Politumfrage Union kommt auf 40 Prozent


Die Union kommt bei den Wählern derzeit so gut an wie noch nie in diesem Jahr. In der wöchentlichen Politumfrage des stern erreichte sie 40 Prozent. Die SPD leidet dagegen unter den innerparteilichen Querelen um ihren Reformkurs.

Die Union ist in der Wählergunst auf einen neues Jahreshoch gestiegen. In der wöchentlichen Politumfrage des stern sowie des Fernsehsenders RTL steigerte sie sich im Vergleich zur Vorwoche um 2 Punkte auf 40 Prozent. Es ist ihr bester Wert seit Anfang 2006. "Der Fahndungserfolg gegen die islamistischen Terroristen in Deutschland hat die Wähler von CDU und CSU stabilisiert", sagte Manfred Güllner, der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, zum stern.

Die SPD fiel auf 25 Prozent, 1 Punkt weniger als in der Vorwoche. Ebenfalls 1 Punkte verlor die FDP, die auf ihr Jahrestief von 8 Prozent absackte. Die Grünen verharren bei 10 Prozent. Die Linkspartei gab 1 Punkt ab und erreicht 11 Prozent. Für "Sonstige Parteien" würden 6 Prozent der Wähler stimmen. Zusammen kommen Union und FDP auf 48 Prozent gegenüber 46 Prozent für SPD, Grüne und Linkspartei.

Merkel baut Vorsprung aus

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihren Vorsprung in der Beliebtheit weiter ausgebaut. Gefragt, wen sie direkt zum Kanzler wählen würden, entschieden sich 59 Prozent der Bürger für die Regierungschefin, die damit ihren besten Wert seit der Bundestagswahl vor zwei Jahren erzielt. Für SPD-Chef Kurt Beck würden 18 Prozent stimmen. Nach seinem Machtwort konnte er damit im Vergleich zur Vorwoche um 3 Punkte zulegen. Der Abstand zwischen ihm und Merkel beträgt jedoch weiter mehr als 40 Punkte.

Trotz seines Machtwortes am Montag voriger Woche halten viele Bürger Kurt Beck für einen schwachen Vorsitzenden. In einer stern-Umfrage meinten dies 39 Prozent der Befragten. Nur 32 Prozent sind der Ansicht, er sei ein starker Parteichef.

Wähler unterscheiden nur schwer

Große programmatische Unterschiede zwischen den Volksparteien können die Wähler nur noch schwer erkennen. In der stern-Umfrage sahen lediglich 17 Prozent starke Differenzen bei den Programmen von CDU und SPD. 53 Prozent erklärten, die Programme würden sich etwas unterscheiden. 20 Prozent haben den Eindruck, dass es bei den Programmen von CDU und SPD überhaupt keinen Unterschied mehr gibt.

Datenbasis für Partei- und Kanzlerpräferenz: 2501 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger vom 3. bis 7. September 2007. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte, Auftraggeber: stern und RTL. Datenbasis für Beck und Parteiprogramme: 1001 Befragte am 5. und 6. September, Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte, Auftraggeber: stern. Quelle jeweils: Forsa.

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