HOME

"Die Höhle der Löwen": Hunde in Bomberjacken, Spätzle für Faule - und Zoff zwischen den Löwen

Klamotten, die das Training verbessern oder schicke Jäckchen für den Hund? Die Jury hat beim Staffel-Finale von "DHDL" ein letztes Mal die Qual der Wahl - und Jochen Schweizer und Judith Williams kriegen sich in die Haare.

Fans müssen sich nun ein Jahr gedulden, dann läuft die nächste Staffel DHDL.

Fans müssen sich nun ein Jahr gedulden, dann läuft die nächste Staffel DHDL.

Es ist die letzte Chance auf Geld von den Löwen: Beim großen versuchen sechs Unternehmen, von den Löwen ein Investment zu erhalten. Besonders der letzte Gründer, der es in diesem Jahr probieren wird, hat es der Jury angetan. Und zwar so sehr, dass sie sich regelrecht um ihn streiten.

Hund in Bomberjacke

Zunächst kommt eine selbstbewusste  Gründerin daher, die schon im Vorbericht mächtig auftrumpft. "So ein bisschen Berliner Streestyle" preist sie ihre Modekollektion an - die ist allerdings für den Hund. Wer sich also auf die üblichen Hipster-Röhrenjeans gefreut hat, wird leider etwas enttäuscht: Alles, was "happystaffy.me" verkauft, ist für den besten Freund des Menschen. Maßgeschneiderte Hundeklamotten? Trenchcoats für Terrier? Daunenjacken für Dalmatiner? betrachtet das Jäckchen in seinen Händen. Man kann fast seine Gedanken lesen: "Was zum Henker soll das?" Doch er bleibt professionell, lobt das Business und den Auftritt der Gründerin Alexandra. Das tun alle - und sind sich dennoch einig: das ist kein Investment-Case, hier lohnt es sich nicht, einzusteigen. Doch traurig braucht die Gründerin sicherlich nicht zu sein, denn durch den Auftritt in der Sendung hat ihr Unternehmen bestimmt viele neue Kunden gewinnen können.

Ski to Go

Als nächstes probiert der Ski-Verrückte Thomas Ebster den Löwen Geld abzuschwatzen. Er hat ein besondere Ski-Tragesystem, den Skolder,  erfunden, damit Skifahrer sich nicht mehr mit den scharfen Kanten ihre Jacke oder Handschuhe kaputt machen - jetzt braucht er Kapital, um in die Produktion zu gehen. Genauer: Für 30 Prozent an der Firma will er 180.000 Euro sehen. Eine zu spezielle Erfindung für die Löwen? Vielleicht, doch der Pitch macht es noch vertrackter. Denn der Gründer hat einen Teilhaber, hinter der Erfindung steht ein Unternehmen ( iflow ), das  Winterklamotten produziert. Das macht die Löwen hellhörig, sie wollen bei iflow einsteigen. macht ein Angebot - und der Gründer greift zu.

Fitnesstraining mit Elektronik

Und schon kommt der nächste Gründer durch die Schwingtür: Mit Sportbekleidung, die durch Elektrostimulation das Training effektiver machen soll, wollen Antelope Suit aus Frankfurt überzeugen. Zunächst wird es technisch: Via App können Muskeln von außen stimuliert werden - das ist vor allem in der Reha spannend. Doch die Gründer glauben daran, dass ihre hoch funktionale Sportbekleidung auch beim Training angewendet werden kann. Na, das klingt doch ganz nach einer Herausforderung für Jochen Schweizer, der auch gleich ein Oberarmband überstreift und ausprobiert. "Gib mal Gummi", fordert er die Gründer heraus - und steigt dann aus. "Warum sollen sich normale Menschen so etwas antun?", fragt er. Nur Frank Thelen zeigt sich interessiert, ohne zu investieren, weil er zu wenig Ahnung von dem Produkt hat.

Hilfe für faule Spätzle-Esser

Kommen wir zu einem anderen Thema: Haben Sie schon mal versucht, Spätzle selber zu machen? Ob nun Hobel oder Presse - der Teig ist zäh, die Werkzeuge sind hinterher schwer eingesaut und das Reinigen dauert ewig. Wie nervig - dachten sich auch die Gründer von Fritzle. Sie liefern den Teig in einer Papierverpackung, die zu einer Spätzlepresse umfunktioniert wird. Grauenvoll, das sagen wohl eingefleischte Schwaben. Wie praktisch, sagen die Gründer. Und bekommen direkt einen Dämpfer von den Löwen. Denn Fritzle haben einen ganz klassischen Fehler begangen, den die Jury kaum verzeiht: Sie setzen den Unternehmenswert viel zu hoch an. 4,5 Millionen Euro soll es wert sein. "Abgelehnt", unterbricht Schweizer die Rechtfertigung der Gründer. "Diese Betrachtung führt in die Insolvenz." Kein Glück für die Gründer, keiner der Löwen ist dabei.

Leise Schneeschieben

Die nächsten Kandidaten sind Vater und Sohn, die einen Schneeschieber entwickelt haben. Das besondere an "Schnee ade": Er ist quasi lautlos, man bleibt an keiner Kante hängen und er entlastet den Rücken. Auch bei Industrieabfällen und Laub soll das tolle Teil zum Einsatz kommen. Klingt spitze, doch dann klappt den Löwen die Kinnlade runter: Knapp 130 Euro soll das gute Stück kosten. Das ist natürlich viel zu viel. Also muss der Preis künftig gedrückt werden - ohne dabei die Qualität zu verramschen. Eine Aufgabe, die die Gründer allein bewältigen müssen - die Löwen sind alle raus.

Schokolade zum Puzzeln

Ein essbares Schoko-Memory - mit dieser Idee will Christian Keller, Gründer von My Schoko World den Löwen Kohle abknöpfen. In drei Jahren hat das Unternehmen schon mehr als 800.000 Produkte verkauft - das muss doch die investmenthungrigen Löwen locken? "Der Mann ist in Ordnung, Judith", nuschelt Vural Öger Judith Williams zu. Und tatsächlich scheint Keller die Löwen überzeugt zu haben. Denn das Team Öger/Williams liefert sich einen Battle mit Jochen Schweizer um den Gründer - mit einigen Tiefschlägen. Die Jury kämpft mit harten Bandagen: Jochen Schweizer stichelt, dass Judith Williams ja "nur" angestellt sei bei HRS24 und daher gar nichts garantieren könne. Judith Williams hingegen verdreht bei Jochen Schweizers Monolog genervt die Augen. Kriselt es etwas im Finale bei den Löwen? Der Gründer zumindest bekommt sein Geld von Schweizer. "Das war der stärkste Gründer, den wir in der Sendung hatten", sagt Jochen Schweizer.

Und so endet die zweite, quotenstarke Staffel der "Höhle der Löwen". Doch keine Angst, Vox hat schon angekündigt, auch im kommenden Jahr die Löwen wieder loszulassen. Und Vural Öger hat schon zugesagt.