HOME

Handball-EM 2018: Deutschland vor Duell mit Dänemark zuversichtlich

Frankreich und Kroatien nach Siegen auf Kurs +++ Die wichtigsten Nachrichten zur Handball-EM 2018 im stern-Ticker.

Kai Häfner Handball EM

Enormer Druck: Kai Häfner jubelt über einen Treffer gegen Tschechien

Vom 12. bis 28. Januar findet in Kroatien die Handball-EM 2018 statt. Das deutsche Team um Bundestrainer Christian Prokop geht als Titelverteidiger ins Turnier und bekommt es in der Vorrunde in Gruppe C mit den Teams aus Montenegro, Slowenien und Mazedonien zu tun. Zwar gehört Deutschland zum Favoritenkreis, die größten Chancen auf den Titel werden allerdings Weltmeister Frankreich eingeräumt. Handball-Fans können die Auftritte des DHB-Teams allesamt im TV oder Livestream verfolgen.

Der stern hält Sie über die aktuellsten Nachrichten und Informationen rund um die Handball-EM 2018 auf dem Laufenden:

+++ 21. Januar: Deutschland vor Duell mit Dänemark zuversichtlich +++

Mit neuer Zuversicht und Nachrücker Rune Dahmke gehen Deutschlands Handballer in ihr zweites EM-Hauptrundenspiel gegen Dänemark. Im Duell mit dem punktgleichen Olympiasieger an diesem Sonntag (18.15 Uhr/ARD live) in Varazdin will die im Turnier noch ungeschlagene DHB-Auswahl ihre Chancen auf den Einzug ins Halbfinale wahren. Dazu muss das Team von Bundestrainer Christian Prokop nach dem 22:19-Sieg gegen Tschechien wenigstens einen Punkt holen. Letzter Hauptrundengegner der deutschen Mannschaft ist am Mittwoch Spanien.

+++ 21. Januar: Frankreich und Kroatien auf Halbfinalkurs +++

Weltmeister Frankreich lässt bei der Handball-EM die Muskeln spielen - und auch Gastgeber Kroatien darf nach der bisher besten Turnierleistung weiter auf das Halbfinale hoffen. Der EM-Dritte von 2016 feierte am Samstagabend einen 32:28 (17:15)-Sieg gegen den WM-Zweiten Norwegen und bleibt mit 6:2 Punkten den noch ungeschlagenen Franzosen (6:0) in der Hauptrundengruppe I auf den Fersen. Die "Equipe Tricolore" bezwang Rekord-Europameister Schweden mit 23:17 (10:8).

+++ 20. Januar: Prokop denkt über Nachnominierung nach +++

Nach dem ersehnten Befreiungsschlag wartet bei der EM in Kroatien am Sonntag Olympiasieger Dänemark. Die Dänen wärmten sich mit einem starken 31:28 gegen Slowenien für das Topspiel auf. Möglicherweise nimmt der Bundestrainer einen weiteren Tausch in seiner Mannschaft vor.

"Wir werden uns nach dem Spiel hinsetzen und darüber reden. Aber die Entscheidung obliegt einzig und allein Christian, ob er noch was ändern möchte", sagte Hanning nach dem wichtigen Sieg gegen die Tschechen. Fraglich ist vor allem, ob Newcomer Maximilian Janke auch mit ins Spiel gegen die Dänen geht. Der 24-Jährige war im ersten Hauptrunden-Spiel gegen Tschechien gar nicht zum Einsatz gekommen. Eine Alternative für ihn wäre Europameister Fabian Wiede, den Prokop zunächst überraschend nicht mit zum Turnier genommen hatte.

+++ 19.  Januar: Dänemark startet mit Sieg in Hauptrunde +++

Olympiasieger Dänemark ist mit einem 31:28 (16:14)-Sieg gegen Slowenien erfolgreich in die Hauptrunde der Handball-Europameisterschaft gestartet. Vor dem Duell mit Titelverteidiger Deutschland am Sonntag (18.15 Uhr) weisen die Dänen wie die DHB-Auswahl, die zuvor Tschechien mit 22:19 bezwungen hatte, 4:2 Punkte auf.  Bester Werfer beim Sieger war Lasse Svan vom deutschen Vizemeister SG Flensburg-Handewitt mit elf Toren. Für Slowenien, das mit 1:5 Punkten keine Chance mehr auf den Einzug ins Halbfinale hat, traf Miha Zarabec vom DHB-Pokalsieger THW Kiel mit sechs Toren am häufigsten.

Die Dänen lagen zwar über weite Strecken der temporeichen Partie vorne, konnten sich lange aber nicht richtig absetzen. Die Slowenen, die der DHB-Auswahl in der Vorrunde ein Remis abgetrotzt hatten, blieben bis zehn Minuten vor dem Ende stets dran und ließen Dänemark erst in der Schlussphase davonziehen. 

+++ 19. Januar: Deutschland schlägt Tschechien glücklich +++

Die deutschen Handballer sind trotz erneut schwacher Leistung erfolgreich in die Hauptrunde der EM in Kroatien gestartet und haben weiter alle Chancen auf den angepeilten Halbfinal-Einzug. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop setzte sich am Freitagabend in Varazdin glücklich mit 22:19 (9:10) gegen Außenseiter Tschechien durch. Beste Spieler einer im Angriff lange desolaten DHB-Auswahl waren vor rund 3000 Zuschauern die Torhüter Silvio Heinevetter und Andreas Wolff sowie Spielmacher Steffen Fäth, der acht Treffer erzielte.

Mit zwei weiteren Siegen in den abschließenden Hauptrunden-Spielen gegen Olympiasieger Dänemark am Sonntag (18.15 Uhr/ARD) und Vize-Europameister Spanien am Mittwoch (20.30 Uhr/ZDF) stünde der Titelverteidiger sicher im Halbfinale.

+++ 19. Januar: Deutschland mit großem Druck in die Hauptrunde +++

Es geht jetzt nur noch ums Gewinnen. Gelingt den deutschen Handballern am Freitagabend (18.15 Uhr/ZDF) auch gegen Tschechien kein Sieg, würde die angepeilte Titelverteidigung bei der Europameisterschaft in Kroatien schon früh außer Reichweite geraten. Denn nach zwei Unentschieden in der Vorrunde steht die DHB-Auswahl in der Hauptrunde nun unter Druck. Dabei war die Situation beim sensationellen Titelgewinn vor zwei Jahren fast identisch.

 Auch damals war die DHB-Auswahl mit 2:2 Punkten in die nächste Turnierphase gestartet - als Außenseiter. Das Punktekonto ist 2018 zwar identisch, als Europameister aber muss die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop mit einer ganz anderen Erwartungshaltung umgehen. Ein Sieg gegen Tschechien ist Pflicht. "Wir müssen jetzt liefern, ohne Diskussion", betonte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Vor zwei Jahren hatte das Team von Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson mit einem furiosen 29:19 gegen Ungarn die Hauptrunde begonnen, obwohl zahlreiche Akteure verletzt fehlten. Jetzt sind praktisch alle Schlüsselspieler fit.

+++ 18. Januar: So geht es für die DHB-Auswahl weiter +++

Deutschlands Handballer treffen in der EM-Hauptrunde auf Außenseiter Tschechien, Olympiasieger Dänemark und Vize-Europameister Spanien. Die Iberer sicherten sich trotz einer 22:25-Niederlage zum Vorrundenabschluss gegen Dänemark den Sieg in der Gruppe D. Bei Punktgleichheit mit den Dänen und Tschechen (alle 4:2) gab das beste Torverhältnis im Dreiervergleich den Ausschlag zugunsten Spaniens. 

Den letzten freien Platz in der Hauptrunde sicherte sich der WM-Dritte Slowenien durch ein 28:19 gegen Montenegro. Die Slowenen nehmen allerdings nur einen Zähler aus dem Remis gegen Deutschland mit und sind damit vorerst Letzter der Hauptrundengruppe II, die von Mazedonien (3:1) angeführt wird. Die anderen vier Teams haben 2:2 Punkte auf dem Konto.

So geht es für Deutschland bei der Handball-EM weiter:

  • Deutschland Tschechien (19. Januar, 18.15 Uhr)
  • Deutschland - Dänemark (21. Januar, 18.15 Uhr)
  • Deutschland - Spanien (24. Januar, 20.30 Uhr)

+++ 17. Januar: Deutsche Handballer nach Remis gegen Mazedonien nur Gruppenzweiter +++

Deutschlands Handballer haben den erhofften Gruppensieg bei der Europameisterschaft verpasst. Die DHB-Auswahl trennte sich im letzten Vorrundenspiel am Mittwoch 25:25 (12:11) von Mazedonien und darf sich im Kampf um den Einzug ins Halbfinale keinen weiteren Ausrutscher mehr leisten. Bester Werfer beim Titelverteidiger war vor rund 6500 Zuschauern in Zagreb Steffen Weinhold mit sieben Toren. Ihr erstes Hauptrundenspiel bestreitet die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop am kommenden Freitag in Varazdin. Der Gegner wurde erst am späteren Abend ermittelt.

+++ 17. Januar: EHF weist auch zweiten Einspruch slowenischer Handballer ab +++

Die Europäische Handball-Föderation hat auch den zweiten Einspruch Sloweniens gegen die Wertung des EM-Vorrundenspiels gegen Deutschland (25:25) abgewiesen. Dies bestätigte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. "Wir haben mit dieser Entscheidung gerechnet. Alles andere wäre eine große Überraschung gewesen", sagte Hanning. "Wir sind froh, dass wir uns jetzt wieder auf das Sportliche konzentrieren können."

Damit hat das Ergebnis endgültig Bestand, da Slowenien keine weitere Einspruchsmöglichkeit besitzt. Ob sich der WM-Dritte nun tatsächlich - wie angedroht - vom Turnier zurückzieht, bleibt abzuwarten. Die EHF hatte schon am Dienstag den ersten Slowenien-Protest abgewiesen. 

+++ 17. Januar: Slowenien legt Widerspruch gegen EHF-Urteil ein +++

Nach dem abgewiesenen Protest gegen die Wertung des Spiels gegen Deutschland (25:25) hat der slowenische Handballverband Widerspruch eingelegt. Das sagte der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), Bob Hanning, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur. "Die Slowenen wollen das Ergebnis mit 25:24 für sich gewertet wissen", sagte der 49-Jährige. "Sie sagen, dass sie ohnehin von den Schiedsrichtern klar benachteiligt worden seien." 

Die Führung des DHB wollte sich am Dienstagabend mit Anwälten über den nochmaligen Einspruch beraten und hatte bis 24.00 Uhr die Möglichkeit, eine Stellungnahme an den europäischen Verband (EHF) abzugeben. Auf den Widerspruch der Slowenen reagieren muss der DHB laut Hanning aber nicht. Eine EHF-Kommission wird am Mittwoch eine endgültige Entscheidung in der Sache treffen.

Die Slowenen schöpften damit ihre rechtliche Möglichkeit eines Einspruchs gegen des von der EHF am Dienstagvormittag getroffene Urteil aus.

+++ 16. Januar: Weltmeister Frankreich als Gruppensieger in EM-Hauptrunde +++

Weltmeister Frankreich steuert bei der Handball-Europameisterschaft weiter auf Kurs Halbfinale. Der dreimalige Titelträger gewann am Dienstag in Porec auch sein drittes Vorrundenspiel gegen Weißrussland mit 32:25 (14:11) und zog als souveräner Gruppensieger in die Hauptrunde ein. Überragender Mann bei den Franzosen war Dika Mem mit neun Toren.

In der Gruppe A feierte Serbien mit einem 29:26 (12:12) gegen Island den ersten Turniersieg und erhielt sich damit eine Mini-Chance auf das Weiterkommen. Im Fall eines schwedischen Punktgewinns gegen Gastgeber Kroatien am späten Abend würden die Serben dank des gewonnen Direktvergleichs an Island vorbeiziehen. Eine Niederlage Schwedens würde jedoch das EM-Aus für Serbien bedeuten. 

+++ 16. Januar: EHF weist Slowenien-Protest gegen Deutschland-Spiel ab +++

Die Europäische Handball-Föderation (EHF) hat den Protest Sloweniens gegen die Wertung des Spiels gegen Deutschland (25:25) abgewiesen. Das bestätigte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Damit geht die deutsche Mannschaft bei der Europameisterschaft mit 3:1 Punkten in das Gruppen-Endspiel gegen Tabellenführer Mazedonien (4:0) an diesem Mittwoch (18.15 Uhr/ARD) in Zagreb.

"Für mich ist die Entscheidung folgerichtig, wir hätten es aber auch auf ein Wiederholungsspiel ankommen lassen", sagte Hanning. "Wir sind froh, dass wir nun Klarheit haben. Die Entscheidung der EHF überrascht uns nicht, da diese regelkonform war und ist."

Die DHB-Auswahl hatte am Montagabend beim Remis gegen den WM-Dritten nach dem Einsatz des Videobeweises wegen einer Regelwidrigkeit der Slowenen in letzter Sekunde einen Siebenmeter zugesprochen bekommen, den Tobias Reichmann zum Ausgleich verwandelte. Gegen die Entscheidung der litauischen Schiedsrichter legte Slowenien Protest ein, der letztlich erfolglos blieb.

+++ 16. Januar: Abwehr-Chef Finn Lemke überraschend nachnominiert +++

 Weil er "der Abwehr noch mal mehr Körperlichkeit geben" möchte, hat Handball-Bundestrainer Christian Prokop überraschend Finn Lemke in seinen Kader zurückberufen. Lemke wird Bastian Roscheck ersetzen und schon im dritten und entscheidenden Spiel gegen Mazedonien zum Einsatz kommen, sagte Prokop in Zagreb. Der 2,10 Meter große Lemke sei in der Nacht informiert worden und werde noch am Dienstagabend zum Team stoßen. Der Bundestrainer darf während der EM-Vorrunde zweimal nachnominieren.

Dass Prokop den Abwehrchef der erfolgreichen EM-Auswahl von 2016 ursprünglich zu Hause gelassen hatte, hatte im Vorfeld für große Diskussionen gesorgt. Am Mittwoch (18.15 Uhr/ARD) braucht die DHB-Auswahl gegen die Mazedonier einen Sieg, um mit einer ordentlichen Punkteausbeute in die Hauptrunde zu gehen.

+++ 15. Januar: Deutsche Handballer nach Remis in EM-Hauptrunde +++

Titelverteidiger Deutschland hat dank einer späten Aufholjagd die erste Niederlage bei der Handball-Europameisterschaft abgewendet und vorzeitig das Ticket für die Hauptrunde gebucht. Die DHB-Auswahl rettete am Montag in Zagreb beim 25:25 (10:15) gegen den WM-Dritten Slowenien nach einem Fünf-Tore-Pausenrückstand zumindest noch einen Punkt und weist nun 3:1 Zähler auf. Tobias Reichmann traf mit der letzten Aktion per Siebenmeter zum Ausgleich. Vor rund 10.000 Zuschauern war Kapitän Uwe Gensheimer mit sieben Toren bester Werfer für die im ersten Durchgang enttäuschende deutsche Mannschaft.
Letzter Vorrundengegner des Europameisters ist am Mittwoch (18.15 Uhr) Mazedonien. Einen ausführlichen Spielbericht zur Partie gegen Slowenien, lesen Sie hier:

+++ 15. Januar: "Bad Boys" wollen frühzeitig in die Hauptrunde einziehen +++

Die deutschen Handballer wollen gegen Slowenien vorzeitig das Ticket für die EM-Hauptrunde buchen und sich eine gute Ausgangsposition für den weiteren Turnierverlauf schaffen. "Das ist ein bisschen unser Schlüsselspiel", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning vor dem Duell mit dem WM-Dritten an diesem Montag (18.15 Uhr/ARD live). In der ausverkauften Arena Zagreb erwartet die DHB-Auswahl - anders als beim 32:19-Auftaktsieg gegen Montenegro - ein Hexenkessel. "Das wird laut und gibt Druck", prophezeite Bundestrainer Christian Prokop. 

Dass die Bad Boys damit umgehen können, haben sie in der EM-Qualifikation eindrucksvoll bewiesen. Bei Prokops Pflichtspieldebüt Anfang Mai 2017 demontierten sie die Slowenen in Ljubljana mit 32:23. "Die Erfahrungen helfen etwas, aber das ist Vergangenheit", sagte Prokop und warnte: "Wir müssen am oberen Level agieren, um sie zu schlagen."

Personell kann Prokop aus dem Vollen schöpfen, nachdem sich der gegen Montenegro überragende Torwart Andreas Wolff trotz einer Fußverletzung fit gemeldet hat. Der Kieler, der zum Auftakt eine Topquote von 46 Prozent gehaltener Würfe aufwies, rechnet mit einem engen Match: "Es wird darauf ankommen, wer den kühleren Kopf hat und konzentrierter ist."

+++ 15. Januar: Deutschland mit "sehr guten" Chancen auf Handball-EM 2024 +++

Deutschland hat laut der Europäischen Handballföderation (EHF) sehr gute Chancen auf die Ausrichtung der Europameisterschaft 2024. Deutschland sei eine der Nationen, die eine EM mit 24 Teilnehmern wegen des Zuschauerinteresses und der Hallensituation alleine ausrichten könne, sagte EHF-Präsident Michael Wiederer der "Handballwoche". Der Deutsche Handballbund (DHB) hatte sich um die Ausrichtung beworben und steht hier in Konkurrenz zu Dänemark/Schweiz und Ungarn/Slowakei.

"Wir haben noch nie eine Europameisterschaft der Männer in Deutschland veranstaltet. Für den europäischen Handball wäre es aber ohne Frage sehr interessant", sagte der Österreicher Wiederer. Entscheiden werde darüber aber der EHF-Kongress im Sommer in Glasgow.

+++ 14. Januar: Frankreich und Kroatien ziehen in Hauptrunde ein - Schweden siegt +++

Gastgeber Kroatien steht wie erwartet in der Hauptrunde der Handball-Europameisterschaft. Die Mannschaft von Trainer Lino Cervar besiegte am Sonntagabend Island mit 29:22 (14:13) und schaffte den Sprung in die nächste Runde vorzeitig. Bester Werfer beim Sieger im zweiten Vorrundenspiel der Gruppe A war Luka Cindric mit sieben Treffern. Die Gastgeber, die sich nach der Pause deutlich steigerten, mussten ohne ihren im Auftaktspiel verletzten Superstar Domagoj Duvnjak vom deutschen Rekordmeister THW Kiel auskommen. 

Zuvor war Weltmeister Frankreich als erstes Team in die Hauptrunde eingezogen. Die Franzosen gewannen ihr zweites Turnierspiel gegen Österreich in Porec mit 33:26 (17:12). Bester Werfer des Topfavoriten war Timothey N'Guessan vom FC Barcelona mit sieben Toren. Den Österreichern halfen bei ihrer zweiten Pleite im zweiten Spiel auch die fünf Treffer von Robert Weber vom SC Magdeburg nicht. Nikola Bylik vom THW Kiel gelangen diesmal nur zwei Tore.

Auch Rekord-Europameister Schweden hat seine Chancen auf den Einzug in die nächste Phase des Turniers erhöht. Angeführt von den Kieler Bundesliga-Profis Lukas Nilsson und Niclas Ekberg (je vier Tore) setzten sich die Skandinavier 30:25 (16:12) in Split gegen Serbien durch. Bei den Serben, die nach zwei Niederlagen ebenfalls um den Einzug in die nächste Runde bangen müssen, überzeugte vor allem Nemanja Ilic mit fünf Toren.

+++ 14. Januar: Entwarnung: DHB-Torwart Andreas Wolff kann spielen +++

Die deutschen Handballer können auch im zweiten Gruppenspiel bei der Europameisterschaft in Kroatien auf ihren Torhüter Andreas Wolff setzen. "Er hat eine leichte Prellung, nichts Schlimmes", sagte Bundestrainer Christian Prokop. "Da machen wir uns keine Sorgen." Damit wird der beim lockeren 32:19-Auftakterfolg gegen Montenegro überragende Keeper auch am Montag (18.15 Uhr/ARD) gegen Slowenien zwischen den Pfosten stehen. Wegen seiner leichten Knöchelverletzung war Wolff am Samstagabend kurz vor dem Abpfiff aus der Partie genommen und anschließend bandagiert worden.

Mit einem weiteren Sieg gegen den WM-Dritten Slowenien würde die DHB-Auswahl bereits den Einzug in die Hauptrunde des Turniers perfekt machen. "Da geht es jetzt um eine Zusammenhaltsprüfung. Weil die Atmosphäre, vor der ich immer gewarnt haben, die werden wir morgen in der Halle erleben", sagte Prokop mit Blick auf die zahlreichen angereisten Fans der Slowenen. Auch DHB-Vizepräsident Bob Hanning warnte davor, sich nach dem klaren Auftaktsieg gegen schwache Montenegriner zu sicher zu fühlen. "Es war ein guter Start, aber mehr war es dann auch nicht", sagte der 49-Jährige.

+++ 13. Januar:  WM-Dritter Slowenien patzt zum EM-Auftakt +++

Der WM-Dritte Slowenien ist mit einer Niederlage in die Handball-Europameisterschaft gestartet. Der nächste deutsche Vorrundengegner in der Gruppe C verlor am Samstag in Zagreb gegen Mazedonien mit 24:25 (11:11). In einem dramatischen Spiel waren Dejan Manaskov mit acht Toren und Altstar Kiril Lazarov mit sieben Treffern beste Werfer für Mazedonien. Bei den Slowenen traf Ziga Mlakar (4) am häufigsten. Spanien gewann in Gruppe D mit 32:15 gegen teschechien, Dänemark setzte sich gegen Ungarn mit 32:25 durch.

+++ 13. Januar: Deutschland mit mühelosem Sieg +++

Die deutschen Handballer sind mit einem lockeren Auftakterfolg in die Europameisterschaft in Kroatien gestartet. Gegen den klaren Außenseiter Montenegro setzte sich der Titelverteidiger am Samstag problemlos und klar mit 32:19 (17:9) durch. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop legte damit schon früh die Grundlage für den Einzug in die Hauptrunde. 

Bester Werfer der DHB-Auswahl in der mit rund 4000 Zuschauern nur spärlich besetzten Arena in Zagreb war Kapitän Uwe Gensheimer mit neun Treffern. Mit einem weiteren Sieg am Montag (18.15 Uhr/ARD) gegen Slowenien wäre der Einzug in die nächste Runde des Turniers bereits perfekt. Montenegro dagegen muss weiter auf seinen ersten Sieg bei einer EM überhaupt warten.

+++ 12. Januar: Kroatien startet erfolgreich - Frankreich siegt spät +++

Gastgeber Kroatien ist mit einem Prestige-Erfolg in die Handball-Europameisterschaft gestartet. Im hitzigen Duell mit Nachbar Serbien setzten sich die Kroaten am Freitagabend in Split deutlich mit 32:22 (14:9) durch. Im ersten Topspiel des Turniers wendete Weltmeister Frankreich eine Auftaktpleite gerade noch ab. Gegen Mitfavorit Norwegen gewann die Mannschaft von Trainer Didier Dinart dank eines späten Tores von Michael Guigou mit 32:31 (15:17). 

Deutschlands Testspielgegner Island war zuvor ebenfalls mit einem Achtungserfolg gestartet. Die Isländer setzten sich mit 26:24 (15:8) gegen Rekord-Europameister Schweden durch. Parallel dazu verpatzte Österreich seinen Start in das Turnier. Die Österreicher unterlagen Weißrussland in Porec mit 26:27 (12:14).

+++ 12. Januar: Prokop: "Wollen gut ins Turnier starten und Deutschland begeistern" +++

An diesem Samstag (13. Januar) trifft die DHB-Auswahl in ihrem ersten Vorrundenspiel auf Gegner Montenegro (ab 17.15 Uhr im ZDF) - und will schon dann ein erstes Ausrufezeichen setzen. "Für uns ist das ein bedeutendes Spiel. Wir wollen gut ins Turnier starten und Deutschland begeistern", sagte Bundestrainer vor dem EM-Auftakt in Zagreb. "Da wäre es kontraproduktiv, wenn wir das im ersten Spiel nicht umsetzen können. Ich hoffe, dass wir einen erfolgreichen Einstieg haben, um das zu befeuern." 

Mit einem intensiven Videostudium bereitete Prokop seine Schützlinge auf das Duell mit den Montenegrinern, die bei der EM 2016 nur Letzter wurden, vor. "Da kann eigentlich nichts schiefgehen, uns kann nichts aus der Fassung bringen", sagte Rückraumschütze Julius Kühn. Zumal zwei namhafte Ausfälle zu beklagen hat: Torjäger Vuko Borozan vom Champions-League-Sieger Vardar Skopje fällt nach einem Unfall ebenso aus wie Torwart Nebojsa Simic vom Bundesligisten MT Melsungen wegen einer Wadenverletzung. 

+++ 11. Januar: DHB-Auswahl bei Handball-EM 2018 angekommen: "Froh, dass es los geht" +++ 

Die deutschen Handballer sind in ihrem Teamhotel für die Europameisterschaft in Zagreb angekommen. Nach einem rund eineinhalbstündigen Flug von Berlin brachte ein Bus die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop am Donnerstag in die Unterkunft im Zentrum der kroatischen Hauptstadt. Die Stimmung innerhalb des Teams sei kurz vor dem Auftakt in das Turnier angespannt und konzentriert, sagte -Vizepräsident Bob Hanning. "Man merkt, dass sich etwas bewegt innerhalb der Mannschaft. Ich glaube, es sind jetzt auch alle froh, dass es losgeht."

+++ 11. Januar: Handball-Weltmeister Kaufmann: Von außen nicht EM-Titel erwarten +++

Der frühere Handball-Weltmeister Lars Kaufmann hat vor zu hohen Erwartungen an die deutsche Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in gewarnt. "Intern sollte die Titelverteidigung das Ziel sein. Aber von außen darf man den Titel in diesem Jahr nicht erwarten", sagte Kaufmann in einem Interview des Nachrichtenportals t-online.de. Die Mannschaft sei im Moment zu jung, zu unerfahren und auch nicht konstant genug, um der Rolle als absoluter Favorit gerecht zu werden und in jedem Jahr ganz oben mitzuspielen, erklärte Kaufmann.

Der 132-malige Nationalspieler unterstrich aber auch: "Die Chance ist auf jeden Fall da. Wenn so ein Flow wie 2016 entsteht, ist alles möglich."

mod/wue/DPA

Wissenscommunity