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"Die Höhle der Löwen": Wenn Affen Shirts designen und sich Socken von selbst anziehen

Auch in der vorletzten Folge der aktuellen "DHDL"-Staffel buhlen die Gründer um Investitionen der Jury. Und die Zuschauer wurden überrascht: Lencke "Ich bin raus" Steiner investiert tatsächlich in ein Unternehmen. 

Ob Judith Williams das Shirt gefällt? Das Design hat ein Affe entworfen - kein Scherz!

Ob Judith Williams das Shirt gefällt? Das Design hat ein Affe entworfen - kein Scherz!

In der vorletzten Sendung der zweiten Staffel müssen die "Löwen" schon gleich beim ersten Gründer tapfer sein, denn selten waren die Geschäftsideen so durchgeknallt wie diesmal. Affen, die das Design von Shirts verantworten, Hunde-Snacks, die verschenkt werden und Strumpfanzieher für körperlich Eingeschränkte buhlen um die Kohle der Jury.

Pfotenheld: Verschenken statt verkaufen

Den Beginn macht der Gründer von Pfotenheld: Marvin Kruse will 250.000 Euro haben und bietet dafür 20 Prozent seiner Firma. Aber was macht sein Unternehmen genau? Tja, das verrät er nicht, schnulzt die Jury aber mit lockerer Haustierprosa zu. Kostprobe gefällig? "Ich guck dein Foto an. Ich setz mich ins Auto. Ich fahre los, bin aufgeregt. Landschaft, Stadt, Landschaft, da. Sehe dich, siehst mich, bist ein Sonderangebot."

Ganz schlechte Idee, die Löwen sind irritiert. Vor allem als der Gründer mit dem Geschäftsmodell rausrückt: Alles für 0 Euro! Null, genau. Er will nur durch das Porto von 5,99 Euro verdienen. "Lächerlich" kommentiert Vural Öger. Frank Thelen ist genervt. "Wir haben wenig Zeit, und du liest erstmal ein Gedicht vor", faucht Thelen. "Dein ganzes Konzept ist völlig daneben!" Aber wie kommt jemand auf die Idee, Produkte für 0 Euro zu verschenken? "Ich bin Schlagersänger", beginnt Marvin Kruse auf die Frage nach seiner Vita. Oh nein, er wird doch nicht...? Doch, natürlich singt der junge Mann noch - mehr schlecht als recht - ein paar Zeilen und verlässt das Studio ohne Geldgeber. 

Kaffee wie Tee zubereiten

Die nächsten Kandidaten wollen Filterkaffee-Päckchen verkaufen. Diese Coffee Bags, so heißt auch das Unternehmen, hängt man in die Tasse, übergießt sie mit Wasser - und fertig. Besonderes Extra des Produkts: "Dieser Kaffee schmeckt auch sehr gut kalt", sagt Gründer Chris Bahr. Ein Argument, um direkt einzusteigen, oder nicht? Nein, nicht für Frank Thelen, der mag nämlich Filterkaffee nicht so gerne. Und Judith Williams trinkt viel lieber Tee. Doch bevor alle "Löwen" abspringen, rücken die Gründer mit der Sprache heraus: Sie müssen derzeit Aufträge ablehnen, weil sie nicht nachkommen mit der Produktion. Das klingelt natürlich in den Ohren von Vural Öger, offenbar ist hier Geld zu machen. Deal angenommen, Gründer happy.

Mal Mucke machen

Die nächste Erfindung ist für alle musikalische Trottel gedacht: flowkey ist ein digitaler Klavierlehrer, der auch untalentierten Menschen das Spielen vermitteln soll. Klingt klasse, doch Jochen Schweizer ist verwundert, warum das Unternehmen vier Millionen Euro wert sein soll. Die Gründer verweisen auf ihre einzigartige Software. "Wenn ich gleich eine Stunde Zeit bekomme, habe ich einen Prototyp entwickelt", hält Thelen dagegen. Kein Deal für die Gründer. 

Wenn Affen malen

Die nächste Geschäftsidee ist wohl das Skurrilste, was die "Löwen" in dieser Staffel zu sehen bekommen haben. Ajoofa druckt Bilder auf T-Shirts, die von Affen gemalt wurden. Und weil die Gründer ja von die tierischen Designern profitieren, landen sieben Prozent der Einnahmen im Tier- und Artenschutz. Wird die Sendung zur "Höhle der Affen"? Nein, auch wenn das Projekt gut ankam, investieren wollte keiner der "Löwen".

Socken anziehen lassen

Deutschland, deine Tüftler: Klaus-Peter Beer hatte einen Fahrradunfall und konnte sich danach nicht allein anziehen. Besonders problematisch: in die Socken schlüpfen. Also bastelte sich der Hobby-Handwerker einen Sockenanzieher. Mit "Hand und Fuß", wie er seine Erfindung nennt, will er auch die Löwen überzeugen. "Tolles Produkt", befindet Frank Thelen, obwohl der "Löwe" doch eher auf technisch-affine Hipster-Gründer steht. Und tatsächlich macht nur Vural Öger dem Gründer ein Angebot: Er will das Unternehmen gemeinsam mit Beer führen, also 50 Prozent der neu zu gründenden GmbH haben - und würde dafür 100.000 Euro auf den Tisch legen. Doch Beer lehnt ab, der Deal platzt.

Robuste Fotobücher für die Kleinen

Kinder lieben Fotos, aber die befinden sich heute auf dem Smartphone. Und wer will schon als Eltern sein Kind dauerhaft mit einem Handy rumhantieren lassen? Genau diese Frage stellte sich auch Eva Malawska und entwickelte ein robustes Fotobuch für Kinder ohne spitze Ecken und Kanten: Kleine Prints nennt sie diese Bücher. Jetzt braucht sie Geld zum Expandieren. Und - eingefleischte "DHDL"-Fans werden es kaum für möglich halten - tatsächlich investiert Lencke Steiner, die "Ich bin raus"-Frau. Und Malawska nimmt den Deal sogar an. Eine Überraschung in der vorletzten Folge. Mal sehen, was in der letzten Sendung noch passiert.