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Marcel Reif polarisiert: "Was der sagt, geht mir am Arsch vorbei"

Marcel Reif polarisiert wie kaum ein Zweiter. In München gilt er als Bayern-Hasser, andernorts als Bayern-Fan. Beleidigungen musste Reif schon viele aushalten - auch von Größen der Szene.

Von Felix Haas

"Man kann Quatsch finden, was ich rede" - Marcel Reif

"Man kann Quatsch finden, was ich rede" - Marcel Reif

Die vergangenen Tage gehörten sicher nicht zu den entspanntesten im Leben von Marcel Reif. Ständig meldeten sich Reporter von Fernsehsendungen oder Tageszeitungen. Sie wollten wissen, was er davon halte, dass Anhänger vor dem Revierderby an seinem Auto rüttelten. Wie es dazu kommen konnte, dass BVB-Fans in Dresden Bier auf ihn warfen und ihn mit offensichtlich unfreundlichen Worten auf die Tribüne begleiteten. Marcel Reif ist keiner, der sich bei solchen Nachfragen zurückhält, der sich lieber mal eine Woche zurückzieht. Im Gegenteil.

Reif geht ins Fernsehstudio und äußert sich. Er steht dann zum Beispiel im Sportschau-Club, neigt seinen Kopf in Richtung der Kamera und sagt Dinge wie: "Man kann Quatsch finden, was ich rede, man kann Zuschauerpost schreiben, aber ein solcher Hass, eine solche Hemmungslosigkeit - das ist mir zu viel." In solchen Momenten ist er entwaffnend und polemisch zugleich. Reif weiß, wie das Geschäft funktioniert. Diskussionen sind sein Job, sie liegen ihm. Diskussionen haben mit dazu beigetragen, dass Reif das bekannteste Reporter-Gesicht Deutschlands geworden ist.

"Lasst ihn vom Fußball weg"

Vor knapp 30 Jahren erlebte der damals 35-jährige Reif erstmals, wie viel Aufmerksamkeit man erhält, wenn man sich mit den großen Fußballstars umgibt. Franz Beckenbauer war 1985 zu Gast im "Aktuellen Sportstudio", Reif arbeitete damals gerade ein Jahr lange für das ZDF. Beckenbauer konnte Reif anscheinend überhaupt nicht leiden und wetterte: "Jetzt habt Ihr ja noch so einen Zauberer. Wie heißt der? Reif oder wie? Der spricht wunderbare politische Kommentare", sagte der damalige DFB-Teamchef und dann ergänzte er sein vernichtendes Urteil: "Aber bitteschön lasst ihn vom Fußball weg".

Geschadet hat Reif dieser Spruch nicht. Reif ist heute einer der erfolgreichsten Kommentatoren, er bekam den Grimme-Preis und den Deutschen Fernsehpreis. Mit Franz Beckenbauer hat er sich auch vertragen. Die beiden arbeiten gemeinsam für Sky. Beckenbauer schrieb sogar das Vorwort zu Reifs Bundesliga-Buch.

Reif versteht sich seit jeher als jemand, der polarisiert. Das will er so, er will mittendrin sein in der Diskussion. Gegenüber "Spiegel Online" sagte er einmal: "Der komische Außenseiter, der alles immer aus der Distanz betrachtet, bin ich einfach auch nicht." Mittendrin sein, das bedeutet auch, sich mit den Größen des Geschäfts anzulegen. Eine kleine Mauschelei mit Jürgen Klopp hier, ein Scharmützel mit Franz Beckenbauer dort.

"Dieser Klugscheißer"

Durch seine Kommentare hat Reif im Laufe seiner Karriere jede Menge Zorn auf sich gezogen. Die Liste der Kritiker ist lang. Hoeneß echauffierte sich Im Jahr 2003 einmal mit hochrotem Kopf: "Wir werden uns überlegen, ob wir jetzt mal Premiere boykottieren mit Marcel Reif. Das ist für mich unerträglich. In Glasgow beim 0:0 hat er uns niedergemacht. 90 Minuten Totalverriss. Da haben uns Leute geschrieben, dass sie ihn nicht ertragen konnten." Auch Rudi Völler platzte bereits der Kragen: "Was der sagt, geht mir am Arsch vorbei, dieser Klugscheißer!" Zur Verstärkung sagte Völler zur Presse: "Das können Sie ruhig so schreiben!"

Reif - ein Mann der Übetreibungen

Auch die Fans reiben sich immer wieder an Reif. In Dortmund, Gelsenkirchen oder Bremen vermuten viele, dass Reif Bayern-Fan sei. In München behaupten sie spätestens seit Uli Hoeneß' Äußerungen das Gegenteil. Reifs Chef beim Sender Sky, Burkhard Weber, sieht es so: "In München wird er als BVB-Sympathisant gesehen, in Dortmund ist es genau umgekehrt. Ein Beweis dafür, dass Marcel Reif absolut unabhängig ist."

Doch warum erzürnt Reif dann immer wieder die Fan-Herzen. Warum attackieren sie ihn, werfen sogar Bierbecher nach ihm? Warum gefällt mehr als 55.000 Menschen die Facebook-Seite "Kommentarverbot für Marcel Reif"? Einen Hinweis liefert natürlich die Gruppenbeschreibung: "Wir können sein selbstverliebtes Reden nicht mehr hören!!! Nichts gegen Reif persönlich, nur als Kommentator. (Keine Beleidigungen!)" steht dort.

Hinweise liefern auch Fan-Foren. Wenn man sich durch die Einträge in den virtuellen Diskussonsbereichen der Bundesligisten wühlt und unter dem Schlagwort Marcel Reif sucht, dann findet man häufig Sätze wie diesen aus dem Fan-Board von Werder Bremen: "Reif ist einfach ein Mann der Übertreibungen. In beide Richtungen."

An solchen Vorwürfen dürfte sich Reif nicht stören. Er hat schon schlimmere Dinge über seine Person gehört. Und schließlich sorgen Übertreibungen auch für Diskussion. Und die will er ja nicht aus der Distanz betrachten.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(