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Ex-FDP-Minister Dirk Niebel empört mit Bild im Stile der Wehrmacht

Wegen eines Bilds im Wehrmachtsstil auf der Facebook-Seite des früheren FDP-Politikers Dirk Niebel macht sich im Internet Empörung breit. Der Bundesminister a.D. will sich auf Anfrage nicht zu der Illustration äußern.

Ex-FDP-Minister Dirk Niebel eckte bereits 2011 mit dem Tragen seiner Gebirgsjägermütze in Afghanistan an

Ex-FDP-Minister Dirk Niebel eckte bereits 2011 mit dem Tragen seiner Gebirgsjägermütze in Afghanistan an

Dirk Niebels Facebook-Account ist verifiziert und gehört dem früheren Entwicklungsminister. Ob er persönlich das Bild dort eingestellt hat, wollte der frühere FDP-Politiker und heutige Manager des Rüstungskonzerns "Rheinmetall" auf Anfrage nicht mitteilen: Er habe sich seit Ende seiner Ministerzeit nicht mehr in den Medien geäußert und wolle das auch weiterhin so handhaben, teilte Niebel der Deutschen Presse-Agentur mit.

Das gezeichnete Schwarz-Weiß-Bild zeigt die Konturen eines grimmig dreinblickenden Soldatenkopfs mit Fallschirmjägerhelm und in Frakturschrift den Spruch "Klagt nicht, kämpft".

Es könnte als Kommentar zur Debatte über den Umgang mit Wehrmachtsdevotionalien in der Bundeswehr verstanden werden. Niebel ist Reserveoffizier der Fallschirmjäger und hat das immer mit Stolz demonstriert, etwa in dem er auch als Minister öfter ein Bundeswehrkäppi trug.

Grüne sind empört über Dirk Niebel

Der Grünen-Abgeordnete Volker Beck äußerte sich im Kurznachrichtendienst Twitter:

Auch seine Fraktionskollegen Renate Künast und Konstantin von Notz äußerten sich dort kritisch.

Auch die twitterte:

Über den Spruch "Klagt nicht, kämpft" gab es bereits 2013 eine politische Auseinandersetzung. Das Verteidigungsministerium antwortete damals auf eine Anfrage der Linksfraktion: "Für das in Rede stehende Zitat lässt sich kein historischer Bezug zur Fallschirmjägertruppe der Wehrmacht nachweisen und es ist in der Bundeswehr - unabhängig von einer geschmacklichen Bewertung - nicht verboten."


wue/DPA

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