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Kulanz: VW reagiert auf Motorschäden durch Frost

Nach Motorschäden durch Eis im Ölkreislauf zieht VW die Notbremse. Der Autobauer gewährt Betroffenen eine hundertprozentige Kulanz für zehn Jahre, ohne Kilometerbegrenzung.

Nach zahlreichen kapitalen Motorschäden durch Eisbildung im Ölkreislauf zieht Volkswagen die Notbremse. Der Wolfsburger Autohersteller gewährt betroffenen Besitzern von Lupo-, Polo- und Golf- sowie Seat- und Skoda-Modellen mit 1,0- und 1,4- Liter-Motoren eine hundertprozentige Kulanz für zehn Jahre und ohne Kilometerbegrenzung. Bereits entstandene Kosten für Reparaturen würden erstattet, teilte VW mit. Die anfälligen Aluminium-Motoren wurden seit 1997 in eine Million Autos eingebaut, davon 500 000 in Deutschland verkaufte Fahrzeuge.

Zweistellige Millionenbeträge

Zu den Kosten machte VW keine Angaben. Sie dürften jedoch je nach Reaktion der Kunden auf das Angebot mindestens hohe zweistellige Millionenbeträge erreichen. Bisher seien die Schäden an rund 5500 Autos aufgetreten, hieß es. Das Problem trete im Kurzstreckenverkehr und ausschließlich bei extremen Frosttemperaturen auf, die Kondenswasser gefrieren ließen und so die die Ölzufuhr zum Motor blockierten. Werde der Motor warm genug, verdampfe das Kondenswasser, wodurch eine Eisbildung im Motor ausgeschlossen sei.

Kostenlose Nachbesserungen

In Fahrzeuge von Kunden mit solchen Motoren werde VW vorsorglich kostenlos eine beheizte Entlüftung des Kurbelgehäuses einbauen, die die Eisbildung im Motor verhindere. Durch Verbesserungen in der Serienfertigung trete das Problem inzwischen nicht mehr auf, hieß es. Über die Motorschäden und die den Kunden teilweise nicht geleistete Kulanz von Händlern beziehungsweise VW hatten kürzlich verschiedene Medien berichtet, unter anderem «Auto-Bild» und die Nachrichtenmagazine «Spiegel» und «Focus», sowie der Automobilclub ADAC.

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