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Neonazi-Morde: Rückblick auf die bisherigen Ermittlungen

Der als rechtsextremer Terrorhelfer verdächtige Ralf Wohlleben ist am Dienstag wenige Stunden nach seiner Festnahme in Untersuchungshaft genommen worden. Seit mehr als drei Wochen ermitteln die Behörden gegen die Zwickauer Neonazi-Zelle "NSU". Ein Blick zurück.

Mit dem Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben hat die Polizei einen dritten möglichen Unterstützer der mutmaßlichen Zwickauer Terrorzelle festgenommen. Seit mehr als drei Wochen wird ermittelt. Ein Rückblick:

4. November

Zwei Männer überfallen eine Bank im thüringischen Eisenach und fliehen. Während der Fahndung stoßen Polizisten auf zwei Leichen in einem ausgebrannten Wohnmobil.

7. November

Die Toten im Wohnmobil werden als Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt identifiziert. Wie spätere Ermittlungen ergeben, hat Mundlos nach dem Banküberfall, verfolgt von der Polizei, zunächst Böhnhardt erschossen. Danach legte er den Brand im Wohnmobil und tötete sich mit derselben Waffe. Im Wohnwagen werden Pistolen gefunden, darunter die Dienstwaffen der 2007 in Heilbronn getöteten Polizistin Michèle Kiesewetter und ihres schwer verletzten Kollegen. Mundlos und Böhnhardt lebten mit einer Frau, Beate Zschäpe, in einer Wohnung in Zwickau zusammen. Hier gab es kurz nach dem Überfall eine Explosion.

8. November

Zschäpe stellt sich der Polizei in Jena. Polizei und Staatsanwaltschaft in Sachsen machen sie zunächst nur für die Explosion des Wohnhauses in Zwickau verantwortlich. Spekulationen kommen auf, dass die mutmaßlichen Bankräuber eine Verbindung in die Neonazi-Szene haben und in Thüringen Bomben bauten.

11. November

Der Fall nimmt eine spektakuläre Wende: Unter den gefundenen Waffen ist die Pistole, mit der zwischen 2000 und 2006 neun Kleinunternehmer türkischer und griechischer Abstammung erschossen wurden. Außerdem entdecken Fahnder rechtsextreme Propaganda-Videos mit Bezügen zur Mordserie. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe übernimmt die Ermittlungen.

13. November

Die Bundesanwaltschaft geht erstmals ausdrücklich von Rechtsterrorismus aus. Der Bundesgerichtshof erlässt Haftbefehl gegen Zschäpe. Bei Hannover wird Holger G. festgenommen, ein mutmaßlicher Komplize. Er bestreitet später, von den Taten des Trios gewusst zu haben, das sich «nationalsozialistischer Untergrund» nannte.

14. November

Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) fordert, die Strukturen des Verfassungsschutzes auf den Prüfstand zu stellen.

18. November

Bei einem Krisengipfel in Berlin vereinbaren Bund und Länder eine neue Zentraldatei mit Einträgen über Rechtsextreme und ein "gemeinsames Abwehrzentrum Rechts". Ein neuer Anlauf für ein NPD-Verbot soll geprüft werden.

20. November

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich spricht angesichts der Fahndungspannen von "kläglichem Versagen".

21. November

Friedrich teilt nach der Sitzung des Bundestags-Innenausschusses mit, es gebe in dem Fall mittlerweile ein Dutzend Verdächtige und Beschuldigte.

22. November

Der Bundestag beschließt eine parteiübergreifende Resolution zur Neonazi-Mordserie. Die Angehörigen der Opfer werden um Entschuldigung gebeten. Es gibt keine Mittelkürzungen für Initiativen gegen Rechtsextremismus. Die Bundesregierung erwägt eine Entschädigung von rund 10 000 Euro für die Familien der Mordopfer.

23. November

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, beklagt im «Kölner Stadt-Anzeiger», dass seine Behörde mögliche Versäumnisse im Bereich Rechtsterrorismus nicht vollständig aufarbeiten könne. Personenbezogene Akten würden laut Verfassungsschutzgesetz nach fünf Jahren vernichtet und nur in besonderen Fällen zehn Jahre lang aufbewahrt. Allein bei Islamismus-Verdächtigen betrage die Frist 15 Jahre.

24. November

Spezialkräfte der GSG 9 nehmen einen weiteren mutmaßlichen Helfer des Zwickauer Trios in Brandenburg fest. Andre E. aus Sachsen wird beschuldigt, ein Propagandavideo produziert haben, in dem sich die Zwickauer Zelle mit zehn Morden brüstet.

26. November

Die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe war nach einem Medienbericht möglicherweise nicht direkt an den Morden beteiligt. "Nein, die Erkenntnisse haben wir bisher nicht, deutlich nicht", zitiert die "Süddeutsche Zeitung " eine interne Äußerung des Präsidenten des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke.

29. November

In Jena wird der ehemalige NPD-Funktionär Ralf Wohlleben gefasst. Der 36-Jährige soll die Gruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" unterstützt haben. Wohlleben wird Beihilfe zu sechs Morden und einem versuchten Mord vorgeworfen.

DPA / DPA
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.