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Andrea Ypsilanti will sich in einer Woche zur hessischen Ministerpräsidentin wählen lassen - und hat schon wieder ein Problem mit der eigenen Partei: Ihr SPD-Rivale Jürgen Walter lehnt einen Kabinettsposten ab und zieht sich zurück. Warum?
Energisches Dementi: Die beiden hessischen SPD-Rebellen Jürgen Walter und Carmen Everts wollen angeblich doch keine eigene Partei gründen. Entsprechende Berichte seien "völlig an den Haaren herbeigezogen".
Der Entschluss von vier SPD-Abgeordneten, die Wahl von Andrea Ypsilanti zur hessischen Ministerpräsidentin zu verhindern, hält Hermann Scheer für Hochverrat. Im stern.de-Interview spricht das SPD-Vorstandsmitglied über Anstand und die plötzliche Entdeckung des politischen Gewissens.
Mit einem kalkulierten Skandal hat der hessische SPD-Konservative Jürgen Walter den Auftritt seiner Chefin Andrea Ypsilanti versaut. Während 95,3 Prozent der Delegierten dem rot-grünen Koalitionsvertrag zustimmten, lehnte ihn Walter überraschend ab.
Mit dem Rückzug von "Netzwerker" Jürgen Walter hat sich die hessische SPD endgültig auf Linkskurs begeben. Doch ein Stück weit hat sich der einstige Hoffnungsträger der Sozialdemokraten auch selbst demontiert.
Wie soll es nach dem Scheitern von Andrea Ypsilanti in Hessen weitergehen? Grüne und FDP befürworten Neuwahlen, eine denkbare Jamaika-Koalition kommt wohl nicht zustande. Ein SPD-Ortsverein hat gegen die vier Rebellen, die die Machtübernahme verhindert haben, ein Ausschlussverfahren eingeleitet.
Die Hessen-SPD kommt nicht zur Ruhe: Partei-Rebell Jürgen Walter hat die hessische Landeschefin Andrea Ypsilanti zum Rückzug von der Spitze der Landtagsfraktion aufgefordert. Sie soll dem designierten Spitzenkandidaten Schäfer-Gümbel Platz machen.
Ein Bezirk der hessischen SPD hat gegen zwei der vier Abweichler Parteiausschlussverfahren eingeleitet. Carmen Everts und Jürgen Walter gehörten zu den Abgeordneten, die Andrea Ypsilanti nicht zur Ministerpräsidentin wählen wollten.
Abgang eines Abweichlers: Nur einen Tag, nachdem er Andrea Ypsilanti seine Unterstützung bei der Wahl zur hessischen Ministerpräsidentin aufkündigte, hat Jürgen Walter den stellvertretenden Vorsitz der hessischen SPD niedergelegt. Seine Entscheidung teilte er der Partei per Fax mit.
Um kurz nach zehn Uhr am Montagvormittag klingelt das Telefon von Andrea Ypsilanti: Genossin Carmen Everts teilt mit, dass vier Fraktionsmitglieder Ypsilantis Wahl zur Ministerpräsidentin nicht unterstützen würden. Dann folgte die politische Kernschmelze der hessischen SPD. Ein Tag in Wiesbaden.
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