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Jahresrückblick 2004: März

Münte legt los, der Tod des gelähmten Terror-Scheichs und das Massaker von Madrid entsetzt die Welt.

01. März
Eine Investorengruppe unter Führung von Edgar Bronfman Jr. übernimmt die weltweit drittgrößte Musikfirma, die Warner Music Group.

Wegen illegaler Exporthilfen für US-Unternehmen verhängt die Europäische Union erstmals millionenschwere Strafzölle gegen die USA.

02. März


Bei mehreren Bombenanschlägen während des schiitischen Aschura-Festes im Irak kommen in Bagdad und in der Schiiten-Hochburg Kerbela mindestens 271 Menschen ums Leben, weitere 393 werden verletzt.

Die europäische Raumsonde «Rosetta» startet zu ihrer in der Raumfahrtgeschichte einmaligen Kometenjagd. In zehn Jahren soll sie einen Landeroboter auf dem Kometen «Tschurjumow-Gerassimenko» aussetzen.

03. März
Serbiens Parlament wählt eine neue Regierung: Die Abgeordneten stimmen mehrheitlich für das Kabinett des Nationalkonservativen Vojislav Kostunica.

Das Bundesverfassungsgericht bezeichnet den Großen Lauschangriff im wesentlichen als verfassungswidrig.

04. März


Alt-Kanzler Helmut Kohl stellt den ersten Teil seiner Memoiren vor.

Der Bundesgerichtshof hebt die 15-jährige Haftstrafe gegen den als Helfer der Attentäter vom 11. September 2001 verurteilten Marokkaner Mounir El Motassadeq wegen Mängeln in der Beweiswürdigung auf. Am 10. August beginnt vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg ein neuer Prozess.

Der Bundestag beschließt die Einrichtung eines neuen Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

05. März


Der schwedische Lkw- und Bus-Hersteller Volvo verkauft den größten Teil seiner Beteiligung am heimischen Konkurrenten Scania für umgerechnet 1,63 Milliarden Euro an die Deutsche Bank.

07. März


Bei den Wahlen in Griechenland erzielen die Konservativen einen klaren Sieg über die bislang regierenden Sozialisten und gewinnen die absolute Mehrheit im Parlament. Neuer Ministerpräsident wird Kostas Karamanlis.

08. März


Der irakische Regierungsrat unterzeichnet in Bagdad die neue Übergangsverfassung. Diese garantiert Freiheits-, Bürger- sowie Minderheitenrechte und bekennt sich zu Demokratie, Pluralismus und Föderalismus.

09. März


Der Vatikan veröffentlicht ein neues Handbuch für die weltweit rund 4500 Bischöfe, in dem diese zu hartem Durchgreifen bei Skandalen in der Kirche aufgefordert werden.

Die britische Regierung gibt grünes Licht für den kommerziellen Anbau von gentechnisch veränderten Maispflanzen.

Im Kampf gegen Produktpiraterie und Fälschungen verabschiedet das Europäische Parlament eine Richtlinie zum Schutz des geistigen Eigentums.

10. März


Libyen unterzeichnet das so genannte Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag, das verstärkte Atomkontrollen vorsieht.

Das Europaparlament stärkt mit einer neuen Richtlinie das Aufenthaltsrecht von Unionsbürgern in anderen EU-Mitgliedstaaten.

11. März
Bei Bombenanschlägen auf vier Vorortzüge kommen in der spanischen Hauptstadt Madrid 191 Menschen ums Leben, rund 1500 werden verletzt. Alle Indizien weisen später auf El Kaida hin.

Der Bundestag beschließt mit den Stimmen der rot-grünen Regierungskoalition die umstrittene Rentenreform. Damit werden die Renten künftiger langsamer steigen als die Einkommen. Ein Einspruch des Bundesrates wird später zurückgewiesen.

Der Bundestag nimmt die EU-Rahmenbeschlüsse über einen europäischen Haftbefehl an. Damit soll die Festnahme und Auslieferung von Straftätern innerhalb der EU beschleunigt werden.

12. März


Der Bundestag billigt das Telekommunikationsgesetz und stärkt damit die Rechte der Konkurrenten der dominierenden Deutschen Telekom weiter.

Im kalifornischen Fresno finden Polizisten in einem Haus neun aufeinander gestapelte und grausig zugerichtete Leichen. Sieben der Toten sind Kinder. Der Vater der Opfer wird unter dringendem Tatverdacht verhaftet.

Der Bundestag beschließt die Einführung digitaler Fahrtenschreiber in Lastwagen und Bussen und billigt damit die entsprechende Umsetzung einer europäischen Verordnung.

14. März


Bei der Präsidentenwahl in Russland wird Staatschef Wladimir Putin mit 71,2 der Stimmen für weitere vier Jahre im Amt bestätigt.

Mit exakt 9281 Tagen Amtsdauer schafft Papst Johannes Paul II. das drittlängste Pontifikat in der Kirchengeschichte.

Drei Tage nach den Terroranschlägen in Madrid gewinnen die Sozialisten überraschend die Parlamentswahlen in Spanien. Die konservative Volkspartei regierte bisher mit absoluter Mehrheit.

16. März
Das Bundesverfassungsgericht bestätigt das bundesweite Importverbot für bestimmte Kampfhunderassen.

17. März


Der Bahntechnik-Hersteller Bombardier kündigt an, allein in Deutschland 1500 Stellen abzubauen und das Waggonwerk in Halle- Ammendorf (Sachsen-Anhalt) bis Ende 2005 zu schließen.

Ole von Beust (CDU) wird von der Hamburger Bürgerschaft mit überraschend knapper Mehrheit als Bürgermeister im Amt bestätigt.

In der ethnisch geteilten Stadt Kosovska Mitrovica im Norden der Provinz Kosovo kommt es zu blutigen Zusammenstößen mit mindestens 28 Toten.

18. März


Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheidet, dass die Sicherheitsgebühr an deutschen Flughäfen teilweise unzulässig ist.

19. März


Bei dem schlimmsten Busunglück in der Geschichte Finnlands werden nahe der Ortschaft Äänekoski 23 Jugendliche getötet.

21. März
Die malaysische Regierungskoalition Nationale Front von Ministerpräsident Abdullah Ahmad Badawi gewinnt die Parlamentswahl deutlich.

22. März


Mit einem Raketenangriff tötet Israel den ranghöchsten palästinensischen Führer, Hamas-Gründer Scheich Ahmed Jassin.

23. März


Die EU-Agrarminister einigen sich auf ein Maßnahmenpaket, das Delfine und Kleinwale in EU-Gewässern künftig besser vor dem Erstickungstod in Treibnetzen bewahrt.

24. März


Die EU-Kommission belegt den US-Softwarekonzern Microsoft wegen Marktmissbrauchs mit einem Rekord-Bußgeld von 497,2 Millionen Euro.

Papst Johannes Paul II. nimmt in Rom den zum ersten Mal verliehenen außerordentlichen Aachener Karlspreis für seine Verdienste um die Einheit Europas entgegen.

Die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft ver.di beenden ihren Tarifstreit mit der Einigung auf einen Beschäftigungspakt.

25. März


Die EU-Staats- und Regierungschefs verabschieden bei einem Gipfeltreffen in Brüssel eine gemeinsame «Erklärung zur Solidarität gegen Terrorismus».

Im antiken Olympia wird in einer feierlichen Zeremonie das Feuer für die 28. Olympischen Spiele vom 13. bis 29. August in Athen entzündet und ein Fackellauf mit rund 3500 Läufern durch alle Kontinente gestartet.

26. März
Die Tarifgemeinschaft der Länder kündigt offiziell den Arbeitszeitvertrag im Öffentlichen Dienst. Damit müssen von Mai an bei den westdeutschen Ländern neu eingestellte Arbeiter und Angestellte länger arbeiten.

In Polen spaltet sich das regierende Bündnis der demokratischen Linken (SLD). 27 reformorientierte SLD-Politiker geben die Gründung einer neuen Linkspartei mit dem Namen Sozialdemokratie Polen (SDPL) bekannt.

28. März


Nach einem Punktsieg über den Schweden Armand Kranjc verkündet Box-Weltmeister Sven Ottke in Magdeburg seinen Rückzug vom Boxsport.

Als erstes EU-Land setzt Irland ein totales Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen in Kraft.

29. März


Die NATO-Erweiterung ist offiziell: Die Regierungschefs von Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowenien und der Slowakei hinterlegen in Washington die Beitrittsurkunden.

Bund und Länder verständigen sich in der Bund-Länder- Kommission für Bildungsplanung auf Eckpunkte zur Eliteförderung an deutschen Hochschulen.

30. März


Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) und Bundesumweltminister Trittin erzielen eine Einigung über den Emissionshandel.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.