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6. Oktober 2009, 17:48 Uhr

Bürger trauen Gabriel die Rettung der SPD nicht zu

Was hält die Bevölkerung von der neuen SPD-Führung? Das Vertrauen in den designierten Parteichef Gabriel ist laut stern-Umfrage gering, das in seine Generalsekretärin Nahles schon höher. Und die Zahlen für die Gesamtpartei fallen nochmals.

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Hat eine Herkulesaufgabe vor sich: der designierte SPD-Parteichef Sigmar Gabriel© Franka Bruns/AP

Der designierte SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel stößt in der Bevölkerung auf große Skepsis. Nur 32 Prozent der Deutschen glauben, dass der noch amtierende Umweltminister seine Partei aus der Krise führen kann, ergab eine stern-Umfrage, die vom Forsa-Institut durchgeführt wurde. Unter den SPD-Anhängern trauen Gabriel allerdings 44 Prozent eine erfolgreiche Arbeit zu - 39 Prozent dagegen nicht.

Gabriels künftige Generalsekretärin Andrea Nahles bekommt von den Deutschen deutlich mehr Vorschusslorbeeren. 48 Prozent aller Bürger glauben laut stern-Umfrage, dass sie ihren Job gut machen werde, nur 24 Prozent bezweifeln das. Von den SPD-Sympathisanten erwarten 58 Prozent, dass Nahles eine gute Generalsekretärin wird. Bei Anhängern der Grünen (62 Prozent) und der Linken (60 Prozent) hat sie sogar noch mehr Kredit.

Derweil stürzt die SPD weiter ab. Im aktuellen stern-RTL-Wahltrend des Forsa-Instituts kommen die Sozialdemokraten nur noch auf 22 Prozent - ein Prozentpunkt weniger als bei der Bundestagswahl. Für Forsa-Chef Manfred Güllner ist dies "nicht überraschend", weil die Führung der Partei vorwiegend "über eigene Posten und neue Machtoptionen mit der Linkspartei" redet. "Sucht die SPD ihr Heil im Linksrutsch, könnte sie bald schon unter die 20-Prozent-Marke fallen", meint Güllner zum stern. Auch Grüne (jetzt 10) und FDP (jetzt 14) verlieren jeweils einen Prozentpunkt; Linke und Union dagegen gewinnen jeweils einen und liegen nun bei 13 beziehungsweise 35 Prozent.

Als Politiker und Person wird der frühere niedersächsische Ministerpräsident Gabriel von den Deutschen überwiegend positiv gesehen. Jeweils 57 Prozent halten ihn laut stern-Umfrage für kompetent und schlagfertig; 54 Prozent sagen, er habe Visionen für die Zukunft, 51 Prozent finden ihn sympathisch, 49 Prozent glaubwürdig, 45 Prozent schätzen ihn als führungsstark ein, jeweils 44 Prozent attestieren Gabriel, dass er Witz und Humor habe, Leidenschaft besitze und etwas von Wirtschaft verstehe. 41 Prozent sagen, er stehe auf Seiten der kleinen Leute. Allerdings: Nur 13 Prozent halten ihn für fähig, die Probleme des Landes zu lösen.

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abo
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
SethusCalvisius (07.10.2009, 16:59 Uhr)
Man stelle sich vor,
FORSA-Chef wäre jemand vom linken SPD-Flügel. Dann würden wir hier ständig Kommentare lesen: SPD muss sich nach links öffnen....
Wenn aber ein Meinungsforscher solche Aussagen im Zusammenhang mit einer Umfrage macht, geht der Leser davon aus, dass es sich nicht um eine Privatmeinung, sondern um das Ergebnis einer Untersuchung handelt. Hier hätten zumindest die Journalisten die Pflicht, den Leser aufzuklären, dass da ein Herr Güllner seine Position für seinen persönlichen Kreuzzug gegen alles Linke missbraucht. Der derzeitige Zustand der SPD ist das Ergebnis von 11 Jahren Seeheimer-Regierung.
meriva (07.10.2009, 10:26 Uhr)
SPD wohin?
Wenn sich die SPD nicht auf ihre alten Werte wie Sozial und Vertreter der Arbeitnehmer besinnt, hat sie ihren Namen nicht verdient.
Ein Mann wie Gabreil hilft da nicht!
felice4711 (07.10.2009, 10:22 Uhr)
Herr Güllner ist ein Agitator,
der nur von seiner Linken-Aversion getrieben ist. Objektivität in der Beurteilung ist ihm fremd. Auch sieht er das wesentliche nicht. Vielleicht sieht er's ja auch und macht kurzerhand was anderes draus. Nach meinem Empfinden ist dieser sog. Absturz der SPD dem auf dem Wege order-by-mufti zusammengestoppelten neuen Führungsgremium der SPD geschuldet. Keiner wurde gefragt, es wurde einfach bestimmt und sich Ämter eigenmächtig selber zugewiesen (Steinmeier). Man gibt sich selbst die Ehre. Bei der Gelegenheit hat man weiter versäumt, den Augiasstall mal gründlich auszumisten mit dem Ergebnis, dass ein guter Teil der Agenda-Künstler und Seeheimer Trollen wieder ganz vorne mitmischt. Die will keiner mehr und trotzdem grinsen sie einem Tag für Tag entgegen. Wenn sich da nicht bald mal was tut, verschwindet die SPD im einstelligen Prozentbereich. Wäre dann allerdings auch nicht schade drum.
Tom3 (07.10.2009, 10:12 Uhr)
Bei Gabriel ...
...muss ich immer noch an dessen Beratungsresistenz im Umgang mit dem sog. Biosprit u. dessen Beimischung zum normalen Benzin denken. Erst als der Gabriel auch vom letzten Experten eindringlich davor gewarnt worden war hat er von seinem Chaosplan abgelassen u. darauf verzichtet. Genau so einen braucht die SPD jetzt um sich entgültig ins Abseits zu manövrieren...
...es ist zwar schade aber mit der völlig sinnfreien Nahles u. dem Gabriel wird die SPD genau das Gegenteil von dem erzielen, was sich die konfusen Genossen erhoffen...
warumdennnicht (07.10.2009, 10:10 Uhr)
Stellen wir uns nur mal vor:
Für einen Jahrmarkt auf dem Lande oder in der Stadt müsste jeder Besucher fünf Euro Eintritt bezahlen. Zwei Euro vom Eintritt bekäme die Kaffeesatzleserin in Zelt Sieben. Holla, da wäre aber ein Aufstand gegen diese Kaffeesatztante.
Warum also sollte ich mir in Zukunft weiterhin den STERN kaufen? Wo doch ein Teil des Heftpreises an diesen Kaffeesatzonkel Güllner geht?
ganzbaf (07.10.2009, 08:46 Uhr)
22% weil die SPD...

sich nach Links "öffnet"...
Die Analysen eines Hernn Güllner sind doch immer wieder zum Schiessen ;-)

Erstens sind 1% nicht signikant

Zweitens gab es noch lange keinen Linksruck. Gabriel ist sogar ein Seeheimfreundlicher.

Drittens läge die SPD ohne den Austausch an der Spitze vermutlich bei 21,0 % ;-))

Viertens sollte ein Wahumfrager besser neutral argumentieren, will er einen professionellen Eindruck erwecken.
Be61 (07.10.2009, 07:44 Uhr)
Nachrichtenwert von Umfragen = 0
Na prima, so wie vor der Wahl kommt jetzt Woche für Woche wieder eine Umfrage, wie schlecht es um die SPD steht und wer wieder was wie einschätzt. Damit kann man systematisch ein Klima schlechtschreiben ... Macht doch mal eine Umfrage dazu, wer jeden Tag neue Umfragen lesen möchte!
Stigmatised (07.10.2009, 07:33 Uhr)
tschüss :-)
Gabriel = Tschüss SPD ... Wenn sich eine ehemalige Sozialpartei in den letzten Jahren hauptsächlich um Energiepolitik kümmert kann das nicht gut gehen ... und hurra ... Jetzt steh der Machtgeile Energieklon auch noch an der Spitze :D:D ...
Bitte-sachlich (07.10.2009, 07:13 Uhr)
Manfred Güllner ...
... hat den Pfad des Meinungsforschers längst verlassen. Er hackt ideologisch auf der SPD rum, statt die Meinung der Deutschen zu erforschen.

Egal ob man die Linken mag oder nicht, es ist unredlich und langsam lächerlich, einzig zu behaupten, dass die SPD mit einem Linksbündnis Ihre Wähler verliert. Denn Sie verliert natürlich auch Wähler, wenn Sie sich gegen ein Linksbündnis stellt. Nur diese Wähler existieren in Güllners Ideologie überhaupt nicht, dagegen schon bei anderen Meinungsforschern, die darüber auch berichten ...

Manfred, hör auf, die 5.Kolonne der Linkshasser zu spielen. Du klingst schon so objektiv wie Herr Markwort vom Focus, der in seiner Stammtischrunde am Wochenende erst die geringe Wahlbeteiligung im Osten ansprach und dann gleich die Transfermilliarden erwähnte, als ob das irgendeinen sachlichen Zusammenhang hätte.
Mikelm (07.10.2009, 07:11 Uhr)
Trio ?Invanahles??.. Teil 2

Die Genossen müssen sich entscheiden, in Thüringen und Sachsen Anhalt im Boot mit der CDU und in Berlin müssen sie gegen Schwarz / Gelb kämpfen! Tun sie das, platzen die Bündnisse, tun sie das nicht bleiben sie bei 17 %. Dann noch der neue Kurs mit den Revolutionären der Linken?.. Ein Parteichef der das aushält hätte einen Preis verdient, als Chamäleon des Jahres!!!-))))
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