HOME

Rolls-Royce Phantom VI Four-Door Cabriolet: Einzigartig

Als Wäre ein Rolls-Royce Phantom VI nicht ohnehin schon spektakulär genug, ist dieses Cabriolet schlicht einzigartig. Designer Pietro Frua schnitt der Luxuskarosse nicht nur das Dach ab.

Rolls Royce Phantom VI Four-Door Cabriolet von 1971

Rolls Royce Phantom VI Four-Door Cabriolet von 1971

Vergleicht man den gewöhnlichen Rolls-Royce Phantom VI mit dem ungewöhnlichen Cabrioableger, der in der Karosserieschmiede Royle Cars Ltd. erst 20 Jahre nach dem einstigen Projektbeginn durch Pietro Frua kreiert wurde, so ist kaum zu glauben, dass es sich um die gleiche Fahrzeugbasis handelt. Das Fahrzeug stammt aus dem Jahre 1971 und wurde an einen Engländer als reines Chassis ausgeliefert. Der Brite ließ es für eine Einzelanfertigung zum italienischen Karosserieschneider Frua bringen; fertiggestellt wurde das viertürige Luxuscabriolet nach dem offiziellen Projektbeginn im Jahre 1977 jedoch erst Ende 1992 - lange nach dem Tod von Pietro Frua. Ein paar Monate nach der Fertigstellung wurde es auf dem Genfer Automobilsalon 1993 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. So ist es der letzte offiziell produzierte Rolls-Royce Phantom VI. Das in rotmetallic lackierte Einzelstück ist technisch ein Modell der frühen 70er Jahre. So verfügt der V8-Motor wie alle Phantom-VI-Versionen, die von 1968 bis zum Modelljahr 1982 produziert wurden, noch über 6.230 Kubikzentimeter Hubraum. Erst nachfolgende Modelle bekamen die legendären 6.750 Kubikzentimeter des Silver Spirit. Die Kraftübertragung der 162 kW / 220 PS erfolgt noch über die alte Viergangautomatik ohne Drehmomentwandler, die kurz danach abgelöst wurde.

Einzigartig
Rolls Royce Phantom VI Four-Door Cabriolet von 1971

Rolls Royce Phantom VI Four-Door Cabriolet von 1971

Front und Heck des viertürigen Frua-Cabriolets mit der Fahrgestellnummer PRH 4643 sind im Vergleich zur geschlossenen Standard-Variante des Phantom VI nicht wiederzuerkennen. So reckt sich die Front mit dem markigen Vieraugengesicht und dem charismatischen Grill nahezu senkrecht in den Fahrtwind. Auch das gewaltige Heck mit den Rückleuchten des Citroen SM hat keinerlei Ähnlichkeit mit dem rundlichen Hinterteil der Staatskarosse vom Typ Rolls-Royce Phantom VI, der während seiner Produktionszeit weniger als 400mal produziert wurde.

Der vordere Innenraum ist eine Orgie in Edelholz und Leder sowie mit zahlreichen Rundinstrumenten, einem spindeldürren Lederlenkrad und dem obligatorischen Getriebewahlhebel am Lenkstockhebel. Im Fond ist die Opulenz für die zwei bis vier Insassen noch größer. Ausklappbare Tische, ein großzügiges Ledersofa, zwei Zusatzsitze, Getränkehalter, Bordbar und eine hochfahrbare Trennscheibe lassen das 6,45-Meter-Schiff wie einen britischen Jagdwagen erscheinen, der sich nicht nur optisch im Neuzustand befindet. Der Edelbrite hat gerade einmal 75 Meilen gelaufen und trotzdem ist es schwerer als gedacht einen Käufer zu finden. Bei den jüngsten Versteigerungen von Goodings in Pebble Beach wurde das spektakuläre Einzelstück nicht versteigert. Es sollte an sich zwischen 800.000 und 1,2 Millionen Dollar bringen. Abwarten, ob sich dies für das ungewöhnliche Einzelstück erziele lässt. Schließlich polarisiert das Design von Pietro Frua noch heute.

pressinform

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.