HOME

Die Morgenlage: Verspätete Briefe, nicht gelieferte Pakete: Beschwerden über Post und Co. auf Rekordhoch

Beschwerden über die Post schnellen nach oben +++ Umfrage: Klimawandel bereitet Deutschen die meisten Sorgen +++ Streik der Germanwings-Flugbegleiter +++ Die Nachrichtenlage am Montag.

Ein DHL-Paketbote bei der Arbeit

Ein DHL-Paketbote bei der Arbeit

DPA

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

ist das Weihnachtspaket bei Ihnen erst nach den Feiertagen angekommen? Dann sind Sie offenbar nicht alleine mit ihrem Ärger über die Post/DHL und andere Paketdienste. Die Beschwerden bei der Bundesnetzagentur über Probleme bei der Zustellung befinden sich auf einem Rekordhoch, wie die Behörde mitteilt.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Wir haben für Sie zusammengefasst, was in der Nacht passiert ist:

Beschwerden über die Post schnellen nach oben

Immer mehr Bürger machen ihrem Ärger über die Deutsche Post Luft. Die Zahl der Beschwerden sei 2019 um mehr als ein Drittel auf rund 17.200 gestiegen, teilte die Bundesnetzagentur am Montag mit. Es geht vor allem um verspätete oder falsch zugestellte Briefe. Für Ärger sorgte auch, wenn der Paketbote nach Darstellung der Empfänger gar nicht geklingelt, sondern nur den Abholschein eingeworfen hat. Verglichen mit 2017 hat sich die Zahl der Beschwerden fast verdreifacht, damals waren es 6100. 2018 kam es zu einer Verdopplung auf 12.600, nun ging es weiter nach oben. Die Zahl für 2019 ist noch unvollständig, es sind nur Beschwerden bis Mitte Dezember enthalten.

Die kritischen Wortmeldungen bei der Bonner Regulierungsbehörde beziehen sich auf die ganze Branche – also auch auf die Wettbewerber. Da der ehemalige Staatskonzern aber mit großem Abstand Marktführer ist, richtet sich die allermeiste Kritik gegen die Arbeit seiner Beschäftigten. Die Aussagekraft der Beschwerden ist aber begrenzt. Denn unklar ist, ob der Anstieg an einer schlechteren Arbeit liegt, oder an der höheren Bekanntheit der Beschwerdemöglichkeit.

Deutlich weniger Großspenden für politische Parteien

Die im Bundestag vertretenen Parteien haben im zu Ende gehenden Jahr einen starken Einbruch bei Großspenden hinnehmen müssen. Die Gesamtsumme ging von rund 3,1 Millionen auf 1,2 Millionen Euro zurück. Besonders hart traf es CDU und CSU. Die CDU hatte im vergangenen Jahr rund 1 Million Euro an Großspenden eingenommen, nun nur noch 335.002 Euro. Und die CSU, die 2018 noch von einem Spender mit 625.000 Euro bedacht worden war, musste sich 2019 mit 95.000 Euro begnügen. Wie schon im Vorjahr erhielt die AfD auch 2019 keine einzige Großspende. 

Esken lehnt umfassenderes Mandat der Bundeswehr in Afrika ab

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat den Vorstoß von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für ein umfassenderes Mandat der Bundeswehr in der südlichen Sahara zurückgewiesen. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte sie: "Wir akzeptieren keine undurchdachten Militäroffensiven und keine Redefinition der deutschen Außenpolitik aus dem Verteidigungsministerium." Wie bei ihrem Vorstoß zu Syrien agiere die CDU-Vorsitzende wieder ohne Absprache in der Regierung, sagte Esken.

Umfrage: Klimawandel bereitet Deutschen die meisten Sorgen

Die Deutschen sehen einer Umfrage zufolge den Klimawandel als größte Gefahr für Stabilität und Sicherheit auf der Welt an. Wie aus einer Insa-Umfrage für "Bild" hervorgeht, gaben 42 Prozent der Befragten an, dass ihnen der Klimawandel diesbezüglich am meisten Sorgen bereite. Dahinter folgen demnach der islamistische Terrorismus (38 Prozent) und weltweite Migrationsbewegungen (33 Prozent).

US-Armee: Vier Shebab-Kämpfer bei US-Luftangriffen in Somalia getötet

Bei US-Luftangriffen in Somalia sind nach Armeeangaben vier Kämpfer der radikalislamischen Shebab-Miliz getötet worden. Wie das Afrika-Kommando der US-Streitkräfte mitteilte, führte die US-Armee am Sonntag drei Luftangriffe in dem ostafrikanischen Land aus, die mit der dortigen Regierung abgestimmt worden seien.

Was heute wichtig wird

Das sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:

Streik der Germanwings-Flugbegleiter

Flugbegleiter der Germanwings haben einen dreitägigen Streik begonnen. Der Ausstand, der bis einschließlich Neujahr dauern soll, lässt bundesweit insgesamt rund 180 Flüge ausfallen, wie aus einer Übersicht auf der Internetseite von Eurowings hervorgeht. Germanwings führt ihre Flüge für Eurowings aus. Zum Streik aufgerufen hat die Kabinengewerkschaft Ufo.

Wetterbilanz: Auch 2019 war es heiß und trocken

Der Klimawandel wird sich in der Wetterbilanz von 2019 niederschlagen: Meteorologen gehen davon aus, dass das ablaufende Jahr erneut eines der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sein wird. Der Sommer 2019 war besonders heiß und trocken, gleich mehrere Hitzerekorde wurden geknackt. Genaue Daten wird der Deutschen Wetterdienst am Mittag in Offenbach in seiner vorläufigen Jahresbilanz veröffentlichen.

Hobbyforscher präsentiert Statistik zu beliebtesten Vornamen

Der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld veröffentlicht im Tagesverlauf seine Statistik zu den beliebtesten Vornamen in Deutschland. Er stützt seine Auswertung auf 610 verschiedene Quellen in bundesweit 480 Städten – zumeist Geburtskliniken, aber auch Meldungen aus zehn Standesämtern. Zuletzt waren bei den Namen Emma und Ben vorn.

Vornamen für Jungen und Mädchen: Diese Babynamen liegen 2018 voll im Trend

Beide Halbfinals am Abend: Quartett kämpft um Endspiel bei Darts-WM

Ab 20 Uhr werden die beiden Finalisten für die Darts-Weltmeisterschaft in London ermittelt. Im Alexandra Palace werden nacheinander die beiden Halbfinalspiele im Modus Best-of-11-Sets ausgetragen.

Weitere Nachrichten lesen Sie hier bei stern.de. Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihre stern-Redaktion

wue / DPA / AFP