelle Belästigung nicht toleriere. "Aber was", fragt die ehemalige Praktikantin, "war die Konsequenz für diesen Typen, der mich immer noch anschaut im Fernsehen? Ein paar Gespräche und ein Eintrag in seiner Personalakte."




stern
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.