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9. April 2011, 19:46 Uhr

Netzagentur warnt vor Stromengpass

Die Bundesnetzagentur hat vor einer raschen Abschaltung zusätzlicher Atomkraftwerke gewarnt. Ein solcher Schritt würde im Herbst und Winter zu Engpässen in der Energieversorgung führen, heißt es in einer Analyse für die Bundesregierung

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Dämpfer für die Atomkraftgegner: Die Bundesnetzagentur befürchtet eine Stromengpass bei der Abschaltung weiterer AKW© Arne Dedert/DPA

Mit Verweis auf einen möglichen Energie-Engpass hat die Bundesnetzagentur vor einer raschen Abschaltung weiterer Atomkraftwerke gewarnt. Es sei "dringend davon abzuraten, kurzfristig weitere Abschaltungen über die acht Kernkraftwerke hinaus anzuordnen, die nicht ausreichend mit den Energieversorgern abgesprochen sind", schreibt die Behörde in einem Bericht an die Bundesregierung, aus dem das "Handelsblatt" zitiert.

Für die Dauer des dreimonatigen Atom-Moratoriums sei der Ausfall vermutlich beherrschbar, dies gelte voraussichtlich auch für das restliche Sommerhalbjahr. "Herbst und Winter dieses Jahres werden aber vermehrt mit angespannten Netzsituationen einhergehen", warnt die Bundesnetzagentur in dem Bericht, in dem sie die Auswirkungen des Atom-Moratoriums bewertet.

Die schwarz-gelben Atomfans kommen aus den Löchern

Die Agentur fordert die Bundesregierung in dem Gutachten ausdrücklich auf, vor "weiteren Maßnahmen die konkreten Ergebnisse der Netzberechnungen der Energieversorger abzuwarten". Für zusätzliche Stilllegungen von Kraftwerkskapazitäten gebe es derzeit "keinen Puffer". Zwingende Alternativen zur Atomkraft sind danach der Ausbau von Kohle- und Gaskraftwerke. "Es ist unabdingbar, die Fertigstellung bereits im Bau befindlicher Kraftwerke zu gewährleisten und die Realisierung geplanter Projekte zu beschleunigen", schreibt die Behörde.

Nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hatte die Bundesregierung ein dreimonatiges Atom-Moratorium verhängt, während dessen die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke vom Netz bleiben müssen. In dieser Zeit will die Regierung die Risiken der Atomkraft neu überprüfen.

kng/Reuters/AFP
 
 
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