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Korruption und Bestechlichkeit: Israelische Polizei ermittelt in London gegen Netanjahu

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu steht weiter wegen Korruptionsvorwürfen unter Druck. Die Polizei ermittelt nun in London gegen den Politiker. Hat der Staatschef auch die Medien beeinflusst?

Der israelische Staatschef Benjamin Netanjahu

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Korruption und Betrug gegen den Staatschef.

Der israelische Staatschef ist international umstritten. Vor allem seine rigorose Siedlungspolitik wird kritisch beäugt. Seit Monaten halten sich auch Gerüchte um Korruption und Bestechlichkeit über den Politiker. Laut eines Fernsehberichts ermittelt im Zuge jener Korruptionsvorwürfe nun die israelische Polizei in .

Ermittler würden am Mittwoch nach Großbritannien fliegen, um dort den Milliardär und Fernsehmogul Len Blavatnik zu befragen, berichtete das israelische Fernsehen am Dienstagabend. Es soll unter anderem um die Frage gehen, ob Netanjahu in den Verkauf eines israelischen Fernsehsenders an Blavatnik involviert gewesen war. Die äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

Benjamin Netanjahu soll Medien beeinflusst haben

Netanjahu steht seit Monaten wegen Korruptionsvorwürfen unter Druck.
Er wird nach Medienberichten des Betrugs, der Untreue und verdächtigt. Der Ministerpräsident soll unter anderem versucht haben, unrechtmäßig Einfluss auf die Medienberichterstattung in Israel zu nehmen. Außerdem soll er illegal Geschenke von reichen Geschäftsleuten angenommen haben.

Netanjahu hat alle Vorwürfe vehement zurückgewiesen. David Bitan, führender Abgeordneter der Regierungspartei Likud, hatte im März gesagt, Netanjahu habe "keine Absicht, zurückzutreten, selbst wenn er angeklagt wird".

Der umstrittene Regierungschef

Netanjahus Politik gilt mindestens als kontrovers. Durch den stetigen Bau israelischer Siedlungsgebiete in palästinensischem Verwaltungsgebiet macht immer wieder auf sich aufmerksam.

Die Vereinten Nationen betrachten den Bau der Siedlungen als illegal. Die israelische Regierung sieht die Siedlungsgebiete als legitim an, da sie die betroffenen Gebiete im Westjordanland und den Golanhöhen als annektiert betrachtet. Die Annektierungen sind international nicht anerkannt.

fk/DPA

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