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Die Morgenlage Aufatmen in Neuseeland: Tausende kehren nach Tsunami-Warnung in ihre Häuser zurück

Die Morgenlage: Aufatmen in Neuseeland: Tausende kehren nach Tsunami-Warnung in ihre Häuser zurück
Sehen Sie im Video: Seebeben vor Neuseeland sorgt für Tsunami-Warnung.




Ein Seebeben der Stärke 8,0 und mehrere Nachbeben haben am Donnerstag die Region nordöstlich von Neuseeland erschüttert. Die Behörden in dem Inselstaat im Pazifik hatten zunächst eine Tsunami-Warnung ausgegeben, die inzwischen jedoch wieder aufgehoben wurde. Die Bevölkerung an der Ostküste der Nordinsel wurde jedoch aufgefordert, sich von Stränden fernzuhalten und vom Baden abzusehen. Wellen von bis zu drei Metern Höhe könne man nicht ausschließen, teilten die Behörden mit. Die Erdstöße waren auch in den Großstädten Wellington, Auckland und Christchurch zu spüren. Von größeren Schäden oder Verletzten wurde zunächst nichts bekannt.
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WHO Europa lehnt geplante Impfpässe ab +++ Peking will Wahlen in Hongkong stärker kontrollieren +++ Papst besucht den Irak +++ Die Nachrichtenlage am Freitagmorgen. 

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

tausende aus Furcht vor einem Tsunami aus ihren Häusern geflüchtete Menschen können aufatmen und dürfen in ihre Heime zurückkehren. Drei heftige Erdbeben hatten den Inselstaat zuvor erschüttert, es war vor einem Tsunami mit meterhohen Wellen gewarnt worden.

In China endet derweil offenbar das Prinzip "Ein Land, zwei Systeme", beim Treffen des Nationalen Volkskongresses in Peking soll ein Gesetz verabschiedet werden, nach dem Wahlen in der Sonderverwaltungszone Hongkong künftig stärker kontrolliert werden. 

Ein Zeichen des Friedens setzt wiederum Franziskus, der als erster Papst den Irak besucht.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag: 

Neuseeland: Tausende dürfen nach Tsunami-Warnung in Häuser zurück

Der Zivilschutz teilte am Freitag mit, die nach den heftigen Erdbeben ausgesprochene Tsunami-Warnung für weite Teile der Pazifikregion sei aufgehoben worden, die größten Wellen seien vorüber. Zuvor hatten drei heftige Erdbeben das Land erschüttert, vor einem Tsunami mit bis zu drei Meter hohen Wellen war gewarnt worden. Über mögliche Schäden oder Verletzte gab es keine Berichte. 

Das heftigste Beben hatte die Stärke 8,1 und ereignete sich nahe der Kermadec-Inseln, etwa 800 Kilometer nordöstlich der Nordinsel Neuseelands. Kurz darauf folgte ein weiteres der Stärke 7,4 in der gleichen Region. Stunden zuvor gab es bereits Erdstöße der Stärke 7,1 rund 100 Kilometer vor der Küste des Bezirks Gisborne.

Premierministerin Jacinda Ardern sagte, Neuseeland habe in letzter Zeit viel Pech gehabt. "Es ist schwer, nicht das Gefühl zu haben, dass unser Land eine Pechsträhne hat, da wir an einem Tag mit einem Erdbeben, einer Tsunami-Warnung und einer Pandemie zu kämpfen haben." 

Der Zivilschutz warnte weiter vor starken und ungewöhnlichen Strömungen sowie unvorhersehbaren Fluten. Das Frühwarnsystem Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) hatte nach den Beben vor einem Tsunami gewarnt. Die Küstenbewohner der betroffenen Gebiete wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen und die Lage sehr aufmerksam zu verfolgen. Die Tsunami-Warnung galt auch für Inselgruppen wie die Cook-Inseln, Fidschi, Neukaledonien, Tonga, Vanuatu und die Salomonen.

WHO Europa lehnt geplante Impfpässe ab - Pandemie Anfang 2022 vorbei

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lehnt die von der EU-Kommission geplanten Impfpässe ab. Zwar sei die für den Sommer angekündigte Einführung "wohl unvermeidlich", sagte der Regionaldirektor der WHO/Europe, Hans Kluge, der "Welt". "Aber es ist keine Empfehlung der WHO." Es gebe ernste Bedenken: So sei unsicher, wie lang eine Immunität anhalte. Auch könne ein Impfstoff "nicht unbedingt die Ansteckung anderer Menschen verhindern".

Die EU-Kommission will am 17. März den Gesetzentwurf für einen "digitalen grünen Pass" vorlegen, der Corona-Impfungen, Covid-Erkrankungen und negative Tests vermerken soll. Ziel ist, einen sicheren Weg zur Aufhebung von Beschränkungen und zum Reisen in Europa zu finden. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union hatten zuvor vereinbart, die Pläne für einen digitalen Impfpass voranzutreiben. Binnen drei Monaten sollen die technischen Voraussetzungen stehen, damit Corona-Geimpfte europaweit fälschungssicher ihre Immunisierung nachweisen können.

Peking will Wahlen in Hongkong stärker kontrollieren

China will Wahlen in der Sonderverwaltungszone Hongkong künftig stärker kontrollieren. Laut einem Gesetzesentwurf sollen Kandidaten für das Hongkonger Parlament in Zukunft von einem Peking-treuen Wahlkomitee nominiert werden, wie der Vize-Vorsitzende des Ständigen Ausschusses, Wang Chen am Freitag beim Treffen des Nationalen Volkskongresses in Peking erklärte. Das einwöchige Treffen des Parlaments der Volksrepublik mit rund 3000 Abgeordneten findet einmal im Jahr statt. 

Bereits im Vorfeld des Kongresses war spekuliert worden, dass die chinesische Führung dabei ihre Kontrolle über die Finanzmetropole ausweiten könnte. Gerätselt worden war über die genaue Form der geplanten Änderungen. Die Abgeordneten des Volkskongresses nehmen in der Regel jeden Gesetzesvorschlag mit großer Mehrheit an. Das 1200 Mitglieder zählende Wahlkomitee in Hongkong ist größtenteils mit Peking-Unterstützern besetzt. Unter anderem wird Hongkongs Regierungschef von ihnen gewählt. 

USA verhängen weitere Sanktionen gegen Militärjunta in Myanmar

Die USA haben ihre Sanktionen gegen die Militärjunta in Myanmar weiter verschärft. Die neuen Strafmaßnahmen seien eine Reaktion auf die "schockierende und tödliche Gewalt" gegen Demonstranten, erklärte US-Außenminister Antony Blinken am Donnerstag. Er rief zur "Wiederherstellung der Demokratie" in Myanmar auf. 

Nach Angaben des Handelsministeriums verhängten die USA neue Exportbeschränkungen gegen Myanmar. Demnach unterliegen Ausfuhren in das Land nun strengeren Kontrollen. Die Sanktionen betreffen das Verteidigungs- und das Innenministerium, für den Putsch verantwortliche Generäle sowie zwei staatseigene Unternehmen. Der Export von Gütern, die für militärische Zwecke genutzt werden könnten, soll durch die Kontrollen unterbunden werden. 

Die Militärherrscher in Myanmar setzen trotz internationalen Drucks weiter auf massive Gewalt gegen die Demonstranten, um die seit dem Putsch anhaltenden Proteste zu stoppen. Allein am Mittwoch, dem bislang blutigsten Tag der Proteste, wurden nach UN-Angaben 38 Menschen bei Kundgebungen getötet.

Chelsea schlägt Liverpool, Klopp verliert deutsches Trainerduell

Jürgen Klopp hat das deutsche Trainerduell in der englischen Premier League gegen Thomas Tuchel verloren. Mit Fußballmeister FC Liverpool unterlag Klopp am Donnerstagabend zuhause in Anfield 0:1 (0:1) gegen Tuchels FC Chelsea. Es war die fünfte Heimniederlage in Serie für die kriselnden Reds - das gab es in der Vereinsgeschichte noch nie. Die Blues bleiben auch im zehnten Spiel unter Tuchel ungeschlagen.

Das wird heute wichtig:

Bundesrat stimmt über Corona-Hilfsmaßnahmen ab

Der Bundesrat stimmt ab 9.30 Uhr über die neuen Corona-Hilfsmaßnahmen für Betriebe, Familien und Geringverdiener ab. Unter anderem geht es um den einmaligen Zuschuss von 150 Euro für die Bezieher von Grundsicherung, um deren pandemiebedingte Härten abzumildern. Ebenfalls einmalig 150 Euro sollen Familien je Kind bekommen, für das sie auch Kindergeld erhalten.

Entschieden wird daneben über die Verlängerung des vereinfachten Zugangs zu den Grundsicherungssystemen, die Verlängerung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von sieben Prozent auf Speisen in der Gastronomie bis Ende 2022 und über das Anheben des steuerlichen Verlustrücktrags für Unternehmen und Selbstständige auf 10 Millionen Euro beziehungsweise 20 Millionen Euro bei Zusammenveranlagung.

Steinmeier spricht Hinterbliebene von Corona-Opfern

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rückt an diesem Freitag die Opfer der Corona-Pandemie ins Blickfeld. Steinmeier spricht mit Hinterbliebenen, die während der Gesundheitskrise Angehörige verloren haben. Davor hält er um 10 Uhr im Schloss Bellevue in Berlin eine Ansprache. Bis Donnerstag waren 71.240 Menschen in Deutschland mit oder an Covid-19 gestorben. Nach Ostern will das Staatsoberhaupt mit einer zentralen Gedenkfeier die Erinnerung an die Toten der Corona-Pandemie wach halten. 

Bundestag berät über Rehabilitierung homosexueller Soldaten

Der Bundestag berät ab 15.40 Uhr über die Rehabilitierung homosexueller Soldaten. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zielt ab auf Soldatinnen und Soldaten, die wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen, wegen ihrer homosexuellen Orientierung oder wegen ihrer geschlechtlichen Identität dienstrechtlich benachteiligt worden sind.

Franziskus reist als erster Papst in den Irak

Papst Franziskus wird im Irak zu einem viertägigen Besuch erwartet. Es ist die erste Reise eines Oberhaupts der katholischen Kirche in das Land mit etwa 40 Millionen Einwohnern, von denen die große Mehrheit muslimischen Glaubens sind. In der Hauptstadt Bagdad stehen für den 84-Jährigen unter anderem Treffen mit Ministerpräsident Mustafa al-Kasimi und Staatschef Barham Salih auf dem Programm. Geplant sind auch Gespräche mit Vertretern der Zivilgesellschaft und der Ortskirche.

Franziskus will innerhalb von knapp vier Tagen unterschiedliche Regionen des Landes besuchen. Wie bei früheren Reisen soll der Dialog mit anderen Religionen im Zentrum stehen. Zu den Höhepunkten gehört ein Treffen mit dem wichtigsten schiitischen Geistlichen des Irak, Großajatollah Ali al-Sistani. Auf dem Programm steht zudem eine interreligiöse Begegnung in der Ebene von Ur, aus der nach biblischer Überlieferung Abraham stammt. Im Norden will er die Stadt Mossul besuchen, früher wichtigste Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Im nahegelegen Ort Karakosch trifft er sich ebenfalls mit Christen. Wegen Verfolgung, Krieg und wirtschaftlicher Not ist die christliche Gemeinde des Irak mit einst mehr als einer Million Gläubigen in den vergangenen Jahrzehnten stark geschrumpft. Schätzungen gehen heute von 250.000 bis 400.000 Christen aus. Insgesamt hat das Land etwa 40 Millionen Einwohner. Viele Mitglieder der religiösen Minderheit hoffen seit langem auf einen Papstbesuch und sehen darin ein Hoffnungszeichen.

Urteil im Prozess um Tod von Kita-Kind Greta erwartet

Elf Monate nach dem mutmaßlichen Mord an der kleinen Greta in einer Viersener Kita wird um 14 Uhr das Urteil erwartet. Angeklagt ist am Landgericht Mönchengladbach die 25-jährige Erzieherin des kleinen Mädchens. Sie soll das Kind erstickt haben, beteuerte aber bis zuletzt ihre Unschuld. Der Staatsanwalt hat lebenslange Haft für die junge Frau beantragt, außerdem die Feststellung der besonderen Schwere ihrer Schuld und die Verhängung eines Berufsverbotes als Erzieherin.

Nach brutaler Attacke in Stuttgarter Krawallnacht: Urteile erwartet

Nach einer besonders brutalen Attacke in der Stuttgarter Krawallnacht werden um 9 Uhr die Urteile gegen zwei mutmaßliche Randalierer erwartet, denen versuchter Totschlag vorgeworfen wird. Ein heute 17-Jähriger aus Geislingen/Steige soll in der aufgeheizten Juni-Nacht unter anderem einen am Boden liegenden und bereits bewusstlosen Studenten gegen den Kopf getreten haben. Auch sein 19 Jahre alter Begleiter aus Esslingen steht wegen des Angriffs vor Gericht. Die beiden Deutschen gehören zu den 130 Verdächtigen, die die Polizei bislang zur Krawallnacht ermittelt hat.

Berlinale gibt Gewinnerfilm bekannt

Die Berlinale will um 12 Uhr bekanntgeben, welcher Film den Goldenen Bären gewinnt. Wegen der Pandemie finden die Filmfestspiele vorerst online statt - im Juni soll ein öffentliches Festival in Berlin folgen. Auch die Auszeichnungen soll dann verliehen werden. Im Rennen sind diesmal 15 Filme. Darunter sind mehrere deutsche Produktionen, etwa die Literaturverfilmung "Fabian oder Der Gang vor die Hunde" von Dominik Graf und der Psychothriller "Nebenan" von Schauspieler Daniel Brühl.

Schalke hofft im Kellerduell mit Mainz auf Schub durch Grammozis

Dem FC Schalke 04 bietet sich im Kampf um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga die wohl letzte Chance auf ein Happy End. Das Kellerduell mit dem FSV Mainz 05 um 20.30 Uhr (DAZN) hat für den Revierclub bei bereits neun Punkten Abstand zum Nichtabstiegsplatz 15 Endspielcharakter. Das Schlusslicht hofft auf einen neuen Schub durch Dimitrios Grammozis, der in dieser Woche als bereits fünfter Trainer in dieser Saison vorgestellt wurde. 

les/rös DPA AFP

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