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Zucker schädigt schleichend

Schwierigkeiten beim Sex

Zuckerkranke können Probleme beim Sex haben. Es ist dann nicht so sehr das Wollen, das ihnen Schwierigkeiten bereitet, sondern eher das Können. Männer leiden unter Erektionsstörungen, bei Frauen wird die Scheide nicht mehr feucht, damit wird der Akt schmerzhaft. Das erschwert das Liebesleben.

Das kommt gar nicht selten vor: So sind zum Beispiel 20 Prozent der Menschen mit Diabetes Typ 1 impotent. Zwar lässt auch bei gesunden Männern die Potenz im Alter nach. Bei Diabetikern beginnen die Probleme aber früher und führen meistens zum völligen Verlust des Stehvermögens.

Ursache sind die Nerven, die durch den überschüssigen Zucker im Blut veröden. Denn auch die Sexualorgane werden von Nerven versorgt. Bei Zuckerkranken reagieren Klitoris und Penis nicht mehr wie gewohnt auf sexuelle Reize, die erotische Botschaft wird nicht mehr an das Gehirn weitergeleitet.

Fehlt dem Gehirn die Stimulation, kann es nicht dafür sorgen, dass die Sexualorgane gut durchblutet werden und anschwellen. Männer bekommen daher seltener eine Erektion oder es fehlt ihnen an Stehvermögen. Bei Frauen schwellen die Schamlippen nicht mehr an, die Drüsen produzieren zu wenig Feuchtigkeit.

Zuckerkranke erleben dies als psychisch sehr belastend. Sprechen Sie mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner offen über das Problem. Wichtig sind dabei gegenseitiges Einfühlungsvermögen und Vertrauen. Und bedenken Sie, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, Intimität und Erotik miteinander zu erleben.

Kirsten Milhahn